Hallo zusammen,
mein 2 jähriger Sohn ist seit einiger Zeit oft sehr frustriert -
er sucht sich immer „Aufgaben“, die er einfach noch nicht alleine lösen kann, auch wenn er von seiner Grösse und seinem Verhalten her oft für 3 Jahre gehalten wird.
Gestern zum Beispiel wollte er unbedingt Spaghetti wie die Grossen mit Gabel und Löffel essen, und zwar nicht nur mit beiden Besteckteilen, sondern auch mit Gabel drehen etc. -
als ich ihm die Nudeln kleinschneiden wollte, gab es ein Riesentheater, - ich habe sie lang gelassen und dachte, wenn er nun merkt, dass es so nicht funktioniert, lässt er mich ihm helfen.
Pustekuchen!!
Der kleine Mann ist vor Frust und Wut fast an die Decke gegangen! Er hat geschrien und getobt, dass alle anwesenden Erwachsenen erschrocken sind.
An essen war überhaupt nicht mehr zu denken…
Wie kann ich ihm (und mir) helfen? Ich kann ja nicht ständig vermeiden, dass er sieht, wie Erwachsene manche Dinge tun ?
Vielen Dank im Voraus für Eure Tipps
ratlos grüsst Jule
Wie kann ich ihm (und mir) helfen? Ich kann ja nicht ständig
vermeiden, dass er sieht, wie Erwachsene manche Dinge tun ?
Vielen Dank im Voraus für Eure Tipps
ratlos grüsst Jule
Auweh! Ja, das kenne ich. Nicht vom Spaghetti-Essen, aber beispielsweise beim Anziehen…
Wenn sich unser (inzwischen dreijähriger) Malte was in den Kopf gesetzt hatte, dann war das felsenfest da drin - und keiner konnte diese Vorstellung nur um Millimeter modifizieren. Inzwischen ist er aus dem gröbsten (man nennt es Trotzphase) 'raus, was aber nicht heisst, dass er nicht noch immer ab und zu seine Wutanfälle kriegt. Doch mit zwei hatte er die fast TAEGLICH - und zwar heftig!
Ich kann Dir leider keinen gescheiteren Rat geben als: Geduld! Es geht vorbei! Wir konnten Maltes Wut- und Trotzanfälle nie „lindern“, nur begleiten (ihn in den Arm nehmen, ihm gut zureden). Wir wussten jedesmal: Das dauert jetzt zwanzig Minuten, dann ist es plötzlich vorbei. Das kam einem Aussitzen gleich.
Das Kind entdeckt in diesem Alter das Selbst und unternimmt wichtige Schritte in Richtung Emanzipation. Da gehört der Trotz und die Wut dazu. Wir haben uns jeweils damit getröstet, dass dies eine wichtige Phase im Leben unseres Sohnes ist - und dass er mit seiner Trotzerei bei weitem nicht allein dasteht.
Also, Geduld, liebe Judith, auch wenn’s manchmal hart ist. Aber es legt sich. Mehr kann ich leider nicht sagen.
(Wenn’s Dich tröstet: Unsere einjährige Tochter Anne kündigt sich schon jetzt als noch grössere Trotzerin als ihr Bruder an…)
Liebe Grüsse,
Michael Scheck
Hallo Jule,
Ich habe mal einen ganz ähnlichen Artikel verfasst, wie Du jetzt.
Das war die zweite Trotzphase, wie man sagt, meiner jetzt 4jährigen Tochter. Klar, mit 2 ist es am schlimmsten, die Kinder werden unabhängiger, sie brauchen auch die Reibung, die auch Wärme ereugt mit den Eltern, sie müssen Frust kennenlernen und sich ausprobieren, bis an ihre Grenzen gehen. Bei dem einen Kind hilft es, wenn man kühl bleibt (natürlich nur gespielt) beim anderen, vielleicht, wie schon erwähnt, trösten.
bei meiner Tochte war der zauber vorbei, wenn sich das „Publikum“
uninteressiert zeigte, bei einem Anfall, denn dann wurde die sache sehr schnell langweilig. also, ich kann beim besten willen kein Patentrezept geben, ausprobieren und gute Nerven…
Mir haben die Feedbacks damals viel geholfen, mir wurde Mut zugesprochen, ich wusste, ich werde verstanden.
