2,5-jähriger + Einschlafen

Hallo,
ich bin mal wieder ratlos.
Mein Sohn wird im Sommer 3, und vor etwa 3 Monaten haben wir sein Gitter bett so geöffnet, dass er selber raus kann.
Dadurch haben wir abends das Problem, dass er noch zig Mal aufsteht.
Wir haben als Regeln: vor dem Schlafengehen Zähne putzen, dann lesen wir noch was, singen mit ihm, dann darf er selber noch was lesen. Ich gehe nach 15 Minuten rein und gemeinsam machen wir das Licht aus. Dann ist es meist 20.30 Uhr.
Im Bett darf er 1 Auto und 1 Buch mit haben.
Trotz allem kommt er dauernd wieder raus, will noch was holen, was schauen usw.
Ich habe mich bisher mit Androhung von Türabschließen und Rausdrehen der Glühbirne beholfen, bin aber jetzt (durch diese Fernsehserie mit den Erziehungsprofis) verunsichert.
Hat jemand Ersatztipps?
Ansonsten bin ich schon ziemlich stukturiert und es klappt alles ziemlich gut, aber halt abends …

Vielen Dank für alle Tipps,
ich bin schon gespannt.
Moni

Hallo,
warum lesen, singen und dann noch mal alleine lesen lassen?
M.E. ist das zu viel. Entscheidet euch für ein Ritual, das sollte ausreichen.
Was macht ihr denn wenn er wieder rauskommt?
Bekommt er dann das was er möchte oder schickt ihr ihn unverzüglich zurück ins Bett?
Manu

Hallo Moni,

ich bin mal wieder ratlos.
Mein Sohn wird im Sommer 3, und vor etwa 3 Monaten haben wir
sein Gitter bett so geöffnet, dass er selber raus kann.
Dadurch haben wir abends das Problem, dass er noch zig Mal
aufsteht.

Das kenn ich, jedoch war mein Sohn damals erst 1 1/2. Wir haben die Gitter entfernt weil er samt Schlafsack rausgeklettert war. Danach gabs dann auch die Phase wo er immer wieder raus kam.

Wir haben als Regeln: vor dem Schlafengehen Zähne putzen, dann
lesen wir noch was, singen mit ihm, dann darf er selber noch
was lesen. Ich gehe nach 15 Minuten rein und gemeinsam machen
wir das Licht aus. Dann ist es meist 20.30 Uhr.
Im Bett darf er 1 Auto und 1 Buch mit haben.

Das ist kein Bett-Geh Ritual, 15 min alleinbeschäftigung sind zu lang.
Du gibst Ihm damit eher das Gefühl das er noch aufbleiben darf.
Es sollte auch nicht unbedingt etwas anregendes sein was er mit ins Bett nehmen darf. Das Auto steht für spielen und das Buch für Beschäftigung und Fanatasie. Da kommt er nicht mit zur Ruhe, besser wäre ein Stofftier zum kuscheln und Knuddeln. Mein Großer hat noch heute seine „Püppi“ und der Kleine hat nen „Dino“. Sie haben sich beide Ihre Kuscheltiere zum schlafen damals selbst ausgesucht.
Hmm, aber immer erst jeweils nach einer ca. 4 Wöchigen Probephase mit so ziemlich allen Kuscheltieren die sie besaßen *grins*.
Dann hab ich sie aufgefordert sich auf 2 oder 3 zu beschränken das hat funktioniert.
Wenn Dein Sohn erst um 20:30 ins Bett geht wann steht er dann Morgens auf? Zum Schlaf - Ritual gehören nicht nur feste Zubettgehzeiten sondern auch feste Aufstehzeiten.

Trotz allem kommt er dauernd wieder raus, will noch was holen,
was schauen usw.
Ich habe mich bisher mit Androhung von Türabschließen und
Rausdrehen der Glühbirne beholfen, bin aber jetzt (durch diese
Fernsehserie mit den Erziehungsprofis) verunsichert.
Hat jemand Ersatztipps?

