2 Katzen & noch einen Hund?

Ich habe 2 Katzen.
Eine, die 5 Jahre alt ist & ziemlich scheu.
& die Andere ist 4 jahre alt & sehr selbstbewusst & so.
Jetzt will ich noch einen Hund!
Kann ich die Katzen an einen Hund gewöhnen?
Ohne das die Scheuere wegläuft?

Hallo,

kann man so nicht sagen. „Ziemlich scheu“ und „sehr selbstbewusst“ sind a) keine konkreten Aussagen und b) nicht unbedingt relevant.

Es kommt z.B. genauso auf die raeumlichen Moeglichkeiten oder das Alter des Hundes an. Ebenso natuerlich auch die Art des Hundes. Und noch viele weitere Faktoren.

Wir haben es seinerzeit ohne Probleme* geschafft, aber ich kenne auch andere Faelle

Ciao! Bjoern


* ohne Probleme heisst: die Lage hat sich nach und nach entspannt. Sogar das Protestpinkeln der „sehr selbstbewussten“ Katze liegt wieder im Rahmen des Normalen =:wink: Mehr Probleme hatte bei uns uebrigens der Hund!

Hallo!

Im Allgemeinen hab ich die Erfahrung gemacht, dass sich erwachsene Katzen viel leichter an einen Hund gewöhnen, als an eine weitere Katze. Frag mich nicht woran das liegt, ich hab es nur schon oft erleben können.

Bei uns ist es so abgelaufen:
2 kastrierte Kater, Alter beim Einzug des Hundes: 1 1/2 Jahre.
Der eine ist ein sehr draufgängerischer, mutiger Kater. Der andere eher ruhig und verschmust.
Unser Hund war als wir ihn bekommen haben, bereits erwachsen, genauso alt wie die Katzen und hat schon beim Vorbesitzer mit Katzen zusammengelebt - das machte es schon mal leichter, weil er bereits wusste, wie man sich diesen Tieren gegenüber zu verhalten hat.
Den Katzen hatte ich schon Wochen zuvor eine extrem nach dem Hund riechende Decke auf ihren Lieblingsschlafplatz gelegt, damit sie den Geruch des Hundes zuvor schon kennenlernen konnten und ihn auch mit etwas Positivem verknüpften.
Bei der ersten Begegnung in der Wohnung ließen wir den Hund an der Leine, damit er ihnen nicht hinterherlaufen kann. Sie waren erstmal ziemlich geschockt, Katzenbuckel, Fauchen, das volle Programm. Dann haben sie sich für den restlichen Tag im Schlafzimmer verkrochen (dort darf der Hund nicht rein).
Die nächsten drei Wochen hab ich den Hund nie direkt zu den Katzen gelassen, auch wenn sie mal in’s Zimmer gekommen sind, in dem er sich aufhielt. Ich hab viel mit ihnen gespielt in dieser Zeit, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht vernachlässigt werden. Ebenfalls hab ich die drei immer zur gleichen Zeit im selben Raum gefüttert, die Katzen auf dem Küchenschrank (damit der Hund nicht zu ihnen konnte) und den Hund direkt darunter. Ich bin natürlich dabei stehen geblieben und hab die Katzen dann wieder weggetragen.
Mit der Zeit wurden sie immer selbstbewusster und unerwarteter Weise war der schüchterne Kater der erste der Beiden, der Kontakt zum Hund aufnahm.
Das Gröbste war nach 3 Wochen überstanden, bis sie sich wirklich mochten, dauerte es ungefähr ein halbes Jahr. Mittlerweile schlafen sie zu dritt im Hundebett (wenn sie den Hund noch reinlassen *g*).
Allerdings sind meine Kater reine Wohnungskatzen, das heißt sie mussten sich zwangsweise an den neuen Hausgenossen gewöhnen. Wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten, nach draußen auszuweichen, weiß ich nicht, ob es so schnell gegangen wäre.

Ein paar wichtige Tipps:

  • der Hund muss von Anfang an lernen, dass er die Katze nicht als Beute ansehen darf, er darf sie nicht jagen oder hinterherlaufen.
  • die Katzen brauchen unbedingt einen Rückzugsort, wo der Hund nicht hin kann.
  • du darfst deine Katzen auf keinen Fall vernachlässigen, sondern eher noch eine zusätzliche „Spielstunde“ am Tag einbauen. Viel kuscheln und streicheln in der ersten Zeit.
  • „Feliwell“ könnte die Sache ein wenig erleichtern
  • Buchtipp:
    Dieses Buch hab ich mir damals auch gekauft. Ist ein kleines Büchlein, mit vielen guten Tipps!

