Hi Carsten,
kann jetzt keine Normen nennen. In den letzten 10 Jahren sah man statt 22 V plötzlich 230V und jetzt 250V.
Ich schätze, das hat mit der Sicherheit allgemein zu tun:
Wenn das E-Werk Spannungsspitzen hat, liefert es schlagartig mehr „Power“. Das passiert (z.B.) wenn typische Hauptverbrauchszeiten aufhören (Mittagszeit, Abendbrotzeit… weil dann zum Kochen und heizen viele Abnehmer in Betrieb sind).
Schlagartig „hauen“ dann mehr Power durch als geplant… und wenn es nur Sekundenbruchteile sind.
Das müssen di Eklektrogeräte ja aushalten.
Je mehr Abnehmer, desto mehr Piower muss eingespeist werden. Aber je mehr Abnehmer, desto höher sind die Spitzenwerte, die durchschlagn können, wenn zuviele Verbraucher gleichzeitig abgeschaltet werden.
Im Laufe der Jahre werden die Geräte immer höhere Spitzenwerte verkraften müssen (ohne kaputtzugehen) und deshalb wird der ober Bereich wohl immer weiter steigen.
USA und Co. haben übrigens nur 110V…
BJ
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Was bekommen wir denn nun wirklich? Ist das in D, oder darüber
hinaus in EU, nicht einheitlich?
Das ist - man höre und staune! - sogar über Europa hinausgehend international einheitlich (soweit keine 110 V): Ziel für 2009 ist 230 V mit einer Toleranz von 10% nach oben und unten. In D „stimmt“ seit 1987 220 V nicht mehr.
In einem anderen Brett, ich glaube bei Reisen, schrieb kürzlich jemand, dass man im Land xy deutsche Elektrogeräte nutzen könne, aber nur mit einem Vorschaltgerät. Grund sei, dass dort der Strom öfter ausfalle, und beim Wiedereinschalten so stark sei, dass Geräte ohne diesen Schutz zerstört würden.
Ist das möglich? Beim jedem Einschalten von Strom, auch wenn man es nur mit dem Lichtschalter macht, gibt es ja für einen kurzen Moment eine Überspannung (oder ist es ein Überstrom?). Aber kann ist so stark, dass es ein Gerät zerstören kann?
Mein Nachbar (Elektriker) hat mir mal auf diese Frage geantwortet,
dass die Energieversorger normalerweise 220 V liefern müssen, und eine Toleranz von 10% nach oben haben.
Das wären dann max. 242 V. Das halten Elektrogeräte auch aus, Glühbirnen sterben halt etwas ehr…
Ich habe bei uns auch genau die 242 V gemessen.
Lt. meines Nachbarn wird die Netzspannung ganz bewusst an der oberen Grenze gehalten, weil dadurch viele Verbraucher mehr Strom verbrauchen.
Glühbirnen, Elektromotore usw… was dann die Kasse des Energieversorgungsunternehmens lauter klingeln lässt.
Grüße, Steffen!
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In einem anderen Brett, ich glaube bei Reisen, schrieb
kürzlich jemand, dass man im Land xy deutsche Elektrogeräte
nutzen könne, aber nur mit einem Vorschaltgerät. Grund sei,
dass dort der Strom öfter ausfalle, und beim Wiedereinschalten
so stark sei, dass Geräte ohne diesen Schutz zerstört würden.
Wenn das Netz nicht sonderlich stabil ist, können tatsächlich Spannungsspitzen auftreten. Unabhängig vom Einschalten oder Stromausfall überhaupt. Als ‚Vorschaltgerät‘ eignet sich dann eine Steckdosenleiste, wie man sie als Blitzschutz für Computer einsetzt.
Ist das möglich? Beim jedem Einschalten von Strom, auch wenn
man es nur mit dem Lichtschalter macht, gibt es ja für einen
kurzen Moment eine Überspannung (oder ist es ein Überstrom?).
Aber kann ist so stark, dass es ein Gerät zerstören kann?
Nein. Das ist Unsinn. Zum einen entsteht dabei keine Überspannung, sondern eine Unterspannung - und das auch nur dann, wenn die Leitungen nicht in Ordnung sind. Und zum zweiten sollte dabei nichts kaputtgehen - außer einem PC vielleicht, der dabei mit Datenverlust abstürzen könnte.
ohne Erläuterung, was denn da „kompletter Unsinn“ ist, und
warum, und was denn wirklich stimmt, hilft Deine Antwort
nichts.
Hallo Carsten,
ich finde solche Antworten meist auch nicht gut. Wenn sich aber jemand nicht die Arbeit macht, bereits vorhandene Antworten durchzulesen und stattdessen Unsinn verbreitet, darf es ausnahmsweise auch kurz so benannt werden.
Grüße
Ulf
ich finde solche Antworten meist auch nicht gut. Wenn sich
aber jemand nicht die Arbeit macht, bereits vorhandene
Antworten durchzulesen und stattdessen Unsinn verbreitet, darf
es ausnahmsweise auch kurz so benannt werden.
Hallo Ulf,
trotz mehrfachen Lesens der geposteten Antworten verstehe ich immer noch nicht, was an Steffens Antwort kompletter Unsinn sein soll?
Das mit den 10% steht auch in der Antwort von Martin und daß er 242V gemessen hat kann ihm wohl keiner abstreiten, es sei denn, er war bei der Messung dabei.
Das mit den 10% steht auch in der Antwort von Martin und daß
er 242V gemessen hat kann ihm wohl keiner abstreiten, es sei
denn, er war bei der Messung dabei.
