4-jähriger hüstelt beim Laufen - Asthma?

Hallo,

mein kleiner Sohn (4) hüstelt seit einiger Zeit, sobald er so ca. 20 Meter gelaufen ist. Er rennt dabei weiter, es scheint ihn nicht zu stören. Im Gegenteil, er ist zur Zeit ganz versessen auf’s Rennen, was er vorher nie war (wohl weil er motorisch noch nicht so weit war und leicht hingefallen ist). Das Hüsteln wird während des Rennens nicht schlimmer. Eigentlich eher im Gegenteil, nach einer Weile ist es fast ganz weg.

Was könnte das sein? Ich war bei 3 verschiedenen Ärzten und habe 3 verschiedene Meinungen bekommen. Von „gar nichts machen“ bis zu Cortison + bronchienerweiternde Medikamente (Viani 25/125) + Singulair.

Mein Sohn hustet übrigens fast gar nicht tagsüber oder nachts, solange er sich nicht anstrengt. So bis zu 4 x / 24 Stunden, würde ich sagen. Wenn er dann hustet, dann ist es auch nur ein einzelnes Hüsteln.

Die gesamte Asthma-Diagnostik haben wir durch. Die Ergebnisse der Lungenfunktionstests waren bei den 3 Ärzten allerdings so unterschiedlich, daß ich das Gefühl habe, daß sie nicht aussagekräftig sind. Mein Sohn ist ja erst 4 Jahre alt und hat noch nicht so wirklich geschnallt, was er tun muß. Er hatte teilweise nicht mal den Mund um das Mundstück geschlossen.

Kann man denn nicht irgendwie feststellen, ob er Asthma hat oder nicht? Es gibt doch Akut-Sprays. Wenn er das nimmt, müßte das Hüsteln dann ausbleiben, wenn er rennt und das Husten asthma-bedingt ist?

Ich wäre Euch für Euren Rat dankbar.

Gruß,
S.

Kann man denn nicht irgendwie feststellen, ob er Asthma hat
oder nicht? Es gibt doch Akut-Sprays. Wenn er das nimmt,
müßte das Hüsteln dann ausbleiben, wenn er rennt und das
Husten asthma-bedingt ist?

Hi

Alles halb so schlimm. Wenn ich mich beim Laufen zu sehr anstrenge und am Hecheln bin, dann muss ich auch manchmal husten :wink:

Wenn es doch Asthma sein SOLLTE, sei doch froh, dass er ohne Medikamente klarkommt.

Wenn es schlimmer wird, kann man immer noch was unternehmen. Die Asthmatiker, die ich kenne, kriegen von ihrem Arzt die Medikamente auch nur gereicht mit dem Satz „… wenn Sie es brauchen“. Asthma wird nicht schlimmer, wenn man es nicht behandelt und diese Medikamente haben auch Nebenwirkungen, die man nur in Kauf nimmt, wenn es wirklich eine Erleichterung verschafft, Spray o.ä. zu benutzen.

Was noch abzukären wäre, wurde ein Allergietest gemacht (mit Blutuntersuchung vielleicht sogar)? Wurde auf Lungenentzündung gecheckt? Diese können manchmal ziemlich untypische Symptome hervorbringen (ich hatte auch mal eine und hatte so gut wie keinen Husten)

Falls sich daraus nichts ergibt, und das Kind keine Asthmaanfälle bekommt usw. dann würd ich es abwarten. Gerade so kleine Kinder haben auch oft Infekte, aber das ist völlig normal.

Viel Trinken, viel an der frischen Luft, Bewegung, möglichst wenig Luftverschmutzung (so parfümüberhäufte Wohnungen wo in jedem Raum nen „Lufterfrischer“ steht gehört auch dazu) und gerade in der Erkältungszeit und bei trockener Luft kann auch mal ein Dampfbad hilfreich sein, schaden tuts jedenfalls nicht. Falls er das mitmacht, ich fands als Kind sehr nervig :wink:

Grüße

Karana

Wenn es doch Asthma sein SOLLTE, sei doch froh, dass er ohne
Medikamente klarkommt.

