17 jahre alt, abtreiben

ich bin 17 jahre alt,möchte aber abtreiben will es aber nicht meinen eltern sagen muss ich dazu 18 sein wenn ich abtreiben will ohen das meine eltern das erfahren ?

[MOD]Titel geändert, Text angepasst

Hallo cookiebreed,

schön, dass Du Hilfe suchst.

Es gibt viele Beratungsstellen, die Dir Wege aufzeigen können, z.B.:

http://profamilia.de/

Es gibt sehr viel mehr Beratung, die Du unbedingt nutzen solltest.

Der erste Ansprechpartner wäre Dein Frauenarzt, evtl. der Hausarzt.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Als MOD, evtl. verschiebe ich diesen Artikel, da es eigentlich eher eine rechtliche Frage ist. Damit Du aber schnell Antworten bekommst, bleibt er erstmal hier.

Gruß Volker

Hallo,

also, wie es scheint, willst Du nach der Beratungsregelung die Schwangerschaft abbrechen. Das geht im Prinzip auch schon minderjährig, aber: Die Kosten müssen privat getragen werden, können aber auf Antrag von der Kasse übernommen werden. Da Du vermutlich familienversichert bist, kannst Du das nicht ohne Deine Eltern machen. Zudem benötigst Du einen OP-Termin zum Abbruch, inklusive Narkose. Das ist kaum an den Eltern vorbei zu organisieren. Du würdest viel, viel lügen müssen und wer soll Dich hinterher verstehen, wenn es Dir schlecht geht? Damit nimmst Du Deinen Eltern die Chance dazu.

Wenn Du so erwachsen sein willst, eine Schwangerschaftsunterbrechung allein durchzuziehen, dann sei tatsächlich erwachsen und stehe vor Deinen Eltern zu Deinem Wunsch.

Gruß,

Manticor

Uff, vergessen Sie diese Beratungsstellen, die schwatzen Ihnen nur was auf und reden Ihnen ein schlechtes Gewissen ein.
Im schlimmsten Fall sagen Sie Ihnen, dass Sie eine Möderin oder ähnliches sind, wenn Sie den Keim abtreiben.
Ich vermute einmal, dass Ihnen schon genug schwer gefallen ist, diese Entscheidung zu treffen, da brauchen Sie nicht noch Außenstehende, die Ihnen einreden, wie schlecht Sie sind und wie gut es ist, das Kind zu behalten.
Solche Organisationen wie profamilia (aus dem Namen liest man schon heraus, dass es keine objektive Organisation ist (pro = für, familia) ist. Von dem schlechten Latein mal abgesehen - das sind alles extremkonservative Narren. Die bringen keine Lösung, nur unnötges Leid.
Gehen Sie zum Gynäkologen/Gynäkologin und reden Sie mit Ihr/ Ihm über das Thema - er oder sie kann ihnen da helfen.
Das ist die beste Wahl, glaube Sie es mir.

du darfst sogar gegen den Willen deiner Eltern abtreiben - das ist DEINE Entscheidung!!!

Die Rechtsprechung bejaht allerdings sogar bei einem Schwangerschaftsabbruch in der Regel eine Einwilligungsfähigkeit bereits ab 16 Jahren (Tröndle, StGB § 218a Rn.7).

Moin,

[…]

Gehen Sie zum Gynäkologen/Gynäkologin und reden Sie mit Ihr/
Ihm über das Thema - er oder sie kann ihnen da helfen.
Das ist die beste Wahl, glaube Sie es mir.

Diesen Absatz kann ich unterschreiben!

Den Anfang des Postings möchte ich nicht so stehen lassen.

Ja, fast alle Beratungsstellen versuchen zunächst mal, Wege aufzuzeigen, die es ermöglichen, das Kind zu behalten. Dies hat nicht nur etwas Konservatismus zu tun sondern auch mit dem Wohl der Frau.

Etliche Frauen bereuen irgendwann den Entschluß ein Kind abgetrieben zu haben.

Eine Abtreibung ist kein Spaß, es können u.U. Komplikationen auftreten, die einen späteren Kinderwunsch ausschließen. Dann bricht für die Frauen auch eine Welt zusammen.

