Hallo zusammen,
meine Wohnzimmerlampe wird mit 220V-Hochvolt-Halogenlampen (GU 10) betrieben, also ohne Trafo.
Ca. alle halbe Jahr gibt eine Birne den Geist auf, aber recht „spekatulär“: Beim Anschalten der Lampe gibt es einen riesen Knall und wenn es ein wenig dunkel im Raum ist, sieht man einen ca. 2 m langen blauen Blitz ! Dabei haut es dann die Sicherung im Sicherungskasten raus.
Meine Frage nun: Liegt das an der Lampe, ist das ne Eigenheit der Birnen oder meiner Elektroinstallation (veraltete Mietswohnung) ?
Ich schätze mal, wenn man in unmittelbarer Nähe eines solchen „Blitzes“ ist, kann das böse enden, oder ?
Hat hier jemand Erfahrung dazu ?
Danke und Gruss
Frank
Hallo Frank,
Meine Frage nun: Liegt das an der Lampe, ist das ne Eigenheit
der Birnen oder meiner Elektroinstallation (veraltete
Mietswohnung) ?
Es ist eine Eigenheit des Leuchtmittels (Das ist die offizielle Bezeichnung für alles was das Licht erzeugt, also Glübirnen, Glimmlampen, Leuchtstoffröhren etc.).
Alle Metale, also auch das Wolfram aus dem der Glühwendel besteht, sind Kaltleiter, d.h. wenn sie kalt sind leiten sie Strom besser, als wenn sie heiss sind.
Bei Glühlampen ist der Einschaltstrom deshalb kurzzeitig etwa 10-15 mal so hoch wie normal, also eine 100W Glühbirne nimmt für ein paar 10tel Sekunden 1 bis 1.5 kW Leistung auf.
Dies ergiebt eine ziemliche Belastung für den Glühwendel, weshalb es normal ist, dass er meist in siesem Moment bricht. In diesem Moment ensteht meist ein Leuchtbogen, also das Gleiche was du vom E-Schweissen her kennst, und was du als „Blitze“ erkannt hast. Ein solcher Lichtbogen ist einerseits sehr heiss, wodurch ein Teil des Wolfram-Wendels verdampft und andererseits leitet er noch etwas besser als der intakte Wendel, wodurch dann deine Sicherung anspricht.
Ich schätze mal, wenn man in unmittelbarer Nähe eines solchen
„Blitzes“ ist, kann das böse enden, oder ?
Das gefährlichste in diesem Moment ist, dass der Glaskolben platzt und du eine Glassplitter ins Auge bekommst oder so. Der „Blitze“ als solches ist ja im Glaskolben eingeschlossen.
Hat hier jemand Erfahrung dazu ?
Ja, Ich
)
MfG Peter(TOO)
Hallo Frank
Das hört sich ja voll krass an. Das möchte ich auch mal Live erleben!
Ne mal im Ernst. Ich würde es nicht glauben wollen aber im Fernsehen kam krüzlich genau dazu ein Beitrag(ich glaube es war in der Sendung ARD-Ratgeber-Technik am Samstag). Dort wurde unbedingt dazu geraten, nur Leuchtmittel(also die Birnen) von Namhaften Herstellern zu kaufen! Oder Besser noch auf Niedervolt Halogen, so überhaupt noch möglich, umzusteigen weil da bedingt durch die geringe Spannung kein Lichtbogen innerhalb der Birne entstehen kann der dieselbe platzen lässt.
Gruß Armin
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Hallo Peter,
vielen Dank für Deine Antwort.
Deinen letzten Abschnitt, mit dem Platzen verstehe ich nicht so 100%ig.
Glassplitter gibt es eigentlich keine, da die Birne ein Schutzglas besitz, welches ganz bleibt. Aber der „Blitz“, den ich schon mehrmals beim Platzen gesehen habe, kann doch nicht wirklich im Glaskolben eingeschlossen sein, oder ?
Also ich habe einen Blitz gesehen, der sich von der Lampe aus über ca. 2m Richtung Boden erstreckt hat. Und dies mehrmals (also pro Platzen einmal). Das war doch nicht innerhalb der Kolbens, würde ich sagen. Oder liege ich hier mit meinem Verständis falsch ?
Gruss
Frank
Hallo Armin,
danke für Deine Antwort.
Du hast schonmal in dem Punkt recht, dass ich die Ersatzbirnen billig im Baumarkt gekauft habe.
Weißt Du, von diesem Bericht, ob dieses Platzen des Leuchtmittels eine wirkliche Gefahr, stromtechnisch, darstellt ?
Gruss
der mit dem Blitz im Wohnzimmer - Frank
Hallo Frank,
Deinen letzten Abschnitt, mit dem Platzen verstehe ich nicht
so 100%ig.
Glassplitter gibt es eigentlich keine, da die Birne ein
Schutzglas besitz, welches ganz bleibt.
Genau dazu ist dieses Shutzglas eingebaut, bzw. vorgeschrieben.
