27 Prozent mehr!

Hallo,

27 Prozent mehr Gehalt gab sich der Siemensvorstand!!!
Quelle: Pro7 Nachrichten vom 17.01.02
Das wurde ja mal Zeit, daß man auch andere Nachrichten sendet, die von Interesse sind.

Und den kleinen Mann wird vorgejammert das er zu teuer ist!

Ralf

27 Prozent mehr Gehalt gab sich der Siemensvorstand!!!
Quelle: Pro7 Nachrichten vom 17.01.02
Das wurde ja mal Zeit, daß man auch andere Nachrichten sendet,
die von Interesse sind.

Und den kleinen Mann wird vorgejammert das er zu teuer ist!

Hallo Ralf,

wenn sich der Siemens-Vostand solche Gehaltserhöhung genehmigte, war das zumindest im Moment taktisch ungeschickt. Es macht aber den Kohl nicht fett. Wenn dagegen 100.000 Siemens-Mitarbeiter wegen harten Stuhlgangs täglich eine Minute länger auf dem Firmenklo sitzen und alle Mitarbeiter beim gemütlichen Schlendern von und zur Kantine je eine Minute länger brauchen, damit also jeder Mitarbeiter monatlich eine Stunde verdaddelt, kommt bei einem Stundensatz von 100 DM ein Sümmchen von 120 Mio im Jahr heraus. Mit anderen Worten: Masse macht man mit Masse.

Du könntest natürlich auch auf die Idee kommen, Abführpillen an die Siemens-Mitarbeiter zu verteilen, um so deren Sitzungszeiten auf dem Klo zu verkürzen. Wie die Rechnung oben zeigt, ist der Konzern dann binnen kurzer Zeit saniert.

Gruß
Wolfgang

27 Prozent mehr Gehalt gab sich der Siemensvorstand!!!
Quelle: Pro7 Nachrichten vom 17.01.02
Das wurde ja mal Zeit, daß man auch andere Nachrichten sendet,
die von Interesse sind.

Und den kleinen Mann wird vorgejammert das er zu teuer ist!

Hallo Ralf,

wenn sich der Siemens-Vostand solche Gehaltserhöhung
genehmigte, war das zumindest im Moment taktisch ungeschickt.
Es macht aber den Kohl nicht fett. Wenn dagegen 100.000
Siemens-Mitarbeiter wegen harten Stuhlgangs täglich eine
Minute länger auf dem Firmenklo sitzen und alle Mitarbeiter
beim gemütlichen Schlendern von und zur Kantine je eine Minute
länger brauchen, damit also jeder Mitarbeiter monatlich eine
Stunde verdaddelt, kommt bei einem Stundensatz von 100 DM ein
Sümmchen von 120 Mio im Jahr heraus. Mit anderen Worten: Masse
macht man mit Masse.

Du könntest natürlich auch auf die Idee kommen, Abführpillen
an die Siemens-Mitarbeiter zu verteilen, um so deren
Sitzungszeiten auf dem Klo zu verkürzen. Wie die Rechnung oben
zeigt, ist der Konzern dann binnen kurzer Zeit saniert.

Hallo Wolfgang,

ganz unrecht hast du nicht, aber der Vorstand bekommt doch schon soviel Geld. Wofür? Doch nicht für die Schaffung von Arbeitsplätzen, die teilweise noch Sub… werden?

Gruß
Ralf

…mit dem Gerede von den Arbeitsplätzen?

Guten Morgen Rolf!

