2-jährige verweigert fast alles Essen

Hallo,

meine Tochter ist eine schlechte Esserin. Schon monatelang habe ich zu tun, dass sie wenigstens ein paar Brocken von dem Mittagessen ißt. Aber von den 3 Löffeln wird sie sicher nicht satt.
Zeitweise mag sie „Rohkost“, z. B. geschnippelte Gurke, Paprika, Tomate, Kohlrabi, Äpfel, Banane etc., aber zeitweise kaut sie nur drauf rum und spuckt es wieder aus.
Sie wird manchmal ganz aggressiv, wenn sie was essen soll (obwohl sie stundenlang nichts gegessen hat, also Hunger haben müßte), d. h. sie wehrt sich mit Händen und Füßen, schlägt um sich oder auf den Löffel, sie schlägt manchmal mich oder sich selbst.
Ich gewöhne ihr schon längere Zeit das Essen mit dem Löffel an, das klappt jedoch nicht so toll und fast alles landet auf den Boden. Mit Quarkspeise weil das am Löffel haften bleibt z. B. klappt es aber schon sehr gut.

War vor Kurzem auf eine Mutter-Kind-Kur. Dort sollte sie eigentlich vom Kinderbetreuungspersonal gefüttert werden, was sie 3 Wochen verweigerte. Gut, das kann ich verstehen, da es für sie Fremde waren. Als ich sie dann fütterte aß sie meistens nur die Hälfte, da sie zu dieser Zeit dann schon zu müde war und schlechtgelaunt. Aber immer hin hat sie da für ihre Verhältnisse ganz gut zu Mittag gegessen.

Brot ist sie schon lange gar nicht, nur den Belag (Wurst oder Käse). Wenn ich Streichkäse darauf mache, kommt es postwendend wieder raus oder sie nimmt es schon gar nicht in den Mund.

Bei dem ganzen Theater habe ich einfach nur Angst, dass sie nicht richtig satt wird und dies scheint auch so zu sein, weil sie meistens immer nur Milch (1,5%Fett) trinken möchte. Ich habe schon viele Nächte sie schreien lassen und ihr nichts gegeben, in letzter Zeit gebe ich aber nach. Diese Nacht hat sie 3 Flaschen Milch getrunken (3x wach).
Ich weiss ja, man soll das den Kindern abgewöhnen, jedoch gestaltet sich das bei meiner Tochter sehr schwierig, da sie tatsächlich nicht aufhört zu schreien und manchmal 5 Stunden in der Nacht schreit und gar nicht einschläft.

Im Moment wiegt sie bei 89cm, 12kg. Sie hat in letzter Zeit (5 Monate) weder ab- noch zugenommen.
Ist das nur eine lang anhaltende Phase oder steckt bei ihrem Verhalten evtl. was anderes dahinter oder was kann das sein?

LG

Hallo Denise,

was sagen denn die Mandeln? Bei manchen Kindern sind diese so groß, dass die Speisen daran hängenbleiben und auch Brechreiz auslösen können.

Isst sie denn für Kinder typische Speisen? Spaghetti, Pommes, Hähnchen etc.?

Mag sie vielleicht Suppe?

Vielleicht ist ihr das Essen zu salzig/gewürzt?

Ich würde sie auf gar keinen Fall zum Essen zwingen!

Wie lange geht das denn schon so? Dem Kinderarzt würde ich das auch mal vorstellen, es kann durchaus organische Ursachen geben, auch wenn ich mir das erstmal nicht vorstellen kann…

Gruß
Maja

Hallo Maja,

danke für Deine Antwort.

Im Moment ist meine Tochter stark erkältet (Schnupfen), sie hatte auch vor Kurzem eine Mittelohrentzündung und Windpocken.
Die Mandeln sind in Ordnung und ich koche viel mit Reis, Nudeln, Kartoffeln und auch Suppe. Ich achte eigentlich sehr darauf, dass ich nicht zu sehr würze, gerade mit Salz und Pfeffer bin ich sehr sparsam.
Ich schätze mal, das geht schon etwa 1 Jahr so, aber zwingen tue ich sie ja gar nicht, wie könnte ich auch? Ich biete es ihr häufig an (vielleicht zu häufig???)
Süßigkeiten möchte sie am liebsten Rund um die Uhr naschen, ich habe schon alle Näschereien im Schrank verbannt, dass sie es nicht sieht und ich bin der Meinung, wenn sie so nichts Gescheites ißt, bekommt sie auch nichts Süßes.