HIHO
Ob 242, 209 oder Punkt 230V spielt für die Energiebilanz und die einverlangten Kosten keine Rolle.
früher stand auf unseren Elektrogeräten immer 220 V. Heute
stehen da ganz unterschiedliche Werte: Mal 220 - 230 V, mal
sogar 220 - 250 V.
Was bekommen wir denn nun wirklich? Ist das in D, oder darüber
hinaus in EU, nicht einheitlich?
Bis vor 20 Jahren betrug die Netzspannung 220 V mit einer Toleranz von ±10 %. Die Netzspannung lag damit zwischen 198 V und 242 V. 1987 wurde die Nennspannung auf 230 V und deren Toleranz auf +6 % und -10 % verändert. Seitdem darf die Netzspannung zwischen 207 V und 244 V liegen. Damit veränderte sich nur die untere Grenze, die obere zulässige Netzspannung veränderte sich beim Übergang von 220 V auf 230 V nicht nennenswert.
An der oberen Spannungsgrenze wird es erst in den nächsten Jahren eine Veränderung geben, wenn es zwar bei der Nennspannung von 230 V bleibt, die Toleranz aber auf ±10 % angehoben wird. Dann darf die Netzspannung zwischen 207 V und 253 V liegen.
Für den Verbraucher änderte sich in der Vergangenheit nichts. Auch ältere Geräte, auf denen noch die Nennspannung von 220 V steht, können nach wie vor benutzt werden, weil sämtliche Geräte schon immer für den genormten Toleranzbereich der Netzspannung ausgelegt wurden. Auch bei der zukünftigen Anhebung der oberen Toleranz ist mit keinen Problemen zu rechnen. Allenfalls bei Glühlampen könnte es zu verkürzter Lebensdauer kommen, je nachdem, an welcher Stelle innerhalb des Europäischen Verbundnetzes man den Verbraucher benutzt. Das ist aber auch heute nicht anders. Es gibt Stellen, an denen sich die Netzspannung vorzugsweise in der Nähe der unteren Toleranzgrenze bewegt und andere Stellen, an denen man dauernd über 240 V messen kann.
„…wird die Netzspannung ganz bewusst an der oberen Grenze gehalten, weil dadurch viele Verbraucher mehr Strom verbrauchen.
Glühbirnen, Elektromotore usw… was dann die Kasse des Energieversorgungsunternehmens lauter klingeln lässt.“
Da I=U/R ist, der Widerstand des Gerät sich aber nicht ändert, müsste bei höherer Spannung auch der Strom stärker werden, man erhält also mehr Leistung.
Es ist also richtig, wenn jemand schrieb, dass die Stromrechnung dadurch höher ausfällt. Aber man erhält ja auch mehr Leistung, Glühlampen brennen heller, Heizlüfter werden wärmer. In vielen Bereichen, z. B. Radio oder Fernseher bringt die Mehrleistung aber gar keine Vorteile.
Grüße
Carsten
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Da I=U/R ist, der Widerstand des Gerät sich aber nicht ändert,
müsste bei höherer Spannung auch der Strom stärker werden, man
erhält also mehr Leistung.
Es ist also richtig, wenn jemand schrieb, dass die
Stromrechnung dadurch höher ausfällt. Aber man erhält ja auch
mehr Leistung, Glühlampen brennen heller, Heizlüfter werden
wärmer.
An der Netzspannung wurde nichts verändert. Nur die untere Grenze des Toleranzfelds wurde im Zuge des Netzausbaus mit engerer Vermaschung von 198 V auf 207 V angehoben.
Natürlich ist die dem Netz entnommene Leistung bei einfachen Glühlampen und Heizgeräten von der tatsächlichen Spannung abhängig. Die hat sich aber durch Umbenennung der Nennspannung von 220 V in 230 V und gleichzeitiger Veränderung des Toleranzfelds nicht verändert.
Die Bewohner abgelegener Dörfer, zu denen nur eine dünne Strippe führte, konnten sich nicht beklagen, wenn nur 198 V ankamen. Solche Fälle gab es tatsächlich. Ich entwickelte in den 70er Jahren u. a. für das Überlandwerk Unterfranken in Würzburg ein Wärmebildgerät, mit dem man aus der Ferne und ohne die Leitung freizuschalten, schadhafte Klemmstellen an Freileitungen feststellen konnte. Das war übrigens mein erstes Patent. Es schmorte und brutzelte damals überall vor sich hin, weil ein geflicktes Durcheinander alter Kupfer- und Aluminiumseile auf Niederspannungsebene an den Masten hing. Über viele Jahre kamen die Versorger mit dem Netzausbau der Zunahme der Verbraucher kaum hinterher. Früher war der Bauer auf seinem einsam gelegenen Hof glücklich, wenn an der Decke eine Funzel hing und wenn das Licht flackerte oder der Strom ausfiel, war das weiter nicht schlimm. In Altstädten gab es einen fürchterlichen Drahtverhau von einem Giebel zum nächsten Dach. Unter solchen Bedingungen brauchte man das große Toleranzfeld. Nach und nach wurde die innerörtliche Versorgung erneuert und unter die Erde gelegt und Freileitungen als Aluminiumseile mit verseilter Stahlseele und gasdicht vercrimpten Verbindungen ausgeführt. Alternde und schmorende Klemmschellen gabs nicht mehr und beim abgelegenen Gehöft kam endlich eine stabile Spannung an. Als es flächendeckend soweit war, änderte man Nennspannung und Toleranzfeld, aber an der tatsächlich an den Verbrauchern ankommenden Spannung änderte sich dabei gar nichts. Mit der Umbenennung der Nenn spannung wurde nicht (wie oft irrtümlich angenommen) die Netz spannung heraufgesetzt.