2.Weltkrieg; Eroberung von Sewastopol

In den 60er Jahren habe ich mit einem ehem. Major der Wehrmacht zusammgearbeitet, der war wohl in Sewastopol dabei und meinte, die Eroberung von Sewastopol wäre zwar militärischer Blödsinn gewesen, aber für die Berufsmilitärs, wäre das ein kriegstechnisches „Schmeckerchen“ gewesen. Mit den Angriff sei erst nach dem Heranschaffen des berühmten „Sewastopol-Geschützes“ mit den nowendigen Verstärkungen der Eisenbahnbrücken begonnen worden. Was ist denn da dran?

Hallo !

Nach intensiver Vorbereitung durch Artillerie und Luftwaffe tritt die 11. Armee unter Generaloberst von Manstein zum Angriff auf die Festung Sewastopol an, für den auf einer Frontbreite von 35 km etwa 600 Geschütze zusammengezogen worden sind, darunter auch die schwere Haubitze »Thor« mit einem Kaliber von 80 cm, das schwerste Geschütz der Welt. Unterstützt wird der Angriff durch das VIII. Fliegerkorps unter Generaloberst von Richthofen.

[Tageschronik: 7. Juni 1942. Digitale Bibliothek Band 49: Das Dritte Reich, S. 5506 (vgl. DGK Bd. 2.2, S. 270 ff.) © Droste/Directmedia]

Es hätte sicher auch ohne „Thor“ geklappt.

Gruß max

Hallo,
das ist falsch. Das 80 cm Geschütz hiess Dora, hier etwas mehr dazu:
http://www.panzerbaer.de/guns/wh_dora-a.htm
Es gab einen 60 cm Mörser mit dem Namen Thor.
http://www.waffenhq.de/panzer/moerser-thor.html
Gruss
Rainer
P.S.: Die Amerikaner haben in WK II einen Mörser im Kaliber von etwas über 90 cm entwickelt(ein Prototyp). Er war vorgesehen für die Zerstörung von Bunkeranlagen.

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Hallo !

Nach intensiver Vorbereitung durch Artillerie und Luftwaffe
tritt die 11. Armee unter Generaloberst von Manstein zum
Angriff auf die Festung Sewastopol an, für den auf einer
Frontbreite von 35 km etwa 600 Geschütze zusammengezogen
worden sind, darunter auch die schwere Haubitze »Thor« mit
einem Kaliber von 80 cm, das schwerste Geschütz der Welt.
Unterstützt wird der Angriff durch das VIII. Fliegerkorps
unter Generaloberst von Richthofen.

das stimmt aber nicht, der thor war ein 60-cm-geschütz, während das schwerste eine 80 cm-eisenbahnkanone war.

war das nicht ein unechter mörser, der in wahrheit raketengeschosse verschoß?

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::stuck_out_tongue:.S.: Die Amerikaner haben in WK II einen Mörser im Kaliber

von etwas über 90 cm entwickelt(ein Prototyp). Er war
vorgesehen für die Zerstörung von Bunkeranlagen.

war das nicht ein unechter mörser, der in wahrheit
raketengeschosse verschoß?

Hallo,
wenn ich mich recht entsinne war das ein richtiger Mörser. Allerdings habe ich einmal vor 20 Jahren einen Artikel dazu gelesen, und spâter nie wieder etwas dazu gefunden. Pläne und Fotos waren auch dabei.
38 cm Raketengeschosse verschoss der Sturmtiger.
Gruss
Rainer

Mir geht es nicht so sehr um das Eisenbahngeschütz Dora mit 3000 Mann für Bedienung, Sicherung etc., sondern warum war es denn militärisch notwendig, diese Festung zu erobern? War es hauptsächlich der Ehrgeiz der Generäle, die das auf ihrer Kriegsschule geübt haben und in die Militärgeschichte eingehen wollten?

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Mir geht es nicht so sehr um das Eisenbahngeschütz Dora mit
3000 Mann für Bedienung, Sicherung etc., sondern warum war es
denn militärisch notwendig, diese Festung zu erobern? War es
hauptsächlich der Ehrgeiz der Generäle, die das auf ihrer
Kriegsschule geübt haben und in die Militärgeschichte eingehen
wollten?

Hallo,
so eine grosse Basis an der Südflanke der Heeresgruppe Süd musste ausgeschaltet werden, vor allem da die Stadt etliche Divisionen zur Abriegelung benötigte. Die Russen konnten ihre Einheiten ohne nennenswerte Beeinträchtigung durch deutsche Marineeinheiten versorgen.
Such doch einfach mal mit einer Suchmaschine Bedeutung Sewastopols oder Eroberung S 1942. Es gibt vieles dazu.
Gruss
Rainer

Guter Link zu ‚Thor‘
http://www.waffenhq.de/panzer/moerser-thor.html

A.

Taktisch gesehen war der Einsatz der „Dora“ unnütz, es brauchte mehrere Tausend Mann Besatzung und ganze 8 Versorgungszüge mit Besatzung, Munition, Werkzeugen und Konstrukteuren für den Aufbau.

Die Durchschlagskraft war jedoch atemberaubend, sie konnte 30 m Erde, 10 m Beton und 1 m Stahl durchdringen.
Sie zerstörte ein 30 m tief unter Erde gelegenes Munitionslager mit nur einem Schuss.

Und was auch nicht zu vergessen ist, die Kanone brachte einen beträchtlichen Moralschub für die deutschen Truppen.

Sewastopol wäre jedoch auch ohne „Dora“ erobert worden.

:stuck_out_tongue:.S.: Die Amerikaner haben in WK II einen Mörser im Kaliber

von etwas über 90 cm entwickelt(ein Prototyp). Er war
vorgesehen für die Zerstörung von Bunkeranlagen.

Hallo,
das Ding hiess „Little David“ und hatte ein Kaliber von 91.4 cm.
Gruss
Rainer

Hallo,

Taktisch gesehen war der Einsatz der „Dora“ unnütz.

Och, sie hat zumindest mächtig Angst gemacht.

Sewastopol wäre jedoch auch ohne „Dora“ erobert worden.

Im Ernst, ich habe mich mit einem Russen unterhalten, der damals in der Festung gekämpt hatte. Er sagte mir, daß nicht die Artillerie ausschlaggebend für den Erfolg war sonder einzig und alleine die Luftwaffe und davon am meisten die JU 87 (Stuka).

Gruß

Der Bundschuh