-)

LG
Denise

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
ihr Gewicht scheint ja in Ordnung zusein.
Lass einfach mal die Milch weg, denn die macht auch satt und ist viel einfacher „zuessen“ , wie richtiges Essen.Sprich, sie muss nicht kauen.
Gebe ihr dann lieber Tee und nicht 3 Flaschen, sondern eine.
Diese Trotzphase machen alle Kinder mit und ich habe noch nie gehört, das ein Kind sich selbst verhungern läßt.

LG Manu

Hi,

ich würde auch sagen das ihr gewicht soweit i.o. zu sein scheint. was ich aber noch anmerken wollte ist das kinder ein „vorleben“ vom richtig essen brauchen und dabei auch zeit und ruhe brauchen. auch wenn es manchmal schwer ist so sollte man schon zu festen zeiten in ruhe zusammen essen.

das mal etwas dabei ist was ein kind nicht mag ist ganz natürlich aber bei einer mahlzeit aus z.b. kartoffeln, gemüse und fleisch findet sich immer etwas was das kind (lieber) mag und davon satt werden sollte.

viel glück und viele grüsse
me

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Denise

Als ich Deinen Text las, kam mir einges doch recht bekannt vor. Als ich dann noch deine Ergänzung betreffend Mittelohrentzündung etc lass und den geliebten Zuckerzufuhr, war für mich vieles klar.

Im Interesse Deines Kindes bitte ich Dich deshalb das ganze nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, damit Dir möglichst nicht das gleiche oder ähnliches widerfährt wie meinem Kind.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gross, dass Dein Kind keine Milch und Milchprodukte verträgt, absolut keine!!
Die Ohrentzündungen können davon kommen und die ganze Mandelsache auch. Dein Kind hat wahrscheinlich auch eine opiate (rauschgiftähnliche) Belastung durch die Milch, weshalb es einerseits Milch meidet (tut ihm nicht gut) aber andererseits auch süchtig darauf ist und ohne diese Milch nicht schlafen kann. Wenn Du also ganz konsequent alles auch nur ein bischen milchhaltiges weglässt (was ich Dir seeeehr rate), könnte es in den ersten Tagen bis ca 3 Wochen dem Kind schlechter gehen (Entzugserscheinungen). Dies wäre dann quasi der definitive Beweis, dass das Milcheiweiss ihm nicht bekommt.
Wenn es Milcheiweis nicht verträgt, ist die wahrscheinlichkeit auch da, dass es das Protein Gluten nicht verträgt, wie meine Tochter auch. Dh jegliche Getreideprodukte solltest Du in einem 2. Schritt auch versuchsweise streichen (kein normales Brot, Nudeln etc). Es gibt dazu viele Ersatzprodukte (Brote, Nudeln) im Reformhaus der Firmen Schär und Hammermühle.
Wahrscheinlich spürt das Kind, dass das Essen ihm nicht gut tut, aber es kann einerseits noch nicht differenzieren welches Essen und andererseits ist es ja eventuell süchtig nach der Milch. Deshalb will es auch nicht oder kaum Essen. Im weiteren sind die Kinder anfänglich gegen fast jede Nahrung „allergisch“. Wenn Milch und eventuell noch gluten weggelassen wird, dann nehmen die unverträglicfhen reaktionen des kindes meist sehr ab.

Zum Zucker: Wenn es so scharf auf Zucker ist, könnte dies an einer Unterzuckerung liegen, die es allenfalls wegen einem Darmpilz haben könnte, welche sich von Zucker ernährt. Darmpilz kann die obgenannten Unverträglichkeiten auslösen oder verstärken.
Lass den Stuhl des Kindes auf Pilze untersuchen.
Wenn Du den zuckerspiegel und ein grosses Blutbild machen könntest, wäre die auch nicht schlecht.

Ausserdem versuche dem Kind relativ viel Vitalstoffe (Vitamine und Mineralien, insbesondere B-Vitamine, Kalzium und Magnesium und Zink zu geben, da es wahrscheinlich eine starke Unterversorgung hat.

Ich habe dies alles durchgemacht und wäre heute noch froh, wenn ich dies alles früher gewusst hätte. Deshalb beginn schnell damit, Du könnteast Dir viel Leid und Aufwand ersparen.
Sein unschönes Verhalten kann nebenbei auch wegen den geschilderten Belastungen und Defitziten kommen ist also meines Erachtens organisch bedingt!

