2 Paare sind 4 Freunde

Hallo,
wenn zwei Paare miteinander befreundet sind, und bei Gelegenheit Zwei und Zwei getrennt sich über dies und das unterhalten, kann auch Beziehungskummer zum Thema werden - wem sonst soll man davon erzählen können, wenn nicht seiner Freundin.
Schwierig daran ist, dass der Partner der Freundin auch mein Freund ist. Ich kann ihren Zorn verstehen, mag aber nicht mit ihr auf ihn schimpfen. Manches sehe ich anders als sie, wobei mit einer Offenheit ich ihr nicht helfen kann, und zuhören alleine reicht ihr nicht.
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?
Mit Grüßen
Reni

Hi Reni,

die Gefahr, dass am Ende DU zwischen allen Stühlen sitzt, ist groß und insofern halte ich Deine (Ein-) Stellung für gut und richtig - allein: dadurch bist Du noch nicht aus der Zwickmühle.

Vielleicht kannst Du VOR dem Gespräch MIT einem Mitglied Eurer Vierergruppe ÜBER ein anderes Mitglied der Gruppe Deine Position klarmachen, indem Du Dich zum Zuhören bereiterklärst und um Verständnis bittest, dass Du ohne Kenntnis der anderen Seite nicht mehr machen kannst/willst.

Sofern es um die Sichtweise des Anwesenden geht, solltest Du allerdings klar Deine Meinung dazu äußern - bisweilen hilft das auch schon . . .

Hallo Reni!

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Ich würde zu ihr sagen:

"So wie du über X redest, bringst du mich in einen Loyalitätskonflikt, in dem ich mich nicht wohlfühle. Und ich hab das Gefühl, du erwartest eine Reaktion von mir, die ich dir nicht bieten kann oder nicht bieten will.

Zwei Sachen kann ich dir anbieten:
Ich biete dir mein offenes Ohr, du kannst deinen Kummer oder deinen Zorn gerne mitteilen, um dich freier zu fühlen.
Oder aber ich biete dir die Chance, die Dinge von einer anderen Seite zu sehen."

Ich würde ihr sagen, dass

mit einer Offenheit ich ihr nicht helfen kann,

wenn sie diese nicht annehmen will. Dass ich es persönlich jedoch als Bereicherung erlebe, mit einer anderen Sichtweise konfrontiert zu werden.
(Und das führt ja häufig auch zu Zorn: sich vom anderen nicht verstanden fühlen, seinen Gegenüber nicht verstehen)

Ich würde sie fragen, was sie daran hindert, das mit ihrem Freund zu klären statt mir mir.

Grüße, jeanne

Hallo,
wenn zwei Paare miteinander befreundet sind, und bei
Gelegenheit Zwei und Zwei getrennt sich über dies und das
unterhalten, kann auch Beziehungskummer zum Thema werden - wem
sonst soll man davon erzählen können, wenn nicht seiner
Freundin.
Schwierig daran ist, dass der Partner der Freundin auch mein
Freund ist. Ich kann ihren Zorn verstehen, mag aber nicht mit
ihr auf ihn schimpfen. Manches sehe ich anders als sie, wobei
mit einer Offenheit ich ihr nicht helfen kann

was heisst das, mit einer Offenheit ihr nicht helfen können? Es muss doch möglich sein, ihr deutlich zu sagen, wenn sie die Dinge falsch sieht.

Mit Grüßen
Reni

Es wäre wohl ratsam, ihr gegenüber äusserst ehrlich zu sein.
Gruss.

Manches sehe ich anders als sie, wobei
mit einer Offenheit ich ihr nicht helfen kann

was heisst das, mit einer Offenheit ihr nicht helfen können?

damit meine ich, dass ich den Eindruck hatte, sie suchte eher Zustimmung als meine persönliche Sichtweise.

Es muss doch möglich sein, ihr deutlich zu sagen, wenn sie die
Dinge falsch sieht.

Ja, das ist möglich. Ich kann immer sagen, was ich meine, was aber unerwünschte Folgen haben kann.

Es wäre wohl ratsam, ihr gegenüber äusserst ehrlich zu sein.

Mit dem „äußerst“ bei der Ehrlichkeit muss man damit rechnen, dass dadurch Unfrieden entstehen kann, auch wenn die Absicht gut war. Ich glaube, dass man seine Ehrlichkeit gerade dann dosieren sollte, wenn die um Rat fragende Freundin wegen der Probleme blind ist und gleichzeitig leidet. Ich finde den Vorwurf „selber Schuld“ unpassend, auch wenn es meine Meinung wäre.

Mit Grüßen
Reni

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Hallo Reni,

ich würde sagen: ich mag Euch beide! Aber das ich weder mit Dir noch mit ihm verheiratet bin, seh ich das natürlich anders.

Das ist ein ganz heikles Ding, weil es schon ganz anders ist, ob man befreundet oder verheiratet ist. Ich mag schon Freunde, mit denen ich nicht verheiratet sein möchte :wink:

Klar kann ich schon mein „Ohr“ zur Verfügung stellen. Aber Partei ergreifen? Never! Muss man das?

Allerdings würde ich mir auch von richtig guten Freunden wünschen, dass sie nicht von mir verlangen Partei zu ergreifen

findet
usch :smile:

( einen Buchstaben wegnehme und eine Tüte Kommas hinterher schmeisse :smile:

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Ich finde den
Vorwurf „selber Schuld“ unpassend, auch wenn es meine Meinung
wäre.

Man könnte ja auch statt eines kalten „selber Schuld“ die Sache mit ihr ausdiskutieren, sprich versuchen, ihr den Standpunkt des ach so bösen Ehemannes ein wenig näherzubringen

Mit Grüßen
Reni

Alles Gute
Mike

Vielen Dank für die Antworten :smile: (o.T.)
reni