Gruß Volker

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Natürlich können Komplikationen auftreten, das wird beim Gynäkologen besprochen. Es gibt mehrere Methoden, wie man einen Keim abtreiben kann. in der Regel ist es aber so, dass die Zeugungsfähigkeit erhalten bleibt.
Ich weiß auch, dass es kein Spaß ist - ich glaube nicht, dass die Fragenstellerin einen Spaß hat, ihren Keim abzutreiben.
Wir wissen auch nicht genau, was ihre Geschichte ist und wie es zu dem gekommen ist.
Aber sie in eine „Beratungsstelle“ wie profamilia zu schicken ist keine Alternative, sondern reine Selbstkasteiung. Ich glaube nicht, dass die Leute von solchen unseriösen Organisationen die richtigen Ansprechpartner für solche sensiblen Themen sind.
Natürlich bereuen einige Frauen den Entschluss, es gibt aber auch viele Frauen, da überwiegt der Vorteil (wenn man es so nennen will) der Abtreibung dem schlechten Eigenschaften.
Sie ist eine junge Frau und wenn sie noch lernen bzw. studieren möchte, ist ein Kind eine absolute Bremse. Etliche Mädchen, die zum lernen (in der Schule) oder zum studieren begannen, haben die Ausbildung nachdem sie ein Kind bekommen haben, an den Nagel gehängt. Es erschwert das ungemein.
Manche Frauen fallen auch einem Sexualverbrechen zum Opfer und solche Organisationen versuchen trotzdem mit aller Macht den Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden.
Seid mir nicht böse, aber diese Frauen sind schon psychisch ziemlich am Boden und dann muss sie sich von solchen Kotzbrocken vollschwaffeln lassen, wie schlecht sie ist, wenn sie das Kind abtreibt?
In der Nähe meines Wohnortes ist solch eine Organisation und einmal habe ich mir die Mühe gemacht, mir den Mist, der in dem Schaufenster gestellt wurde zu lesen. Da waren Fotos von dem Keimen mit einer Zeitskala und was das Kind alles zu der Entwicklungszeit hat und kann.
Ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen.
Vielleicht sollte ich den Mitarbeitern dort ein Taschen-Embryologiebuch spendieren (die kosten ja eh nicht so viel, 30Eur), damit sie den Unsinn dort ausbessern.
In einem Punkt sind wir uns einig, der Weg zum Gynäkologen/in ist die beste Anlaufstelle.

Aber sie in eine „Beratungsstelle“ wie profamilia zu schicken
ist keine Alternative, sondern reine Selbstkasteiung. Ich
glaube nicht, dass die Leute von solchen unseriösen
Organisationen die richtigen Ansprechpartner für solche
sensiblen Themen sind.

Auch wenn diese Organisationen zunächst versuchen eine Abtreibung zu vermeiden, sind sie nicht unseriös.

[…]

Auch hier sehen die Beratungsstellen durchaus die aktuelle Lebenssituation.

Manche Frauen fallen auch einem Sexualverbrechen zum Opfer und
solche Organisationen versuchen trotzdem mit aller Macht den
Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden.

Auch hier sehen die Beratungsstellen die aktuelle Situation.

[…]

In einem Punkt sind wir uns einig, der Weg zum Gynäkologen/in
ist die beste Anlaufstelle.

Trotzdem benötigt die UP einen Beratungsschein, damit sie eine Abtreibung vornehmen lassen kann. Ob es mit oder ohne Kenntniss der Eltern geht habe ich leider nicht abschließend klären können können.

Gruß Volker

Hallo!

Im Deutschen Ärzteblatt findet sich diese Aussage dazu:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxis…

Man muss jedenfalls den Nachweis der Schwangerschaftskonfliktberatung haben, um straffrei eine Abtreibung durchführen lassen zu dürfen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftskonflik…

Also wird Dir nichts anderes übrigbleiben, als den Gynäkologen konkret zu fragen, wohin er ähnliche Fälle zur Beratung schickt.