UNd sollte es wirklich ein Asthma sein, dann macht man eben ein neues Kind.

Wenn es schlimmer wird, kann man immer noch was unternehmen.

Natürlich, beim engetreteten irreparablen Herz- oder oder Lungenschaden kann man immer noch etwas unternehmen. Aber bis dahin soll man sich doch das Vergnügen eines richtigen Asthmas gönnen.

Die Asthmatiker, die ich kenne, kriegen von ihrem Arzt die
Medikamente auch nur gereicht mit dem Satz „… wenn Sie es
brauchen“.

Und das ist: Immer. Oder haben Sie diesen Satz gerade erst erfunden?

Asthma wird nicht schlimmer, wenn man es nicht

behandelt

Das ist richtig, man kann höchstens daran sterben. Haben Sie veilleicht mal einen Beleg für diese dumme Ansicht?

und diese Medikamente haben auch Nebenwirkungen, die

man nur in Kauf nimmt, wenn es wirklich eine Erleichterung
verschafft, Spray o.ä. zu benutzen.

An diesem Punkt ist man aber schon so ziemlich erledigt.

Was noch abzukären wäre, wurde ein Allergietest gemacht (mit
Blutuntersuchung vielleicht sogar)? Wurde auf Lungenentzündung
gecheckt? Diese können manchmal ziemlich untypische Symptome
hervorbringen (ich hatte auch mal eine und hatte so gut wie
keinen Husten)

Falls sich daraus nichts ergibt, und das Kind keine
Asthmaanfälle bekommt usw. dann würd ich es abwarten. Gerade
so kleine Kinder haben auch oft Infekte, aber das ist völlig
normal.

Um nun etwas vernünftiges zu sagen ( mein Adrenalinspiegel ist bei diesen Aussagen ziemlich gestiegen):

Wenn Verdacht auf Asthma besteht, muß das Kind einem Pulmologen vorstegellt werden. Punkt.

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Hi,

Asthma wird nicht schlimmer, wenn man es nicht
behandelt

Ich kann mich als Laie (aber erfahrene Mutti) Priamos nur anschließen. Bei meinem älteren Sohn wurde in seiner Kindheit Asthma nicht erkannt. Der Arzt bastelte an Diagnosen wie Pseudokrupp (war damals „modern“) oder chronischer Bronchitis rum. Damit wurden entscheidende Behandlungen versäumt, die ihm sein späteres Leben mit Asthma sehr erleichtert hätten.

Zum UP: Mein asthmatischer Sohn läuft Marathon und hat im Juli den Iron-Man vor sich. Er sagte mir, dass das Asthma beim Laufen nicht auftritt. Ob das zu verallgemeinern ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen.

Gruß,
Anja

Ich kann mich als Laie (aber erfahrene Mutti) Priamos nur
anschließen. Bei meinem älteren Sohn wurde in seiner Kindheit
Asthma nicht erkannt. Der Arzt bastelte an Diagnosen wie
Pseudokrupp (war damals „modern“) oder chronischer Bronchitis
rum. Damit wurden entscheidende Behandlungen versäumt, die ihm
sein späteres Leben mit Asthma sehr erleichtert hätten.

Ich will Asthma nicht verharmlosen - nur wie die besorgte Mutter berichtete, sind die Symptome (noch) sehr schwach, das Kind hat, soweit ich das richtig verstanden habe, nur leichte (!) Atembeschwerden/Husten bei Anstrengung. Das kann auch bei nem gesunden auftreten.

Da noch nie ein richtiger Asthmaanfall aufgetreten ist und die Ärzte wohl so auch nichts rausfinden (daher hab ich ja extra nochmal auf Lungenentzündung/Blutuntersuchung/Allergietest hingewiesen) braucht man sich auch keine übertriebenen Sorgen machen.

Grüße

Karana

Wenn es doch Asthma sein SOLLTE, sei doch froh, dass er ohne
Medikamente klarkommt.

