Hallo Hans-Jürgen
Nun mach ich häufiger Flugsimulation und die ist sehr anspruchsvoll.
FS X ist bekannt (berüchtigt) dafür, dass er enorm hohe Anforderungen stellt und auch auf gut ausgerüsteten Systemen noch ruckelt. Google mal etwas danach…
Ich also in den Elektronikmarkt und gefragt, ob ich das
aufrüsten könnte. Die lapidare Antwort: Ja, schon, ist noch
eine Bank frei, bringt aber nüscht, da im 32-Bit-System nur 3
GB angesprochen werden. Das BIOS erkennt zwar 4 GB, aber Vista
nutzt dies nicht.
Ich hoffe, dass bei Deinem Elektronikmarkt nicht alle Mitarbeiter so schlecht informiert sind. Ansonsten würde ich entweder den Markt wechseln oder zumindest mit Fachfragen anderswo hingehen…
Windows Vista in der 32bit-Version kann, wie eigentlich jedes 32bit-OS, 4GB RAM adressieren. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass von diesen 4GB Adressraum ein Teil vom System für die virtuelle Abbildung von Geräten wie Grafikkarte etc. benötigt werden. Deswegen sind dann in der Praxis nur ca. 3,5GB wirklich nutzbar. Der Rest liegt wegen diesem Memory-Mapping brach.
Es ist im Prinzip das gleiche Problem wie zu Zeiten von XT-PCs mit der 640KB-RAM-Grenze und den Problemen, RAM jenseits von 640KB zu adressieren. Man erinnere sich an ‚Extended‘ und ‚Expanded‘ Memory…
In diesem Artikel (englisch) wird das recht gut erläutert:
http://www.dansdata.com/askdan00015.htm
Jetzt könnte man (wie in einer anderen Antwort bereits gemacht wurde) empfehlen, auf die 64bit-Version von Vista zu wechseln. Aber so einfach ist es dann auch wieder nicht. Nur damit man 4GB RAM vollständig nutzen kann, lohnt sich das nicht, denn das Bisschen Vorteil wird dadurch weggefressen, dass Windows selber und auch jede 64bit-Software ‚fetter‘ ist und mehr Ressourcen benötigt als die 32bit-Versionen.
Hinzu kommt, dass Du sehr genau prüfen musst, ob Deine gesamte Hard- und Software unter Vista 64bit läuft oder ob Du gewisse Geräte oder einige Programme vergessen kannst, weil sie z.B. mangels Treiber nicht funktionieren.
Ach ja, 32bit-Software hat keinen Vorteil davon, wenn sie unter einem 64bit-OS läuft. Diese Software kann deswegen auch nicht mehr RAM ansprechen. Somit müsstest Du den FSX auch in einer 64bit-Version zulegen, so es das gibt.
Wie Du in diesem Artikel:
http://www.tomshardware.com/de/Microsoft-Windows-Vis…
nachlesen kannst, lohnt sich die 64bit-Version eigentlich erst so ab 8GB RAM…
Er meint, es wäre eine Verbesserung, wenn ich ein GB
rausnehme und das durch 2*512 MB ersetze. Das ist zwar
„materiell“ genausoviel, aber dann wäre auf jeder Seite
gleichviel und es wäre eine Verbesserung.
Naja, damit spricht er den sogenannten ‚Dual Channel-Modus‘ an, mit dem der RAM etwas schneller angesprochen werden kann. Aber ich denke nicht, dass das einen so grossen Unterschied ausmacht.
Du solltest Dich also eher darüber informieren, welche sonstigen Möglichkeiten es gibt, dem FSX Beine zu machen. Etwa durch Reduzieren der Auflösung und/oder der grafischen ‚Schmankerl‘ wie Anti-Aliasing und wie das Zeug alles heisst. Oder vielleicht gibt es ja auch einen Patch, der die Performance verbessert.
CU
Peter