Das Türenabschließen ist keine so feine Idee sie verursacht leider meist nur das Gegenteil. Das rausdrehen der Glübirne hab ich damals auch probiert – er hat dann im dunkeln gespielt *grins*
Das war also nicht erfolgreich. Zum einen würd ich Dir raten das Abend ritual um die 15 min Alleinspielzeit zu kürzen. Und statt Auto und Bilderbuch lieber ein Kuscheltier(möglichst Kochfest) oder ne Kuscheldecke mitzugeben. Das ist dann das Signal das es jetzt heißt zu schlafen. Sollte er wieder aus den Zimmer kommen ihn konsequent wieder ins Bett bringen damit er weiß das Du da bist, oftmals ist das ewige rausgedackel einfach nur die Kontrolle ob denn Mama/Papa auch noch da sind. Du kannst im Zweifelsfall auch noch versuchen ihn zum schlafen zu überreden wenn du die Tür einen Spalt aufläßt so das er euch hören kann. Sobald er schläft schließ die Tür ganz leise, könnte passieren das er wach wird und wieder rauskommt dann das ganze von vorn.
Ach ja und wenn du Ihn wieder zu Bett bringen musst sag sei konsequent aber nicht schimpfen sondern nur klar sagen das jetzt Schlafenszeit ist. Bei uns haben damals auch das Anbringen von Verdunklungsrollos was gebracht, weil mein Sohn meinte solange es hell ist muss man nicht schlafen *grins*

Ansonsten bin ich schon ziemlich stukturiert und es klappt
alles ziemlich gut, aber halt abends …

Vielen Dank für alle Tipps,
ich bin schon gespannt.
Moni

Ein regelmäßiger Tagesablauf ist schon die halbe Miete, die andere Hälfte besteht aus Geduld,Liebe und Zuwendung.

Gruß Andrea
deren Söhne seit Ihrem knapp zweitem Lebensjahr nicht mehr aus Ihren Zimmern getapert kommen.

P.S.: Es gab trotzdem Morgende wo ich meinen Sohn morgens dann inmitten seines Zimmers und seines Spielzeugs gefunden habe,schlafend… *lach*

Hallo Monika,

Wir haben als Regeln: vor dem Schlafengehen Zähne putzen, dann
lesen wir noch was, singen mit ihm, dann darf er selber noch
was lesen. Ich gehe nach 15 Minuten rein und gemeinsam machen
wir das Licht aus.

Ich denke, wie die anderen auch, dass die 15 Minuten alleine lesen nicht geeignet sind, zu Ruhe zu kommen. Er sieht dann noch all die Spielsachen und wird dazu verleitet wieder aufzustehen.
Ich würde Lied & kleine Geschichte oder nur ein Lied ODER eine Geschichte vorschlagen. Dann wird das Licht ausgemacht. Aber nicht die Glühbirne rausdrehen - dazu später mehr.
Die Zauberformel ist eine Mischung aus Liebe geben & konsequent sein. Das Gutenachtritual ist ein wichtiger Bestandteil des Tages. Kündige das Zubettgehen rechzeitig an, so dass er sich darauf vorbereiten kann. Denn wer mitten im Spiel plötzlich ins Bett muss, will zuendespielen. Ein Ende gibt es zwar bei Kindern meist nicht, aber eine Vorankündigung ist wichtig. Das Ritual an sich, sollte nicht durchgezogen werden, wie das eigene Zähneputzen oder das Ausräumen der Geschirrspülmaschine (lustlos und ohne Liebe), sondern sollte eine intensive, liebevolle und entspannende Phase sein. Du kannst auch überlegen, ob du statt Lied und Geschichte lieber eine Massage machst. Leise, ruhige Musik & ein Igelball. Zuerst er dich (wenn du magst), dann du ihn. Meiner Erfahrung nach, mögen Kinder gerne Massagen und können dabei sehr gut träumen.

Im Bett darf er 1 Auto und 1 Buch mit haben.

Was soll ein Kind in der Nacht im einem Buch? Es ist doch dunkel. Dass er dann wieder aufsteht, ist klar. Mit einem Auto kann man eigentlich auch nur im hellen Spielen. Vielleicht mag er seinem Teddy selbst eine Gutenachtgeschichte erzählen? Das kann man gut im Dunkeln machen…

Trotz allem kommt er dauernd wieder raus, will noch was holen,
was schauen usw.