UNd sollte es wirklich ein Asthma sein, dann macht man eben
ein neues Kind.

Hä? Was soll das denn jetzt heißen?

Wenn es schlimmer wird, kann man immer noch was unternehmen.

Natürlich, beim engetreteten irreparablen Herz- oder oder
Lungenschaden kann man immer noch etwas unternehmen. Aber bis
dahin soll man sich doch das Vergnügen eines richtigen Asthmas
gönnen.

Ärzte hören im Allgemeinen Lunge und Herz ab. Wenn da alles okay ist, wo ist das Problem? Man kann den Teufel auch an die Wand malen… Das Kind hat doch sonst offenbar keine Probleme? Kreislaufschwäche, Blauanlaufen, schwere Atemnot?

Die Asthmatiker, die ich kenne, kriegen von ihrem Arzt die
Medikamente auch nur gereicht mit dem Satz „… wenn Sie es
brauchen“.

Und das ist: Immer. Oder haben Sie diesen Satz gerade erst
erfunden?

Ein Asthmatiker, der halbwegs auf seine Medikamente eingestellt ist und nicht unter schwerem Asthma leidet, nimmt nicht unbedingt täglich Medikamente, sondern nur dann, wenn es erforderlich ist. Bei leichtem Husten nach Anstrengung würd ich nem Kleinkind jedenfalls keine Chemiekeule in die Bronchien stopfen. Zumal die Diagnose Asthma wackelig ist.

Das ist richtig, man kann höchstens daran sterben. Haben Sie
veilleicht mal einen Beleg für diese dumme Ansicht?

Man kann auch an nem Wespenstich sterben, wenn man nicht weiß, dass man allergisch ist. Darum sollte man niemals nach draußen gehen und wenn dann nur mit Imkerausrüstung???

Was schlägst du denn vor, was man mit dem Kind jetzt anstellen sollte, wenn er in potenzieller Lebensgefahr ist, von jetzt auf gleich an nem schweren Asthmaanfall zu krepieren (wo man auch immer sofort abkratzt weil man von jetzt auf gleich keine Luft mehr kriegt)?

Oder müssen jetzt alle Eltern, die ein hustendes Kind haben, mit einem Asthma-Notfallset rumlaufen?

und diese Medikamente haben auch Nebenwirkungen, die

man nur in Kauf nimmt, wenn es wirklich eine Erleichterung
verschafft, Spray o.ä. zu benutzen.

An diesem Punkt ist man aber schon so ziemlich erledigt.

Von wie vielen Fällen Asthma ist einer dabei, der ohne vorausgehende Anfälle/schwere Zeichen von Asthma plötzlich an einem Asthmaanfall direkt „erledigt“ ist?

Falls sich daraus nichts ergibt, und das Kind keine
Asthmaanfälle bekommt usw. dann würd ich es abwarten. Gerade
so kleine Kinder haben auch oft Infekte, aber das ist völlig
normal.

Um nun etwas vernünftiges zu sagen ( mein Adrenalinspiegel ist
bei diesen Aussagen ziemlich gestiegen):

Wenn Verdacht auf Asthma besteht, muß das Kind einem
Pulmologen vorstegellt werden. Punkt.

Da hab ich nichts gegen gesagt. Ein normaler Kinderarzt wird aber auch in der Lage sein, so einen Verdachtsfall selbst zu überweisen. Witzigerweise scheinen sich die Experten ja selbst nicht einig, der eine sagt Asthma, der andere nicht und die Tests sind nicht schlüssig gewesen (von wegen das Kind hat nicht das gemacht, was die Ärzte wollten, weil es schlicht noch zu klein ist).

Wem willst du also Glauben schenken? Dem einen Arzt, der direkt Chemiekeule reinkippen will, oder dem anderen, der erstmal auf Abwarten plädiert, weil noch nichts eindeutiges vorgefallen ist?

Grüße

Karana

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Ich schließe mich dem Fazit an.

