18jährige sind auch noch Kinder, aber

hallo www.ler,

meine Frage ist offenbar untergegangen. Weiss jemand Rat:

meine 18jährige Tochter bereitet mir seit 6 Monaten mehr Sorgen als die vergangenen 18 Jahre. Immer höre ich nur, das ist normal, das gehört zur Ablösung. Gut, o.k. aber nur indem sie auf mir rumtrampelt und vera… Aus unterschiedlichen Gründen müssen wir halt noch zusammenleben, aber ihre Lebensinhalte sind momentan saufen, feiern, poppen … sie hat es soooooooooo schlecht, sie muss als einzige im Haushalt anpacken, es ist eine Strafe eine nicht gesunde Mutter zu haben… Manchmal - so wie heute Morgen - steht es mir bis zum Halse. Zoff am Morgen (5:00)) kann ich nicht gut vertragen.

Musste ich mal loswerden, ist das wirklich normal???ß

verzweifelnd grüsst Chris

Hallo Christel.
Ich hab dein Posting gelesen heute morgen, hatte aber keine Zeit mir Gedanken zu machen.
Ich denke, eine 18-jährige ist erwachsen ( das wollen sie zumindest sein ), mehr oder weniger. Mit allen Rechten und Pflichten!D.h. wer fordert, muss auch mit Gegenforderungen rechnen.Ich weiß ja nicht, was du so „noch“ für deine Tochter tust, d.h. Waschen, bügeln, Kochen, Fahrten irgendwohin etc. Da würde ich dann einfach mal Dienst nach Vorschrift machen, sprich: das Hausfrauendasein ein bisschen einschränken, mit dem Hinweis auf „Selbermachen“. In einem solchen Stadium wie du es schilderst ist das mit Gesprächen sehr schwierig, aber vielleicht gibt es die Möglichkeit einer gemeinsamen, besonderen Unternehmung, wo sich ein Gespräch in Ruhe ergeben könnte. Wenn du das gesundheitlich kannst, weil du schreibst du seist eine kranke Mutter.Leider finde ich meine Ratschläge auch nicht so prickelnd, es ist eigentlich mehr Anteilnahme als Rat.
Bleib cool, das ist schon mal viel wert. Warum stehst du überhaupt um 5.00h mit ihr auf?
Viele Grüße
Corinna ( *die mit zwei pubertierenden Jünglingen gesegnet ist )

hallo Corinna,

wer fordert, muss auch mit Gegenforderungen
rechnen.

richtig und ich stehe aus gesundheitlichen Gründen immer 2 Stunden vor der Familie auf, da ich diese brauche, um meinen Körper in Schwung zu bringen. Meine Tochter lernt und hat Schichtdienst, d.h. mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt sie nicht pünktlich zum Dienst. Deshalb also Frühstück um 5:00 und aus dem Haus um 5:30. Ich verbinde es damit, dass ich dann um 6:15 im Dienst bin und dann um 6:30 anfange zu arbeiten.-

Nur - ich habe auch schon klar gesagt, wer fordert, muss Gegenleistung bringen und ihr klar gesagt, dass sie sich nach anderen Möglichkeiten umsehen müsste, wie z.B. zum Vater ziehen. Das will sie aber auch nicht. In ruhigen Stunden mache ich ihr die Konsequenzen klar – nur es ist sehr anstrengend.

:Möglichkeit einer gemeinsamen,

besonderen Unternehmung, wo sich ein Gespräch in Ruhe ergeben
könnte.

Das hatten wir bis vor 1/2 Jahr so gehalten, nur sie kapselt sich ganz ab, ist jede freie Minute nur auf Achse.

Bleib cool, das ist schon mal viel wert. Warum stehst du
überhaupt um 5.00h mit ihr auf?

s.o., ich würde gern auch mal bis 4:00 schlafen, geht aber leider nicht.

Viele Grüße
Chris

( *die mit zwei pubertierenden Jünglingen gesegnet ist
) Mit meinem Sohn habe ich diese Probleme nie gehabt, inzwischen ist er 23 und eh mit Verstand dabei.