Viel Glück!

Sandra

Hallo,

bei mir war es ähnlich und es hat geklappt. Ich wusste allerdings das der Hund den ich aufgenommen habe 100% Katzen verträglich war/ist.
Ich habe eine sehr Scheue Katze und eine relativ selbstbewusste. Die Selbstbewusste ist auch erst einmal zu allem und jedem nett, aufgeschlossen. Sie hat den Hund nur erstaunt angeschaut Ihm noch ehe ich reagieren konnte auf den Po gehauen -allerdings ohne Krallen und nicht aggressiv und somit war geklärt das Sie das sagen hat -bis jetzt ist es so geblieben.
Die Scheue Katze hat im wahrsten Sinne des Wortes vor Schreck unter der Decke gehangen. Ich hatte damals eine Styropor Zimmerdecke und da hat die arme Maus mit allen vieren dran gehangen. Ich habe sie dann abgepflückt und sie ist den Hund die erste Zeit aus dem weg gegangen. Ich habe Ihr erhöhte Sitzpläne angeboten so das sie sich die Sache immer aus sicherer Entfernung anschauen konnte.
Heute sind alle drei ein gutes Team. Man begrüßt sich kurz mit Köpfchen geben. Beschnüffelt sich aber jeder hat seine eigenes Körbchen, was von den anderen auch immer akzeptiert wird.

magret

Hallo,

das kann klappen, muß aber nicht. Da kommt es auf viele Faktoren an…Es kommt unter anderem darauf an, wie die Verständigung untereinander klappt, denn alleine die Körpersrpache von Hund und Katze ist in vielen Dingen widersprüchlich.

Es kommt darauf an, wie und ob die Katzen schon Erfahrungen gesammelt haben mit Hunden und ob der Hund schon Erfahrungen (und welche) mit Katzen gesammelt hat.

Es kommt darauf an wie viel Platz sich die 3 teilen müssen und ob es Möglichkeiten gibt sich bei Bedarf aus dem Weg zu gehen, zumindest so weit, dass man nicht dauernd den Intimbereich des anderen berührt.

Ich kann nicht sagen, dass ein Welpe 100% richtig wäre, denn je nach Temperament der Katze durchaus der Hund (Augen!) der Unterlegene sein kann. Katzenkrallen sind scharf und zielen bevorzugt genau da hin.
Ein älterer Hund, bei dem man sicher weiß, dass er mit allen!* Katzen verträglich ist und ein ruhiges gelassenes Temperament hat, könnte da von Vorteil sein…
*Manche Hunde wissen genau, welche Katzen zum Haushalt gehören, die werden dann auch akzeptiert und alles andere gnadenlos gejagt.

Es kann sein, dass sich die 3 richtig spinnefeind sind, so dass auch Verletzungen nicht auszuschliessen sind.
Es kann passieren, dass die scheue Katze wegläuft oder sich permanent verkriecht.
Es kann passieren, dass die Katzen unsauber werden.

Ich neige dazu immer die schlimmsten Fälle anzunehmen, damit man auch von negativen Aspekten nicht überrascht wird.

Wie das bei Dir letztenendes laufen würde, kann Dir hier niemand garantiert vorhersagen.

Du kannst ja mal einen guten Bekannten mit Hund (Katzenfreundlich, ruhig) mal bitten zu Besuch zu kommen. Aber der Hund sollte sich dabei in der Wohnung auf keinen Fall frei bewegen, sondern angeleint neben seinem Herrchen am Boden liegen. Für den Anfang reichen ein paar Minuten. Dann schaust Du, was die Katzen machen (sie müssen sich verkriechen können, aber selbst den Hund gut sehen können)…nur beobachten, ansonsten ignorieren nicht hochnehmen, und nie und nimmer dem Hund vor die Nase setzen.
Wenn man das mehrmals wiederholt und dem Hund langsam mehr Aktionsradius gibt, kann man ein Gefühl dafür bekommen, ob es möglich wäre Katz und Hund aneinander zu gewöhnen.

Ich kenne die Konstallation: Junger Hund wird mehreren Katzen vorgesetzt.
Die Katzen hatten keinerlei Erfahrungen mit Hunden. Der junge Hund aber mit Katzen.
Die Katzen reagierten höchst individuell je nach Gemüt auf den Hund. Insgesamt handelte es sich aber um durchweg ruhige behäbige Katzen ohne jegliche Anzeichen von Scheu.

Gruß
Maja

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