Beat
Gründer Elternselbsthilfegruppe Biomedizin CH
(Arbeitsgruppe für medizinische, biologische und diätische Interventionen insbesondere bei somatopsychischen Beschwerden)

Hallo Denise,
Mein Sohn war auch so ein spärlicher Esser - mit 2 Jahren nur 1 bestimmte Sorte Brei (und davon viel weniger als auf der Packung stand) oder selbst gekochte Möhren mit Kartoffeln - kein Fleisch - trockenes Brot - niemals Belag - Obst und Gemüse nur in bestimmte Formen geschnitten - ja und auch Tee und Milch.
Ich habe auch alles mögliche probiert und ihn dann mit der Zeit auf ein paar Nahrungsmittel mehr umstellen können. Auf diese Weise ist er heute zwar immer noch heikel, wenn es um irgendeinen Brotbelag geht, aber ansonsten isst er inzwischen immer noch phasenweise wenig, aber fast alles.
Er ist inzwischen 13 und ganz normal entwickelt - nur ohne das heute verbreitete Übergewicht, was ich persönlich begrüße.
Wenn bei deiner Kleinen keine Krankheiten festgestellt werden können, dann brauchst du dir meiner Meinung nach keine Sorgen machen. Gib ihr vielleicht etwas weniger Milch, die macht ja bekanntlich satt.
(Andererseits muss ich zugeben, dass ich damals froh war, dass er wenigstens Milch getrunken hat…)
Gruß Susanne

Die 5 goldenen Essensregeln für Kleinkinder :wink:
Hi Denise,

Kinder essen phasenweise. Mal stopfen sie alles rein, was sie kriegen können, mal essen sie so wenig, daß man denkt, sie stürben davon.

Tun sie aber nicht. WIKRLICH nicht! :smile:

Erst vor Kurzem las ich dazu in der Zeitschrift „Eltern“ den Beitrag eines Ernährungswissenschaftlers, der doch tatsächlich den alten Satz zitierte: „Es ist noch niemand vor vollen Tellern verhungert!“

Ich poste auch in einem Mütter-Forum, und dort lese ich alle paar Wochen Beiträge wie Deinen.

Es gibt ein paar Dinge, die Du beachten kannst:

  1. Mach kein großes Thema aus dem Essen! Je mehr Du Theater machst, weil sie nicht ißt, wird sie merken, daß sie mit ihrem Eßverhalten Aufmerksamkeit erregen kann. Essen soll Genuß und Nahrungsaufnahme sein, aber kein Manipulationsmittel!

  2. Schaff eine gute Essensathmosphäre! Gib ein Signal, daß das Essen losgeht, wie ein Tischgebet, ein Lied, sich an den Händen fassen und „Guten Appetit“ sagen, ritualisiere es also, das ist gerade für kleine Kinder sehr wichtig.

  3. Beim Essen wird gegessen! Laß kein Fernsehen oder Radio nebenher plärren. Habt Spaß beim Essen, redet, lacht, tut aber nichts anderes als eben essen.

  4. Du bestimmst, was das Kind ißt, das Kind bestimmt, wieviel davon es will. Wenn es fertig ist, ist es fertig. Auch nach nur einem Happen. Dann darf es aufstehen, aber danach gibt’s dann auch nix mehr, klar.

  5. Achte darauf, was das Kind nebenher ißt. Viele Kids schnuckern so viele Kekse, Süßes oder auch Säfte (die machen auch satt!), daß sie zu den Mahlzeiten dann einfach keinen Appetit mehr haben.

Und glaube mir: Das, was Du beschreibst, ist gar nicht mal sooo wenig. Solange das Kind sich gut entwickelt (gesund ist, keine Augenringe hat, munter und fit und nicht übermäßig müde) läuft die Ernährung schon richtig ab.

Liebe Grüße,
Nike

P.S.: In einem anderen Brett habe ich gelesen, daß Dir im Moment viele andere Sachen durch den Kopf gehen. Trotz der Gültigkeit dessen, was ich gerade geschrieben habe, ist es natürlich nicht unmöglich, daß Deine Kleine Deine Situation spürt, daß sie dadurch verwirrt ist und durch ihr Eßverhalten Aufmerksamkeit erregen will. In dem Fall würde es ihr schon helfen, wenn Du wieder einen klaren Kopf bekommst.

