wir haben an unseren Altbau einen Anbau mit Flachdach…
Dieser Anbau hat aber nur 24er Aussenwände, was ja ein bißchen
wenig ist…
Kommt auf das Material an und auf die Nutzung.
Was kann ich am besten von innen machen um die Dämmwirkung zu
verbessern???
Innendämmung ist vom Feuchtetransport her immer sehr heikel, vor allem, wenn auch noch ein Bad rein soll. Ohne fachliche Beratung vor Ort würde ich das nicht angehen, um so mehr, als die Dämmebene dann auch noch mit der Installationsebene (nebst etlicher Durchdringungen) kompatibel sein muss. Und dann hängt es mit davon ab, wie die innere Wandverkleidung sein soll (Putz, Tapete oder Keramik).
Schau mal vorab bei Foamglas.de, eine Innendämmung mit Schaumglasplatten bleibt immer schimmelfrei, da sie absolut wasserdampfdicht ist, ist aber nicht ganz billig. Wär vielleicht ein Lösungsansatz.
Schau mal hier rein und informiere Dich,was grundsätzlich machbar ist.
Innendämmung ist aber noch spezieller als Außendämmung und gehört in jedem Fall in fachliche Hand. Es müssen nämlich auch die Übergänge an Decke zur Wand und von Wand an die Fensterleibung mit keilförmigen Übergangsstücken gedämmt werden.
Das sieht man dann später auch als Schräge.
Und im Bad muss m.E. die gesamte Installation weg von der Außenwand und auf eine ungedämmte Innenwand umgelegt werden.
(Dieser materialeigene Wasserdampfdiffusions-Widerstandswert
bildet zusammen mit der Materialdicke den Sd-Wert. Der μ-Wert müsste in der DIN EN 12542 stehen.)
Ergänzung aus der geltenden Bemessungsnorm
Nach DIN V 4108-4 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden –
Teil 4: Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte“,
Tabelle 2, Zeile 5.6 und deren Fußnote f für den Richtwert der
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl µ:´"praktisch dampfdicht, DIN EN 12086 oder DIN EN ISO 12572: s_d ≥ 1500 m"
Danke, das ging ja fix:
Ich habe es auch gerade in der Fußnote der EN 4108-4 gefunden.
Jetzt müssen wir nur noch einen Tipp geben,
wie die Fugen und seitlichen Anschlüsse abgedichtet werden können,
damit der Wasserdampf nicht seitlich vorbei drückt.
Hält das das Klebeband für Dampfbremsfolien?
Ist eine Versiegelungsmasse für Laien leichter zu verarbeiten?
Und was ist mit der relativ weichen Oberfläche des Foamglases?
Hier passe ich ausnahmsweise,
weil ich mit diesem Material keine eigenen Erfahrungen gesammelt habe.
Jetzt müssen wir nur noch einen Tipp geben,
wie die Fugen und seitlichen Anschlüsse abgedichtet werden
können,
damit der Wasserdampf nicht seitlich vorbei drückt.
Nach meiner Kenntnis „drückt“ Wasserdampf nicht, wie das ein Gas täte.
Die Fugen werden bei Feuchtebeanspruchung bituminös verklebt.
Hält das das Klebeband für Dampfbremsfolien?
Ist eine Versiegelungsmasse für Laien leichter zu verarbeiten?
Ich gehe nicht davon aus, dass hier ein sich überschätzender Heimwerker anfragt, sondern jemand, der eine Orientierung will, welches machbare Methoden der Innendämmung sind.
Und was ist mit der relativ weichen Oberfläche des Foamglases?
Das bekommt einen Deckputz/Verspachtelung und anschließend einen keramischen Wandbelag oder GiKa-Platten.
moin, und schon mal danke für die raschen und kompetenten antworten…
ich mein das das mit Dämmung von innen so eine Sache für sich ist, habe ich ja gewußt, aber das man da sooo viel zu beachten hat ist ja wahnsinn…
ich dachte an so eine ganz einfache Lösung wie z.B
von innen „einfach“ eine 11,5er Gasbeton vor stellen, den Zwischenraum zur Aussenwand mit Mörtel zu machen, um somit eine Wandstärke von ca. 36-40cm zu bekommen, ohne luftschicht oder ähnliches…
bitte belehrt mich eines Besseren, wenn das voll der Fusch ist was mir da eingefallen ist…