3 Betriebssysteme - geht das?

Hi,

ich hätte da mal wieder eine Frage und bin schon mal gespannt (und dankbar) auf eure Antworten.

Als Student komme ich ja in den Genuss von Gratisbetriebssystemen mit off. Lizenzen und deswegen wollte ich jetzt auf windows7 umsteigen. Bis hier hin wär das ja kein Problem und das würd ich auch noch allein hinbekommen. Zusätzlich würd ich aber gern noch ein 32Bit XP installieren. Wieso? Im Moment läuft bei mir Vista als 64 Bit Version und ich bin bestens zufrieden. Das Problem liegt bei der Fritzbox. Die netten Leute von AVM sind zwar so fleißig, dass sie es schaffen mehr als ein halbes Jahr vor dem win7 Launch Treiber für eben dieses System anzubieten, aber nicht einen einzigen für irgendein 64 Bit System. Die FritzBox selber nutzen wir für diese Heimnetz geschichten eigentlich oft. Die Drucker-Scanner Kombi hängt auf jeden Fall dran und öfter auch mal ein USB-Speicher. Das konnte ich jedoch nicht mehr nutzen, als ich auf 64Bit umgestiegen bin, weil es keinen entsprechenden Support von AVM gibt, ich könnte zwar über „Umwege“ den Drucker nutzen, den Scanner und die USB-Platte könnten aber alle anderen im Netz dann nicht mehr nutzen. Im Moment renn ich dann immer mit meinen Daten zum Notebook meiner Freundin und drucke von da aus. Nicht die optimale Lösung, find ich auf jeden Fall. Deswegen also das zweite OS (und falls noch andere Kompabilitätsprobleme auftreten wollen, kann man ja nie wissen).

Dann würde ich gerne noch, und das aus reiner Neugier, Linux installieren. Der Hauptgrund ist, dass ich mich mit Linux gar nicht auskenn und ich das gern ändern würde. Außerdem wird das OpenSource Angebot da ja scheinbar immer größer und als (zweites) Zweit-Betriebssystem zum experimentieren kann das ja nicht schaden (auch oder gerade weil die momentanen GB-Preise mir da ja auch keinen Strich durch die Rechnung machen).

Was mich jetzt interessiert, bevor ich anfange, ist, ob ich so etwas wie einen Bootmanager/-loader brauchen würde oder ob der vom Bios (Phoenix, ACPI Bios, Rev 1305) oder vielleicht von Windows (ich meine, dass es damals bei der Installation von Vista+XP so etwas gab) automatisch gegeben ist!?

Und muss ich jedes System auf eine eigene Partition installieren!? Das würd ich nämlich auch gern vermeiden. Im Moment hab ich eine SystemPartition mit 40 GB und 2 weitere für Programme und Daten.

Wenn ich jetzt meine ursprüngliche Partition bentutzen kann, wie muss ich dann vorgehen? Erst Win7 installieren? erst einen Bootmanager?

Und was noch interessant wäre? Wenn ich mein Office oder andere Programme sowohl unter Win7 als auch unter XP nutzen wollen würde, müsste ich dass dann 2x installieren?

Danke euch allen schon mal…

Hallo,
gerade zum testen bietet es sich an, virtuelle maschinen zu verwenden.
gruß

ps http://www.virtualbox.org/ oder guck mal nach vmware

Hallo Flo

Was mich jetzt interessiert, bevor ich anfange, ist, ob ich so
etwas wie einen Bootmanager/-loader brauchen würde oder ob der
vom Bios (Phoenix, ACPI Bios, Rev 1305) oder vielleicht von
Windows (ich meine, dass es damals bei der Installation von
Vista+XP so etwas gab) automatisch gegeben ist!?

Rein prinzipiell ist es kein Problem, mehrere Windows-Versionen und Linux parallel zu installieren. Am einfachsten geht das, wenn Du in folgender Reihenfolge installierst: XP, Vista, Win7, Linux. Dann sollten die jeweils bereits vorhandenen Systeme erkannt werden und Du hast dann die Wahl, ob Du upgraden oder parallel installieren willst. Jedenfalls bei den Windows-Versionen.

Und muss ich jedes System auf eine eigene Partition
installieren!? Das würd ich nämlich auch gern vermeiden. Im
Moment hab ich eine SystemPartition mit 40 GB und 2 weitere
für Programme und Daten.

Warum möchtest Du separate Partitionen vermeiden? Wobei es AFAIK möglich sein sollte, die Windows-Versionen auf der selben Partition zu installieren. Bei Linux brauchst Du zwingend mindestens eine extra Partition, da Linux andere Dateisysteme (ext2, ext3, reiserfs…) verwendet. Richte einfach eine FAT32-Partition ein, um Daten zwischen Windows und Linux zu kopieren.