Hallo Christel,

wie Du schon schreibst sind 18jährige auch noch Kinder, denn sie haben halt noch keine Lebenserfahrung. Dazu zähle ich zum Beispiel die erworbene Fähigkeit seine Person nicht alleine zu sehen, sondern sich auch in andere hineinversetzen zu können.
Und es stehen einem in der Phantasie Möglichkeiten offen, die man als Volljährige sogar in die Tat umsetzen könnte. Wer will sich da schon bremsen lassen. Nach 18 Jahren ist man voll mit Ermahnungen der Erwachsenen und Älteren, übervoll. Jetzt geht es nur noch ums Losleben…
…zur Not auch auf Kosten der Mutter. Du klingst, als ob bei Euch absolut kein Teamgeist vorhanden wäre, bestenfalls ein Nebeneinanderleben. Außerdem scheint Dir die ungebremste Lebenslust Deiner Tochter Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Wo soll man da anfangen mit seinem Unmut und wo aufhören?
Und das halte ich für eine Möglichkeit für Dich irgendwie anzufangen das Verhältnis zwischen Dir und Deiner Tochter ein wenig zu verbessern. Nämlich zu überlegen: was ist wichtig und was ist unwichtig, über das man sich ärgern soll. Ich würde mit ihrer Lebensgestaltung anfangen. Sie ist 18, Volljährig. Also ist es Zeit für Eigenverantwortung und Konsequenzen tragen. Sag ihr einfach: „mach was Du willst. Ich halte mich total raus.“ Und dann mußt Du wohl auch für sie glaubhaft so handeln. Man muß es Dir wirklich ansehen, dass Du es so meinst. Keine Warnungen, keine Mahnungen, kein gutes Zureden. Wenn sie sich abschottet gegen Dein Reden - egal ob ein paar Sätze oder ein längeres Gespräch - dann scheint sie resigniert zu haben. Wenn jemand nicht mehr zuhört, dann will er sich davor schützen von außen beeinflußt zu werden. Vielleicht empfindet sie auch das, was Du ihr zu sagen hast, als Abwertung ihrer Person, in dem Sinne, dass sie eher mal ein Klopfen auf ihrer Schulter braucht: „geh mal los, und mache Deine Erfahrungen. Es wird schon werden.“ Dass Du ihr einfach mal blind vertraust, egal was sie tut.
Und Du wirst sehen, dass sie nicht nur noch eine Kind ist, sondern auch immer noch Dein Kind. Denn wer kommt mit 18 Jahren nicht mal ins Stolpern und Hinfallen auf seinem Lebensweg. Sie wird sich über ein paar tröstende und ermahnungsfreie (:wink:)) Worte freuen.

Auf der anderen Seite würde ich eine große Tochter in manchen Dingen schon bremsen oder einbinden (wie auch immer ihr Haushalt und Zusammenleben gestaltet). Wie in jeder WG gibt es Regeln, die jeder einhalten muß. Aber auf der anderen Seite müssen alle Beteiligte ein gewisses Maß an Toleranz an den Tag bringen.

Ich glaube, dass ihr Beide jeder noch die alten Rollen inne habt, die eigentlich ungültig geworden sind. Du bist vielleicht noch die besorgte Mutter, nicht ganz auf physischer Höhe willst du auch Rücksichtnahme, sieht in ein erwachsenes Gesicht (einen Kopf größer als Du ???) mit dem trotzigen Ausdruck einer Pupertierenden. Vielleicht möchte Deine Tochter sich auch bei Dir mal freischwimmen können, bekommt aber die Kurve nicht, weil sie nicht weiß, wie sie sich anders verhalten soll, ohne Unzufriedenheit bei Dir auszulösen. Der Zustand von Volljährigkeit und gleichzeitig den würdigen Status einer Erwachsenen läßt sich erst im Laufe der Zeit überbrücken, und bedarf sowohl die eigene Gewöhnungszeit als auch die der Eltern.