Sei konsequent und bringe ihn mit leiser Stimme wieder zurück ins Bett.

Ich habe mich bisher mit Androhung von Türabschließen und
Rausdrehen der Glühbirne beholfen, bin aber jetzt (durch diese
Fernsehserie mit den Erziehungsprofis) verunsichert.

So kann sich bei Kindern eine Panik vor verschlossenen Türen entwicken. Zudem ist es Dunkel und das Licht geht nicht mehr an. Das würde ich nicht machen. Wenn jemand als Kind meine Tür abgeschlossen hätte, hätte ich Panik bekommen und man hätte mich nicht mehr beruhigen können.

Vielleicht kannst du eine kleine Streckdosenleuchte als „Schlafleuchte“ benennen - wenn diese Leuchtet, wird nicht mehr gespielt, sondern geschlafen. Diese schafft zugleich einen kleinen Lichtstahl, der das Zimmer nicht ganz so dunkel macht. Viele Kinder mögen nicht bei geschlossener Tür und völliger Finsternis schlafen. Akzeptiere das einfach.

Gruß
Tato

Hallo Monika

Dazu:

Ich habe mich bisher mit Androhung von Türabschließen und
Rausdrehen der Glühbirne beholfen, bin aber jetzt (durch diese
Fernsehserie mit den Erziehungsprofis) verunsichert.

So kann sich bei Kindern eine Panik vor verschlossenen Türen
entwicken.

will ich noch etwas anmerken.

Ich verstehe das so, dass du das bereits so praktizierst. Wenn aber der Kleine nicht bereits Angst vor verschlossenen Tueren haette, wuerde das ja doch garnicht funktionieren. Auf jeden Fall ist diese Angst groesser, als sein Wunsch, nicht alleine zu sein.

Falls du dich also dazu entschliesst, diese Methode nicht mehr anzuwenden, muesstest du mit bereits vorhandenen Aengsten rechnen. Diese Aengste koennen bewirken, dass er garnicht mehr alleine sein will oder jedenfalls nicht mehr alleine in seinem Zimmer.

Es spricht ja einiges dafuer, dass dies der Fall ist. Es kann ja auch sein, dass er in Wirklichkeit immer wieder rauskommt, um nachzupruefen, ob die Tuer abgeschlossen ist, und um sich zu versichern, dass das nicht der Fall ist.

Das wuerde bedeuten, dass du das Vertrauen wieder aufbauen muesstest. Leider dauert es wesentlich laenger, Aengste abzubauen als welche aufzubauen, und kann recht aufwaendig sein.

Dazu muesste man ihm immer wieder (taeglich) mit wenigen einfachen Worten sagen, warum das mit dem Tueren-Abschliessen so gesagt worden ist, und dass man das in Wirklichkeit nie tun wuerde. Zunaechst mal muesste man vielleicht sogar in seinem Zimmer bleiben, bis er eingeschlafen ist, und die Tuer anschliessend ein bisschen offen lassen.

Es hilft uebrigens fast immer, wenn man sich ueberlegt, wie die eigenen Eltern das gemacht haben und wie man sich dabei gefuehlt hat (falls man sich daran erinnert).

Ansonsten finde ich es aber normal, wenn ein 2,5-jaehriger nicht alleine sein will, und schon garnicht abends im Dunkeln.

Viele Gruesse Thea

Keine sussigkeiten mehr nach 18 uhr
und dass allerschlimste sind Gummi barchen!!!
Nicht abschliesen ist ja kein Gefangnis ,da bekommt er noch mehr angste.

Gruss
Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

also das Kinder die „Neue Freiheit“ geniessen kann ich noch nachvollziehen und würde mir am Anfang keine grossen Gedanken darüber machen. Das euer zu Bett gehen Ritual etwas zu lang ist und auch etwas zu spät haben die anderen bestimmt schon geschrieben.

