Hallo,
nach stundenlangem suchen habe ich nichts gefunden das so recht auf mich passt und bin nun arg verwirrt.
meine Situation ist folgende:
- bin 19 werde im August 20
- habe ein Abitur in diesem Juni absolviert
- Ausbildungsstelle zum Kaufmann mit Netto etwa 500
Euro im Monat ab dem 01.08.10 - Vater verdient gutes Geld(ca. 2200 netto)
- Mutter hat ein mittelmäßiges Einkommen (ca.1500 Euro netto)
Bin ein Scheidungskind. Mit 14 bin ich von meiner Mutter zu meinem Vater gezogen, weil meine Mutter die Scheidung von meinem Vater nie verkraftet und ihr folgender Freund mir seine religösität aufdrücken wollte. Da ich ja auch noch einen Vater habe der es mir bis dato immer schmackhaft gemacht hat bei Ihm zu wohnen und mir immer sein Sonntagsgesicht gezeigt hat habe ich mich in meiner damaligen Lage dafür entschieden zu Ihm zu ziehen. Nachdem dieser anfänglich Interesse gezeigt hat ist seitdem ich 17 jahre alt bin damit Schluss. Mein Vater hat die Sache mit meiner Mutter bis heute nicht verkraftet und zeigt mir deutlich, das ich die ganze Zeit nur Spielball und die vielen Versprechungen nur ein Vorwand waren um es meiner Mutter zu zeigen. Im vergangenen Jahr hat er mit Sicherheit aus finanziellen Beweggründen heraus geheiratet ohne seine „neue“ Frau mit der er zuvor knapp 10 Jahre leeirt war wirklich zu lieben. Sie dagegen dackelt ihm hinterher. Mein Vater hat die Hosen an und was er sagt ist für Sie Gesetzt, selbst wenn er Sie beleidigt und anbrüllt.
Er geht seinen weg und lässt mir keine Möglichkeit mit an seinem Leben teilzuhaben, wenn er dazu gerade keine Lust hat. Habe mit ihm versucht zu reden(mehrfach) und bin letztlich immer auf ihn eingengangen. Habe nachgegeben…
Er lässt in keiner Sache mit sich reden und ist auch nicht kompromißbereit. Als ich damals zu Ihm gezogen bin wurde mir innerhalb der Dreiraumwohnung mit 68qm ein 7qm Zimmer eingerichtet von dem mir bestenfalls 2 zu verfüfung stehen da mein Bett und mein Schrank, sowie mein Schreibtisch den Rest belegen.
Ich habe mir eine Ersparnis von ca.5000 Euro bei Seite packen können(durch Ferienjobs den Tod meiner Uhroma etc.). Egal was ich denke und was ich mache es ist falsch und wenn ich meinen Vater um Hilfe bitte bzw. frage wie ich es denn tun soll bzw. wie er die dinge sieht werde ich abgewiesen oder bekomme eins von ihm drauf, wenn ich auf Ihn gehört habe.
Die Situation ist für mich nicht mehr tragbar. Er bevorzugt offensichtlich den Bruder meiner Stiefmutter, dem er mit ca.24 jahren auch finanziell und menschlich nach Möglichkeiten hilft, obwohl dieser längst einen festen job und mit 1300 Euro ein ausreichendes Nettoeinkommen hat und eine eigne Wohnung. Meine finanzielle unterstüzung beschränkt sich auf 50 Euro Unterhalt die mir meine Mutter nicht zahlt und zu Geburtstag und Weihnachten 50 Euro. Nach dem ganzen hin und her das ich auch schon mit meiner Mutter durchgemacht habe, muss ich jetzt da raus, sonst tue ich mir früher oder später etwas an.
Gibt es Unterstützungen vom Staat, mein Vater verweigert in jedem Fall den Unterhalt und von 500 Euro kann man nicht leben? Zu beachten ist das ich im Monat noch ca. 170 Euro Fahrtkosten habe, weil meine Berufsschule außerorts ist. An wen muss ich mich wenden um Beratung zu erfahren? Welche Möglichkeiten gibt es außer BaB?
Ich kann doch nicht meinen eignen Vater verklagen. Seine Begründung wieso er meinen Auszug niemals unterstützen würde war der folgende:
„Wenn Du ausziehst und zum Ende eines Monats nichts mehr zu Essen hast, werde ich dich sicher nicht durchfüttern. Du kannst doch eh nicht mit Geld umgehen.“ Das es meinem Vater als primär um sein Geld geht ist offensichtlich. Als ich vor zwei Jahren 18 wurde, kaufte er sich ein neues Auto(ca.35000 Euro), einen wohnwagen(ca.10000 euro), erbte ein Haus auf das er ein Carport stellte(ca.5000 Euro, riesiges Ding!), einen neuen 46 Zoll fernseher plus anlage im Wert von ca. 5000 Euro. Dies alles tat er und ich bezahlte in dess meinen Führerschein selber. Als ich meinen Motorradführerschein machte, bot er mir im Vergleich zu meinem Stiefonkel nicht an mir einzelne Dinge wie einen Helm etc. zu bezahlen, im Gegenteil er beleidigte mich für meine Entscheidung mir ein Motorrad kaufen zu wollen derart das ich ein paar Sachen gepackt und mich für einige Tage außer haus gemacht habe.
Ich weiß das war ein langer Text, aber um meine Situation verständlich zu machen, war er notwendig. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, denn ich weiß weder aus noch ein, immerhin stehe ich ohne eine familie vielmehr mit einer materriellen Zweckgemeinschaft da.
Liebe Grüße
Christian
Vielen Dank dank im vorraus!