Fazit: versuche Deine Ärgerpunkte zu sortieren, nimm das wichtigste heraus, und stelle auch dazu klar Deine Forderungen (mit Terminen und Konsequenzen), und schubse sie etwas langsamer auf ihre Lebensbahn, denn dann fällt Euch eines Tages der Abschied von einander leichter, oder so schwer, weil Ihr Euch doch gut versteht.

viele Grüße
Claudia

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Christel, sei froh!
Hallo,

ich hoffe, dich beruhigen zu können, wenn ich sage, dass ICH als 18jähriger mich ähnlich verhalten habe. Das legt sich. Aber ich weiß, was du durchmachst …

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Als Vater eines nun 22 jährigen Sohnes klappt der Vorschlag
meiner Vorgängerin sehr gut.
Wäsche waschen, bügeln, Bett beziehen, Bude säubern etc.
Er wurde dumm gekuckt, als die Wäsche dreckig blieb und
Muttern kein Dienstmädchen mehr war, nun geht das ohne Murren.
Auch die fremden Besuche im Haus, werden jeztzt vorher avisiert.(Nicht verboten) ich will nur wissen, wer bei mir ein und ausgeht.
Während unseres Urlaubs, haben keine Fremden im Haus zu sein.
Einmalwar der Ärger groß, als ich nachts vor dem Bett stand
und den Besuch hinausbat. Seitdem informiert uns der möchte gern Erwachsene.
Aber, wie auch andere sagten, einiges legt sich bald.
Wie war das bei uns? nun bin ich volljährig und du hast mir
nichts mehr zu sagen. (Resultat Dienstmädchen Mutter streikte-nun klappt es)
PiRo

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hallo Claudia,
erst einmal vielen Dank für dein ausführliches Posting. In einigen Dingen hast du wirklich den Nagel auf dem Kopf getroffen.
Es ist richtig, dass sie ihre eigenen Erfahrungen machen will und natürlich auch soll
Sie hat ebensoviele Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten wie ich. Bisher nahm sie auch die Nahrungsergänzugnen, die ihr das Leben erleichterten. Vor 3 Monaten hat sie diese abgesetzt, da sie das „doof“ findet. Habe ich mich mit abgefunden… auch wenn die Folgen leider unübersehbar sind. Da muss sie dann tatsächlich erst wieder ganz unten sein. Es fällt mir schwer, aber ich verkneife mir jede Bemerkung. Wenn sie fragt … so wie letztens mit den Haaren… gebe ich sachliche Antwort - mehr nicht.

Jetzt geht es nur noch ums Losleben…
…zur Not auch auf Kosten der Mutter. Du klingst, als ob bei
Euch absolut kein Teamgeist vorhanden wäre, bestenfalls ein
Nebeneinanderleben. Außerdem scheint Dir die ungebremste
Lebenslust Deiner Tochter Schweißperlen auf die Stirn zu
treiben. Wo soll man da anfangen mit seinem Unmut und wo
aufhören?
Und das halte ich für eine Möglichkeit für Dich irgendwie
anzufangen das Verhältnis zwischen Dir und Deiner Tochter ein
wenig zu verbessern. Nämlich zu überlegen: was ist wichtig und
was ist unwichtig, über das man sich ärgern soll. Ich würde
mit ihrer Lebensgestaltung anfangen. Sie ist 18, Volljährig.
Also ist es Zeit für Eigenverantwortung und Konsequenzen
tragen. Sag ihr einfach: „mach was Du willst. Ich halte mich
total raus.“ Und dann mußt Du wohl auch für sie glaubhaft so
handeln. Man muß es Dir wirklich ansehen, dass Du es so
meinst. Keine Warnungen, keine Mahnungen, kein gutes Zureden.
Wenn sie sich abschottet gegen Dein Reden - egal ob ein paar
Sätze oder ein längeres Gespräch - dann scheint sie resigniert
zu haben. Wenn jemand nicht mehr zuhört, dann will er sich
davor schützen von außen beeinflußt zu werden. Vielleicht
empfindet sie auch das, was Du ihr zu sagen hast, als
Abwertung ihrer Person, in dem Sinne, dass sie eher mal ein
Klopfen auf ihrer Schulter braucht: „geh mal los, und mache
Deine Erfahrungen. Es wird schon werden.“