Toi toi toi, alles Liebe, Christin.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Vielen Dank für Euren Zuspuch -
jetzt bin ich wenigstens etwas beruhigt, obwohl ich gehofft hatte, dass die Trotzphase nicht sooo heftig verläuft.
Ich werde mich in Geduld üben !!!
-)
Nochmals Danke, Jule
Hi Jule :o))
Jaja, nur Mut. Karola ist zweieinhalb und wenn ihr was nicht paßt trippelt sie erstmal ein bißchen am Stand (hochrot im Gesicht und brüllend, natürlich) und wirft sich dann zu Boden. Wir lassen sie dann erstmal ein paar Minuten toben, nehmen ihr den Schnuller weg (sofern sie einen hat) - worauf sich das Toben um eine Tonlage steigert und um etwa 50 dB zunimmt. Dann nehmen wir sie auf den Arm, überreichen den Schnuller wieder, sie hört auf zu brüllen und auf die Frage „Geht´s wieder ?“ nickt sie glücklich.
Das ist kein Scheiß, so läuft´s tatsächlich ab
°wink°
Tiger
Hi Tiger,
Wir lassen sie dann erstmal ein paar Minuten toben, nehmen ihr
den Schnuller weg (sofern sie einen hat) - worauf sich das
Toben um eine Tonlage steigert und um etwa 50 dB zunimmt.
In Anbetracht der Tatsache, daß die dB-Skala eine logarithmische ist, heißt das, daß Deine Tochter um mehrere Zehnerprotenzen lauter brüllt. Ich bezweifle (auch wenn sich das für verzweifelte Eltern so anhört) daß die Stimmbänder das mitmachen, vom explodierenden Kopf mal ganz abgesehen.
Im übrigen wünsche ich Euch allen viel Geduld mit Euren Trotzköpfen, das ist wirklich der beste Umgang damit. Meine hat übrigens vor 20 Jahren erst recht gebrüllt, wenn ich während der Anfälle irgendetwas mit ihr gemacht habe. Liegen- und brüllenlassen war hier das beste.
Gruß, Karin
Hi Karin :o)
Wir lassen sie dann erstmal ein paar Minuten toben, nehmen ihr
den Schnuller weg (sofern sie einen hat) - worauf sich das
Toben um eine Tonlage steigert und um etwa 50 dB zunimmt.In Anbetracht der Tatsache, daß die dB-Skala eine
logarithmische ist, heißt das, daß Deine Tochter um mehrere
Zehnerprotenzen lauter brüllt. Ich bezweifle (auch wenn sich
das für verzweifelte Eltern so anhört) daß die Stimmbänder das
mitmachen, vom explodierenden Kopf mal ganz abgesehen.
Soviel ich weiß liegt der Schalldruckpegel eine startende Concorde bei etwa 120 dBA. Mhm, das kommt etwa hin ;o)))
Im übrigen wünsche ich Euch allen viel Geduld mit Euren
Trotzköpfen, das ist wirklich der beste Umgang damit. Meine
hat übrigens vor 20 Jahren erst recht gebrüllt, wenn ich
während der Anfälle irgendetwas mit ihr gemacht habe.
Liegen- und brüllenlassen war hier das beste.
Meine Rede … nur die zwei anderen Kleinen schauen da immer etwas ängstlich und drängen darauf, daß man sich doch um das „Baby“ kümmern sollte …
Gruß, Karin
also ich habe schon 137 dB geschafft aber das nur 3 Sekunden lang danach konnte ich fürs erste nicht mehr reden *ggg*
geht aber mal auf www.maennerseiten.de
dort gibt es irgendwo ein spiel bei dem es ein schreiendes Kind gibt das man beschäftigen muss (kenne den ort nicht mehr)
da kann man sich gut darauf vorbereiten (besonders wenn man zu lange nichts tut oder das kind ärgert)
Hi Tiger
Soviel ich weiß liegt der Schalldruckpegel eine startende
Concorde bei etwa 120 dBA. Mhm, das kommt etwa hin ;o)))
Das hältst Du aber nicht aus, wenn Du direkt daneben stehst, zumindestens nicht eine halbe Stunde und länger. Und die Kleine steht ja nicht daneben, sondern produziert den Krach mit den ihr eigenen Resonanzkörpern (Nebenhöhlen etc.) deshalb „explodierender Kopf“.