Hi Denise,

naja also mit Erkältung und Schlappheit kann und will man den Körper ja nicht noch zusätzlich belasten, da ist Essen schlichtweg zu anstrengend.
Bei Schnupfen schmeckt das Essen unter Umständen auch anders oder gar nicht.
Wie ist das, „kocht“ sie schon gerne mit Dir? Lässt Du sie sich mal mit dem Gemüse/Obst etc. beschäftigen? Irgendwann will sie vielleicht auch probieren, wie die einzelnen Dinge so schmecken?
Ansonsten stimme ich mit Nike überein.

LG
Maja

Hallo Denise,

geh bitte mit ihr zum Arzt und lass sie komplett durchchecken auf Allergien.
Wie ist ihr Stuhlgang?
Gibt es andere Auffälligkeiten z.B. bei der Haut oder beim Verhalten nach dem Genuß bestimmter Dinge.
Als mein Sohn ca. 18 Monate war hatten wir auch so ein Theater und ich wußte mir keinen Rat, erst unsere Tagesmutter brachte uns darauf ihn mal auf Allergien testen zu lassen da er einen sehr weichen Stuhlgang hatte (nicht flüssig).
Dabei ist dann rausgekommen das er einen Weizen- und Zuckerallergie hatte. Wobei beim Weizen das bereits angesprochene Gluten der Allergieauslöser ist.
In vielen Nahrungsmitteln ist Zucker bzw. Weizen zugesetzt. Das berühmte gesunde Schwarzbrot brauch zum aufgehen Weizenmehl, eben wegen dem Gluten, und damit es schwarz wird wird Zuckercoleur eingesetzt, was nichts anderes ist als eingedickter Zuckesirup.
Wir haben ihn damals erfolgreich mit einer Bioresonanztherapie behandeln lassen, sprich hypersnsibilisieren lassen. Allerdings mussten wir während des Behandlungzeitraumes Weizen - und Zuckerhaltige Produkte meiden. Übrigens in jedem Brot ist Zucker enthalten. Das war eine sehr teuer Zeit aber sie hat sich gelohnt.

Sollte es dies nicht sein achte darauf das sie sich nicht allzusehr mit Milch satt trinkt. Unfd halte dich an feste Essenszeiten bei denen du mit ihr zusammen ist, alleine essen macht nämlich keinen Spass. Es könnte auch sein das sie das dringende Bedürfnis verspürt alleine zu essen. Macht zwar mehr Arbeit *grins, Ruhe bewahren* ist aber auch wichtig fürs Selbstbewußtsein.
Ansonsten Schokolade ja aber nur in Maßen, bei uns gabs immer Nachmittags was zum Naschen. Nachts gabs eine Flasche mit Milch (ja tatsächlich) die war jedoch stets mit Tee verdünnt.
Und stets zur Verfügung standen Apfelspalten, die mußten allerdings geschält sein *grins*.

Lass doch mal hören was dabei rausgekommen ist.

Gruß Andrea

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo an Alle,

vielen Dank für die netten und informationsreichen Antworten.

Ich kann Euch sagen, das war eine Nacht…

Zum Einschlafen habe ich meiner Tochter nur Kamillentee, nur gering gesüßt, gegeben. Hat auch geklappt. Dann ist sie 1-2 Stunden später wach geworden, hat nach was verlangt, aber ich war konsequent und sie ist wieder eingeschlafen (nach etwa einer halben Stunden weinen und jammern.
So um Mitternacht wohl ist sie wieder wach geworden. Dieses Mal hat sie bis 4 Uhr gejammert, aber ich war konsequent und habe ihr nichts gegeben. 4 Stunden, manchmal mußte ich mir die Ohren zuhalten… Außerdem habe ich die Birne von der Lampe rausgedreht, weil meine Tochter anfing aufzustehen und das Licht ständig aus und an zu machen. Ich habe auch die Knöpfe von den Schubladen runtermachen müssen (das mitten in der Nacht), weil sie wohl verzweifelt nach Milch suchte…
Ich war den Tränen nahe, sie klang zeitweise so, als wäre sie am verhungern.
Aber ich bin ruhig geblieben und konsequent.

Und stellt Euch vor. Heute vormittag beim Frühstück hat sie ein halbes Brot mit Streichkäse gegessen und paar Stücke geschnittene Äpfel!

