Hallo.
Ich frage mich seit einigen Wochen, ob das 3D Fernsehen eigtl. eine wirkliche so große Neuerung ist.
Und zwar gab es vor einigen Jahren auf VOX oder Kabel 1 eine Doku-Reihe die man mit einer 3D-Brille auch in 3D sehen konnte auf einem normalen Fernseher. Ohne Brille sah man ein normales Fernsehbild. Somit frag ich mich natürlich worin nun der große unterschied zwischen der damaligen und der heutigen technik besteht.
Merci für die Aufklärung.
Gruß
Michael
Hallo Michael,
der wesentliche Unterschied ist, dass die 3D-Sendungen wirklich zwei Bilder liefern, die für den räumichen Eindruck erforderlich sind. D.h. eins für das linke und eins für das rechte Auge. Die Bildtrennung erfolgt über die Shutter-Brillen.
Die Sendungen, die Du meinst, nutzten den Pulfrich-Effekt. Dieser erzeugt zwar auch einen Raumeindruck, ist aber i.s.s. ein pseudo-3D-Verfahren.
Hier wird der Effekt dadurch erzeut, dass durch ein dunkleres Glas (Folie) die Bildverarbeitung im Gehirn zeitlich versetzt stattfindet. Es funktioniert nur wenn die Kamera sich besegt!
M. E. ist das Hauptproblem, dass es noch sehr wenige wirklich 3D-Sendungen gibt. Es werden zwar „normale“ Filme aufbereitet, aber das ist schlicht eine Täuschung, auch wenn der Effekt durchaus gut sein kann.
Ebenso ist die Notwendigkeit einer Brille sehr störend. „Freisichtige“ Verfahren, d.h. ohne Brille, sind meines Wissens bislang nur im Laborstadium und haben den Nachteil, dass sie auf einen sehr genau definierten Beobachtungsplatz eingeschränkt sind.
Die Erzeugung des räumlichen Eindruckes ist eigentlich alt, such mal unter „Stereoskopie“, „Raumbild“.
Gruß Volker