1km/h zu schnell

Nochmal:

Du fährst mit Deinem Auto ins Halteverbot, siehst schon von weitem die Politesse stehen. Die Reifen kommen zum Stillstand und die Politesse drückt auf den Startknopf der Stoppuhr (hatte sie schon in der Hand).

Du gehst in die Bäckerei, wartest auf die Oma vor Dir, bestellst Deine drei Semmeln und zwei Brezen, zahlst und kommst zurück. Lässt den Motor an und fährst los. Genau in dem Moment siehst Du, wie Dir die Politesse grinsend die Stopuhr entgegenstreckt.

Zwei Wochen später bekommst Du eine Verwarnung: Im eingeschränkten Halteverbot 3 Minuten und 1 Sekunde gehalten.

Nimmst Du sportlich, oder, muss ja schon Recht und Ordnung sein in Deutschland.

Ich würde halt nur mal gerne wissen, wieviel von denen (so sie
überhaupt Führerschein und Auto haben) sich in der Situation
hinstellen würden und sagen „Ach ja klar, da hab ich ja den
Fehler gemacht, da bezahlt ich doch dann nen Hunderter, ich
bin da voll schuld Du und nimm das sportlich“ :o)

Ich hebe die Hand!
Ralph

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Recht hat nichts mit Moral zu tun.

Genau solche Sichtweisen sind es, die zwar de lege zulässig
sind, die aber de facto über kurz oder lang die Funktionalität
des Staates unterminieren.

Recht sind Spielregeln, die für alle gleichermaßen gelten, Moral ist die allgemeine Auffassung, welche einem ständigen Wandel unterworfen ist. Alleine das Gebot der Rechtssicherheit verbietet eine moralische Auffassung unter Nichtberücksichtigung geltenden Rechtes.

Einfaches Beispiel:
Du spielst Mau-Mau. Du bist am Zug, der Spieler nach Dir hat nur noch eine Karte auf der Hand. Du legst ihm eine 7 hin, sodass er 2 Karten ziehen muß. Dies tust Du, obwohl der Spieler schon mehrfach mit einer 7 belastet wurde. Moralisch total verwerflich, aber Du hast das Recht in diesem Spiel aufgrund der Spielregeln Dir diesen Vorteil zu verschaffen.

Willst Du Dich nicht an Spielregeln halten oder willst haben, dass andere die Regeln nicht ausnutzen dürfen, so hast Du genau 2 Möglichkeiten.
a. Du spielst das Spiel nicht (Du suchst Dir ne einsame Insel, wo es keine Gesetze gibt)
b. Du versuchst die Gesetze zu ändern (Du gehst in die Politik)

Gruß

Joschi

Nochmal:

Von mir einmal.

Du fährst mit Deinem Auto ins Halteverbot, siehst schon von
weitem die Politesse stehen.

Du meinst das „eingeschränkte Haltverbot“ -->
http://de.wikipedia.org/wiki/Haltverbot#Eingeschr.C3…
, ja?
Da ist Halten, zum Be- und Entladen, zum Ein- und Aussteigen erlaubt - nicht erlaubt ist: entfernen vom Auto.
Dein Fallbeispiel zieht also nicht.

Was willst du? Dass dir jemand bestätigt, dass du mit 76km/h anders behandelt werden sollst als mit 77km/h?
Wurde doch jetzt lang und breit wiederholt, dass die Grenze eben irgendwo gezogen werden muss. Und weil es immer solche Menschen gibt wie dich, hat man die Toleranzgrenze eingeführt.

Und ja, ich würde es zahlen. Und mir selbst in den Hintern treten, dass ich so blöd war, zu schnell zu fahren bzw. obwohl ich die Politesse gesehen habe, es draufanzulegen.

Gruß
Elke

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Nochmal:

Von mir einmal.

Du fährst mit Deinem Auto ins Halteverbot, siehst schon von
weitem die Politesse stehen.

Du meinst das „eingeschränkte Haltverbot“ -->
http://de.wikipedia.org/wiki/Haltverbot#Eingeschr.C3…
, ja?

Genau das hatte ich weiter oben geschrieben.

Da ist Halten, zum Be- und Entladen, zum Ein- und Aussteigen
erlaubt - nicht erlaubt ist: entfernen vom Auto.
Dein Fallbeispiel zieht also nicht.

Doch. Oder wollen wir drüber diskutieren, ob ich durchs Schaufenster mein Auto sehen kann?

Was willst du? Dass dir jemand bestätigt, dass du mit 76km/h
anders behandelt werden sollst als mit 77km/h?
Wurde doch jetzt lang und breit wiederholt, dass die Grenze
eben irgendwo gezogen werden muss. Und weil es immer solche
Menschen gibt wie dich, hat man die Toleranzgrenze eingeführt.

Nein, ich wollte wissen ob man irgendwie da drunter kommen kann.

Und weil es Menschen wie Dich gibt, habe ich extra im ersten Posting… naja egal, ich beende die Diskussion jetzt, wenn man an dem Punkt ankommt, andem dann die Trittbrettfahrer kommen und glauben sie müssten hier Wortklauberei machen um Recht zu behalten…

Und ja, ich würde es zahlen. Und mir selbst in den Hintern
treten, dass ich so blöd war, zu schnell zu fahren bzw. obwohl
ich die Politesse gesehen habe, es draufanzulegen.