Dass Du ihr einfach mal blind vertraust, egal was sie tut.
Und Du wirst sehen, dass sie nicht nur noch eine Kind ist,
sondern auch immer noch Dein Kind. Denn wer kommt mit 18
Jahren nicht mal ins Stolpern und Hinfallen auf seinem
Lebensweg. Sie wird sich über ein paar tröstende und
ermahnungsfreie (:wink:)) Worte freuen.

Gelegentlich klappt das sehr gut, sie möchte halt vom häuslichen Zwang weg… nur ich habe gerade durch ihr Verhalten im Sommer gesehen, dass ich wieder anfangen muss, an mich zu denken und nicht immer nur verantwortlich und präsent zu sein. Daher habe ich auch angefangen nach 12 Jahren (!) einfach mal einen Ausflug zu machen. Da war bei ihr das helle Entsetzen, du musst doch wissen, dass ich abgeholt werden muss… Meine Entgegnung war dann – und daran arbeite ich — auch ich habe Terminkalender und du hast nichts eingetragen. Wir haben sogar in der Küche einen Familienplaner hängen, damit wichtige Termine die in irgendeiner Form alle berühren, abgesprochen werden können.

Mein Fehler ist halt gewesen, dass ich nach der Trennung vor 14 Jahren immer … 24 Stunden am Tag … präsent und erreichbar war und alles machbar machte. Das hat sich geändert von meiner Seite.

Du bist vielleicht noch die besorgte Mutter, nicht ganz auf physischer Höhe willst du auch Rücksichtnahme, sieht in ein erwachsenes Gesicht (einen Kopf größer als Du ???) mit dem trotzigen Ausdruck einer Pupertierenden. Vielleicht möchte Deine Tochter sich auch bei Dir mal freischwimmen können, bekommt aber die Kurve nicht, weil sie nicht weiß, wie sie sich anders
verhalten soll, ohne Unzufriedenheit bei Dir auszulösen.

Diesen Denkansatz finde ich sehr gut von dir und bedanke mich dafür. Da ich eine Workholicerin bin und nie genug auf mein körperliches Gutgehen achtete (wollte halt immer Mutter und Vater sein, alles tun wie Gesunde (habe 5 Rücken-Ops hinter mir u.a.) habe ich ihr nicht vorgelebt, zu sich selbst gut zu sein. Den Fehler habe ich in den bitteren Wochen in diesem Jahr erkannt und arbeite dran. Und es war für mich wahnsinnig schwer, in eine Ausstellung zu fahren (ich bin grosser Nolde-Fan) und zu wissen – sie könnte sauer sein,weil ich nicht da bin. Sie war es auch, stinkesauer.

Aber seit Juli unternehme ich jetzt jeden Monat eine Sache, die mir Freude bereitet und nicht mit Job oder Nebenjob verbunden ist. Ich merke auch, dass es mir dadurch seelisch besser geht.

Der Zustand von Volljährigkeit und gleichzeitig den würdigen
Status einer Erwachsenen läßt sich erst im Laufe der Zeit
überbrücken, und bedarf sowohl die eigene Gewöhnungszeit als
auch die der Eltern.

Fazit: versuche Deine Ärgerpunkte zu sortieren, nimm das
wichtigste heraus, und stelle auch dazu klar Deine Forderungen
(mit Terminen und Konsequenzen), und schubse sie etwas
langsamer auf ihre Lebensbahn, denn dann fällt Euch eines
Tages der Abschied von einander leichter, oder so schwer, weil
Ihr Euch doch gut versteht.