…aber der Vorstand bekommt doch
schon soviel Geld. Wofür? Doch nicht für die Schaffung von
Arbeitsplätzen…

Über Arbeitsplätze und deren Schaffung wird viel von wirtschaftlichem Unverstand geprägter Unsinn geredet. Es ist nicht die primäre Aufgabe von Firmenleitungen, Arbeitsplätze zu schaffen. Die primäre Aufgabe von Chefs - egal ob im Kleinbetrieb oder an einer Konzernspitze - ist das Geldverdienen. Dabei werden Arbeitsplätze geschaffen, wenn dies dem Ziel dient. Sobald ein Arbeitsplatz aber mehr Geld kostet als er einbringt, muß der Arbeitsplatz verschwinden, um nicht als ertragsverschlingendes Loch den ganzen Betrieb zu belasten.
Wenn bei Opel oder Siemens soundsoviele tausend Jobs wegfallen, die sich nicht mehr tragen, machen die Chefs ihren Job. Genau dafür werden sie bezahlt. Der Schluß, sie würden für den Arbeitsplatzabbau bezahlt, ist aber auch falsch. Sie werden dafür bezahlt, betriebliche wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Wer die Beschäftigung möglichst vieler Menschen zum betrieblichen Ziel erklärt, steuert den Laden auf geradem Weg in die Insolvenz.

Wer mehr Arbeitsplätze wünscht, ist bei den großen Massenherstellern von Konsumgütern an der falschen Adresse. Aber solche Diskussion gehört nicht in dieses Brett.

Gruß
Wolfgang

2 „Gefällt mir“

Woher kommt der Irrtum…

Wahrscheinlich durch „gute Ausbildung“.

Aber ist es nicht richtig, daß sehr große Firmen riesige Zuschüsse vom Staat kassieren?
Ist es nicht richtig, dass große Firmen über den Mangel gut ausgebildetet Leute klagt?
Warum bilden sich die Firmen den Bedarf nicht selber aus?
Wer hat in den letzten Jahren geschlafen?

Ralf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…können wir hier nicht in wenigen Postings wälzen. Wir kommen nämlich gerade von Hölzchen auf Stöckchen.

Hallo Ralf,

auch noch so hohe Mittel aus öffentlicher Kasse dürfen keinen Betrieb veranlassen, unwirtschaftliche Tätigkeiten und Arbeitsplätze am Leben zu erhalten. Subventionen, die angeblich der Schaffung von Arbeitsplätzen dienen, fördern allenfalls Mitnahmeeffekte. Ein Beispiel: In der Investitionsgüterindustrie der Branchen E-Technik, Maschinenbau, technische Optik muß ein gesunder Betrieb etwa 120.000 € pro Mitarbeiter und Jahr umsetzen. Es gibt staatliche Zahlungen zur Eingliederung schwer vermittelbarer Arbeitsloser in der Größenordnung von etwa 10.000 bis 20.000 € pro Kopf. Wenn der Bewerber also wirtschaftlich nicht sinnvoll einsetzbar ist, nützen auch die paar „Groschen“ Staatssegen nichts, denn woher soll der Rest kommen?

Viele andere Subventionen halte ich ebenfalls für überflüssig. Da werben sich die Bundesländer mit Millionenaufwand gegenseitig die Betriebe ab. Standortungebundene Betriebe handeln betriebswirtschaftlich und nehmen die Förderung mit. Sie haben es mit Beamten und Politikern zu tun, die ihrerseits nicht volkswirtschaftlich denken, sondern ihre Eitelkeit pflegen. Sie können sich zu Hause vor die Mikrofone stellen und erzählen, sie hätten „Arbeitsplätze geschaffen“.

So viel wollte ich gar nicht schreiben. Es gehört thematisch nicht in dieses Brett. Und mit der noch nicht angerissenen Ausbildungssituation könnte man Bibliotheken füllen. Es beginnt bei der Situation von Kleinkindern, ihrer Förderung durch die Eltern und deren Willen und Möglichkeiten; geht über die Kindergärten, die Schulsituation bis hin zu einer allgemein fehlenden Kultur des Lernens in diesem Lande. Ein gerade ausgebildeter Mensch wird erst einmal zum Bund geholt, um dort eine zeitlang zu vergammeln. Der Bundestag bewilligt beliebige Beträge zur Realisierung grenzenloser Solidarität, aber durch Schuldächer regnet es durch und manches Uni-Institut unterscheidet sich in seiner Ausstattung kaum vom Deutschen Museum. Schließlich ist nach meiner persönlichen Beobachtung der Anteil pensionsfixierter beamteter Schlafmützen im gesamten System von der Grundschule bis zur Universität zu groß. Engagierte Kollegen können sich in der Grundschule mit riesigen Klassen nicht um den einzelnen Schüler kümmern. Viele Eltern scheren sich einen Sch***dreck um ihre Brut. Ihnen sind Mallorca, die Schrankwand mit beleuchtetem Barfach in Eiche rustikal und das nächste Auto einfach wichtiger. Die Kinder werden vor laufendem Fernseher abgestellt. Deren Wortschatz und gesamte geistige und soziale Entwicklung entspricht dann eben Viva und RTL.

