meine freundin (38) hat erkannt (und von ihrer bewerbungstrainerin bestätigt bekommen), daß „geschieden, 2 Kinder (19 und 12)“ als KO-Kriterium bei Bewerbungen einzustufen ist. (stimmt das? habt ihr ähnliche erfahrungen gemacht?)
darüber verliert sie allmählich den mut. deshalb habe ich ihr vorgeschlagen, den punkt „kinder“ in den bewerbungsunterlagen einfach nicht zu erwähnen, bis sie es mal zum bewerbungsgespräch geschafft hat. dann kann sie immer noch den punkt mündlich nachreichen und anmerken, daß im krankheitsfalle des 12-jährigen kindes sie nach möglichkeit trotzdem einen weitgehend geregelten arbeitstag anstreben würde. (wie schätzt ihr dieses vorgehen ein?)
es hört sich verwegen an, aber wenn schwangere ihre schwangerschaft verneinen dürfen, wenn der potentielle arbeitgeber danach fragt, dann wäre dieses vorgehen doch weitaus harmloser und arbeitgeberfreundlicher.
oder habt ihr andere tricks, wie man verhindern kann, bei den heutzutage hunderten von bewerbungen nicht gleich opfer eines solchen KO-kriteriums zu werden, sondern wenigstens mal bis ins bewerbungsgespräch zu kommen?
bitte beteiligt euch rege, mit brauchbaren tips.
lg, pit
nun, die kinder werden auf der steuerkarte stehen. also ist leugnen zwecklos. das mit dem ok-kriterium sehe ich möglicherweise bei dem 12-jährigen.
alternativen:
1.) geschieden, 2 erwachsene kinder - nur halb gelogen und die kinderfreibeträge könnten trotzdem auf der steuerkarte stehen.
2.) geschieden, 2 fast erwachsene kinder - NICHT gelogen und beruhigt in der regel den AG, zieht aber natürlich die frage: „wie alt denn?“ nach sich. da die wertung schon geliefert wurde (fast erwachsen) aber nicht so schlimm.
Ist doch aber aus der Sicht des Arbeitgebers verständlich, oder? 2 exakt selbe Personen, eine mit Kindern, eine ohne (in gesetzterem Alter, so dass Kinder auch nicht mehr zu erwarten sind), ist doch klar, dass man da kein Risiko eingehen möchte, oder?
Ich habe mal gelesen, dass man im Anschreiben erwähnen soll, wie eigenständig die Kinder sind. Und mit 12 Jahren sollte man auch „normale“ Erkrankungen ganz gut ohne Mutti ausstehen.
dann kann sie immer noch den
punkt mündlich nachreichen und anmerken, daß im
krankheitsfalle des 12-jährigen kindes sie nach möglichkeit
trotzdem einen weitgehend geregelten arbeitstag anstreben
würde. (wie schätzt ihr dieses vorgehen ein?)
Und für das 12-jährige Kind kriegt sie auch keine (von wem auch immer) bezahlte Freistellung mehr, da diese „bis zum vollendeten 12. Lebensjahr des Kindes“ gewährt wird.
Das habe ich mir so genau gemerkt, weil die Erhöhung von „vollendetem 8.“ auf „vollendetes 12. Lebensjahr“ genau damals erfolgte, als meine Tochter das 12. Lebensjahr vollendete, grrrr
ich wollte gerade eine ähnlichen Frage stellen.
Ich hab zwar keine Kinder, aber ich denke gerade darüber nach, ob ich nicht verschweige, dass ich verheiratat bin. Ich finde, mein Familienstand hat nichts mit meiner Qualifikation zu tun.
Ich denke, die Kinderfrage wird trotzdem in den Köpfen sitzen, aber man muss sie ja nicht gleich darauf stoßen. (Nicht, dass ich irgendwo anfangen und gleich Kinder haben möchte, ganz und gar nicht)
Wenn nachgefragt wird, kann ich das immer noch sagen; lügen würde ich auf keinen Fall.
Vielleicht kommen ja noch Reaktionen von Menschen vom Fach.
Viele Grüße,
C.
meine freundin (38) hat erkannt (und von ihrer
bewerbungstrainerin bestätigt bekommen), daß „geschieden, 2
Kinder (19 und 12)“ als KO-Kriterium bei Bewerbungen
einzustufen ist. (stimmt das? habt ihr ähnliche erfahrungen
gemacht?)
darüber verliert sie allmählich den mut. deshalb habe ich ihr
vorgeschlagen, den punkt „kinder“ in den bewerbungsunterlagen
einfach nicht zu erwähnen, bis sie es mal zum
bewerbungsgespräch geschafft hat. dann kann sie immer noch den
punkt mündlich nachreichen und anmerken, daß im
krankheitsfalle des 12-jährigen kindes sie nach möglichkeit
trotzdem einen weitgehend geregelten arbeitstag anstreben
würde. (wie schätzt ihr dieses vorgehen ein?)
