190E einmotten

Hallo Experten,

Mein 190E schafft, so wie er momentan ist, den TÜV im Mai nicht. Deshalb wollte ich ihn erstmal abmelden, um ihn in Ruhe bis zum nächsten Frühjahr komplett fit zu kriegen. Was muß ich beachten, damit der Wiederbelebung nichts im Weg steht?
Batterie abklemmen ist klar, aber wie sieht es aus mit ÖL, Benzin …
ablassen oder drinlassen? Da er auf einem Privatgrundstück steht, kann ich ihn auch regelmäßig ein wenig bewegen, damit die Reifen nicht ausbeulen, oder ist es besser, ihn hochzubocken, damit die Reifen überhaupt keinen Kontakt mit dem Boden haben?

Gruß
Sticky

Hi!

Mein 190E schafft, so wie er momentan ist, den TÜV im Mai
nicht. Deshalb wollte ich ihn erstmal abmelden, um ihn in Ruhe
bis zum nächsten Frühjahr komplett fit zu kriegen. Was muß ich
beachten, damit der Wiederbelebung nichts im Weg steht?
Batterie abklemmen ist klar, aber wie sieht es aus mit ÖL,
Benzin …
ablassen oder drinlassen?

Öl wechseln und drin lassen. Tank komplett füllen, sonst besteht Rostgefahr (bei Blechtanks) innen und folglich Verstopfung des Tank- und Benzinfilters.

Da er auf einem Privatgrundstück
steht, kann ich ihn auch regelmäßig ein wenig bewegen, damit
die Reifen nicht ausbeulen, oder ist es besser, ihn
hochzubocken, damit die Reifen überhaupt keinen Kontakt mit
dem Boden haben?

o,2 - 0,5 bar mehr Druck rein als für den Fahrbetrieb und alle paar Monate bewegen.
Batterie an einen Akkujogger hängen.

Ab und an würde ich fahren, um ein festgehen der Bremsen zu verhindern.

Grüße,

Mathias

hallo Sticky,

ich habe zwei Wagen, die ich als Saisonfahrzeuge fahre. Momentan ist der Manta noch „eingemottet“. Was mir mehrere KFZ Mechaniker sagten:

  • niemals den Motor nur für eine kurze Zeit anlassen, das schadet mehr als es nutzt. Dann lieber ein halbes Jahr so stehen lassen.
  • nie die Bremse anziehen (ist mir beim Colt passiert, nach 2 Monaten festgebacken, ADAC musste kommen).
  • Ölwechsel vorher ist Unsinn, denn das Öl wird während der Standzeit, so die Experten, verunreinigt mit zig Ablagerungen. Direkt nach dem „Aufwecken“ einen Ölwechsel machen.

Am 1. Mai kann ich Dir mehr sagen, dann wird der Manta aufgeweckt :smile:

MFG
Henning

Kaufe doch den von Marcus unten…
…und schmeiße Deinen weg.

gruß

dennis

Witzbold :wink:
Hallo Dennis,

nein, nein, nein, es sei denn du stellst dich schützend vor mich, wenn ich das dann meiner Frau erkläre :smile: (…wenn Weiber zu Hydranten werden…)
Dafür hänge ich noch zu sehr an dem Benz. Bis auf Kleinigkeiten (siehe Archiv) hat er mich noch nicht großartig im Stich gelassen und von Rost ist, außer am Auspuff, keine Spur.
Wenn ich ihn nicht wieder hinkriegen sollte, kann ich immer noch ein Schlachtfest organisieren und die Teile bei eBay reinsetzen.

Gruß
Sticky

Danke für die Tipps
Hallo Mathias,
Hallo Henning,

Danke für eure Infos.
Was wohl unerwartet war, ist das mit dem volltanken, da ich mal in einer TV-Reportage „Unterwegs mit den gelben Engeln“ gesehen hab, wie bei einem betankten Wagen, der stand, sich das Benzin zersetzt hat und die Leitungen verstopft hat.

Gruß *
Sticky

Hi,

Zusatz:
Mach die Kerzen raus, WD40 rein, Kerzen wieder rein.
Stopf einen öligen Lappen in den Auspuff und den Ansaugtrakt
Hör nicht auf den einen Vorredner, mach vorher einen Ölwechsel, das alte Öl ist schon mit Schadstoffen belastet die den Motor von innen angreifen. Beim Wiedererrwecken Motor gut warm laufen lassen und einen weiteren Ölwechsel.

Für den Sprit gibt es Liqui Moly Benzin-Stabilisator, der wurde von der Oltimer Markt empfohlen, den würde ich vielleicht auch noch in den Tank kippen (vor der letzten Ausfahrt, damit der im ganzen System ist)

Grüße

Chris

Hi!

Danke für eure Infos.
Was wohl unerwartet war, ist das mit dem volltanken, da ich
mal in einer TV-Reportage „Unterwegs mit den gelben Engeln“
gesehen hab, wie bei einem betankten Wagen, der stand, sich
das Benzin zersetzt hat und die Leitungen verstopft hat.

Meine Vespa hat Benzin von ca. 1996 im Tank, springt beim 2. Tritt an und die Leitungen sowie der Vergaser sind frei…

Zum Thema Ölwechsel: Henning hat auch recht. Es gibt hier beide Philosophien und ich mache es bei meinen Stand-zeugen so, dass ein Ölwechsel vor und nach der Standperiode durchgeführt wird. Altes Öl schmiert schlechter beim Kaltstart, deshalb wechsle ich das Öl vor der Einmottung. Lasse ich den Motor dann alle 2-5 Monate warm laufen, möchte ich schnellstmöglich eine möglichst gute Schmierleistung. Öl altert aber auch, daher wechsle ich es vor der Wiederinbetriebnahme für den Alltag nochmals.
Das mag zwar aufwändig sein, aber mein ´79er Alfa hat 250.000 Km auf der ersten Maschine, mein Mopped fast 30.000 und die Vespa gut 110.000 auf dem ersten Block. Alle laufen wie neu.
Die Fahrzeuge laufen alle nur im Sommer ab und an.

Daher kannst Du jetzt selbst entscheiden, was Dir Dein Benz wert ist. Es ist bei solch einem Auto vermutlich auch kein problem, einfach gar nichts zu tun und ihn einfach nach 5 Jahren wieder anzuwerfen. Mein ´77er 123er Benz 200 Benziner hatte ca. 6-8 Jahre keinen Ölwechsel erhalten, als ich ihn letztes Jahr bekam. Er lief in dieser Zeit nur 15.000 Km und das Wechselintervall ist halt 20.000…
Die Kiste läuft nach nun 5.000 Km Vollgas bei meinem Bruder nach wie vor einwandfrei mit insgesamt ca. 140.000 Km auf der Uhr.
Was Du aber unbedingt tun solltest, ist die reifen etwas stärker aufzupumpen und die Batterie an den Akkujogger zu hängen.
Oberprofessionell wäre es, die Bremsanlage komplett zu zerlegen und zu entleeren, die einzelnen Komponenten eizunölen (bis auf die Beläge natürlich) und einzeln in Papier einzulagern… Die Kiste ab und an zu bewegen und vor dem Start einen Bremsflüssigkeits- und -belagwechsel zu machen, dürfte aber auch reichen.

Grüße,

Mathias

1 „Gefällt mir“

Falls Du für den Baby-Benz einen Stellplatz im Raum Stuttgart suchst…

Gruß

hps