Hab als Kind immer so gekeucht bzw. gehüstelt. Meine Mum hätte nie gedacht, dass ich unter Belastungs-Asthma leide.

Wir wurden dafür mit ein paar Wochen Kur belohnt, was ich immernoch gut in Erinnerung habe. Wir fahren sogar dieses Jahr nochmal an die Nordsee, um dort Urlaub zu machen!

Lass dein Kind einfach bei einem Lungenfacharzt checken. Das bringt keinen um und hilft deinem Kind.

Das Husten ging weg, die Belastung beim Sport war trotzdem noch da. Bei zu hoher Belastung bekomme ich sehr schlecht Luft, mein Kopf wird extrem rot und ich pfeife beim Atmen.

Aber Sport ist wichtig, das hilft der Lunge. Daher lass dein Kind ruhig Rennen.

Grüße

Melo Chan

Hallo Karana,

Wenn Verdacht auf Asthma besteht, muß das Kind einem
Pulmologen vorstegellt werden. Punkt.

Da hab ich nichts gegen gesagt. Ein normaler Kinderarzt wird
aber auch in der Lage sein, so einen Verdachtsfall selbst zu
überweisen.

sollte er, ja. Dummerweise tun dies aber längst nicht alle Ärzte, aus welchen Gründen auch immer, deshalb sollte man in dieser Hinsicht selbst aktiv werden und sich selbst drum kümmern: sprich sich eine Überweisung geben lassen und einen Termin bei einem Lungenfacharzt machen.

Witzigerweise scheinen sich die Experten ja selbst
nicht einig, der eine sagt Asthma, der andere nicht und die
Tests sind nicht schlüssig gewesen (von wegen das Kind hat
nicht das gemacht, was die Ärzte wollten, weil es schlicht
noch zu klein ist).

wurde er von einem Facharzt untersucht? Also einem Pulmologen? Denn nur allein z.B. von abhorchen, Blutbild kann ein (beginnendes) Asthma nicht festgestellt werden, und um es überhaupt feststellen zu können, kann man durchaus gezielte Untersuchungen, auch bei Kleinkindern, durchführen, die manchmal auch langwieriger sein können und spielerisch kann man auch einem 4-jährigen Knirps beibringen, was zu tun ist, bestenfalls wenn man sich selbst mit einbringt.

Die Sorgen der Eltern sind berechtigt, wenn man bei mir frühzeitig die richtige Diagnose gestellt hätte, wäre mir sicher vieles erspart geblieben, heute bin ich auf tägliche starke Medikamente angewiesen.

Grüße

Kieckie

Hallo,

danke für Eure Antworten. Ich war mit meinem Kind bei zwei Kinderärzten und bei einem Pneumologen. Der Pneumologe möchte die Keule geben und sagt, die Bronchien seien deutlich verengt. Bin nur sehr skeptisch, weil ein richtiger Lungenfuntkionstest eben gar nicht möglich war (da hatte er das Mundstück zumindest teilweise gar nicht richtig im Mund und dann ist geht natürlich Luft daneben = Lungenvolumen scheint gering).

Allergietest (Prick) wurde auch gemacht. Er war positiv bei Schimmelpilzen. Mag ja sein, aber er hat keinen allergischen Schnupfen und der müßte ja auch da sein, wenn er allergisch wäre.

Wenn es Belastungsasthma wäre: Müßte der Husten dann weg sein, wenn er vorher mit Salbutamol sprayt? Wir haben das Dosieraerosol da - wie ist das bei Euch Belastungsasthmatikern?

Gruß,
S.

Hallo Anja,

was hatte denn Dein Sohn für Symptome damals? Wie wird denn sein Asthma heute eingstellt - so daß er völlig symptomfrei ist, also auch kein Husten vorkommt? Atemnot hat mein Sohn wie gesagt gar nicht. Was hätte denn Dein Sohn damals kriegen müssen? Cortison oder auch bronchienerweiternde Mittel?

Gruß,
S.