Aber der „Blitz“, den
ich schon mehrmals beim Platzen gesehen habe, kann doch nicht
wirklich im Glaskolben eingeschlossen sein, oder ?
Also ich habe einen Blitz gesehen, der sich von der Lampe aus
über ca. 2m Richtung Boden erstreckt hat. Und dies mehrmals
(also pro Platzen einmal). Das war doch nicht innerhalb der
Kolbens, würde ich sagen. Oder liege ich hier mit meinem
Verständis falsch ?
Ein 2m langer Lichtbogen bei 230 Volt ist unter diesen Bedingungen eigentlich gar nicht möglich.
Welche Farbe hatte denn der „Blitz“ ?
Ermüsste eigentlich blau, evtl. rötlich, sein. Wenn er schneeweiss war, dann hast du das Wolframoxid gesehen, welches beim Platzen herausgeschleudert wurde.
Wir haben das früher öfters mit alten Glübirnen gemacht. Das resultat sind feine weisse Fäden, welche dann zu Boden fallen.
MfG Peter(TOO)
P.S. Ist doch mal eine Abwechslung, wenn das Gewitter im Wohnzimmer stattfindet
)
Hallo Frank,
das mit dem Blitz würde ich mit der Trägheit der Augen erklären. Du schaltest die Lampe an, da knallts. Du hast im Dunklen natürlich nichts anderes zu tun, als zur Lampe zu sehen. Da siehst, weil du fix bist, auch den Lichtbogen. Der ist extrem hell, demnach „brennt“ sich das Licht auch in die Netzhaut ein. Das Auge bewegt sich natürlich weiter (ist ja dunkel) und „zieht“ optisch das Licht mit, du siehst deinen Lichtbogen. Also alles natürlich erklärbar. Wenn der Lampenkörper ganz bleibt, kommt kein Lichbogen aus der Lampe, schon gar nicht bei Netzspannung.
Gruß
André
Hallo Frank!
In dem Beitrag, der am Samstag bei Ratgeber Technik gezeigt wurde, hat man von den Hochvolt-Lampen abgeraten. Das Problem betraf aber nur die Leuchtmittel die kein Schutzglas besaßen. Aufgrund dieser Untersuchung soll jetzt offensichtlich überprüft werden, ob man Hochvolt-Leuchtmittel ohne Schutzglas nicht besser vom Markt nimmt. Eine elektrische Gefahr besteht wohl nicht, jedoch die Gefahr, daß du von Glassplittern getroffen wirst, oder glühende Teile den Teppich entzünden. Zu deiner Sicherheit solltest du vielleicht doch lieber in den sauren Apfel beißen, und die Marken-Leuchtmittel mit Schutzglas kaufen.
Gruß
Michael
Hallo Frank,
ich kann Dir dazu einiges aus Erfahrung sagen. Ich arbeite in ener Firma, die sich hauptsächlich mit Leuchtmitteln beschäftigt. Ich bearbeite bei uns die Reklamationen.
Der genannte Fernsehbericht bezog sich aber auf Import-Lampen mit G9-Sockel, du verwendest ja Lampen mit GU10-Sockel. Die GU10-Lampen haben ja im Gegensatz zu G9-Lampen ein Schutzglas. Bei Lampen mit Schraubgewind gibt es verschiedene Versionen (single-envelope und double-envelope).Allerdings dürfen G9-Lampen wiederum nur in Leuchten mit Leuchtenseitigem Schutzglas betrieben werden. Bei Importfabrikaten ist die Ausfallrate sehr hoch, sei es bei Kaltlichtspiegellampen, Stiftsockellampen oder bei Hochvolt-Halogenlampen (GU10, E27, R7s oder G9). Zum anderen sind diese Importfabrikate oft nur für 220V ausgelegt. Da man aber meist eine Spannung von 230-240V, teilweise sogar leicht über 240V, im Haushalt vorfindet, geben diese Lampen oft frühzeitig den Geist auf. Merke: 5% Überspannung = 50% weniger Lebensdauer. Leider gab es auch schon Produktpiraterie in diesem Bereich. Irgendwelche Leute brachten billigste Import-Lampen mit Osram Aufdruck und in gefälschter Osram Verpackung auf den deutschen Markt.
Ich habe schon die tollsten Reklamationen gesehen, da wirds echt gefährlich. Da muss es echt feinste Glassplitter gehagelt haben.
D hilft wirklich nur, auf qualitativ deutlich bessere Markenfabrikate zu achten. Im Bereich der GU10-Lampen würde ich Osram oder Sylvania empfehlen.
Gruss Sebastian
Hallo
Stromtechnisch hast Du ja die Sicherung…
Gruß Armin
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Vorschlag
Hi!
Ich habe die ganze Wohnung damit voll.
Keine Probleme.
Überall Dimmer von Busch/Jaeger vorgeschaltet, gibt ´n schöneres Licht.
Gruß, Sputki