Nee, es bringt nichts, auf die Betriebe zu schimpfen. Der Wurm sitzt tiefer.

Gruß
Wolfgang

3 „Gefällt mir“

…können wir hier nicht in wenigen Postings wälzen. Wir
kommen nämlich gerade von Hölzchen auf Stöckchen.

Hallo Ralf,

auch noch so hohe Mittel aus öffentlicher Kasse dürfen keinen
Betrieb veranlassen, unwirtschaftliche Tätigkeiten und
Arbeitsplätze am Leben zu erhalten. Subventionen, die
angeblich der Schaffung von Arbeitsplätzen dienen, fördern
allenfalls Mitnahmeeffekte. Ein Beispiel: In der
Investitionsgüterindustrie der Branchen E-Technik,
Maschinenbau, technische Optik muß ein gesunder Betrieb etwa
120.000 € pro Mitarbeiter und Jahr umsetzen. Es gibt
staatliche Zahlungen zur Eingliederung schwer vermittelbarer
Arbeitsloser in der Größenordnung von etwa 10.000 bis 20.000 €
pro Kopf. Wenn der Bewerber also wirtschaftlich nicht sinnvoll
einsetzbar ist, nützen auch die paar „Groschen“ Staatssegen
nichts, denn woher soll der Rest kommen?

Viele andere Subventionen halte ich ebenfalls für überflüssig.
Da werben sich die Bundesländer mit Millionenaufwand
gegenseitig die Betriebe ab. Standortungebundene Betriebe
handeln betriebswirtschaftlich und nehmen die Förderung mit.
Sie haben es mit Beamten und Politikern zu tun, die ihrerseits
nicht volkswirtschaftlich denken, sondern ihre Eitelkeit
pflegen. Sie können sich zu Hause vor die Mikrofone stellen
und erzählen, sie hätten „Arbeitsplätze geschaffen“.

So viel wollte ich gar nicht schreiben. Es gehört thematisch
nicht in dieses Brett. Und mit der noch nicht angerissenen
Ausbildungssituation könnte man Bibliotheken füllen. Es
beginnt bei der Situation von Kleinkindern, ihrer Förderung
durch die Eltern und deren Willen und Möglichkeiten; geht über
die Kindergärten, die Schulsituation bis hin zu einer
allgemein fehlenden Kultur des Lernens in diesem Lande. Ein
gerade ausgebildeter Mensch wird erst einmal zum Bund geholt,
um dort eine zeitlang zu vergammeln. Der Bundestag bewilligt
beliebige Beträge zur Realisierung grenzenloser Solidarität,
aber durch Schuldächer regnet es durch und manches
Uni-Institut unterscheidet sich in seiner Ausstattung kaum vom
Deutschen Museum. Schließlich ist nach meiner persönlichen
Beobachtung der Anteil pensionsfixierter beamteter
Schlafmützen im gesamten System von der Grundschule bis zur
Universität zu groß. Engagierte Kollegen können sich in der
Grundschule mit riesigen Klassen nicht um den einzelnen
Schüler kümmern. Viele Eltern scheren sich einen Sch***dreck
um ihre Brut. Ihnen sind Mallorca, die Schrankwand mit
beleuchtetem Barfach in Eiche rustikal und das nächste Auto
einfach wichtiger. Die Kinder werden vor laufendem Fernseher
abgestellt. Deren Wortschatz und gesamte geistige und soziale
Entwicklung entspricht dann eben Viva und RTL.

Nee, es bringt nichts, auf die Betriebe zu schimpfen. Der Wurm
sitzt tiefer.

