3D-Visualisierung von Messdaten

Hallo,

ich habe mit einem 3-D-Scanner Messdaten von einer Oberfläche aufgenommen. Nun suche ich eine Möglichkeit, diese Messdaten dreidimensional zu visualisieren. (nur Freeware/Open Source)

Ich habe eine Oberfläche vermessen. Die Messdaten liegen in einem ASCII-Textformat vor, das 4 Spalten enthält. Die ersten beiden Spalten enthalten die X- bzw. Y-Koordinaten. Die dritte Spalte enthält die Z-Koordinate, also die Höhe (bei den Koordinaten X und Y). Die vierte Spalte enthält die „Farbe“, die der Messpunkt hat (Werte von 0 bis 100 oder von 0 bis 255). Das sieht dann so aus:

0 -18497.4 68.7316894531 13.76953125 
0 -18496.9 68.45703125 13.8427734375 
0 -18496.4 68.524169921 13.818359375 
1.000000 -18486.9 68.70727539063 15.258789
1.000000 -18486.4 68.4448242187 15.161132 

und so weiter. Die Spalten sind durch Tab getrennt.
Das gesamte File enthält ca. 1 Mio. Messpunkte und ist ca. 100 MB gross.

Diese Daten würde ich gerne in einem 3-D-Diagramm darstellen. Excel und Co. scheitern natürlich an der Menge der Messdaten. Ich habe es mit gnuplot versucht, was auch funktioniert, aber viel zu langsam ist. Allerdings würde ich gerne die 3-D-Darstellung drehen und von allen Seiten betrachten können. Ich stelle mir da zum Beispiel so ein 3-D-Modelling-Programm vor, in dem ich meine Messdaten importieren kann.

Das Programm muss aber zwingend Freeware oder Open Source sein.

Kennt jemand eine Möglichkeit, meine Messdaten entsprechend darzustellen?

Danke für Eure Hilfe,
Alex

Hi Alex,

falls Du keine andere Lösung findest, die genau auf
die Visualisierung von Messdaten spezialisiert ist,
versuche mal das hier:

  1. Deine Messdaten umwandeln in das DXF - Format:

zum Beispiel hiermit:
http://www.dxfmagic.de/

da gibts ne 30 Tage Testversion, das Programm wandelt wohl
unter anderem ASCII-Text-Tabellen in DXF Flächen um.
Wahrscheinlich musst Du die Daten bisschen umstricken, damit
das Programm mit klarkommt, aber das sollte nicht so das grosse
Problem sein.

-> In Blender 3D kann man in Phyton auch selbst ein Importscript
schreiben, weiss ja nicht ob Du programmierst. Dort kannst Du
dann beim Import jeweils an einer x,y,z Koordinate z.B. ein
kleines Dreieck hinsetzen. Man könnte die Daten auch nach
x-Koordinaten sortieren und Querschnitte erstellen. Dazu muss
man sich dann aber schon ein bisschen in das Thema einarbeiten.

Für einmal ne Grafik machen wohl übertrieben :wink:

  1. Lad Dir ne Rendersoftware/3D Modeller runter
    z.B. http://www.blender.org/ (freeware)
    der kann DXF importieren

Alternativ gibts auch Demos von kommerziellen Programmen.
Die reichen ja auch, wenn Du nur mal ne Grafik machen willst.

http://www.maxon.net/pages/dyn_files/dyn_htx/htx/wel…
hier kann man unter Downloads / Demos nach Registrierung
eine Demo von Cinema4D downloaden…

Habs natürlich mangels Daten nicht ausprobiert, aber so
würde ich versuchen an ne 3D Grafik zu kommen ohne
entsprechendes Programm. Denke die 3D-Modeller sollten
entsprechenden PC vorausgesetzt durchaus mit ner Million
Punkten klarkommen.

LG Alex

Hi, Alex,

super - vielen Dank für Deine Antwort.

So ähnlich habe ich mir das vorgestellt, nur wusste ich nicht wie oder womit. Ich werde zuerst DXFMagic ausprobieren und dann die Daten in Blender importieren.

Problem sein.

-> In Blender 3D kann man in Phyton auch selbst ein
Importscript
schreiben, weiss ja nicht ob Du programmierst. Dort kannst Du
dann beim Import jeweils an einer x,y,z Koordinate z.B. ein
kleines Dreieck hinsetzen. Man könnte die Daten auch nach
x-Koordinaten sortieren und Querschnitte erstellen. Dazu muss
man sich dann aber schon ein bisschen in das Thema
einarbeiten.

Für einmal ne Grafik machen wohl übertrieben :wink:
Hmm, ja, ich programmiere schon ein wenig, ich schaue erstmal ob ich mit der ersten Methode hinkomme…

Vielen Dank nochmal für Deine Ausführungen, ich werde alles alsbald möglich ausprobieren und dann berichten.

Viele Grüße,
Alex :wink:

Hi,

ich habe jetzt mal alles ausprobiert. Leider hat es nicht so geklappt, wie ich es mir gewünscht habe. Ich glaube, ich habe mir da etwas zuviel vorgenommen.

Die Umwandlung der Daten war schon ein Problem, DXF-Magic hat die Daten nicht „gefressen“. AUch Accutrans3D, ein ähnliches Programm, scheiterte.
Und Blender ist in der Tat relativ kompliziert, ich habe leider keine Zeit, mit da hereinzuarbeiten.

Trotzdem vielen Dank für Deine Tips.

Ich benutze nun gnuplot, womit ich eine relativ gute (allerdings statische) Darstellung erhalte.

Hier habe ich zum Testen eine CD-Oberfläche gescannt (1µm Auflösung):

http://www.bilder-speicher.de/07051512970837.vollbil…
http://www.bilder-speicher.de/07051512951406.vollbil…

Danke und viele Grüße,
Alex

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