Wie gesagt, einige Denkanstösse setze ich zeitweise um. Es ist für junge Leute halt schwer, wenn sie so vieles möchten und es sich auch finanziell nicht leisten können. Ich hatte jetzt ein ernstes Gespräch mit ihr wegend er Finanzen (Telefonrechnungen von ihr allein 400 DM im Monat) und habe sie gefragt, wie sie denn ihr Geld in Zukunft einteilen möchte, ohne diesen Druck zu spüren, da sie sich doch gerne Klamotten kaufe und viel ausgehe. Es war kein Vorwurf, sondern ein richtig konstruktives Gespräch. Sie weiss ja selbst, dass sie sich damit alle Wunscherfüllungen abschneidet.

Wir haben dann ernsthaft diskutiert, doch eine billige Wohnung in einer anderen Gegend zu suchen, was Entsetzen bei ihr veranlasste. Nein, sie möchte schon hier wohnen bleiben und wir wollen nun am Wochenende uns zu dritt - auch mein Sohn mit - zusammensetzen. Ich habe halt sehr hohe finanzielle Verpflichtungen und trotzdem immer versucht, viele Dinge zu erfüllen, selbst seit 14 Jahren auf viel verzichtet. Das ist natürlich von jungen Menschen nicht nachzuvollziehen. Mein Sohn sagt immer, dann tu … das doch. Unternimm endlich was für dich.

In diesem Sinne danke ich dir ganz herzlich für dein Posting, Claudia

Christel

Hallo PiRo,
vielen Dank für dein Posting. Ja, mit der Wäsche habe ich es auch schon überstanden: bin -es war sehr schwer- darübergeklettert. Wenn sie dann die Woche zum Blockunterricht war, hatte ich zugesehen, dass mein Sohn und ich alles gewaschen und aufgehängt hatten, so dass nichts lag – so wie ich den Zustand auch liebe – und ihre Sachen habe ich dann mitgewaschen, wenn sie die Waschmaschine auch bediente. Wenn sie dann wegwar — habe ich es liegengelassen. In gewisser Weise hat es gewirkt, es gab keinen negativen Kommentar von ihr.

Es ist halt das Problem, dass sie auf mich angwiesen ist, um morgens schon um 5:45 im Dienst zu sein. Da haben wir ein Gespräch geführt, dass sie gerne auch selbst entscheiden könne, wenn sie sich abschotte, und nicht im Familienverbund mitmache, dann stehe ich auch nicht so früh auf, um selbst zu früh im Dienst zu sein.

Aber, wie auch andere sagten, einiges legt sich bald.
Wie war das bei uns? nun bin ich volljährig und du hast mir
nichts mehr zu sagen.

Da kann ich nicht mitreden, da ich ab 10. Lebensjahr umständehalber den Haushalt meiner Eltern und meiner Schwester allein zu führen hatte. Das waren aber andere Zeiten und ich habe immer versucht, es besser zu machen, hi hi, wie wohl alle Eltern es versuchen.

Ja, meine Hoffnung geht auch dahin, dass es vorübergehen möchte… nur meine Kraft ist nicht mehr so gross. Ich habe ja schon so einiges durchgestanden, auch mit den Kindern, und es war gottlob immer so, dass nie beide gleichzeitig Stress bereiteten.

Und vom Suchen nach einer billigen Wohnung wollen beide Kinder nichts wissen … also müssen wir zu dritt aufkommen, ist so.

Mein grosser Fehler war halt, dass ich nach der Trennung mich 24 Stunden am Tag verantwortlich fühlte, immer erreichbar, immer da war.

Danke, noch einmal
Chris

Gruss Chris

o.k. Sag Ihr aber auch „knallhart“ Sie wäre 18, wolle erwachsen sein, dann soll sie sich auch so benehmen.
Warum weckst Du sie morgens. Gib Ihr einen Wecker.
(Sprich ev. mit dem Lehr(Dienst) herren, daß er ihr auch einen kräftigen Anschiß verteilt, wenn sie zu spät kommt.
Kinderwachsene lernen nur durch Erfahrung.
Was Eltern was sagen, daß zählt nicht, die meckern nur.
Laß sie gegen die Wand laufen, dann merkt sie, daß diese hart ist.
Steh nur hinter ihr, daß Du sie ev. auffangen kannst.
Denk an Dein Leben, daß nicht nur für die Kinder da ist.
Du bist nicht Diensttmädchen.
Spring auch über Deinen Schatten und kümmere Dich mal eine Zeitlang nicht drum. Auch wenn es Dir weh tut.
Sie muß kommen und bitte sagen, nichts im Leben ist selbstverständlich.