Angelika

Hallo,

das ist wohl die Kernaussage

In einem Punkt sind wir uns einig, der Weg zum Gynäkologen/in
ist die beste Anlaufstelle.

Trotzdem benötigt die UP einen Beratungsschein, damit sie eine
Abtreibung vornehmen lassen kann.

Zur Abtreibung wird beides gebraucht…

Den Gynäkologen braucht man um die Schwangerschaft und die Woche fest zu stellen und die Beratungsstelle braucht man für den sog. Beratungsschein -ohne den der zweite Gynäkologe die Abtreibung überhaupt nicht durchführen darf.

Also habt ihr beide -in dem Punkt- recht.

LG

Zuerst einmal solltest du zum Frauenarzt gehen.
Der stellt fest ob du schwanger bist, wenn ja wie weit (eine Abtreibung ohne medizinischen Grund ist nur bis zur 12. Woche erlaubt.)

Danach musst du zu einer Beratungsstelle, die dir einen Beratungsschein ausstellt und frühestens 3 Tage danach kannst du dann zu einem (anderen) Frauenarzt gehen der die Abtreibung dann erst durchführen kann.

Das mit den Eltern ist so eine Sache…

Also prinzipiell liegt es im Ermessen des Arztes ob er die Eltern informiert oder nicht. (Wird bei „angemessener Reife“ normalerweise nicht gemacht.)
Nun ist es aber so, dass der normale Frauenarztbesuch entweder Geld kostet (wenn man Privatversichert ist) oder man muss nur das Versicherungskärtchen abgeben.
Im ersten Fall bekommt der Hauptversicherte (normalerweise eben die Eltern) die Rechnung auf der die Diagnosen und Ziffern genau aufgelistet sind.
Im zweiten Fall erfahren die Eltern über die Abrechnung nichts.

Dann kostet der Besuch beim abtreibenden Frauenarzt und die Abtreibung aber etwas und diese Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen -ebenso wie die Kosten der Abtreibung.
Daher müsstest du schon über ausreichend Geld verfügen um das alles bezahlen zu können (geht das ohne Eltern, hats du so viel „auf der hohen Kante“?)

hallo cookiebreed,
ich kann dir zur gestzlichen lage auch wenig sagen. ich bin aus österreich und hier ist die lage ziemlich schwammig definiert. eine mischung aus - entscheidung der frau - beratungsbescheinigung - und ärztl. befund. meine abtreibung liegt schon über 10 jahre zurück, ich war damals älter als du und konnte selbst entscheiden (was auch einsam macht), aber geändert hat sich an der heimlichtuerei nicht viel. ich weiß nicht, in welcher schwangerschaftswoche du bist, aber bis zur 9. Woche kannst zB rein medikamentös mit Mifegyne abtreiben, wenn dir das der gynäkologe verschreibt (gerechnet ab dem 1. Tag der letzten Regel).Dies ist ein Prozess, der ein paar Tage andauert (schau, dass du nicht allein bist) aber man kann ihn bewusst erleben. eine operation müsstest du nach der 9. sswoche in anspruch nehmen. wegen der kosten: in österreich musste ich damals selber zahlen. wenn du blutgruppe rhesus negativ bist, kostet das mehr, wegen der rhesusprophylaxe für späteren kinderwunsch
ich weiß, dass du in einer schwierigen lage bist, in der zeit alles ist! je länger du dir zeit lässt, desto dringender wird die entscheidung und man fühlt sich so allein. ich kann dir nur raten: rede! rede mit allen, die du kennst. warum nicht auch mit deinen eltern? mit dem möglichen kindsvater. vlt kann er finanziell was beisteuern? mit deinen freundinnen. manchmal erfährt man dann, dass man nicht allein ist mit der situation.
schlussendlich liegt die moralische entscheidung allein bei dir, das ist schwer genug!
ich kann dir von mir sagen, dass ich auch von anfang an wusste, dass ich damals keine mutter sein konnte u. wollte und habe meine entscheidung nie bereut.
ich wünsche dir viel kraft für deine entscheidung und die kommende zeit!
es ist dein leben, du bist 17 jahre alt und du weißt am besten, was dir guttut.
ich wünsche dir, dass du in deiner jetzigen lage nicht allein bist!
lg

