20 Jahre Handy

gefunden im Netz :

Aller Anfang ist schwer: die größten Irrtümer

Total überschätzt: WAP. Total unterschätzt: SMS. Bei der Weiterentwicklung des Handys kam es oft ganz anders, als sich die Hersteller das ausgedacht und sich die Kunden erhofft hatten. Die größten Irrtümer:

Top: SMS

Der Short Message Service (SMS) ist so ein Fall. Ursprünglich war es ein Nebenprodukt der Handy-Technik: Kurze Texte werden über den Datenkanal übertragen. „Für mehr als eine Mailbox-Benachrichtigung kann das nicht gut sein“, dachten viele Firmen – und irrten gewaltig. SMS tippen war am Anfang eine Sache für Freaks, meistens sogar umsonst, wenn man wusste, wie es geht.

Die Betreiber beachteten SMS lange Zeit gar nicht. D2 (heute Vodafone) hat die Abwicklung des SMS-Geschäfts sogar einer Fremdfirma übergeben und damit ein riesiges Geschäft verloren. Denn die kleinen Botschaften erreichten in kurzer Zeit Kultstatus. Verabreden, hallo sagen oder Beziehungen beenden – die SMS-Sprache wurde Kult. Und sie waren eben lange auch noch umsonst: Wenn man zum Beispiel ausländische Anbieter als Kurzmitteilungszentrale eingetragen hatte. Die Firmen haben den SMS-Boom lange verschlafen, aber das ist vorbei: Heute zocken die Handy-Betreiber die Kunden mit den SMS-Gebühren ganz schön ab, auf vielen Handyrechnungen ist SMS einer der Hauptposten.

Flop: WAP

Ganz im Gegensatz zu WAP, dem Internet für’s Handy. Alles sollte damit einfacher und mobil werden: Aktien kaufen, auf Ebay Sachen ersteigern, Flüge buchen und Restaurants suchen. Aber in der Praxis waren die Displays der Handys einfach zu klein, die Benutzung zu schwierig. WAP ist praktisch erledigt, da hat auch der größte Marketing-Rummel nichts mehr geholfen. Und: Der WAP-Boom hat uns ein paar besonders hässliche Handys beschert, die eher wie Rasierapparate aussehen, weil das Display so groß ist. Pech, für den, der’s gekauft hat.

UMTS - Top oder Flop?

Ob das gleiche für UMTS gelten wird, ist eine der spannenden Fragen der nächsten Jahre. Dass die hohen Investitionskosten, die die Handy-Betreiber nach der UMTS-Lizenz-Versteigerung bezahlt haben, zu hoch waren, bestreitet keiner mehr. Aber was Kunden bald wirklich von UMTS haben, was es kosten wird und ob es sich lohnt, muss sich erst noch zeigen. Die angekündigte Handy-Revolution durch UMTS wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach ausbleiben.

Fehler der Kunden

Aber nicht nur die Handy-Betreiber haben Fehler gemacht. Auch wir Kunden: Zum Beispiel bei den Verträgen: Produktion und Entwicklung von Handys kosten viel Geld. Soviel, dass reale Preise bei den Kunden kaum zu holen sind. Wer ist schon bereit, 500 Euro und mehr für sein Mobiltelefon zu zahlen? Deswegen haben die großen Anbieter wie Mannesmann/Vodafone und T-Mobile schon sehr früh auf Subventionsmodelle gesetzt: Der Kunde schließt einen Vertrag über ein oder zwei Jahre ab und bekommt das Handy im Gegenzug günstiger. Eine Milchmädchenrechnung, denn der Nachlass wird natürlich über die Monatsrate wieder reingeholt. Es ist im Grunde nichts anderes als Ratenzahlung – mit einem genialen Marketing-Trick: Denn wer sich nicht alle zwei Jahre ein neues Handy subventioniert kauft, zahlt effektiv drauf. Und wer es tut, bindet sich wieder neu an seinen Betreiber. Ein Kreislauf, bei dem der Kunde immer draufzahlt.

Kleinere Anbieter wollten das zunächst anders machen. Kurze Vertragslaufzeiten, geringere Monatsgebühr, dafür keine Handysubvention, das war die Tarifidee. Funktioniert hat es nicht. „Ich zahle doch nicht 500 Euro für ein Handy“, haben viele Kunden damals gesagt und sind zu einem anderen Betreiber gegangen, um dann die 500 Euro doch unbemerkt in Monatsbeiträgen abzuzahlen.

Beziehungsende = Kult?

Kultstatus. Verabreden, hallo sagen oder Beziehungen beenden –

Ups … Beziehungen per SMS beenden? ist das die feine Art? Neue beginnen, kenn ich ja schon, aber ich finde beenden ist nicht grade Kult:smile:

klein, die Benutzung zu schwierig. WAP ist praktisch erledigt,
da hat auch der größte Marketing-Rummel nichts mehr geholfen.

