30 Jahre Geld anlegen - welche Möglichkeiten gibts

Hallo zusammen,

folgender Fall.

Ich möchte für meinen Junior (*12,05,09) ein Art Konto einrichten, wo ich monatlich 50 Euro einzahlen werde.
Laufzeit 30 Jahre, dh er kann erst mit 30 Jahren drauf zugreifen. Hat den Grund, damit der Bengel mit 19 nicht losläuft, sich n Auto oder ähnliches holt.

Meine Hochrechnung - wenn ich 30 Jahre lang - jedes Monat 50 Euro einzahle, müssen am Ende mindestens 18,000 Euros vorhanden sein.

Frage ist - wie siehts aus wenn ich sterbe. Bzw. welche verschiedene Möglichekeiten gibt es ???

Jede Bank verkauft das eigene Produkt als das „BESTE“ …

Danke und schönes Wochenende

hallo kopfkino,

die frage „was gibt es alles und was ist das beste“ ist nahezu unmöglich zu beantworten. warum?

  1. es fehlen wesentliche informationen zur anlage, wie z.b. möglichkeit der ratenaussetzung, sicherheit der anlage, mindestverzinsung bzw. ertrag, möglichkeit der kündbarkeit, flexibilität der ratenhöhe, wechselnde anlageschwerpunkte (aktien? renten? beides?), steuerliche aspekte, vertrauenswürdigkeit des emittenten etc.pp.
  2. möglichkeiten gibt es - je nach beantwortung unter pkt. 1 - nahezu unbegrenzt. einige banken, versicherungen, institute bieten insbesondere anlagen mit langen laufzeiten an
  3. je nachdem, wie pkt. 1 und 2. beantwortet werden, kann man dann das gros der möglichkeiten eingrenzen. dann kann man anhand einer persönlichen prio-liste weiter eingrenzen. zum schluß bleiben bestenfalls 2, 3 produkte übrig, aus denen man dann wählt

einzig hinsichtlich der „vererbbarkeit“ gibt´s keine großen probleme, wenn geklärt ist, wer kontoinhaber ist! ist der sproß von beginn an kontoinhaber, dann gehört ihm das geld ab dem 18 lebensjahr, daran führt kein weg vorbei. meine mutter hatte das so gelöst, daß mein neffe von der existenz dieses sparvertrags nix wußte, bis er fällig und zur auszahlung kam. da war die überraschung groß :wink:
ist der sproß nicht kontoinhaber, dann ist das unter berücksichtigung der gesetzlichen erbfolge regelbar. testamentarisch sollte man das dann über ein vermächtnis regeln.
viele banken/institute bieten hierzu auch entsprechende vereinbarungeun für den todesfall an („verfügung zugunsten dritter für den todesfall“ etc.).

meine empfehlung: sich vorher gedanken machen, was genau man will udn warum, dann einen versierten berater des vertrauens aufsuchen (bank, freier vermögensberater, etc.). das lohnt den aufwand allemal!

bei der gelegenheit: unter berücksichtigung des zinseszinseffektes, des steuerfreibetrags und der gesetzlichen abschlagssteuer von 25%, aber ohne berücksichtung des persönliches steuersatzes sollte man, je nach durchschnittsverzinsung der anlage (hier angenommen zwischen 3 und 5%), auf ein guthaben zwischen 30 und 40tsd euro kommen nach 30 jahren!. 18tsd ist da deutlich zu wenig!

gruß, boris

hallo kopfkino,

die frage „was gibt es alles und was ist das beste“ ist nahezu
unmöglich zu beantworten. warum?

  1. es fehlen wesentliche informationen zur anlage, wie z.b.
    möglichkeit der ratenaussetzung, sicherheit der anlage,
    mindestverzinsung bzw. ertrag, möglichkeit der kündbarkeit,
    flexibilität der ratenhöhe, wechselnde anlageschwerpunkte
    (aktien? renten? beides?), steuerliche aspekte,
    vertrauenswürdigkeit des emittenten etc.pp.

Ratenauszahlung nur im Notfall (also nicht kurzfristig etc) keien Kündbarkeit, ratenhöhe konstant 50 Euro.

  1. möglichkeiten gibt es - je nach beantwortung unter pkt. 1 -
    nahezu unbegrenzt. einige banken, versicherungen, institute
    bieten insbesondere anlagen mit langen laufzeiten an
  1. je nachdem, wie pkt. 1 und 2. beantwortet werden, kann man
    dann das gros der möglichkeiten eingrenzen. dann kann man
    anhand einer persönlichen prio-liste weiter eingrenzen. zum
    schluß bleiben bestenfalls 2, 3 produkte übrig, aus denen man
    dann wählt

einzig hinsichtlich der „vererbbarkeit“ gibt´s keine großen
probleme, wenn geklärt ist, wer kontoinhaber ist! ist der
sproß von beginn an kontoinhaber, dann gehört ihm das geld ab
dem 18 lebensjahr, daran führt kein weg vorbei. meine mutter
hatte das so gelöst, daß mein neffe von der existenz dieses
sparvertrags nix wußte, bis er fällig und zur auszahlung kam.
da war die überraschung groß :wink:
ist der sproß nicht kontoinhaber, dann ist das unter
berücksichtigung der gesetzlichen erbfolge regelbar.
testamentarisch sollte man das dann über ein vermächtnis
regeln.
viele banken/institute bieten hierzu auch entsprechende
vereinbarungeun für den todesfall an („verfügung zugunsten
dritter für den todesfall“ etc.).

meine empfehlung: sich vorher gedanken machen, was genau man
will udn warum, dann einen versierten berater des vertrauens
aufsuchen (bank, freier vermögensberater, etc.). das lohnt den
aufwand allemal!

