17-jähriger Computersüchtig

Hallo Eltern,

seit 3 Monaten habe ich eine Wochenendbeziehung mit einer Frau die 170 km entfernt wohnt. Sie hat eine 18-jährige Tochter und einen 17-jährigen Sohn.
Die Tochter ist sehr gut in der Schule, macht bald ihr Abi und hat gerade den Führerschein bestanden.
Der Sohn allerdings ist das genaue Gegenteil - das Zeugnis war ziemlich schlecht, jetzt in den Ferien sitzt er bei dem schönen Wetter den ganzen Tag vor dem PC und zockt Counterstrike. Er hilft nicht im Haushalt, wenn seine Mutter etwas sagt kommen nur Antworten wie „kein Bock, keine Zeit, nerv mich nicht“.
Er ist frech und aufmüpfig, seine Freunde sind teilweise recht schräg, er raucht seit kurzem und seine Mutter ist ratlos und weiss nicht weiter.

Da ich nicht der Vater bin weiss ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Will ihr zwar helfen, aber ohne das gerade erst wachsende Vertrauensverhältnis zwischen uns vieren zu zerstören. Wie gesagt, wir sind erst seit 3 Monaten zusammen. Was würdet ihr machen?

LG,
Veritas

Hallo Eltern,

jetzt in den Ferien sitzt er bei dem

schönen Wetter den ganzen Tag vor dem PC und zockt
Counterstrike. Er hilft nicht im Haushalt, wenn seine Mutter
etwas sagt kommen nur Antworten wie „kein Bock, keine Zeit,
nerv mich nicht“.

Normal! Pubertät würde ich sagen … Allerdings würde ich da als Mutter schon klar machen, das auch ich keinen Bock auf Hausarbeiten, Kochen, Einkaufen, Spülen usw. hätte und lieber am Baggersee verweilen würde …
Man muss auch bedenken, er hat jetzt Ferien, und will wahrscheinlich auch einfach freie Zeit haben, die er sich selber einteilt, und das tun wozu ER Lust hat. („Ey boa ey, erst nerven die Lehrer die ganze Zeit, jetzt hab ich endlich Ferien und jetzt nervt Mutter“ *ggg*)

Er ist frech und aufmüpfig, seine Freunde sind teilweise recht
schräg, er raucht seit kurzem und seine Mutter ist ratlos und
weiss nicht weiter.

Normal! Pubertät würde ich sagen … ist natürlich eine Frage wie Muttern dann damit umgeht.

Da ich nicht der Vater bin weiss ich nicht, wie ich mich
verhalten soll. Will ihr zwar helfen, aber ohne das gerade
erst wachsende Vertrauensverhältnis zwischen uns vieren zu
zerstören. Wie gesagt, wir sind erst seit 3 Monaten zusammen.
Was würdet ihr machen?

Also ich kann nur sagen was ich damals als alleinerziehende Mutter gerne vom neuen Freund an Unterstützung gehabt hätte: Verständnis für innerfamiliäre Konflikte, sein Ohr!, die konkrete Frage: wie kann ich dir helfen! Und die Akzeptanz das in Familien immer ein bischen Stress sein kann.
Für meinen Sohn habe ich mich immer gefreut wenn Freizeitangebote gemacht wurden, die NICHTS mit mir zu tun hatten. Setz dich doch mal zu ihm und lass dir das Spiel erklären, oder zock ne Runde mit, kann ja auch ein anderes gutes (besseres *g*) Spiel sein.
Das letzte was hilft sind jetzt Belehrungen, dann blockt er noch mehr ab. Zeige ihm lieber das du ihn akzeptierst, und interessiere dich für seinen Alltag, aber nicht als „Neuer Macker“ der Mutter sondern wegen ihm.

Ich finde es toll das du dir da so Gedanken machst, zumal es ja nur eine WE-Beziehung ist!

Viel Glück und gute Nerven
Sabine

Hallo Veritas,

ich denke, dass es viele Meinungen zu dieser Situation gibt, aber hier meine.

Ich denke, dass man mit 17 Jahren nicht mehr unbedingt in der „schlimmen Phase“ der Pupertät steckt. Ich denke, dass es mit Sicherheit andere Gründe dafür gibt. Vielleicht geht es den Jungen nicht gut, weil er seinen leiblichen Vater vermisst. Ich weiß ja nicht wie die Lebensumstände bei der Mutter sind bzw. in Bezug auf den Vater waren. Vielleicht möchte aber der Junge nur ein wenig Anerkennung bzw. möchte gern beachtet werden. Vielleicht witmet sich seine Mutter jetzt mehr dir als ihn. Ich würde einfach mal vorschlagen, dass die Mutter mit dem Sohn etwas unternimmt (Kino, baden gehen, und und und). Wenn du einen guten Draht zu ihm hast, unternehmt ihr halt was zu dritt. Wenn er nur vor dem PC abhängt, dann zieht er sich langsam aus dem reelen Leben zurück, weil er entweder Angst hat oder weil ihm etwas bedrückt. Dieses aufmüpfige Verhalten kommt ja nicht von irgendwo her. Vielleicht kommt der Junge auch nicht damit klar, dass seine Mutter jetzt einen neuen Freund hat. Ich denke, dass hinter dieser Sache mehr steckt als nur die Pupertät. Rede doch einfach mal mit deiner Freundin darüber. Nach 3 Monaten würde ich sagen, dass du deiner Freundin Halt geben solltest aber das du dich bezüglich der Erziehung noch etwas zurückhalten musst. Du kannst ihr Tipps geben bzw. ihr Zuhören wenn sie sich wegen ihrem Sohn schlecht fühlt. Aber dem Sohn selbst solltest du keine Vorschriften machen, weil das echt dann eventuell in die Hose.

Am besten ist es, wenn sich deine Mutter mit dem Sohn mal an einem Tisch setzt und mit ihm redet, was er für Probleme hat.

Also es können wirklich viele Gründe sein, warum der Junge so ist. Aber Reden hilft. Vielleicht warten der Junge auf ein Gespräch mit seiner Mutter…??

Viel Glück!

Hallo Veritas ,

wie wäre diese Idee,frag ihn doch einfach ob du auch mal ne Runde spielen darfst.Lass dir von ihn erklären wie es funktioniert ,geh mit ihn auf gleiche Wellenlänge,zeige ihn das er dir wichtig ist.Lobe ihn für sein gutes Spiel.Nach und nach gewinnst du sein vertrauen,dann ist die Zeit gekommen ihn mit einen Vorschlag von dir,Eis essen,Kino u.s.w vom Cuputer weg zu locken.Denn es ist nicht gut ,wenn er so isoliert ist,deine Freundin kann da auch mit machen.
Zeigt ihn das er euch wichtig ist.

Liebe Grüsse Sabine

Hallo Elter,

vielleicht ist der ‚Compi auch mal defekt‘ ?

Ansonsten biste der Sache relativ hilflos ausgeliefert.

Aloha - digi (aEg)