Nach reichlicher Überlegung: Du hast Recht!
Also wozu noch Kindergeld und Mutterschutz? (Sind wir nicht schon Überbevölkert? Könnte sich die BRD ohne Importe noch ernähren?)
Wozu Schulpflicht für permanente Unterrichtsstörer und/oder die Lehrer beleidigen?
Warum werden Kinder mit Waffen oder Drogen in die Schule gelassen?
Im Gegenzug sollte man natürlich Eltern finanziell unterstützen, deren Kinder die Gesamtnote (außer Sport das liegt nicht jeden) sehr gut bringen und sich noch sozial betätigen.

Ich denke wir sollten die Suche nach Ausserirdischen aufgeben, solange wir die einfachsten Probleme nicht lösen können.

Gruß
Ralf

Hallo,Ralf!

Ich bin so ein kleiner Mann bei Siemens und kann euch allen sagen die „Vorstände drehen am Rad“

Und die drücken allen ihren Willen auf obwohl die Entscheidungen gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen.

Bei uns ist in einigen Bereichen die Personaldecke so dünn ,daß wir Qualitätsprobleme kriegen.

Du wirst so mit Aufgaben überhäuft,daß du deine Arbeit gar nicht mehr schaffen kannst.

Es wird nur noch reagiert,vorrausschauendes Arbeiten ist nicht mehr möglich.

Folge sind Streß,Mobbing und Demotivation.

Siemens Meßlatte heißt General Electric.

Aber so gut wie die können wir gar nicht werden,weil in Deutschland ganz andere Arbeitsgesetze gelten.

Das geht von Arbeitsschutz über Kuendigungsschutz bis zum Umweltschutz ,wo man in der BRD einfach mit mehr Kosten rechnen muß.

Es ist halt nicht möglich gewinnmäßig mit den Ami`s mitzuhalten.

Außer für unsere Vorstände,siehe Gehälter.

MfG

zwille

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

27 Prozent mehr Gehalt gab sich der Siemensvorstand!!!
Quelle: Pro7 Nachrichten vom 17.01.02
Das wurde ja mal Zeit, daß man auch andere Nachrichten sendet,
die von Interesse sind.

Und den kleinen Mann wird vorgejammert das er zu teuer ist!

Ralf

Hallo,Ralf!

Ich bin so ein kleiner Mann bei Siemens und kann euch allen
sagen die „Vorstände drehen am Rad“
Und die drücken allen ihren Willen auf obwohl die
Entscheidungen gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen.

Das habe ich schon sehr oft gesehen!
Z.B. werden Projektleiter eingesetzt die von der Thematik keine Ahnung haben, woraus sich wochenlange Sitzungen ergeben.

Bei uns ist in einigen Bereichen die Personaldecke so dünn
,daß wir Qualitätsprobleme kriegen.
Du wirst so mit Aufgaben überhäuft,daß du deine Arbeit gar
nicht mehr schaffen kannst.
Es wird nur noch reagiert,vorrausschauendes Arbeiten ist nicht
mehr möglich.
Folge sind Streß,Mobbing und Demotivation.

Genau, das ist der Punkt der geringen Produktivität den der Vorstand bemängelt, aber nicht nach den Ursachen sucht.

Siemens Meßlatte heißt General Electric.

Was ist das besondere der General Electric?
Kannst du etwas mehr schreiben?

MfG
Ralf

Link :Unternehmenspolitik bei GE
Hallo,Ralf!

Lese dir mal diesen Artikel durch:

http://www.welt.de/daten/2001/06/17/0617wi261236.htx

Ich hoffe das führt zu einem besseren Verständnis der Thematik.

MfG

zwille

Hallo Zwille,

vielen Dank für dein Link.

http://www.welt.de/daten/2001/06/17/0617wi261236.htx

Das liest so als würde General- Electric die Weltwirtschaft wesentlich beeinflussen. Jede Firma die interessant genug ist wird von denen aufgekauft.
Allein durch diese Macht können die ihre eigene Aktien manipulieren.
Zukunft? …

MfG
Ralf