Nimm nicht alles ernst, was hier gesagt wird
Hallo,
einfache Frage an Dich zurück:
Die Krankheiten, die ein Mensch bekommt sind im Durchschnitt immer gleich, unabhängig von der Wahl seiner PKV! Die Behandler, die er dann aufsucht, sind im Durchschnitt gleich, die Behandlungen auch, ergo auch die Kosten.
Wenn jemand die PKV günstiger anbietet, dann ist er entweder schlechter in der Leistung oder in der Kalkulation.
Die Stornowahrscheinlichkeit könnte höher kalkuliert sein, oder das Wachstum ist zurzeit überproportional oder etc.
Die Gesellschaften die in der Vergangenheit weniger angepasst haben - also die beitragsstabileren, die sind die, die als nächstes anpassen müssen.
Du kannst vielleicht drei Jahre sparen, aber Du wirst dreißig Jahre drauf zahlen.
Bevor Du wechselst oder Dir jemand einen Wechsel vorschlägt - Thema Behandlung ohne Diagnose - solltest Du ersteinmal sagen, wie lange Du bei welcher Gesellschaft in welchem Tarif bist.
Dann kommt die Krankengeschichte - also die Diagnosen, die Dein Arzt in den Akten hat, nicht die, die er Dir genannt hat.
In der Regel wirst Du immer jemanden finden, der Dir zurzeit irgendetwas billger verkaufen kann, das wird aber niemals nachhaltig sein.
Du kannst nicht gegen die Beitragsanpassung vorgehen, nicht mit dem Paragraphen.
Du kannst aber die Anpassung anzweifeln, jedoch mit sehr geringem Erfolg. Die BAP Klausel wurde erst vor kurzem vom BGH überprüft und teilweise verworfen. Das was jetzt gilt ist ganz aktuell und wird von den Gesellschaften auch eingehalten. Du müsstest aber einen sehr spezialisierten Anwalt finden, der die Klage in der richtigen Systematik aufbaut. Es wird eine sehr teure Stufenklage werden. Fraglich ist, ob Du Beweise findest, die die BAP nichtig machen würde.
P.S.: Der genannt Satz 10% mehr Kosten als kalkuliert ist nicht richtig. Bereits ab 5% Abweichung kann man anpassen.
Viele Grüße
Thorulf Müller
[email protected]
Viele Grüße
Thorulf Müller
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