Wegen dem zweiten Vornamen - er wünscht sich halt einen
anderen Namen mit dem er genannt werden möchte. Ich sollte ihn
bitteschön nur mit diesem Namen ansprechen, ich hatte das aber
erstmal abgewehrt, weil er ja eben seinen Namen hat. Er heißt
Paul und wünscht sich Jan zu heißen. Wollte erstmal hören, wie
aufwändig so ein Zweitname ist und ob das überhaupt möglich
ist.
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Aus Deinem
anderen Beitrag ersah ich, dass er mit dem Namen
„Paul“ von zwei Kindern geärgert wird. OK, so etwas
kann einen schon runterziehen, aber die Idee, dass
sich dann irgendetwas ändert, ist (für mich) nicht
nachvollziehbar. Es ist für mich nicht schlüssig,
dass er wegen des Namens geärgert wird und sonst
nicht geärgert werden würde. Was Du tun willst
und aus Liebe und Hilfsbereitschaft Deinem Sohn
gegenüber auch tun wirst, wird imho umsonst sein.
Dieser ganze Punkt berührt mich etwas, da in meiner
Familie ein besonderes „Pathos“ (kommt das von
„pathologisch“?) darin liegt, dass jeder ein für
alle mal der ist, der er ist. Wenn einer so und
so aussieht, heisst, sich kleidet oder spricht, -
dann ist und bleibt das eben so.
Deshalb sei es mir verziehen, wenn Deine
Konstellation mir so fremdartig erscheint
und ich daher diesen Beitrag verfasste
ich antworte zusammenfassend. Also im Kindergarten ärgert es ihn, wenn ein Kind (1 Jahr jünger als er und kann noch nicht richtig sprechen-Sprachstörung) Kackpaul und ein anderes Kind angeblich öfter sagt „Paul faul“. Er ist sehr verletzlich, andererseits im Kindergarten sehr sozial und beliebt. Er ist hübsch, für einen Jungen recht lieb, sehr sportlich und nicht dumm, daher sehe ich eigentlich keine weiteren Gründe weshalb er außer dem Namen gehänselt wird, es bezieht sich dann ja auch nur auf den Namen. Ich vermute etwas Neid in dem Moment seitens der betreffenden Kinder dahinter und sie haben sicher Spaß daran, weil sie sehen dass es ihn ärgert. Es kommt wohl auch nicht sehr oft vor, aber wenn dann ärgert ihn das halt und er „frisst es in sich hinein“ (übrigens wie sein Vater, der hat auch immer alles geschluckt bzw hingenommen) bzw erzählt es mir später. Das kann ein Grund sein für seinen Wunsch zum anderen Namen, dann heißt auch sein Vater Jan (wobei ich aber nicht glaube dass er sich wegen ihm so nennen mag) und ein Freund von ihm ebenso (auch da glaub ich eigentlich nicht, dass es mit ihm zu tun hat, allerdings sehen die zwei sich sehr ähnlich). Ich hatte auch mal gesagt, so beiläufig aber, dass Jan auch ein schöner Name ist.
Er ist auch in psychologischer Behandlung weil er sehr verletzlich ist, mitunter Blockaden/Hemmungen hat, seine Meinung zu sagen bzw was er denkt auszusprechen, welche aber derzeit nur schleppend vorangeht, da die Termine lange zeitliche Pausen haben. Aber ich werde das mit dem Namen beim nächsten Mal in der nächsten Woche ansprechen, mal hören was sie dazu sagt.
Und vielleicht hat Belini Recht, ihn doch erstmal nur mit Jan anzusprechen ohne was zu ändern, vielleicht hat sich das „Problem“ dann auch geklärt oder eben gefestigt. Ist nur sehr komisch für mich irgendwie, zumal man ja dann auch von Bekannten womöglich belächelt oder schief angeguckt wird.
Beatrix - ja, ich finde den Namen Paul auch sehr schön. Aber mir würde es auch nicht gefallen mit Kackpaul oder Paul-faul gerufen zu werden oder „Paule ist n Bademeister im Schwimmbad um die Ecke…“ schalalala so hatten mal ein paar Bekannte früher gesungen und brachten ihn damit oft in Verlegenheit (da war er ca. 4,5 bis 5 Jahre alt), bis ich mal gesagt hatte dass sie das bitte lassen sollten.
