230v Geräte am 120v Netz

Hallo zusammen, bin seit einigen Wochen in Canada. Da ich mehrere Elektrogeräte (230V) aus Deutschland mit gebracht habe betreibe ich die im Moment über einen Spannungswandler. In unserem Motel fand ich zwei Geräte (eine Kaffemaschine und eine Heißmangel von Miele) die über eine 230V Steckdose betrieben werden. Der Anschluß sieht folgendermaßen aus. Dreipolige Steckdose 1x Schutz bzw. Erde 1x 120v rechts und 120v links. Im Gerät ist dann 1x120v auf Phase geklemmt und die andere 1x120v auf N(ull). Das Gerät funktioniert einwandfrei. Am Hausanschlußkasten wird mit 2x 120v und 1x Erde angefahren. Ich will jetzt Deutsche Steckdosen nach dem gleichen Prinzip aufbauen. Jetzt die Frage geht das bei allen Geräten oder kriegt ich bei bestimmten Probleme. Ich denke da an Geräte mit Motor. Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte
Danke Dirk

Hallo,

Völlig ohne Gewähr - das hat ein Bekannter mit allen seinen Heimwerker-Maschinen so gemacht und es ging einwandfrei. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die höhere Frequenz Probleme machen könnte.

Cheers, Felix

Hallo Dirk,
und ob du Probleme kriegen kannst, etwa explodierende Mikrowellengeräte.
In Canada ist die Netzfrequenz nämlich überall 60Hz. Also aufpassen das auf dem Typenschild 50-60Hz draufsteht.
Die Netzspannung in Canada ist ganz unterschiedlich. Gewöhnlich ist sie 110V oder 120V, aber in manchen Häusern findet man auch schon 220V.

Gruß
Acuario

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Hallo,

Die Netzspannung in Canada ist ganz unterschiedlich.
Gewöhnlich ist sie 110V oder 120V, aber in manchen Häusern
findet man auch schon 220V.

Wo hast Du das her?
Gruß
loderunner

Hallo,
ich wußte es noch aus der Zeit, als ich ein Jahr in Kanada gearbeitet habe. Damals waren es noch 110/220V, teilweise nur 110V oder nur 120V
Ich habe extra für dich nochmal nachgesehen, jetzt sind es schon 120/240V und die 110V gibt es nicht mehr. So wie es bei uns auch keine 220V mehr gibt.

Aber wichtig zu wissen für das Urposting sind doch die 60Hz, das mit 120V hat er ja gewusst und auch gesagt.

http://en.wikipedia.org/wiki/Mains_power_systems

Gruß
acuario

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Hallo,

Die Netzspannung in Canada ist ganz unterschiedlich.
Gewöhnlich ist sie 110V oder 120V, aber in manchen Häusern
findet man auch schon 220V.

Wo hast Du das her?
Gruß
loderunner

Hallo,
ich wußte es noch aus der Zeit, als ich ein Jahr in Kanada
gearbeitet habe. Damals waren es noch 110/220V, teilweise nur
110V oder nur 120V
Ich habe extra für dich nochmal nachgesehen, jetzt sind es
schon 120/240V und die 110V gibt es nicht mehr. So wie es bei
uns auch keine 220V mehr gibt.

Aber wichtig zu wissen für das Urposting sind doch die 60Hz,
das mit 120V hat er ja gewusst und auch gesagt.

Jo das ist schon richtig. Ich war 2006 dort. Ich war damals auch ein wenig geknickt, das ich nur wenige Geräte, wie zum Beispiel meinen Reise-DVD Player nicht anschließen konnte. Oder eher gesagt, nicht wollte. Ich hatte auch ein wenig bedenken damal.

Gruß Michael

Nochmals Hallo zusammen, danke für die schnelle und hilfreiche beantwortung. Die Sache mit der Frequenz war ein guter Tipp. Jetzt weiß ich auch warum meine Stichsäge nicht wirklich „rund“ läuft am Spannungswandler. Die Säge ist für 50Hz, aber sie sägt trotzdem und das genügt mir. Problematisch wird es bestimmt bei „elektronischen“ Geräten wie Fernseher Mirco PC. Darum geht es mir aber nicht. Das meiste Werkzeug von mir hat 50-60Hz. Hab aber gerade auf meinen Hausanschlußkasten geschaut 120/240V 2xPhase, 1xNull, 1xErde. Der ist schon einige Jahre alt. Aktuelle Werte Phase zu Null 123V, Phase zu Phase 245V. Das dürfte die Diskussion über die tatsächliche Spannung beenden. Danke nochmals ist bis jetzt echt klasse im Forum. See you later (Wie der Canadier sagt)
Dirk

Hallo,

Ich habe extra für dich nochmal nachgesehen, jetzt sind es
schon 120/240V und die 110V gibt es nicht mehr. So wie es bei
uns auch keine 220V mehr gibt.

Und dort eben auch nicht - 240V ist nicht 220V und auch nicht 230V. Also Vorsicht mit den 220V-Steckdosen. Die kleinen Steckernetzteile mittels Steckeradapter daran anzuschließen kann schnell mal zum Brand führen.
Gruß
loderunner

Hallo,

Ich habe extra für dich nochmal nachgesehen, jetzt sind es
schon 120/240V und die 110V gibt es nicht mehr. So wie es bei
uns auch keine 220V mehr gibt.

Und dort eben auch nicht - 240V ist nicht 220V und auch nicht
230V.

Wichtig wäre zun wissen, wie hoch die Toleranzen dort sind. Bei uns für 230V gebaute Geräte müssen reale 240V ab können. Wenn aber da drüben die 240V zu Schwachlastzeiten auf über 250V gehen, wird es eng.
Steckernetzteile mit Trafo sind recht unproblematisch. Getaktete Netzteile haben oft Weitbereichseingänge, die z.B. von 100-240V 50/60Hz problemlos arbeiten. Typenschild beachten.
Motore laufen drüben schneller, aber durch die höhere Frequenz ist die Impedanz der Spulen auch höher, somit werden sie eher an mangelndem Drehmoment kränkeln als an Überstrom sterben.