Nun, das WAP sich erledigt hat liegt z.T. an der langsamen Benutzung, aber auch zum anderen daran, dass nicht jeder in der S-Bahn oder dem Bus einfach mal ein Paket Aktien kauft.
Die Anwendungen waren zu wenig, zu wenig Firmen haben auf WAP gesetzt, was zur Folge hat, dass das Interesse sinkt/sank. Anwendungen wie Onlinebanking oder ebay (mitbieten …) sind schon sehr sinnvoll, aber es sind halt zuwenige?
Was fehlt? ich denke es fehlen Anwendungen die man wirklich unterwegs nutzen kann/könnte … z.B. wap.gmx.de oder einfache Preisvergleiche, Onlinebanking usw. Natürlich liest niemand einen Bericht in Wer-Weiss-Was.de wenn er unterwegs ist … Das aktuelle Aldi-Angebot ist aber dann schon ehr sinnvoll und/oder andere Informationen. Dictonrys, Lexikas usw. sind alles Anwendungen, die man ggf. auch mal unterwegs nutzen würde. Wenn ich aber 1 Stunde Bahnfahren muss um das Aldi-Angebot zu lesen, dann hat es den Sinn verfehlt? Meines Erachtens liegt es an den Anbietern im einzelnen attraktive, schnell zu bedienende WAP-Anwendungen zu erstellen. Dann würde es auch (bei vernünftigen Preisen) auch genutzt werden.

Handy-Revolution durch UMTS wird aber aller Wahrscheinlichkeit
nach ausbleiben.

Hängt wohl vorwiegend vom Preis ab? Wenn ich eine UMTS-Flatrate für z.B. 39,- Euro bekomme ist es günstiger als ein Festnetzanschluss bei der Telekom mit DSL und T-Offline-Zugang?! (Beispiel Genion…)

bekommt das Handy im Gegenzug günstiger. Eine
Milchmädchenrechnung, denn der Nachlass wird natürlich über
die Monatsrate wieder reingeholt. Es ist im Grunde nichts
anderes als Ratenzahlung – mit einem genialen Marketing-Trick:

Ist nicht ganz richtig, oftmals sind die Handys derart vergünstigt, dass die Vergünstigungen über den Grundpreis hinaus subventioniert sind. Allerdings setzen dann die Anbieter auf ein entsprechendes Gesprächsvolumen. Letztlich, warum sollte ich mir ein Smartphone kaufen ohne hinterher damit zu „smarten“ :smile: sprich, MMS-Versenden, Mails-abholen usw.
Es liegt dann am Kunden, ob der Anbieter verlust macht oder nicht!

nicht. „Ich zahle doch nicht 500 Euro für ein Handy“, haben
viele Kunden damals gesagt und sind zu einem anderen Betreiber
gegangen, um dann die 500 Euro doch unbemerkt in
Monatsbeiträgen abzuzahlen.

Nun, da scheint tatsächlich die Tendenz sich zu ändern. Der Feinkosthändler Albrecht mit seinen Bundesweiten Filialen bietet mittlerweile auch schon Handys für weit unter 500 an! (mit aktuellen Standards).
Die Carrier-Anbieter bieten z.T. schon „alternativ“ Verträge mit/ohne Handy an. Wobei man z.B. bei o2 schon sehr deutlich sehen kann, dass es auch für 10 Euro/monatlich billiger geht, wenn man vorher 100 Euro für ein Handy ausgegeben hat.

Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
http://internet-partner.de

Kultstatus. Verabreden, hallo sagen oder Beziehungen beenden –

Ups … Beziehungen per SMS beenden? ist das die feine Art?
Neue beginnen, kenn ich ja schon, aber ich finde beenden ist
nicht grade Kult:smile:

Zusagen mündlich - Absagen schriftlich. Ist ja nicht nur bei
Beziehungen so.

Handy-Revolution durch UMTS wird aber aller Wahrscheinlichkeit
nach ausbleiben.

Hängt wohl vorwiegend vom Preis ab? Wenn ich eine
UMTS-Flatrate für z.B. 39,- Euro bekomme ist es günstiger als
ein Festnetzanschluss bei der Telekom mit DSL und
T-Offline-Zugang?! (Beispiel Genion…)

Sehe ich auch so. Wer braucht schon Video-Telefonie? Aber mit
guten Geschwindigkeiten ins Internet ist sehr interessant.

bekommt das Handy im Gegenzug günstiger. Eine
Milchmädchenrechnung, denn der Nachlass wird natürlich über
die Monatsrate wieder reingeholt. Es ist im Grunde nichts
anderes als Ratenzahlung – mit einem genialen Marketing-Trick:

Ist nicht ganz richtig, oftmals sind die Handys derart
vergünstigt, dass die Vergünstigungen über den Grundpreis
hinaus subventioniert sind. Allerdings setzen dann die
Anbieter auf ein entsprechendes Gesprächsvolumen. Letztlich,
warum sollte ich mir ein Smartphone kaufen ohne hinterher
damit zu „smarten“ :smile: sprich, MMS-Versenden, Mails-abholen
usw.

Die mögliche Subvention wird über den Durchschnittlichen Umsatz pro Kunde und Monat berechnet. Zusätzlich setzen einige Betreiber auf
Branding, umd diesen Umsatz zu erhöhen.

Gruß
Gerald

Hi!

SMS

Oh ja! Ich habe ein „Lexikon den Datenkommunikation“ von 1998 o.ä., da steht drin zum Thema SMS: "Wegen der komplexen Eingabe von Texten ist SMS nicht zu gebrauchen… " :wink:

Flop: WAP

Wohl eher nicht. Wenn du mal überlegst, dass momentan Unsummen mit Klingentönen und Co verdient werden. Die Klingeltöne kommen alle über das WAP zu dir und nicht über SMS. Du hast Recht, surfen im WAP ist in Deutschland nicht IN (Obwohl das in anderen Ländern anders ist), aber auch wenn man es nicht sieht, so kommt doch der ganze teure K4(KinderKontenKillende Kram :wink: übers WAP geflattert.

UMTS - Top oder Flop?

Momentan: Flop. Ich wette aber mir dir, dass in 5 Jahren mindestens 98% der neuen Handys UMTS haben…

Grüße

Ralph