Hi volker,
diese beratungsstelle namens „profamilia“ - vlt hat sie ihre theorien mittlerweile überdacht - mag sein. zu meiner zeit hieß diese organisation noch anders, ich kann mich an den namen nicht mehr erinnern. ich weiß es aber noch wie heute, dass eben diese organisation vor den wenigen offiziellen abtreibungskliniken, bzw -ärzten zu denen man gehen konnte mit plakaten rumgestanden ist, auf denen föten abgebildet waren, die sich in den entsprechenden ss-wochen befanden, in denen man offiziell abtreiben darf. diese leute bespuckten die mädel, die auf dem weg zur abtreibung waren und sie beschimpften sie. ich weiß das noch genau. einsam und allein ist man meistens mit dieser entscheidung und dann wird man noch als „mörder“ designiert! und heute heißt diese organisation profamilia…

etliche frauen bereuen diese entscheidung meinst du? ja warum denn wohl?

eine saugcurettage bei lokaler betäubung kann nicht angenehm sein, auch nicht die titulierung als mörderin.
in nahezu jeder weiblichen familiären anamnese diesbezügl. gibt es berichte von besuchen bei engelmacherinnen oder selbstversuchen mit der berühmten stricknadel, treppenstürzen oder selbstversuchen mit abtreibungstees, bei denen nicht selten auch die mutter starb.
darf eine emotional erwachsenene, selbstbestimmte frau von heute ihr zukünftiges leben nicht mehr selbst bestimmen? und damit auch die wahl der methode ihrer abtreibung? muss eine frau in depression verfallen und zutiefst bereuen, damit eine abtreibung legitimiert werden kann?
natürlich wird der kindsvater deswegen nie belangt werden, vieleicht ist er ja schon über alle berge - so ein hallodri…

dieses thema ist so alt wie die menschheit selbst.

wenn die o.g. profamilia-organisation einer frau oder einem mädel tatsächlich beratend zur seite steht und diese nicht nur in absolut grauenhafte situationen wie schwangerschaftsabbruch nach vergewaltigung drängt - sage ich ok. ok, dann hab ich mich geirrt. trotzdem würde ich meiner gynäkologin eher vertrauen.
musste das mal loswerden,
lg

Hi oida,

eine saugcurettage bei lokaler betäubung kann nicht angenehm
sein…

das kann aber nicht unter „seriösen“ Voraussetzungen/Bedingungen geschehen sein, sondern erinnert mich an stümperhafte, illegale Abtreibungen als die Ultima Ratio, irgendwo in der Pampa.
Übrigens so nebenbei; ich möchte nicht wissen, wieviele als „Abort- Abrasio“ deklarierte OP’s primäre Schwangerschaftsunterbrechungen sind. Eine sehr elegante Art der „Legalisierung“, wenn der Operateur mitspielt…!

musste das mal loswerden,

Kein Problem, ich meines auch!

lg

LG

Hallo Volker,

Den Anfang des Postings möchte ich nicht so stehen lassen.

ich einiges von deinem auch nicht :wink:

Du sprichst mehrmals von „Kind“ dabei vergisst du, dass es zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Kind gibt.

Wege
aufzuzeigen, die es ermöglichen, das Kind zu behalten.

Etliche Frauen bereuen irgendwann den Entschluß ein Kind
abgetrieben zu haben.

Was du hier meinst ist das Kind austragen und einen Schwangerschaftsabbruch vollzogen zu haben. Das ist NICHT das gleiche, was du geschrieben hast!

Eine Abtreibung ist kein Spaß, es können u.U. Komplikationen
auftreten, die einen späteren Kinderwunsch ausschließen. Dann
bricht für die Frauen auch eine Welt zusammen.

Wie jeden medizinischen Eingriff sollte man auch diesen nicht gedankenlos und fahrlässig durchführen (lassen). Man sollte ihn aber auch nicht wegen Gedankenlosig- oder Fahrlässigkeit unterlassen!

VG
J~