Hallo
Habe im Archiv nichts zum Film gefunden, daher frage ich jetzt einfach mal treuherzig in die Runde… kann mir jemand erklären, was dieser Film soll?!
Soll das nur eine …äh… mythische Ode an die Schöpfung sein!?
Hallo
Habe im Archiv nichts zum Film gefunden, daher frage ich jetzt einfach mal treuherzig in die Runde… kann mir jemand erklären, was dieser Film soll?!
Soll das nur eine …äh… mythische Ode an die Schöpfung sein!?
Hallo Lars,
nur ein paar Stichworte:
Entstehung von Gewalt
Beherrschbarkeit der Technik
Perspektivenwechsel
Außerirdisches Leben …
in aller Kürze! Wenn du dir den Film öfter anschaust, fallen dir sicher noch mehr Stichworte ein. Die Genialität dieses Filmes liegt vor allem in seiner Vielschichtigkeit.
Grüße
Thomas Miller
Hi,
unter anderem sollte man vielleicht auch bedenken, dass der Film 1968 entstanden ist - also weit vor (!) den meisten Sci-Fi-Lasergefechts-Todesstern-Warpspeeed - Filmen … vor allem die Schlussequenz ist ein Versuch, das darzustellen, was sonst nur in abstrakten Formulierungen von Astrophysikern dargestellt ist (das endliche, aber sich stets expandierende Universum z.B. …)
Ich persoenlich finde auch die Art und Weise sehr interessant, wie Monotonie & Alltag der Raumfahrtmissionen gezeigt werden (Gruppenbild vor Stein, belangloses Schlürfen von Weltraumnahrung …) und wie Du als Zuschauer durch uuunglaublich langgezogene, absolut stille Sequenzen eine kleine Ahnung davon bekommen kannst, was ein „monatelanger Weltraumaufenthalt“ tatsächlich heissen kann. Genauso ist es (dies aber vielleicht auch nur für mich als Fachidioten) bemerkenswert, wie der Effekt, den Schwerelosigkeit auf die Raumauffassung hat, konsequent überlegt ist (Joggen auf einer rotierenden Torus - Innenfläche, die Stewardess, die auf einmal an der Decke entlangläuft, … )
Dann sind da noch die Bilder - zum einen Atemberaubende als Bilder an sich (Farben, grafisch, Panoramen, …) zum anderen sehr oft mit tiefem Symbolgehalt (z.B. der Knochen (das erste Werkzeug der Menschheit) im einen Bild gleicht verblüffend dem Raumschiff (Werkzeug 2001) im nächsten Bild)
Ich persoenlich glaube ja, dass es zu alledem noch bemerkenswert ist, wie Stanley Kubrick mal wieder (!) in einem Genre die Maßstäbe setzt (wie bei den meisten seiner anderen Filme) …
… aber das ist alles natuerlich nur meine persoenliche Meinung; wenn Dir der Film nicht gefaellt - dann gefaellt er Dir halt nicht … `hab ich eigentlich kein Problem mit.
Tim
Habe im Archiv nichts zum Film gefunden, daher frage ich jetzt
einfach mal treuherzig in die Runde… kann mir jemand
erklären, was dieser Film soll?!
Da habe ich auch lange gegrübelt. Inzwischen bin ich der Auffassung, dass man den Film alleine nicht unbedingt komplett verstehen kann. Er ist (lediglich) die gelungene filmische Umsetzung des Buchs. Lies das Buch, kann ich nur sagen. Es macht IMHO durchaus Sinn, es als Ergänzung zum Film zu lesen, da dort noch Informationen zu finden sind, die im Film nicht dargestellt werden konnten.
CU
Peter
Moin,
Habe im Archiv nichts zum Film gefunden, daher frage ich jetzt
einfach mal treuherzig in die Runde… kann mir jemand
erklären, was dieser Film soll?!Da habe ich auch lange gegrübelt. Inzwischen bin ich der
Auffassung, dass man den Film alleine nicht unbedingt komplett
verstehen kann. Er ist (lediglich) die gelungene filmische
Umsetzung des Buchs. Lies das Buch, kann ich nur sagen. Es
macht IMHO durchaus Sinn, es als Ergänzung zum Film zu lesen,
da dort noch Informationen zu finden sind, die im Film nicht
dargestellt werden konnten.
Das Buch zu lesen macht schon Sinn, aber der Film ist nicht nur
eine Umsetzung des Buches. Kubrick hat auf Basis einer
Kurzgeschichte von Clarke mit diesem zusammen das Drehbuch
geschrieben. Clarke hat es später zum Buch gemacht, wobei
Kubrick ursprünglich mit auf das Cover sollte. Da scheint mir
der Film eher im Mittelpunkt gestanden zu haben.