Meine Rede … nur die zwei anderen Kleinen schauen da immer
etwas ängstlich und drängen darauf, daß man sich doch um das
„Baby“ kümmern sollte …
Erklär’ doch lieber den anderen kleinen, daß das „Baby“ gerade im eigenen Kummer drinhängt und durch alle Liebe der Welt, die Du immer noch dafür empfindest, nicht aus diesem Kummer herausgeholt werden kann (sich evtl. verirrt hat) und erst selber wieder herausfinden muß.
Gruß, Karin
Ja, Ja, das tut gut sich mal in guter Gesellschaft zu sehen. Unser Robin (2,5) hat auch die Angewohnheit gegen andere aggresiv zu werden, wenn es ihm grade passt. Er bergründet das dann auch: „der stört mich“. Das ist für den Papa auch nicht gerade hilfreich.
Aussitzen hilft schon eine Zeitlang, wenn ich mich nicht der Hoffnung hingebe, damit wäre das Problem gelöst.
Mir und meiner Frau hat es bisher immer geholfen, wenn wir uns fragen:
- wer hat nun das Problem: Kind oder wir?
- ist das wirklich so schlimm, was er gerade macht (Zeug rumschmeißen, streiten)?
- wie weit wollen wir die Gegenmaßnahmen betreiben (Aussitzen)?
Außerdem habe ich langsam, daß Robin nicht unkontrolliert jähzornig ist, sondern ganz gut weiß, wie er uns reizen kann.
MArtin
°kicher°
Hi ;o))
Das hältst Du aber nicht aus, wenn Du direkt daneben stehst,
zumindestens nicht eine halbe Stunde und länger. Und die
Kleine steht ja nicht daneben, sondern produziert den Krach
mit den ihr eigenen Resonanzkörpern (Nebenhöhlen etc.) deshalb
„explodierender Kopf“.
Schon gut, ich hab die 120 dB nicht ernst gemeint.
Meine Rede … nur die zwei anderen Kleinen schauen da immer
etwas ängstlich und drängen darauf, daß man sich doch um das
„Baby“ kümmern sollte …Erklär’ doch lieber den anderen kleinen, daß das „Baby“ gerade
im eigenen Kummer drinhängt und durch alle Liebe der Welt, die
Du immer noch dafür empfindest, nicht aus diesem Kummer
herausgeholt werden kann (sich evtl. verirrt hat) und erst
selber wieder herausfinden muß.
Ausgezeichnete Idee °grins° Ich kann dir bereits die Reaktion/Antwort der Kleinen vorhersagen: „Warum ?“
Aber keine Sorge, wir sprechen auch mit den Kindern ;o)
°wink°
Tiger
Ausgezeichnete Idee °grins° Ich kann dir bereits die
Reaktion/Antwort der Kleinen vorhersagen: „Warum ?“
Waaas, Du kapitulierst schon vor dem ersten "Warum *fg*
Ich habe immer mindestens bis zum 5. durchgehalten.
Karin
Hi Karin :o)
Wir lassen sie dann erstmal ein paar Minuten toben, nehmen ihr
den Schnuller weg (sofern sie einen hat) - worauf sich das
Toben um eine Tonlage steigert und um etwa 50 dB zunimmt.In Anbetracht der Tatsache, daß die dB-Skala eine
logarithmische ist, heißt das, daß Deine Tochter um mehrere
Zehnerprotenzen lauter brüllt. Ich bezweifle (auch wenn sich
das für verzweifelte Eltern so anhört) daß die Stimmbänder das
mitmachen, vom explodierenden Kopf mal ganz abgesehen.Soviel ich weiß liegt der Schalldruckpegel eine startende
Concorde bei etwa 120 dBA. Mhm, das kommt etwa hin ;o)))
Lach bestimmt!!! Ich kenns allerdings im Doppelpack (Twins sind auch 2,5).