Das es in der Schule ein Problem werden könnte ala „heißt eigentlich Paul will aber Jan genannt werden“ glaub ich nicht, weil nur ein Kind aus dem Kindergarten mit in diese Schule geht, die anderen Kinder sind für ihn ja noch fremd und wissen nicht dass er vorher nur Paul hieß, wenns denn so wird dass wir das ändern bzw den anderen Namen hinzufügen lassen.
Man kann aus so gut wie jedem Namen einen blöden Reim machen: Jan, der nix kann z.B., meine Nichte wurde vom Onkel mit Anne Kaffeekanne veräppelt und meine Schwester Birgit=Biggi wurde von ihrer Tante immer Miss Piggi genannt…alle sind heute bei guter seelischer Gesundheit Über mich wurde gelästert, weil mein Name im Russichen keine entsprechnugn hat und mangels der kyrillsichen entsprechnung für H mit Geike umschrieben werden sollte(außerdem wollte ich sooo gerne Marina heißen), meine Freundin hat es gehasst, Susi Sorglos zu sein.
Um ihn aufzumuntern könnt ihr ja mal mit weiteren Namen lustige eime suchen…da merkt er, das sowas nicht unbedingt als Bösartigkeit zu werten ist, sondern einfach die Lust des Menschen mit Lauten zu spielen.
Ich denke Du solltest Deinem Kind einfach erklären, dass Ihr diesen Namen mit viel Liebe ausgesucht habt und er drauf stolz sein soll, weil schon viele kluge und liebenswerte Menschen so geheißen haben.
Wenn es überhaupt nicht geht, dann wäre noch möglich, den Namen als Spitznamen in eine ausländische Version zu ändern…also ihr ruft ihn englisch Paul oder spanisch Paolo …irgendwie so. Das anglisieren war bei uns früher durchaus üblich…so bei Angela=Angie, Gerhard=Gerry oder Michael-Mikel, Martina=Martha u.s.w., allerdings passieren solche Sachen meist automatisch, wenn jamned unbedingt einen bestimmten Spitznamen wollte ging es meist schief.
Jeans + T-Shirt, sauber und nicht geflickt
Hallo Tigerin!
Einschulung ist zwar für das Kind und die Familie ein besonderer Einschnitt im Leben, aber lass um Himmels Willen den Anzug weg.
Wie Guido oben schrieb, Anzug ist was für 2richtige" Feierlichkeiten.
Zieh ihm das an, in dem ER sich wohlfühlt. Sollte aber sauber und einigermaßen heil sein.
Jeans und Polohemd oder T-Shirt würde ich mal sagen.
Er wird Dir später dankbar dafür sein, dass er auf dem erste-Klasse-Foto nicht wie Mamas feingemachter Liebling in Anzug und Oberhemd daherkommt!
ich würde das Kind fragen, welches Outfit ihm das Liebste an diesem besonderen Tag sein soll. Er muss sich doch wohl darin fühlen, und schließlich ist der Schulbeginn ein Lebensabschnitt, dem ein so junges Menschlein durchaus auch mit gemischten Gefühlen begegnen könnte.
Kleider bringen erwiesenermaßen viel Selbstbewusstsein, und schließlich sind Sie ja als Eltern beim Kauf dabei und können die Richtung lenken…
Mein Kind hatte damals ein Trikot der Fußball-Nationalmannschaft und schwarze, halblange Leggings an (das trugen die kleinen Kiddis vor 13 Jahren so auf der Straße). Dieses Outfit hat er am Morgen von mir
zum Schulanfang bekommen und wollte es gleich zur Einschulung anziehen. So hat er sich an diesem ersten wichtigen Schultag auch ganz sicher wohlgeführt in seinen Klamotten, weil er tierisch stolz drauf war!
Liebe Grüße und alles Gute für Ihren Junior zur Einschulung!