Und was noch interessant wäre? Wenn ich mein Office oder
andere Programme sowohl unter Win7 als auch unter XP nutzen
wollen würde, müsste ich dass dann 2x installieren?

Wenn Du eine Partition einrichtest, auf die Du bei allen Windows-Versionen die Programme installierst, müsste es klappen, dass sich der Platzbedarf in Grenzen hält. Aber Du musst die Programme, die Du unter XP, Vista und 7 verwenden willst, 3x installieren. Oder 2x wenn es nur Vista und 7 sein soll oder so. Wegen der Registry-Einträge…

Such auch mal im Internet nach Anleitungen und weiteren Informationen zu diesem Thema.

CU
Peter

Das ist interessant für die XP Geschichte um zu drucken usw. Aber wenn ich das richtig verstanden hab, starte ich doch dann Betriebssystem-2 aus Betriebssystem-1 heraus oder nicht? Geht dabei denn nicht dann extrem viel Performance drauf? In Linux einzusteigen ist momentan für mich gerade so attraktiv, weil es scheinbar brauchbare Audio-und Video Editoren geben soll, und dafür sind freie Resourcen ja eigentlich nie schlecht oder?

Warum möchtest Du separate Partitionen vermeiden? Wobei es
AFAIK möglich sein sollte, die Windows-Versionen auf der
selben Partition zu installieren. Bei Linux brauchst Du
zwingend mindestens eine extra Partition, da Linux andere
Dateisysteme (ext2, ext3, reiserfs…) verwendet. Richte
einfach eine FAT32-Partition ein, um Daten zwischen Windows
und Linux zu kopieren.

Hi…

dann heißt das wahrscheinlich auch, dass ich meine MP3’s z.B. einmal auf einer NTFS-Platte (Partition) für Windows und nochmal auf einer anderen mit anderem Dateisystem für Linux liegen haben muss? Das würde mir dann schon fast wieder den Sonntag-morgendlichen Wind aus den Segeln nehmen.

dann heißt das wahrscheinlich auch, dass ich meine MP3’s z.B.
einmal auf einer NTFS-Platte (Partition) für Windows und
nochmal auf einer anderen mit anderem Dateisystem für Linux
liegen haben muss?

Mittlerweile kann Linux NTFS lesen und schreiben. Ich habe das allerdings noch nicht selber ausprobiert, daher weiss ich nicht, wie zuverlässig das schon klappt. Wenn Du aber MP3 etc., also Daten, die Du unter Windows und Linux gleichermassen nutzen möchtest, auf eine FAT32-Partition legst, klappt der Zugriff auf jeden Fall.

Was die Virtualisierung angeht: Klar, so ein virtueller Rechner belegt RAM und wenn Du damit arbeitest, CPU-Leistung. Aber bei heutigen Rechnern klappt das eigentlich recht gut. Am besten probierst Du es mal aus, VirtualPC und VirtualBox gibts ja kostenlos.

CU
Peter

Die frage ist, für was brauchst du die leistung? wenn du mal damit arbeitest ist es was anderes, aber gerade wenn man sich was das erste mal ansieht wird man es eben nicht ideal hinbekommen.
gruss

Hallo Peter,

Mittlerweile kann Linux NTFS lesen und schreiben. Ich habe das
allerdings noch nicht selber ausprobiert, daher weiss ich
nicht, wie zuverlässig das schon klappt.

Funktioniert zuverlässig und praxistauglich, großes Ehrenwort.

Viele Grüße
Marvin

Hallo Flo,

In Linux
einzusteigen ist momentan für mich gerade so attraktiv, weil
es scheinbar brauchbare Audio-und Video Editoren geben soll

Linux ausprobieren ist immer eine gute Idee, aber brauchbare Video-Editoren unter Linux? Da würde ich eher zu spezialisierten Distributionen wie z.B. Ubuntu Studio
http://ubuntustudio.org/
DreamLinux
http://www.dreamlinux.com.br/
LinuxMCE
http://www.linuxmce.com/
oder Mythbuntu
http://www.mythbuntu.org/
greifen, wenn es dir tatsächlich nur oder überwiegend auf Multimedia ankommt.

Viele Grüße
Marvin

Hallo Auchfalls,

Wenn Du aber MP3
etc., also Daten, die Du unter Windows und Linux
gleichermassen nutzen möchtest, auf eine FAT32-Partition
legst, klappt der Zugriff auf jeden Fall.

Aber nur, wenn die Dateien kleiner 4GiByte sind.
Andernfalls macht FAT nicht mehr mit.

MfG Peter(TOO)