Im übrigen wünsche ich Euch allen viel Geduld mit Euren
Trotzköpfen, das ist wirklich der beste Umgang damit. Meine
hat übrigens vor 20 Jahren erst recht gebrüllt, wenn ich
während der Anfälle irgendetwas mit ihr gemacht habe.
Liegen- und brüllenlassen war hier das beste.Meine Rede … nur die zwei anderen Kleinen schauen da immer
etwas ängstlich und drängen darauf, daß man sich doch um das
„Baby“ kümmern sollte …Gruß, Karin
Ach Karin-das liegt im Wesen der *großenKleinen!* Meine Tochter (6) sieht mich dann auch entsetzt an, wenn ich die beiden oder einen dann gerade ins Kinderzimmer schicke-doch das legt sich dann nach ca 4 Min -da dort sich die oder doch mal nur einer wieder beruhigt.*Bin wieder lieb Mama* kommt dann aus dem Mund eines oder beider Söhne! Meist weningstens gg
Aber Zum Problem das legt sich -lass das Kind es einfach probieren. Die Tobanfälle sind in dem Alter normal. Erstes selbständiges Testen groß zu sein wie die Erwachsenen. Mit der Zeit merken sie, das es noch nicht alles so gut geht , wie die Erwachsenen es können.Ich mach das ja auch schon das zweite Mal mit bleib einfach gelassen. Es ist zwar nicht leicht-aber erfolgreich
Hi Sally :o)
Lach bestimmt!!! Ich kenns allerdings im Doppelpack (Twins
sind auch 2,5).
Oh, du hast den umgekehrten Weg gewählt °grins°
Bei uns sind die Großen Twins
das liegt im Wesen der *großenKleinen!* Meine
Tochter (6) sieht mich dann auch entsetzt an, wenn ich die
beiden oder einen dann gerade ins Kinderzimmer schicke-doch
das legt sich dann nach ca 4 Min -da dort sich die oder doch
mal nur einer wieder beruhigt.*Bin wieder lieb Mama* kommt
dann aus dem Mund eines oder beider Söhne! Meist weningstens
gg
Mhm, ein °will wieder brav sein° hört man dann gerne ;o))
Aber Zum Problem das legt sich -lass das Kind es einfach
probieren. Die Tobanfälle sind in dem Alter normal. Erstes
selbständiges Testen groß zu sein wie die Erwachsenen.
Geht parallel mit selber Anziehen, Zähne putzen usw.
Mit der
Zeit merken sie, das es noch nicht alles so gut geht , wie die
Erwachsenen es können.
und resultiert in einem Tobsuchtsanfall °grins°
Ich mach das ja auch schon das zweite
Mal mit bleib einfach gelassen. Es ist zwar nicht leicht-aber
erfolgreich
°nick°
Tiger
Hallo Judith,
das ist doch ganz normal.
mit etwas geduld und nicht wütendwerden (die elter meine ich hier) wird sich das bald legen.
frag mal deine eltern, die haben das auch hinter sich, und zwar mit dir als 3 käsinhoch ;-DDD
er versucht nun durch nachahmen die dinge zu lernen we sie richtig gehen und will kein kleiner mehr sein.
lass ihn hin und wieder beim essen machen mithelfen und gebe ihm aufgaben wie ein grosser. er braucht etwas bestätigung.
das ist der schlüssel.
ihr werdet ihn eben wie ein ganz kleinen behandeln, das will er aber derzeit nicht, er will gross sein.
also tut ihm den gefallen und die ruhe wird wieder einkehren.
vielleicht macht ihr auch zur abwechslung einmal einen kinderesstag
))
habe ich mit meinem sohn gemacht. das bedeutet das wir einfach mal einen tag lang alle mahlzeiten mit den händen eingenommen haben.
war spassig und er hat begriffen das beides spass machen kann.
frohes manschen!
sonja