Thorsten
Hi
unter anderem sollte man vielleicht auch bedenken, dass der
Film 1968 entstanden ist - also weit vor (!) den meisten
Sci-Fi-Lasergefechts-Todesstern-Warpspeeed - Filmen … vor
allem die Schlussequenz ist ein Versuch, das darzustellen, was
sonst nur in abstrakten Formulierungen von Astrophysikern
dargestellt ist (das endliche, aber sich stets expandierende
Universum z.B. …)
Also geht es mehr um den visuellen und ästhetischen Aspekt einer Erfahrung „beyond infinity“?
Ich persoenlich finde auch die Art und Weise sehr interessant,
wie Monotonie & Alltag der Raumfahrtmissionen gezeigt werden
(Gruppenbild vor Stein, belangloses Schlürfen von
Weltraumnahrung …) und wie Du als Zuschauer durch
uuunglaublich langgezogene, absolut stille Sequenzen eine
kleine Ahnung davon bekommen kannst, was ein „monatelanger
Weltraumaufenthalt“ tatsächlich heissen kann. Genauso ist es
(dies aber vielleicht auch nur für mich als Fachidioten)
bemerkenswert, wie der Effekt, den Schwerelosigkeit auf die
Raumauffassung hat, konsequent überlegt ist (Joggen auf einer
rotierenden Torus - Innenfläche, die Stewardess, die auf
einmal an der Decke entlangläuft, … )
Ja, die Spezialeffekte waren auch super. Und die Langsamkeit der Bewegungen hat mich fast wahnsinnig gemacht. Bin ich nicht gewohnt, bin ein Kind der 90er…
Ich persoenlich glaube ja, dass es zu alledem noch
bemerkenswert ist, wie Stanley Kubrick mal wieder (!) in einem
Genre die Maßstäbe setzt (wie bei den meisten seiner anderen
Filme) …
Mir fällt gerade noch Full Metal Jacket ein, Clockwaork Orange kenne ich nur vom Hörensagen - haben aber alle mit Gewalt zu tun. Ist das so sein Leitmotiv? Erforschung menschlicher Gewalt?
… aber das ist alles natuerlich nur meine persoenliche
Meinung; wenn Dir der Film nicht gefaellt - dann gefaellt er
Dir halt nicht … `hab ich eigentlich kein Problem mit.
Es geht mir ja nicht ums gefallen, sondern zunächst mal ums Verstehen…
Seh ich das richtig, dass die Story um den Monolithen quasi nur der Aufhänger ist? Denn das ist ja doch reichlich dünn, finde ich… oder soll der ein Symbol sein für die menschliche Bemühung, einen Gott/Stein der Weisen/wasweissich zu finden?
Ach ja, und noch was: Warum rastet HAL aus? Oder war das jetzt nur die Warnung vor der totalen Abhängigkeit des Menschen von der Maschine?
Grüsse
Hi
in aller Kürze! Wenn du dir den Film öfter anschaust, fallen
dir sicher noch mehr Stichworte ein. Die Genialität dieses
Filmes liegt vor allem in seiner Vielschichtigkeit.
Hm, aber ob der zuhause auf Video auch so gewaltig daher kommt wie im Kino?
Tja, den Aspekt der „Gewalt“ kann man sicher in fast allen von Kubricks Filmen in der einen oder anderen Weise finden – schliesslich kann man ja sogar den letzten Film, den er vor seinem Tod gemacht hat, „Eyes wide shut“, gewissermassen als einen Film über die Gewalt innerhalb der Mann - Frau Beziehung verstehen; das Problem allerdings ist, dass er selbst zu seinen Filmen nie konkrete „Verständnisanleitungen“ mitgeliefert hat. So hat er z.B. 1968 über „2001“ gesagt:
“ I tried to create a visual experience, one that bypasses verbalized pigeonholing and directly penetrates the subconscious with an emotional and philosophical content . . . I intended the film to be an intensely subjective experience that reaches the viewer at an inner level of consciousness, iust as music does. . . . You’re free to speculate as you wish about the philosophical and allegorical meaning of the film. . . . "
Also kurz gesagt und frei übersetzt, dass dieser Film mit visuellen Mittlen das Unterbewußtsein erreichen soll und das individuelle Verständnis, ähnlich wie bei einem Musikstück, sehr von Dir selbst abhängt … und wie Du schon sagst, als „Kind der Neunziger“ ist Dein (unser ! ) Hintergrund ein anderer als der, den ein Zuschauer vor dreissig Jahren hatte, von daher ist es nur natürlich, dass einige Passagen heute eher anstrengen, als geistig zu bereichern.