es hört sich verwegen an, aber wenn schwangere ihre
schwangerschaft verneinen dürfen, wenn der potentielle
arbeitgeber danach fragt, dann wäre dieses vorgehen doch
weitaus harmloser und arbeitgeberfreundlicher.
oder habt ihr andere tricks, wie man verhindern kann, bei den
heutzutage hunderten von bewerbungen nicht gleich opfer eines
solchen KO-kriteriums zu werden, sondern wenigstens mal bis
ins bewerbungsgespräch zu kommen?
bitte beteiligt euch rege, mit brauchbaren tips.
lg, pit
nun, die kinder werden auf der steuerkarte stehen. also ist leugnen zwecklos.
das mit dem ok-kriterium sehe ich möglicherweise bei dem 12-jährigen.
nun - von leugnen war ja gar nicht die rede, sondern ums nicht-erwähnen der kinder in der bewerbung. bis es zum austausch von formalitäten wie lohnsteuerkarte kommt, hätte sie die kinder natürlich längst nachgereicht … nämlich im bewerbungsgespräch.
1.) geschieden, 2 erwachsene kinder - nur halb gelogen und
die kinderfreibeträge könnten trotzdem auf der steuerkarte stehen.
das ist dann aber definitiv gelogen - das wird und soll sie nicht machen!
2.) geschieden, 2 fast erwachsene kinder - NICHT
gelogen und beruhigt in der regel den AG, zieht aber natürlich
die frage: „wie alt denn?“ nach sich. da die wertung schon
geliefert wurde (fast erwachsen) aber nicht so schlimm.
ich tendiere zu alternative 2.)
ja, wenn schon, dann 2.) aber die angabe der kinder gehört in den lebenslauf, der sich an fakten hält. da ist die angabe von 2 "fast " erwachsenen kindern ganz schön schwammig. aber gut - es geht ja nur darum, ins bewerbungsgespräch zu kommen, in dem man ja mit der ganzen wahrheit rausrücken kann. dann ist es aber wichtig, daß man vorher nicht gelogen hat.
das gehört zu den persönlichen angaben (z.B. familienstand), die heut zu tage nicht mehr in bewerbungen oder im kopf des lebenslaufes pflicht sind.
früher war es auch ein Regel, die Eltern mit anzugeben, das wird aber auch nicht mehr gemacht - zum glück, ist ja auch so ein schmarn.
ich habe und würde in meinen bewerbungen solche angaben weglassen.
wenn es den leuten dann am ende doch so wichtig ist, dann werden sie sowas beim persönlichen gespräch erfragen.
meine freundin (38) hat erkannt (und von ihrer
bewerbungstrainerin bestätigt bekommen), daß „geschieden, 2
Kinder (19 und 12)“ als KO-Kriterium bei Bewerbungen
einzustufen ist. (stimmt das? habt ihr ähnliche erfahrungen
gemacht?)
Ja, bei einigen Arbeitgebern ist das sicherlich der Fall. Allerdings gehe ich davon aus, dass es bei diesen potentiellen Arbeitgebern auch nichts nutzt, wenn sie die Kinder verschweigt, so lange sie noch im „gebärfähigen“ Alter ist.
Bei anderen Arbeitgebern könnte das Alter (und Vorhandensein) von Kindern sogar positiv gewertet werden, weil man davon ausgeht, dass ihre Familienplanung abgeschlossen ist und sie zumindest schon mal nicht wegen Schwangerschaft nach einem Jahr das Handtuch wirft. Grade bei Frauen von Mitte bis Ende 30, die noch keine Kinder haben, dürfte dies (Kinderlosigkeit) ein entscheidendes Manko sein.
Andere Arbeitgeber wiederum sehen Kinder auch bei Frauen im Lebenslauf ganz gerne. Schließlich führt das Aufziehen von Kindern insbesondere auch bei gleichzeitiger Berufstätigkeit ja zu einigen besonderen Fähigkeiten. Auch wechseln solche Frauen ihren Arbeitsplatz eher selten, da sie auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen haben und froh sind, was gefunden zu haben.
Wichtig ist auf jeden Fall die Frage, welche Vorkehrungen z.B. bei Krankheit eines Kinds getroffen wurden. Dass ein 12-Jähriger ansonsten keine weitere elterliche Betreuung mehr braucht, setze ich mal voraus.
Leider schreibst du nicht, wie lange deine Freundin schon aus dem Berufsleben raus ist. Diese Frage dürfte kritisch sein. Wenn sie z.B. von den letzten 10 Jahren trotz Kindern 8 Jahre gearbeitet hat, dann geht ein potentieller Arbeitgeber davon aus, dass sie die Anforderung von Kindererziehung und Beruf gemeistert hat. Sollte sie jedoch keine Arbeitserfahrungen in den letzten 10 Jahren nachweisen können, sehe ich schwarz. Hier hilft vermutlich nur Erfahrung sammeln um jeden Preis, also zu Not auch mal ein halbjähriges Praktikum, allein um sich selbst und dem Arbeitgeber zu zeigen, dass sie es kann.