Hallo Melo Chan,

hast Du denn dann damals Medikamente bekommen? Nimmst Du heute welche? Oder ist Dein Asthma auch ohne Medikamente nicht schlimmer geworden?

Ich habe nur Angst, daß sein Asthma schlimmer wird. Vor einem Anfall habe ich keine Angst - dazu neigt er nicht. Er hat bereits Infektasthma, hatte aber nie wirklich Luftnot, wobei er mit einer Bronchitis natürlich auch nie Sport gemacht hat und ich deshalb nicht weiß, ob er hätte rennen können.

Gruß,
S.

Hallo,

ich benutze selbst das Salbutamol-Spray, es erweitert die Lungengefäse das stimmt. Der Hustenreiz ist bei mir trotzdem noch da und die vermehrte Schleimbildung ebenfalls. Aber es lindert die Symptome schon etwas und ich bin leistungsfähiger. Ohne könnte ich schon beim Sport mitmachen, aber nur mit starkem Husten, Lungenschmerzen und einer pfeifenden Atmung. (Ich bin jetzt 20 und der Sport in meiner Schule ist ja anders)

Belastungsasthma kann aber auch von psychischen Problemen kommen. Ich bekam es vor allem durch die ständigen Streiteren und die Scheidung meiner Eltern (war 6 Jahre alt).

Das Spray ist nicht zur dauerhaften Behandlung gedacht, lediglich nur kurz vor dem Sport.

Kann mich noch erinnern, dass ich ein Spray mit Kortison hatte und meinen Mund danach immer gründlich ausspühlen musste.

Mit 17 habe ich Ventolair Dosieraerosol verschrieben bekommen. Bekomme aber im momentan Tabletten, da diese einfach schneller wirken sollen.

Ich muss ehrlich sein, dass ich schon seit einem viertel Jahr keine mehr brauche, weil meine Atemschwierigkeiten so gut wie verschwunden sind. Habe trotzdem noch alle Medikamente zuhause, falls wieder zu viel Stress und damit das Asthma aufkommt. Achja die Tabletten heißen Singulair (10mg Filmtabletten).

Mein jetztiges Belastungsasthma unterscheidet sich von dem, welches ich als Kind hatte. Im Moment ist es so, dass ich leicht huste und nur sehr schwer Luft bekomme, wenn ich Belastungen ausgesetzt bin. Je tiefer ich einatme, desto schlimmer wird es eigentlich und Rückenschmerzen und Müdigkeit sind die Folge.

Als Kind war ich ständig am Keuchen. Also hab immer so leicht gehustet. Als ob man kurz und schnell ausatmen würde.

Was wirklich geholfen hat, waren die drei Wochen Kur auf Norderneye. Frag doch mal beim Kinderarzt nach, ob er nicht eine Kur verschreiben kann.
Wenn Werte einer schlechten Lungenfunktion vorliegen, dann denke ich schon, dass die Krankenkasse es genehmigt. (Das heißt, die Kasse zahlt)

Mit der Gesundheit der Lungen ist wirklich nicht zu spaßen. Selbst heute noch bin ich manchmal richtig wütend, weil ich nach dem Treppesteigen in der Schule so fertig bin.

Das beim Arzt ist wirklich schlecht, wenn das Mundstück nicht richtig sitzt. Klar verfälscht das, das Ergebnis. Trotzdem würde ich zuerst nach einer Kur fragen, bevor man großartig anfängt mit Medikamenten „rumzumachen“.

Mein Cousin hat Asthma (also richtiges), sie sind vor einigen Jahren nach Hamburg gezogen und es ist auch beim ihm besser geworden.

Das liegt einfach an dem Meer-Aerosol in der Meeresluft, die eigentlich wie diese Medikamente wirken, aber dauerhaft und natürlich. Daher sind sie nicht so ungesund, weil man sie gleichmäßig über den ganzen Tag hinweg einatmet.