Ich meine zwar nicht, dass es eine Milchunverträglichkeit ist, sondern einfach nur eine Kaufaulheit und da sie so viel Milch getrunken hat und dann bappsatt war, aber ich werde schleunigst auch das vom Kinderarzt abklären lassen.
Der Stuhlgang ist soweit eigentlich in Ordnung (die Konsistenz zumindest), aber ich werde trotzdem den KA darum bitten mir ein Röhrchen zu geben.

Klar kann das Essverhalten auch psychische Ursachen haben (Trennung von merinem Mann, Probleme etc.) und vor der Trennung die ständigen Spannungen zwischen uns (mir und meinem Mann).

Ich hoffe, dass diese Nacht die Kürzeste war und es besser wird.

Und noch mal lieben Dank an alle und den wertvollen Beiträgen.

LG

Hallo Denise,

Mein Sohn war auch so ein spärlicher Esser - mit 2 Jahren nur
1 bestimmte Sorte Brei (und davon viel weniger als auf der
Packung stand) oder selbst gekochte Möhren mit Kartoffeln -
kein Fleisch - trockenes Brot - niemals Belag - Obst und
Gemüse nur in bestimmte Formen geschnitten - ja und auch Tee
und Milch.
Ich habe auch alles mögliche probiert und ihn dann mit der
Zeit auf ein paar Nahrungsmittel mehr umstellen können. Auf
diese Weise ist er heute zwar immer noch heikel, wenn es um
irgendeinen Brotbelag geht, aber ansonsten isst er inzwischen
immer noch phasenweise wenig, aber fast alles.
Er ist inzwischen 13 und ganz normal entwickelt - nur ohne das
heute verbreitete Übergewicht, was ich persönlich begrüße.
Wenn bei deiner Kleinen keine Krankheiten festgestellt werden
können, dann brauchst du dir meiner Meinung nach keine Sorgen
machen. Gib ihr vielleicht etwas weniger Milch, die macht ja
bekanntlich satt.
(Andererseits muss ich zugeben, dass ich damals froh war, dass
er wenigstens Milch getrunken hat…)
Gruß Susanne

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Dann ist sie 1-2 Stunden später wach geworden, hat nach was verlangt, :aber ich war konsequent

Biete ihr aber immer etwas Wasser zu trinken an.

Ansonsten…mach weiter so…

Gruß
Tato

Hallo,

Erst vor Kurzem las ich dazu in der Zeitschrift „Eltern“ den
Beitrag eines Ernährungswissenschaftlers, der doch tatsächlich
den alten Satz zitierte: „Es ist noch niemand vor vollen
Tellern verhungert!“

in welchem Kontext stand dieser Satz? So für sich allein gesehen ist er nämlich reichlich makaber.

Grüße,

Oliver Walter

1 „Gefällt mir“

Hi Oliver,

in welchem Kontext stand dieser Satz? So für sich allein
gesehen ist er nämlich reichlich makaber.

In genau dem Kontext, um den es hier ging: „Schlechte Esser“, also wechselhaftes Eßverhalten bei Kleinkindern.

Sonst hätte ich ihn wohl nicht zitiert. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

Hallo,

guck dir mal die Seite meiner Tochter an. Dort beschreibt sie ihre Krankheit, bei der sie bis zur OP nur unter stärksten Schmerzen schlucken konnte.

Will dir keine Angst machen. Wenn dein Arzt nichts findet, weise ihn auf die Möglichkeit einer Achalasie hin. Von Mitpatienten meiner Tochter weiß ich, dass kaum ein Arzt von sich aus auf die Idee kommt. Schon gar nicht bei Kindern.
Beste Grüße
auch an deine Tochter
Gisela
http://www.familie-kehrein.homepage.t-online.de/4057…

Hallo,

In genau dem Kontext, um den es hier ging: „Schlechte
Esser“, also wechselhaftes Eßverhalten bei Kleinkindern.

in Ordnung. In anderen, mir in den Sinn kommenden Fällen wäre der Satz dagegen wirklich deplatziert gewesen.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo

trotzdem würde ich unbedingt zunächst davon ausgehen, dass das Essverhalten eher darauf zurückzuführen ist, dass die Mutter sich zu viel darum kümmert (das soll kein Vorwurf an die Mutter sein, wir alle machen Fehler).

Mir würde auch sofort der Appetit vergehen, wenn einer neben mir sitzen würde und die Bissen zählen würde, die ich zu mir nehme, und es kommt auch häufig vor, dass Kinder aus solchen Gründen nicht mehr essen wollen.