Gruß und Erfolg
PiRo

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Hallo Christel,

damit meinte ich, dass so etwas nicht von Dauer ist.
Also immer an die Zukunft denken!

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas,
damit wollte ich auch die negative Überschrift beseitigen. Das übe ich ja gerade, an die Zukunft denken. Es gibt ja reichlich Literatur in dem Sinne: „an der Vergangenheit kann ich nichts ändern, nur am Heute und am Morgen…“ Und da ich auch möchte, dass es mir in Zukunft besser geht, hatte ich ja gepostet und bin froh über die Antworten.

Das ist ja der Fehler vieler Alleinerziehender, dass sie nach dem Crash dann beide Elternteile möglichst perfekt sein wollen. Da bin ich leider auch reingerasselt, ohne es zu merken. Erst als ich nicht mehr funktionieren konnte, habe ich aufgemerkt. Darum wäre ich ja auch zugern nach Merseburg gefahren, sollte aber meine Kur antreten, die nun doch verschoben wurde.

Naja, was einige sich zuwenig um ihre Kinder kümmern, habe ich zuviel gemacht und baue immer mehr ab.

Danke und lieben Gruss
Chris

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Mama for ever
Liebe Christel,

erst einmal Danke für Deine Antwort, denn es läßt sich meinerseits leicht markige Worte verschicken, wenn man selber nicht in der Mühle steckt. So war ich ich im nachhinein sehr unsicher, ob ich da nicht irgendwelche Luftgebäude konstruiert habe.
Wir Mamas können nur von einander lernen. Ich habe noch kleine Mädchen (9+7 J.), und kann nicht annähernd ahnen, mit welchen Klöpsen wir uns in 10 Jahren gegenseitig beglücken werden. Darum habe interessiert Deine und die anderen Postings gelesen, und glaube, dass ich dadurch meine Sichtweise ein wenig erweitern konnte.

Ich wünsche Dir noch viele harmonische Tage mit Deiner Tochter.
herzliche Grüße
Claudia

Wecker
Hallo Christel,
Rolf hat recht: gib ihr einen Wecker! Auch wenn Du aufstehst, mach halt was anderes, brüh Dir’n Kaffee, und sollte sie mal massiv verschlafen…na ja, musst Du sehen.

Bei uns lief es ähnlich ab (auch diese Uhrzeiten), aber ich fand es nur nervend, weil meine Mutter früh mit mir aufstand, und das halbe Haus verrückt machte.
Irgendwann hatte sie wohl genug, und meinte, sei will jetzt auch mal auschlafen früh.
Mir war das nur recht, es lief alles unabhängiger.
Pünktlich bin ich immer gekommen, aber dafür bedeutete mir die Lehre auch alles. Na ja, fast alles. :smile:

Braucht Dich Deine Tochter wirklich noch so dringend?
(Schnitten schmieren, Tasche richten, Türen abschliessen etc.)

Nur so am Rande.

Gruss,
Nicole

hallo Nicole,

ich glaube ich habe es nicht deutlich genug gesagt: ich selbst muss um 6:30 im Dienst sein, meine Tochter um 5;45 und es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel, um so früh da zu sein.

Also muss ich um 5:20 -30 los. Dazu kommt, ich brauche 2 Stunden wenn faul 1 1/2 Std. Krankengymnastik jeden Morgen, um mich bewegen zu können, mit duschen und allem drum und dran benötige ich 3 Stunden (wobei das mit beiden Kindern gemeinsame Frühstück eingeschlossen ist).

Es ist die einzige Mahlzeit, zu der wir alle zuhause sind. Und auch die Kinder/Erwachsenen stehen immer mit auf, wenn ich allein aus dem Haus muss.

