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Aller Anfang ist schwer: die größten Irrtümer
Total überschätzt: WAP. Total unterschätzt: SMS. Bei der Weiterentwicklung des Handys kam es oft ganz anders, als sich die Hersteller das ausgedacht und sich die Kunden erhofft hatten. Die größten Irrtümer:
Top: SMS
Der Short Message Service (SMS) ist so ein Fall. Ursprünglich war es ein Nebenprodukt der Handy-Technik: Kurze Texte werden über den Datenkanal übertragen. „Für mehr als eine Mailbox-Benachrichtigung kann das nicht gut sein“, dachten viele Firmen – und irrten gewaltig. SMS tippen war am Anfang eine Sache für Freaks, meistens sogar umsonst, wenn man wusste, wie es geht.
Die Betreiber beachteten SMS lange Zeit gar nicht. D2 (heute Vodafone) hat die Abwicklung des SMS-Geschäfts sogar einer Fremdfirma übergeben und damit ein riesiges Geschäft verloren. Denn die kleinen Botschaften erreichten in kurzer Zeit Kultstatus. Verabreden, hallo sagen oder Beziehungen beenden – die SMS-Sprache wurde Kult. Und sie waren eben lange auch noch umsonst: Wenn man zum Beispiel ausländische Anbieter als Kurzmitteilungszentrale eingetragen hatte. Die Firmen haben den SMS-Boom lange verschlafen, aber das ist vorbei: Heute zocken die Handy-Betreiber die Kunden mit den SMS-Gebühren ganz schön ab, auf vielen Handyrechnungen ist SMS einer der Hauptposten.
Flop: WAP
Ganz im Gegensatz zu WAP, dem Internet für’s Handy. Alles sollte damit einfacher und mobil werden: Aktien kaufen, auf Ebay Sachen ersteigern, Flüge buchen und Restaurants suchen. Aber in der Praxis waren die Displays der Handys einfach zu klein, die Benutzung zu schwierig. WAP ist praktisch erledigt, da hat auch der größte Marketing-Rummel nichts mehr geholfen. Und: Der WAP-Boom hat uns ein paar besonders hässliche Handys beschert, die eher wie Rasierapparate aussehen, weil das Display so groß ist. Pech, für den, der’s gekauft hat.
UMTS - Top oder Flop?
Ob das gleiche für UMTS gelten wird, ist eine der spannenden Fragen der nächsten Jahre. Dass die hohen Investitionskosten, die die Handy-Betreiber nach der UMTS-Lizenz-Versteigerung bezahlt haben, zu hoch waren, bestreitet keiner mehr. Aber was Kunden bald wirklich von UMTS haben, was es kosten wird und ob es sich lohnt, muss sich erst noch zeigen. Die angekündigte Handy-Revolution durch UMTS wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach ausbleiben.
Fehler der Kunden
Aber nicht nur die Handy-Betreiber haben Fehler gemacht. Auch wir Kunden: Zum Beispiel bei den Verträgen: Produktion und Entwicklung von Handys kosten viel Geld. Soviel, dass reale Preise bei den Kunden kaum zu holen sind. Wer ist schon bereit, 500 Euro und mehr für sein Mobiltelefon zu zahlen? Deswegen haben die großen Anbieter wie Mannesmann/Vodafone und T-Mobile schon sehr früh auf Subventionsmodelle gesetzt: Der Kunde schließt einen Vertrag über ein oder zwei Jahre ab und bekommt das Handy im Gegenzug günstiger. Eine Milchmädchenrechnung, denn der Nachlass wird natürlich über die Monatsrate wieder reingeholt. Es ist im Grunde nichts anderes als Ratenzahlung – mit einem genialen Marketing-Trick: Denn wer sich nicht alle zwei Jahre ein neues Handy subventioniert kauft, zahlt effektiv drauf. Und wer es tut, bindet sich wieder neu an seinen Betreiber. Ein Kreislauf, bei dem der Kunde immer draufzahlt.
Kleinere Anbieter wollten das zunächst anders machen. Kurze Vertragslaufzeiten, geringere Monatsgebühr, dafür keine Handysubvention, das war die Tarifidee. Funktioniert hat es nicht. „Ich zahle doch nicht 500 Euro für ein Handy“, haben viele Kunden damals gesagt und sind zu einem anderen Betreiber gegangen, um dann die 500 Euro doch unbemerkt in Monatsbeiträgen abzuzahlen.
sprich, MMS-Versenden, Mails-abholen usw.