Klar kann man auch zum Arzt gehen, aber meistens ist etwas mehr Gelassenheit wichtiger. Ich hab es z. B. mal erlebt, wie eine Mutter mit ihrem Kind alle möglichen, z. T. auch schmerzhaften Untersuchungen hat machen lassen, weil sie meinte, es isst zu wenig. Alle ärztlichen Untersuchungen hatten ergeben, dass das Kind gesund ist. - Und damit es überhaupt etwas isst, hat sie dem Kind immer Kekse gegeben, die hat es nämlich gegessen. Der Erfolg war, dass das Kind sich irgendwann hauptsächlich von Keksen ernährt hat und ungewöhnlich früh Karies bekam.

So ähnliche Geschichten hört man öfter, finde ich.

Man muss davon ausgehen, dass ein Kind, wie jedes andere Lebewesen, nicht daran interessiert ist, zu verhungern.

Viele Grüße
Thea

3 „Gefällt mir“

Arzt?
Hi!

Das kommt mir sooo bekannt vor!

Mein Zwerg war damals ganz ähnlich! Dazu kam ,dass unser erster Kinderarzt immer von „Hungerhaken“ und Strich in der Landschaft" redete, allerdings ohne uns konkrete Hinweise zu geben!

Nach dem Arztwechsel sprachen wir unseren neuen Kinderarzt darauf an. Ich habe damals über zwei Wochen eine „Angebots-Nachfrage“-Liste erstellt, also: Was haben wir ihm angeboten, was hat er gegessen?

Als ich ihm diese vorlegte, fragte er wörtlich: Haben Sie zuviel Zeit?

Ich würde auch heute wieder zum Arzt gehen um Erkrankungen auszuschließen!
Aber damals wurde uns erklärt, dass er zwar in der Statistik am unteren Rand liegt, das alles aber nicht schlimm ist!
Wir haben ihm ein reichhaltiges Angebot gemacht, und er hat genommen, was er wollte.
Auch uns wurde gesagt, dass ein gesundes Kind bei einem solchen Angebot noch nicht verhungert sei…

Heute ist er 7 Jahre alt und immer noch furchtbar wählerisch, was das Essen betrifft. Abends zum Beispiel isst er nur Obst (meist Äpfel) und ein Stück Wurst auf der Hand.

Mittlerweile ist es uns aber „egal“ - und er entwickelt sich „normal“…

LG
Guido

Lass sie…
Hallo,

meine Tochter wollte auch nichts essen. Sie war mit 17 Monaten noch immer nicht bereit abgestillt zu werden und hat es mir damit demonstriert. Mein Arzt hat nur gesagt ich soll sie lassen und nicht immer drängeln. Seit dem geht es. Lasst euch Zeit, nur die Milch solltest Ihr abschaffen. Ein Glas milch erstezt eine volle Mahlzeit, dann ist es kein Wunder das sie nicht isst.

Ich wünsche euch noch viel Kraft und Ruhe :open_mouth:)

LG
Sandy

1 „Gefällt mir“

Hallo,

habe nicht alle anderen Postings gelesen, aber an Deiner Stelle würde ich erstmal zum Kinderarzt um etwaige Krankheiten auszuschließen.

Wenn da nichts rauskommt, würde ich vorschlagen sie auf gar keinen Fall zum Essen zu zwingen. Das kostet Dich nen Haufen Nerven und Dein Kind auch; außerdem kann es bewirken, dass sie dann total auf stur stellt.
Mein Sohn ist auch nicht immer der Superesser. Ich zwinge ihn zu nichts, aber wenn er nichts normales ißt, bekommt er halt auch nix Süßes. Zudem lasse ich ihn noch helfen beim Essen machen, frage ihn auf was er denn Lust hätte, erkläre ihm wie wichtig es ist etwas zu essen…!
Ich hatte eine Zeit lang massive Probleme. Er wollte pardout nur Gemüse essen, kein Fleisch, kein Fisch, keine Nudeln, kein Reis.
Mittlerweile klappt es ganz gut.

Das mit der Milch würde ich auch sofort abstellen, sättigt zu sehr.

Ja, es kann gut sein, dass Deine Tochter darunter leidet was zwischen Dir und Deinem Mann vorgefallen ist, hat sie denn davor normal gegessen!?

Hoffe, dass Dir und Deiner Tochter hier gut geholfen werden kann.

Viele liebe Grüße
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]