Was wir jetzt bei unserem Grossen (ab ende der Woche 4 Jahre alt) festgestellt haben ist, dass er meist einen Grund hat wenn er noch mal aufsteht. Kann sein das er den Tag noch nicht verarbeitet hat, das ihm noch etwas im Kopf rum kreist oder schlicht weg das er den Tag über nicht ausgelastet war. Letzeres fällt zum Beispiel bei Regenwetter auf, wenn er nicht genug an die frische Luft gekommen ist. Bjarne ist ein kleines Energiebündel und wenn er nicht genügend Kalorien verbrannt hat, tut er sich mit dem einschlafen etwas schwer. An solchen Tagen versuchen wir auch mit der Länge des Mittagsschlaf ein wenig vorzubeugen in dem wir nach einer Stunde (oder etwas mehr) die Tür von seinem Zimmer wieder aufmachen damit er langsam wach wird.

Die Müdigkeit lässt sich somit ein wenig steuern (auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig doof klingt) aber ihr solltet euer Kind ein wenig beobachten wann und wie es müde wird und den abendlichen Ablauf danach ein wenig anpassen.

Viele Grüße
Me

PS: Ihr könnt froh sein, das es mit den Gittern so lange funktioniert hat, Bjarne versuchte schon viel früher über die Stäbe zu klettern und somit hatten wir die Stangen schon viel viel früher herausgenommen :smile:

Hallo Monika,

es tut mir ja leid, aber ich verstehe einfach nicht wo das Problem ist.
Ich hatte meine Tochter bis zum 6ten Lebensjahr in meinem Haushalt.
Ich hatte von Anfang an eine klare Vorstellung wie das Schlafengehen-Ritual ablaufen soll und ich habe mich nie auf irgendwelche Änderungsversuche bei diesem Thema eingelassen.
Also kein Licht, keine Tür ein Spalt auf, kein Notlicht oder Schlummerlicht, kein Trinken, kein Essen, kein nochmal aufstehen wenn nicht unbedingt nötig, beim Schlafen nur das Lieblingskuscheltier. Sie durfte sich aussuchen welches Schlaflied und danach war schluss.

Selbstverständlich gab es Versuche dieses Ritual zu verändern und ich hab ihr ganz ruhig und liebevoll erklärt dass ich es nicht ändern will, weil sie den Schlaf braucht und weil sie zur Ruhe kommen muss und weil sie wissen und lernen muss, wann Schluss ist. Und wenn sie weinte habe ich ihr erklärt, dass ich verstehen kann das sie weint, dass ich mich aber nicht anders verhalten kann und sie dann weinen lassen muss und dass sie eigentlich nicht weinen muss, weil ich deshalb nichts ändern werde.

Meine Tochter schläft eigentlich bis auf zweimal! in diesen 6 Jahren ruhig durch und sie hat weder Angst vor Dunkel noch Albträume.

Also Konsequenz ist das Zauberwort…klare Konsequenz und kein Verschwimmen der Konsequenz.

Gruss D.K.

Hallo,

ich habe eigentlich immer für meine Tochter das Licht ausgemacht, sie „eingestopft“ und bin dann gegangen. Auch bei schlaflosen Erwachsenen heißt es ja, dass das Bett nur zum Schlafen da sein sollte und man dort nicht arbeiten, lesen, spielen oder was auch immer tun soll. Bett = Abschalten!

Ansonsten habe ich mich an die Regel gehalten, nach dem Schlafengehen zwar da, aber ungeheuer langweilig zu sein, nur einsilbige Antworten zu geben, falls überhaupt, wortlos Becher mit Leitungswasser hinzureichen, nicht mehr zu schmusen, damit es sich nicht lohnt, Mama noch mal zu rufen.

Gruß, Claudia

Danke für die Anregungen

Hallo,

danke für die vielen Anregungen. Wir sind fleißig am diskutieren.
Und gestern schlief unser Sohn gleich prima ein. Hat es wohl spitzgekriegt :smile:

Viele Grüße
Moni

und dass allerschlimste sind Gummi barchen!!!

wieso? Sind da irgendwelche „Wachmacher“ drin oder geht’s um allgemeine Mund- und Zahnhygiene?

Gruß
Max