Ja ja is Recht. Danke an den Herrn oben, der ohne Egoaufplustern was beitragen konnte und Tschüss.

Ja ja is Recht. Danke an den Herrn oben, der ohne
Egoaufplustern was beitragen konnte und Tschüss.

Der dir nach dem Mund geredet hat.
Aber du hast recht: du hattest von Anfang an gesagt, dass du nur hören willst, was dir passt.

Elke

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Hallo,
da du nun DOCH eine Antwort willst, hier meine.

Was ist denn nun? Wie würdest Du reagieren?

Ich würde mit der Politesse reden. Und zwar als Mensch und mit dem Bewusstsein im Hintergrund, daß keinerlei Rechtsgrundlage gibt, auf deren Basis ich etwas verlangen oder fordern könnte. Und darauf hoffen, daaß sie darauf ebenso menschlich reagiert.

Und lach’ nicht: Ja, das funktioniert im Umgang mit Polizei und Politessen - oft genug schon bin ich in solchen Situationen mit einer mündlichen Verwarnung davongekommen. Was dagegen nicht funktioniert, sind Sprüche wie „Das ist Schikane!“ oder „Das ist eine unerhörte Frechheit, was sie da machen!“ :smile: Damit erreicht man nur das Gegenteil.

Gruß,
Max

Na, meinetwegen, damit du endlich deinen Seelenfrieden findest. Wie würde ich im geschilderten Fall reagieren?

Ich würde den Strafzettel natürlich nicht bezahlen. Statt dessen würde ich mir Rat in einem Rechtsbrett holen und mich über jeden ärgern, der mir nicht die Auskunft erteilt, die ich mir wünsche.
Dann würde ich selbstverständliche eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Politesse in die Wege leiten. Diese würde jedoch nur das Verwaltungsverfahren begleiten, das ich hinsichtlich des Verkehrszeichens einleiten würde. Auch dieses Verfahren wäre aber nur der Verfassungsbeschwerde untergeordnet, die ich einreichen würde,
da ich mich ungleich behandelt und in meiner Handlungsfreiheit eingeschränkt fühlen würde. Nun würde ich mich auf die Suche nach einem Konventionsverstoß machen und sogleich den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen.

MFG Cleaner

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Hallo,
da du nun DOCH eine Antwort willst, hier meine.

Was ist denn nun? Wie würdest Du reagieren?

Ich würde mit der Politesse reden. Und zwar als Mensch und mit
dem Bewusstsein im Hintergrund, daß keinerlei Rechtsgrundlage
gibt, auf deren Basis ich etwas verlangen oder fordern könnte.
Und darauf hoffen, daaß sie darauf ebenso menschlich reagiert.

Und lach’ nicht: Ja, das funktioniert im Umgang mit Polizei
und Politessen

Da widerspreche ich Dir nicht. Allerdings habe ich festgestellt, daß diese stationären Blitzer wirklich absolut resistent sind, was so ein freundliches Gespräch ausmacht…

Hallo,
auch um nicht die Verfahren von „solchen Leuten“ (bitte nicht persönlich nehmen) „mitbezahlen“ zu müssen, habe ich keine Rechtschutzversicherung.
Rechnet man Zeit und „Nerven“, dürfte es immer billiger kommen zu bezahlen, von den Kosten für Gutachten und Anwälten rede ich da noch gar nicht.
Wenn die paar Pünktchen zum Fahrverbot führen, kann man drüber nachdenken dagegen vorzugehen, auch wenn ich niemanden kenne, der den Monat (wenn es zum ersten Mal ist, bleibt es ja meist dabei) nicht überlebt hat. Aber wer schon ein so sattes Punktekonto hat, könnte auch mal über sein Verhalten nachdenken - dazu sind die Punkte ja auch da.

Cu Rene

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hi

Ich würde halt nur mal gerne wissen, wieviel von denen (so sie
überhaupt Führerschein und Auto haben) sich in der Situation
hinstellen würden und sagen „Ach ja klar, da hab ich ja den
Fehler gemacht, da bezahlt ich doch dann nen Hunderter, ich
bin da voll schuld Du und nimm das sportlich“ :o)

*handheb* ICH

… und sag das nicht nur so - ich habs auch schon praktiziert … dabei hätte es sich wirklich gelohnt um den 1 km zuviel zu streiten (lt. RA) dann wäre ich mit ner höheren Geldstrafe weggekommen (Ersttäter, Nullpunkte-Konto, seit 30 Jahren unfallfrei trotz 45000 km/Jahr etc.) ) aber ich bin lieber 1 Monat Radgefahren

ist ja auch gesund und man hat viel Zeit zum Nachdenken :wink: vor allem wenn man ganz oben auf einem Berg wohnt, der Bahnhof im Tal ist und sein Pferd 18 km weit weg hinter diversen anderen Bergen (mit Öffis nicht zu erreichen) wohnt :wink:

Gruß H.