Lieber M. Schnappauf,
vielen Dank für Deine kompetente Antwort, hat mir schon sehr weiter geholfen. Hast Du noch Zeit, ein bisschen genauer zu werden?
Ich gehe davon aus, dass Ihr zur Zeit noch NT 4.0 benutzt?
Wieviele Clients habt Ihr?
ungefähr 700
Das lässt sich nicht vermeiden. Aber warum setzt Ihr auf ein
altes Pferd? W2K würde ich nicht nehmen > 2003!
2003 soll bis Ende des Jahres in der Haus-Domain NT ersetzen. Spätestens dann soll die W2K-Domäne in die Gesamt-Domäne rutschen. Der damit verbunden Aufwand und die Konsequenzen sind allerdings unabsehbar. Die Anwendung, die unter W2K läuft, ist auf Grund besonderer Anforderungen (Medizinproduktegesetz) nur für W2K freigegeben. Meine Frage hier: Wäre die Situation denn „sicherer“, wenn der Dienstleister als Member-Server in unserere Domain liefe?
Übernahme? Klingt recht kriegerisch. Welches Verhältnis habt
zu euren Dienstleister?
Wie gesagt, es geht nicht um den Dienstleister, sondern um potentielle Dritte, die in „dessen“ Domain eindringen, und um in erster Linie rechtliche Bedenken, so in der Art: „Wie konnten Sie nur ein solches Sicherheitsloch tolerieren?“.
Sobald jemand im Netz ist und die nötige Energie daran setzt
und auch über das entsprechende Wissen verfügt, ist es möglich
entsprechende Rechte zu erlangen. Ich habe den Eindruck, daas
sich eure EDV-Abteilung nicht so 100%tig sicher ist/auskennt?
Den habe ich auch, deshalb frage ich hier nach. Ich bin blöderweise? nur der Projektleiter und bin auf Gedeih und Verderb den gegensätzlichen Aussagen ausgeliefert. Vielleicht wichtige Zusatzinfos: Wir sind nicht am Internet. Die PCs der neuen Domäne stehen in einem räumlich abgeschlossenen Bereich, in dem Fremde auffallen würden. Wir haben die Maßnahmen des IT-Grundschutzhandbuches des BSI umgesetzt.
- Sind diese Befürchtungen begründet?
Technisch ist das nicht/kaum auszuschließen.
Wie „böse“ müßte denn einer sein, um das zu tun? Muß mann dazu Cracker-mäßig unterwegs sein, oder ist es relativ leicht?
Wäre ein hochheilige schriftliche Versprechung ausreichend, sich davor zu schützen?
- Können Ressourcen entsprechend restriktiv zugänglich
gemacht werden?
Das sollte eigentlich schon so sein. Oder kann bei euch jeder
auf alles zugreifen?
Nein, wir haben schon ein ausgeklügeltes Gruppenkonzept, glaub ich…
- Kann der Domänenadministrator der neuen Domäne tatsächlich
unautorisiert PCs von einer in die andere Verschieben oder
beliebige Nutzer auch in der alten Domäne anlegen?
Wenn Ihr den neuen Admin keine Rechte in der alten Welt gebt,
nein. Er ist dann nur „Gott“ in der neuen Welt.
Das ist vielleicht entscheidend. Bei uns kam unter anderem die Behauptung auf, das ein W2K-Domänen-„Gott“ berechtigter ist als ein NT-„gott“. Ist das so? Oder kann ich nicht auch einem Domäneadmin die Rechte abknabbern wie jedem anderen Benutzer?
Vielen Dank und Grüsse aus der quadratestadt,
Dennis