hallo Susanne,
kinder habe ich keine, aber ich kann was dazu sagen:
als ich 16 war zog der freund meiner mutter zu uns, bis dahin war ich 14 jahre mit ihr allein.
als studierende und später 100% berufstätige frau war ihr von anfang an klar, das ein haushalt nur als team funktionieren kann.
dein sohn scheint zu glauben, das seine mutter eine hausangestellte ist, aber auch ihm sollte klar werden, das du mit deinem job nicht nur weniger zeit, als er, hat, sondern auch diejenige bist, die das geld heran schafft. wenn ich das so lese, macht dein sohn nicht zu viel.
ich erinnere mich gut an meine haushaltjobs. ich habe nie, auch nicht in der sehr heftigen pubertät, ernsthaft dagegen rebelliert, anscheinend war das etwas, das ich immer eingesehen habe:
- der übliche kleinkram wie müll rausbringen, töpfe aufräumen und spülmaschineausräumen.
2.morgens zusammen aufstehen und zusammen ins bad (naja, mit einem sohn vielleicht schwieriger…), meine mutter war dann mit schminken beschäftigt und ich machte in der zeit das frühstück (schon als vierjährige)und pausenbrote.
3.mittags kam ich meist eine halbe stunde vor ihr heim, also war ich dran mit mittagessen machen. das war damals meist miracoli, fischstäbchen mit irgned einem büchsengemüse, gefüllte omelette oder anderes einfaches und schnelles, aber dadurch konnte sie ihre mittagspause etwas mehr geniesen.
4.mein zimmer und der hamster waren komplett meine sache, aber ich habe auch die ganze wohnung gesaugt.
abendessen hat sie oder wir zusammen gemacht, auch eingekauft und für sauberkeit im haus war sie zuständig, sobald sie es sich leisten konnte, gabs dann einmal die woche eine putzfrau (das würde ich dir auch empfehlen, es entlastet ungemein). das alltägliche chaos, die wäsche, der ganze papierkram, die unmengen an zimmerpflanzen und was sonst noch so alles gemacht werden muss, sie war auch damit ziemlich beschäftigt.
da mein stief (und nun adoptiv-)vater meist zu hause arbeitet und ein hervoragender koch ist, hat er sich natürlich nach seinem einzug um das essen gekümmert und die gesamte hausarbeit wurde neu aufgeteilt. aber den einen oder anderen posten habe ich natürlich behalten.
nein, du nutzt deinen sohn nicht aus, sondern er eher dich, wenn er sich weigert. er darf sich auch nicht mit seine freunden, bei denen beide eltern vorhanden sind vergleichen. schon wenn geschwister vorhanden sond, verteilen sich die ämter auf mehrere personen.
ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ein 16-jähriger das noch einsieht, vielleicht muss man wirklich damit vom kleinstkindalter an aufwachsen.
herzliche grüsse, Sama
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