Daher, egal was dein Kind hat. Das Husten ist ein Anzeichen für eine Krankheit oder Störung.
Ich will hier keine Diagnose machen, aber man sollte zusehen, dass die Lungen gesund bleiben.

Hoffe ich konnte helfen.

Liebe Grüße

Melo Chan

Hi Marie,

keine Ahnung, müsste ihn fragen, wenn er mal wieder vorbeikommt. Der ist nämlich jetzt 35 und lebt nicht mehr bei Muddie! :smile:

Gruß,

Anja

ich benutze selbst das Salbutamol-Spray, es erweitert die
Lungengefäse das stimmt. Der Hustenreiz ist bei mir trotzdem
noch da und die vermehrte Schleimbildung ebenfalls. Aber es
lindert die Symptome schon etwas und ich bin leistungsfähiger.
Ohne könnte ich schon beim Sport mitmachen, aber nur mit
starkem Husten, Lungenschmerzen und einer pfeifenden Atmung.
(Ich bin jetzt 20 und der Sport in meiner Schule ist ja
anders)

Sie vermischen wahres mit falschem. Allein der Satz „daß ich schwer Luft bekommme“ zeigt mir, daß Sie es noch gar nicht gemerkt haben. Ein Asthmatiker bekommt immer genug Luft - das Problem: Er wird Sie nicht wieder los.

Ein zweiter Punkt: Man gewöhnt sich daran. Ob als Kind oder als Erwachsener. Un d stellt fest „Hurra, das Asthma ist weg!“
Dummerweise ist das Caediopulmonale System anderer Meinung und die Lebenserwartung sinkt drastisch.

Hallo,

ein paar grundsätzliche Gedanken zu deinem Knirps:

Er ist noch „untrainiert“, wie du schreibst. Das zeitweilige Hüsteln könnte eine Folge der bislang ungewohnten Anstrengung sein. Kann sich in einiger Zeit ohne Hilfsmittel gelegt haben.

Er reagiert allergisch auf Schimmelspilzsporen. Könnte eine etwas erhöhte Schleimproduktion in den Bronchien verursachen, die er insbesondere zu Beginn des Laufens erst einmal abhusten muss. Mögliche Sporenquellen vorhanden? Vermeidbar?

Du schreibst: „wobei er mit einer Bronchitis natürlich auch nie Sport gemacht hat und ich deshalb nicht weiß, ob er hätte rennen können.“
Ist die Bronchitis auch wirklich auskuriert? Man sollte ihm Zeit lassen, schließlich ist er in einer starken Wachstumsphase.

„Er hat bereits Infektasthma“: Asthma? Oder doch noch ein wenig Bronchitis? Haben nicht viele Kinder zwischendurch einmal Infektionen?

Die Symptome scheinen nicht übermäßig dramatisch zu sein, mögliche Ursachen sind teilweise bekannt. Husten und Hüsteln sind erst einmal natürliche Reaktionen des Körpers auf dem Weg zu einer selbständigen Heilung.

M.E. noch kein ausreichender Anlass für die scheinbar beliebte Kombination aus Viani (25/125) und Singulair:
http://www.rehakids.de/phpBB2/ptopic4498.html

Das Risiko auf Unverträglichkeit gegenüber dem einen oder anderen Medikament ist nicht unerheblich. Symptome und natürliche Abwehrreaktionen werden unterdrückt, langfristig könnten Abhängigkeit und schwaches Immunsystem die Folge sein.

Ich war bei 3 verschiedenen Ärzten und
habe 3 verschiedene Meinungen bekommen.

Dann solltest du vielleicht die harmloseste noch ein wenig beobachten und pflegen, bevor dein Kind voreilig in den Brunnen gefallen wird.

Grüße
Tommy

Hallo,

Sie vermischen wahres mit falschem. Allein der Satz „daß ich
schwer Luft bekommme“ zeigt mir, daß Sie es noch gar nicht
gemerkt haben. Ein Asthmatiker bekommt immer genug Luft - das
Problem: Er wird Sie nicht wieder los.

wenn man ‚Luft nicht mehr los wird‘ spricht man von akuter Atemnot, sprich > „Ich bekomme keine Luft“ , genauso wird dies von einem Asthmatiker empfunden.