Tja - war nun bei vier Banken - jede erzählte da Blaue vom Himmel - …

bei der gelegenheit: unter berücksichtigung des
zinseszinseffektes, des steuerfreibetrags und der gesetzlichen
abschlagssteuer von 25%, aber ohne berücksichtung des
persönliches steuersatzes sollte man, je nach
durchschnittsverzinsung der anlage (hier angenommen zwischen 3
und 5%), auf ein guthaben zwischen 30 und 40tsd euro kommen
nach 30 jahren!. 18tsd ist da deutlich zu wenig!

gruß, boris

Hallo Boris - glaub ich bilde mir die eierlegende WOllmilchsau ein :smile:

hab mal meine Angaben vervollständigt … lauf immernoch auf dünnem Eis mit meinen Gedanken …

hab von meinem Versicherungs-babe mir etwas ausrechnen lassen

  • vorteile seh ich hierbei

  • garantierte 46.000 euro nach 30 jahren - konstant mit 50 euro im monat

  • jederzeit was hinzuzahlbar

muss jetzt erstmal klären, wie es sich mit der verseuerung verhält …

hab von meinem Versicherungs-babe mir etwas ausrechnen lassen

  • vorteile seh ich hierbei

  • garantierte 46.000 euro nach 30 jahren - konstant mit 50
    euro im monat

  • jederzeit was hinzuzahlbar

muss jetzt erstmal klären, wie es sich mit der verseuerung
verhält …

Moin Kopfkino,

46.000 Euro in 30 Jahren? Garantiert??? - Das möchte ich sehen!!

Das wären immerhin stolze 5,65 % Effektivverzinsung pro Jahr nach Kosten! Sorry, das halte ich für absolut unglaubwürdig.

Ein Artikel von vielen zu dieser Thematik:
http://www.wiwo.de/finanzen/lebensversicherungen-auf…

Davon mal abgesehen, halte ich die Idee einen Vertrag für den Junior abzuschließen, der vor dem 30. Lebensjahr möglichst keine Auszahlung erlaubt, für nicht besonders passend.

Ich bin selber Vater von drei Kindern und das was wir für die Kids zurücklegen, läuft so lange auf unseren Namen, wie wir das für richtig halten. Wenn unsere Kinder einen wirklich guten Grund haben sollten, das Geld bereits vorher zu brauchen, möchte ich nicht durch langfristige Vertragsbindungen und unmögliche Kostenstrukturen ausgebremst werden.

Wir legen das Geld der Kinder übrigens in Aktienfondssparpläne (Emerging Markets) und Private Equity Fonds an. Des weiteren haben Sie Anteil an unserem eigenen Depot, das noch deutlich breiter diversifiziert (also gestreut) ist. Eine Versicherung ist übrigens aus gutem Grund nicht dabei!

Garantiert ist hierbei natürlich nichts, aber auf Garantien gebe ich nach den Entwicklungen in den letzten 2 Jahren ohnehin nichts mehr. Die Sicherheit kommt ausschließlich durch die Streuung. Je breiter, desto besser.

Was Du bei all Deinen Recherchen übrigens nicht vergessen solltest, ist die Frage nach der Inflation. Die Zeiten der niedrigen Inflationsraten sind aus meiner Sicht schon bald vorbei und es gibt deutliche Hinweise darauf, dass eine hohe Inflation durchaus im Sinne der Regierung sein wird. Anders ist dieser astronomisch hohe Schuldenberg kaum zu reduzieren.

Siehe u.a. auch hier:
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/thom…

Andere Volkswirt rechnen in der Spitze sogar mit bis zu 15% Inflation pro Jahr. Das kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen, aber eine Geldentwertung im Bereich zwischen 5-10% p.a. halte ich für sehr wahrscheinlich. Wer also diesen Wert nach Abzug von Kosten und Steuern mit seinen Investments nicht erreicht, hat null Rendite. Im schlimmsten Fall, reduziert sich der Wert des angelegten Geldes sogar zusehends. Und das gilt insbesondere für Versicherungen, die den Löwenanteil Ihres Deckungsstocks (Geld der Versicherten) in festverzinsliche Wertpapiere investieren, die nicht inflationsgeschützt sind.

Nur mal so ein Dankansatz :wink:

Gruß aus Südniedersachsen
Stephan Heddinga

1 „Gefällt mir“

Am besten gar nicht.
Hallo,

Du bist ganz schön mutig darauf zu vertrauen, dass es in den nächsten 30 Jahren keine Hyperinflation gibt.
Die Form des Sparvertrags ist egal, in dreißig Jahren gibt es ohnehin wahrscheinlich nur ein langes Gesicht und bittere Enttäuschung.

Wenn Du heimlich eine Spardose nimmst und sie regelmäßig mit kleinen Goldmünzen fütterst, wird Dir später Dein Stammhalter dankbar sein.

Gruß Gerold