Meine Freundin und ich wollen diesjahr ein Einfamillienhaus Neubau , Massivbauweise nach EnEV 85 Richtlinie bauen lassen.
Wir haben dazu nach langer Wahl auch die richtige Firma gefunden, bei der wir uns in guten Händen fühlen.
Wir bestellten zum Hausbau gleich das „schlüsselfertig-rundum-alles-fertig-Paket“ welches, wenn gewünscht wird, auch eine 3-Fach verglasung für alle Fenster im Preis vorsieht.
Unser Wohnzimmer und Wohnküche haben eine Nordwest bzw. nur Nordausrichtung, das resultiert aus nicht änderbaren Faktoren der Grundstücksanbindung.
Heizen werden wir unser Haus mit einer „Rotex“-Luftwasserwärmepumpe.
Nun habe ich im internet schon ein paar Seiten gegoogelt, um die Vor- und Nachteile von 2-Fach + 3-Fachverlasung gegenüberstellen zu können.
Nun bin ich aber trotzdem noch unschlüssig was die richtige Wahl dazu betrifft.
Vorteil ist sicherlich bei 3-Fach der höhere Dämmwert, nachteil das Gewicht, und die (wie viele User meinen) schlechtere Lichtausbeute durch die 3 Scheiben die zusätzlich für Passivhäuser metallbedampft werden.
Ich persönlich wills mit der Isolation nicht übertreiben, alles hat mal einen positiv-zenit überschritten und birgt dann keine Verbesserungen mehr.
spricht nun also doch die 2-Fachverglasung eher für unser Bauvorhaben oder überzeugt jemanden die 3-Fachverglasung doch mehr und empfihlt sie somit weiter?
Vorteil ist sicherlich bei 3-Fach der höhere Dämmwert,
Unbedingt.
Ich hab von meinem Häuschen vor ein paar Wochen Thermobilder gemacht. Die nagelneue Doppelverglasung (K 1,0) ist immer noch die wärmste Fläche am Haus - und mein Haus ist eine schwach gedämmte Antiquität aus den 60ern.
Bei einem modernen, gut gedämmten Haus dürften weit über 2/3 der Verluste über die Fensterflächen gehen.
nachteil das Gewicht,
Warum ist das ein Nachteil?
Ich hab bei mir Schallschutzfenster eingebaut, die düften mindestens genauso schwer sein. Und?
schlechtere Lichtausbeute durch die 3 Scheiben die zusätzlich für Passivhäuser metallbedampft werden.
Naja, dafür könnte man die Flächen ja etwas größer machen.
Ich seh da aber jetzt nicht so das Riesen-Problem:
Das eigene Häuschen hat ja meist auch einen eigenen Garten. Wenn’s schön ist, sitzt man eh draussen. Und wenn das Wetter schlecht ist oder im Winter - na, dann sind eh die Lampen an, also was soll’s?
Ich persönlich wills mit der Isolation nicht übertreiben, alles hat mal einen positiv-zenit überschritten und birgt dann keine Verbesserungen mehr.
Das ist so nicht richtig.
Bringen tut es immer was, die Frage ist halt nur, wieviel in Relation zum Preisaufschlag. Lass dir beides Alternativ anbieten und versuch dann, so gut wie möglich zu überschlagen, wie schnell sich der Aufpreis in Form geringerer Heizkosten wieder reinholt.
Bis drei Jahre: unbedingt. Mehr als 10 Jahre: eher Unfug. Dazwischen . . . tja, da muss jeder für sich selber einen Kompromiss aus Betriebswirtschaft und Öko-Gewissen finden . . .
lg, mabuse
spricht nun also doch die 2-Fachverglasung eher für unser
Bauvorhaben oder überzeugt jemanden die 3-Fachverglasung doch
mehr und empfihlt sie somit weiter?
Ich hab von meinem Häuschen vor ein paar Wochen Thermobilder
gemacht. Die nagelneue Doppelverglasung (K 1,0) ist immer noch
die wärmste Fläche am Haus - und mein Haus ist eine schwach
gedämmte Antiquität aus den 60ern.
Vorsicht!
Eine Wärmebildkamera ist ja ganz nett. Aber die Auswertung der Aufnahme ist eine ganz heikle Sache und für jemanden ohne Ausbildung ist eine objektive Beurteilung nicht möglich.
Alleine schon die Einstellung des Emissionsgrads dürfte recht schwierig sein, da ja Glasflächen eine andere Wärmeabstrahlung haben als Mauerwerk.
Dann kommt noch die Umwelt. Eine Messung am Tag ist fast nicht möglich und in der Nacht ist immer noch Restwärme der Sonne gespeichert.
Zudem sollte der Unterschied zwischen Innen und Außen mind. 5 K betragen.
Für Otto Normalverbraucher sehen die bunten Bilder zwar schön aus, haben aber, wenn sie nicht von einem Profi gemacht und ausgewertet wurden in der Regel kaum eine besondere Aussagekraft.
Wenn das Fenster (Glas) die kälteste (von Innen gesehen) Stelle der Wand ist, dann hast du wenigstens kein Simmelproblem (die Kosten der Simmelbeseitigung holen schnell den Energieverbrauch ein).
Vorsicht!
Eine Wärmebildkamera ist ja ganz nett. Aber die Auswertung der
Aufnahme ist eine ganz heikle Sache und für jemanden ohne
Ausbildung ist eine objektive Beurteilung nicht möglich.
Ich gebe dir recht, wenn man ein Objekt für sich alleine betrachtet und das letzte Prozent herauskitzeln will.
Aber alleine durch zwei Schritte zurück und Panoramaaufnahme des ganzen Strassenzuges kann durch Vergleich mit den Werten der Nachbarshäuser eine ganze Menge Erkenntnisse bringen.
Und bei mir konnte man sehr schön sehen, das beispielsweise die Idee, den Rolladenkästen eine Extra-Isolierschicht zu verpassen, eine meiner besseren war.
Bis auf die obere linke Ecke vom Badezimmerfenster, da konnte man prima ein Wärmeleck sehen. War zum Glück noch nicht geschlossen, daher konnte ich da einfach noch was nachstopfen.
Dann kommt noch die Umwelt. Eine Messung am Tag ist fast nicht möglich und in der Nacht ist immer noch Restwärme der Sonne gespeichert.
Das ist richtig - aber das sollte auch jedem nach kurzem Überfliegen der Anleitung (alternativ: Gehirn einschalten) einleuchtend sein.
Wir haben morgens um sechs gemessen, eine Stunde vor Sonnenaufgang.
Zudem sollte der Unterschied zwischen Innen und Außen mind. 5 K betragen.
Hey - ich sagte: vor einigen Wochen.
Ende Januar dürfte eine geringere Differenz etwas schwierig werden ;D
Ich hatte innen 22°C und außen -5°C.
Aber du hast natürlich recht: Im Sommer ist so eine Messung natürlich herzhaft witzlos . . .
Wenn das Fenster (Glas) die kälteste (von Innen gesehen) Stelle der Wand ist, dann hast du wenigstens kein Simmelproblem (die Kosten der Simmelbeseitigung holen schnell den Energieverbrauch ein).
Ist sie nicht.
Die Kanten und Ecken sind (wie fast überall, wenn es keine Außendämmung gibt) die kältesten Stellen. Hab trotzdem kein Schimmelproblem, da ich nie über 50% Luftfeuchtigkeit komme. Keine Ahnung wieso, ich lüfte zwar dreimal am Tag kräftig durch, trockne dafür aber im Moment die Wäsche im Wohnzimmer. Dennoch ist mir die Luft eher zu trocken.