Hallo, liebe Gemeinde.
War soeben bei einem Bewerbungsgespräch in einem Bildarchiv.
Der Bildbearbeitungs-Workflow läuft da in Photoshop auf 16-bit-Basis. Da war ich sehr überrascht, denn:
- Die Vorlagen sind häufig sehr alt (historisch) und die Optimierung der Daten wird nur in den seltesten Fällen in Hochglanzqualität gefordert oder in extrem großen Größen (>A3)
- Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind eingeschränkt (ich arbeite sonst immer mit Einstellungsebenen und Masken)
Frage:
Worin liegen die eindeutigen Vorteile eines 16-bit-Workflows gegenüber dem klassischen 8-bit-Workflow?
Wirkt sich diese Art des Arbeitens nicht lediglich auf die Farbtiefe, vorwiegend sichtbar in Verläufen, aus?
Oder gibt es späterhin mehr Möglichkeiten der Vergrößerung?
Wer kann mir da einen Überblick verschaffen?
Herzlichen Dank im Voraus
Claudia
Hallo Claudia,
ja es geht dabei um Farbtiefe und Verläufe.
Immerhin geht es um ein Archiv auch für die Zukunft.
Natürlich wird heute im Endeffekt wieder auf 8 bit heruntergerechnet,
aber gerade zukünftige Systeme werden gerne auf die höhere Farbqualität
zurückgreifen.
Bedenke was sich alleine in den letzten 10 Jahren getan hat.
Gerade in der Seperation wird sich noch viel tun, insbesonders bei der
Verwendung in digitalen Mehrfarbdruckmaschinen.
Hier wird man in Zukunft von 16 Bit RGB oder LAB ausgehen um den vollen
Farbraum der Maschine zu nützen.
OL
Hallöle.
Ah, ok, so wird ein Schuh draus. Ich dachte nämlich zunächst, dass es für ein Archiv doch interessant sein sollte, die Unmenge an Daten eher zu reduzieren.
Mit 16 bit steigen sie ja wohl doch eher enorm.
Allerdings habe ich die Bilder gesehen. Du, das sind völlig verschrammelte Dinger (weil alt). Ich glaube eher nicht, dass es jemand schafft, sie derart gut zu restaurieren, dass ein Zuwachs von 8 auf 16 bit einen echten Qualitätssprung bedeutet, da eher die gute Bildbearbeitung ausschlaggebend sein wird.
Aber natürlich, zu reinen Archivierungszwecken … da macht’s Sinn … Kompatibilität!
Ahoi
Claudia
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