Aber das hilft einem natürlich nicht sehr, wenn man, wie Du (und ich) auf der Suche nach der „message“ ist - vielleicht hilft es ja wirklich, den Film im Vergleich zu anderen von Kubrick zu sehen, denn neben „Full Metal Jacket“ und „A Clockwork Orange“, die Du erwähnt hast, hat er folgende Filme gedreht (kein Anspruch auf Vollständikeit):
“Day of the Fight” (1951)
“Flying Padre” (1952)
“Fear and Desire” (1952 )
“Killer´s Kiss” (1955)
“The Killing” (1956)
“Paths of glory” (1957)
“Spartacus” (1960)
“Lolita” (1962)
“Dr. Strangelove, or how I learned to stop worrying and love the bomb” (1964)
“Barry Lyndon” (1975)
“The Shining” (1980)
Die uns bekannteren sind sicherlich die, die er ab “Paths of glory” gedreht hat – und, wie Du gesagt hast, auch bei „Spartacus“, einem Gladiatorenepos mit Kirk Douglas oder „The Shining“, eher aus der Horrorabteilung, mit Jack Nicholson … und sogar in einem meiner Lieblingsfilme „Dr. Seltsam“ geht es immer auch um Gewalt, aber ich glaube, dass man die Bedeutung trotzdem nicht auf ein oder zwei Worte reduzieren kann (auch wenn man versucht, durch Vergleiche mit der Geschichte des „Zauberlehrlings“ und den Geistern, die dieser rief heranzieht; und diese wiederum mit HAL oder „dem Soldaten“ in Full Metal Jacket oder der Bombe in „Dr. Strangelove“ gleichsetzt, ist der Erklärungsversuch, finde ich, unbefriedigend).
Falls ich mal eine schlüssige Gesamterklärung parat haben sollte, melde ich mich gerne, aber ansonsten verweise ich lieber wieder auf das oben angesprochene „individuelle Verständnis“ und zitiere zum Schluss hier nochmal „den Meister“ selbst (und das könnte vielleicht dabei helfen, die Anspannung aus „der Suche“ zu nehmen:
"A film is -or should be- more like music than like fiction. It should be a progression of moods and feelings. The theme, what’s behind the emotion, the meaning, all that comes later. After you’ve walked out of the theater, maybe the next day or a week later, maybe without ever actually realizing it, you somehow get what the filmmaker has been trying to teIl you. "
Hm, aber ob der zuhause auf Video auch so gewaltig daher kommt
wie im Kino?
Definitiv nein. Es sei denn, Du hast eine wirklich tolle Anlage mit Breitbild-TV und so weiter.
Ich hatte das Glück, den Film das erste Mal in einem Cinerama-Kino zu sehen (das Zürcher Apollo Cinerama, mittlerweile einem Bankgebäude gewichen…) und da wirkt dieser Film um Welten besser als am TV. Für so eine Leinwand ist der Film gedacht.
CU
Peter
Hm, aber ob der zuhause auf Video auch so gewaltig daher kommt
wie im Kino?Definitiv nein. Es sei denn, Du hast eine wirklich tolle
Anlage mit Breitbild-TV und so weiter.Ich hatte das Glück, den Film das erste Mal in einem
Cinerama-Kino zu sehen (das Zürcher Apollo Cinerama,
mittlerweile einem Bankgebäude gewichen…) und da wirkt
dieser Film um Welten besser als am TV. Für so eine Leinwand
ist der Film gedacht.
Eben… also werde ich warten müssen, bis er das nächste Mal im Kino ausgestrahlt wird.
Kam der bei euch in der Schweiz nicht? Lief hier exakt eine Woche, vermutlich wegen der Jahreszahl, in der wir uns befinden. Natürlich digital überarbeitet etc.pp…
Grüsse
Eben… also werde ich warten müssen, bis er das nächste Mal
im Kino ausgestrahlt wird.
Tja, wer weiss, wann dies das nächste Mal passieren wird…
Kam der bei euch in der Schweiz nicht? Lief hier exakt eine
Wann? Als er rauskam? Da gabs mich noch nicht…
Woche, vermutlich wegen der Jahreszahl, in der wir uns
befinden. Natürlich digital überarbeitet etc.pp…
Hmmm… nö, ist mir bislang nicht begegnet. Hab in letzter Zeit aber auch nicht so aktiv aufs Kinoprogramm geachtet, weil mit CHF 18.-- für einen Eintritt definitiv zu teuer sind.
CU
Peter, bis auf weiteres Kinos boykottierend
Kam der bei euch in der Schweiz nicht? Lief hier exakt eine
Wann? Als er rauskam? Da gabs mich noch nicht…
Nee, vom Donnerstag vorletzte Woche bis Donnerstag letzte Woche.
68 gabs mich auch noch nicht…
Woche, vermutlich wegen der Jahreszahl, in der wir uns
befinden. Natürlich digital überarbeitet etc.pp…Hmmm… nö, ist mir bislang nicht begegnet. Hab in letzter
Zeit aber auch nicht so aktiv aufs Kinoprogramm geachtet, weil
mit CHF 18.-- für einen Eintritt definitiv zu teuer sind.
oh, das ist in der Tat reichlich überteuert. Hier kostets um die 11 Mark, das ist nicht zuviel für einen Abend…
Grüsse