Aber mit den 3 Stunden = 5:20 ./. 3 ( wenn faul 2 1/2 Std.) bleibt für mich immer 2:20 aufstehen oder mit der Gesundheit schluren. Das kann ich mir nicht erlauben, weil ich arbeiten will und muss!

Es ist ja so, jeder Arzt würde mir sofort bescheinigen, dass ich in Pension gehen kann. Nur … ich habe als Mutter 2 x 3 Jahre nicht gearbeitet (bzw. nur zuhause,hi) und dann 10 Jahre 1/2tags, was bedeutet, dass ich momentan auf 40,8 % Pension komme - und das reicht gerade für Miete, Strom und Heizung. Darum kann ich nicht aufhören zu arbeiten, und muss diese morgendliche Tortur (die es auch manchmal für mich ist) auf mich nehmen.

Wecken tu ich beide jetzt seit einer Woche nicht mehr, weil es immer nervig war. Ergebnis; mein Sohn geht manchmal ungewaschen aus dem Haus, und meine Tochter ist maulig.

Aber es sind die vielen kleinen Dinge des Haushalts, die gerichtet werden müssen und von mir teilweise körperlich gar nicht mehr möglich sind. Und das sieht sie im Moment nicht ein.

Darum habe ich ihr gesagt, sie müsste dann zur Ausbildungsstelle gehen und darum bitten, busgerecht den Dienst beginnen zu können. Ich würde wegen ihr nicht mehr hetzen. Momentan klappt es - vielleicht weil ich nach den Postings ernst genug meine Meinung kundgetan habe.

Ausserdem lasse ich ihre Wäsche konsequent liegen, wenn sie keinen „Bock“ hat, selbst zu denken und zu schauen,was gewaschen und aufgehängt werden muss. Es fällt mir sehr schwer, meine Gymastik im Badezimmer zu machen, wo getragene Wäsche liegt, aber es klappt … immer öfter.

Wenn sie Spätschicht hat, hole ich sie nicht mehr ab,andere müssen auch damit leben, dass sie um 22:00 erst zuhause sind. Ist doof im Dunkeln, habe ihr Spray und Taschenlampe gekauft, weil sie durch einen sehr kritischen Stadtteil (Schwimmhalle liegt im Problemstadtteil mit vielen Alkoholikern und Fixern in den Hausfluren und Ecken) laufen muss.

Ich habe mir einige Tipps sehr zum Herzen genommen, nur um überhaupt noch Familienleben zu haben, ist das Frühstück - trotz aller Hindernisse - von beiden noch gewollt.

Und die Zimmer beider Kinder betrete ich seit mehr als 10 Jahren selten, sie sind für alles allein verantwortlich. Mein Sohn schafft Ordnung, wenn mal ein Mädchen kommt (wobei er nur den PC im Kopf hat, *g*) und meine Tochter lebt und klettert — interessiert mich nicht.

Mir ist halt die untere Etage wichtig, weil da auch fremde Besucher kommen und ich auf Ordnung im Eingangsbereich usw. bestehe. Und durch den Hund, muss halt jeden Tag gesaugt werden. Das haben die Kinder uneingeschränkt zu tun – ich kann es nicht mehr. Ich habe meinen Sohn anfangs mal nachts um 3 aus dem Bett gejagt, um das vergessene Saugen nachzuholen. Seitdem saugt er regelmässig am frühen Abend, wenn er um 21:00 vom Dienst kommt.

Früher habe ich nur stillschweigend alles mit erledigt – und das tue ich heute nicht mehr. Viele Arbeiten könnte man ja am Wochenende erledigen - wenn nicht wie meine Tochter — nur ausgehen, saufen, p…, auf dem Plan stände.

Gerade am Montag war es für mich (nur für mich) schmunzelnd, weil ihr Trainingsanzug (sie lernt in der Schwimmhalle) nicht gewaschen war. Dumm, sehr dumm, gelaufen. Weil der Ausbilder darauf besteht, dass sie die beschriftete Kleidung tragen. Auch die Poloshirts – sie lagen alle noch im Bad.

Ihr dürft mir glauben, mir fällt es schwer, wenn sie ungebügelt und mit einem eigentlich verschwitzen T-Shirt oder nicht beschriftetem T-Shirt los geht… ich versuche, es als mir egal anzusehen.

Letzte Konsequenz wäre halt, auszuziehen, und sie in eine WG bis sie genug für eine Wohnung verdient, und dann muss mein Nebenjob aber so klappen, dass ich die Kosten allein tragen kann. Das ist halt eine ungünstige Situation.

Mein Sohn macht gar keine Anstalten, auszuziehen, auch wenn er jeden Tag morgens und abends je 2 Stunden Fahrzeit hat. Bis auf sein Zimmer läuft es soweit, und ich habe ihn auch trainieren lassen, nicht immer alles seiner „kleinen“ Schwester abzunehmen. Klappt sehr gut, die fetzen sich gelegentlich ordentlich - das kostet dann aber nicht meine Nerven .

Obwohl — ich hasse Streit und Krach und Auseinandersetzungen. Habe dies aber lernen müssen, um selber genügend Luft zum Atmen zu haben. Und daran arbeite ich täglich neu. Automatisch läuft es bei mir noch nicht, aber mit Nachdenken klappt es immer besser. Ich habe halt sowohl die 20 Ehejahre und erst recht die Zeit danach immer Raubbau mit meiner Gesundheit und meinen Gefühlen getrieben.

Aber wie heisst es: man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu… in diesem Sinne noch einmal danke für dein Posting und einen schönen Tag
Chris

Rolf hat recht: gib ihr einen Wecker! Auch wenn Du aufstehst,
mach halt was anderes, brüh Dir’n Kaffee, und sollte sie mal
massiv verschlafen…na ja, musst Du sehen.

Bei uns lief es ähnlich ab (auch diese Uhrzeiten), aber ich
fand es nur nervend, weil meine Mutter früh mit mir aufstand,
und das halbe Haus verrückt machte.
Irgendwann hatte sie wohl genug, und meinte, sei will jetzt
auch mal auschlafen früh.
Mir war das nur recht, es lief alles unabhängiger.
Pünktlich bin ich immer gekommen, aber dafür bedeutete mir die
Lehre auch alles. Na ja, fast alles. :smile:

Braucht Dich Deine Tochter wirklich noch so dringend?
(Schnitten schmieren, Tasche richten, Türen abschliessen etc.)

Nur so am Rande.

Gruss,
Nicole

Vielleicht noch einen Rat.
Gibst Du Deiner Tochter die Chance erwachsen zu werden.
Entschuldige - Po abwischen ist vorbei- Laß Sie selbst zurechtkommen.
Und vorallem steh nicht dauernd hinter ihr, auch wenn es schwer fällt.
Fehler müßen sein.
Gruß
PiRo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für alle konstruktiven Postings…
in vielen Texten habe ich Hilfe und Trost entnehmen können

allen vielen Dank Chris

das klingt sehr stressig…
Puh, meine Güte, ist das ein anstrengender Rhythmus!
Kannst Du da auch mal abschalten?
Da wünsche ich Dir jedenfalls noch viel Kraft für die kommende Zeit (Jahre?), irgendwann werden die Kinder sicher auch ausziehen, und dann kehrt erstmal Ruhe ein. (die sicher auch im ersten Moment schwer fällt, wenn das Gewohnte, und sei es auch so stressig, weg fällt, bzw. wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen ist sicher nicht so einfach)
Aber auch wenn es so gut organisiert ist, irgendwann wollen sie sicher auch mal die Flügel austrecken, oder gar eine Familie gründen. Vielleicht findet sogar Dein sesshafter Sohn einen Grund auzuziehen ?
Ich hoffe Du merkst, wann Du ihnen im richtigen Moment einen ‚Schubs aus dem Nest‘ geben musst, wenn Du weiss, was ich meine!

Nicole