Gruß
Kieckie

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Wieso sollte ich Wahres mit Falschem vermischen?

Ich kann nur das berichten, was ich selbst empfinde. Wenn ich einatme und ich das Gefühl, dass ich keine Sättigung erreicht haben. Dann darf ich das wohl sehr gut als „ich bekomme schwer Luft“ bezeichnen. Klar ersticke ich nicht daran, aber ich habe stets das Gefühl nicht genug Eingeatmet zu haben und atme daher umso tiefer ein und ich merke, dass aber nicht mehr reingehen will.

Für Leute, die sich das nicht ganz vorstellen können, wie sich das anfühlt:

Man muss 2-3 mal kurz einatmen (nicht ausatmen) und dann versuchen einmal richtig tief einzuatmen. Man merkt, dass nicht wirklich viel mehr reingeht, obwohl man noch das Bedürfnis hat!

Metaphorisch kann man es als ein Glas mit Wasser bezeichnen, bei dem man den Füllstand nicht erkennen kann und man versucht mehr reinzufüllen, als das Glas Volumen hat.

Ich habe bei mir auch von einem Belastungsasthma gesprochen, daher unterscheidet es sich doch von der tödlichen Version des Asthma. Und ich merke, ob ich mich nur daran gewöhnt habe oder nicht. Je nach Aktivität und geistigem Zustand, merke ich die Auswirkungen dieser Krankheit. Ich bin nicht ständig geplagt, es gibt auch Tage an denen ich relativ normal und unbeschwert durchs Leben gehen kann, ohne das Gefühl mehr Luft zu brauchen als sonst.

Man kann es so am besten beschreiben. Wenn man tief einatmet, dann hat man immer so ein kaltes Gefühl in der Brust. Wenn mein BELASTUNGS-Asthma aber zum vorschein kommt, dann fehlt genau dieses Gefühl und ich versuche noch mehr in die Lunge zu bekommen, um dieses Sättigungsgefühl zu erreichen.

Ich merke es an meiner Atmung und an meiner körperlichen Verfassung, ob mein Asthma stärker wird oder nicht. Daher kann man wirklich nicht von Gewöhnung sprechen.

Hallo,

Man muss 2-3 mal kurz einatmen (nicht ausatmen) und dann
versuchen einmal richtig tief einzuatmen. Man merkt, dass
nicht wirklich viel mehr reingeht, obwohl man noch das
Bedürfnis hat!

kennst Du die Atem-Technik ausatmen mit der Lippenbremse, am besten z.B. im ‚Kutschersitz‘? Gerade bei akuter Atemnot sehr hilfreich:

http://www.luft-zum-leben.de/lzl/content/behandeln/d…

Ich merke es an meiner Atmung und an meiner körperlichen
Verfassung, ob mein Asthma stärker wird oder nicht. Daher kann
man wirklich nicht von Gewöhnung sprechen.

Du kannst Deine Lungenfunktion auch täglich zu Hause selbst kontrollieren, und zwar mit einem Peak-Flow-Meter, Dein Arzt kann es Dir verschreiben, nur mal als Tipp, solltest Du es nicht kennen:

http://www.luft-zum-leben.de/lzl/content/behandeln/z…

Gruß
Kieckie

Danke Kieckie :smiley:

Ja ich kenn das schon alles. Das mit der Lippenbremse habe ich sogar in der Kur gelernt. Ich mach das auch, wenn es mir wirklich schlecht geht oder nach dem Sport, um meine Atmung zu beruhigen. :smile:

Ja von dem Gerät habe ich schonmal gehört, müsste ich mal beim Arzt nachfragen. Ist so ein Teil kostenpflichtig oder übernimmt das die Krankenkasse?

Liebe Grüße

Melo Chan

Moin,

Ja von dem Gerät habe ich schonmal gehört, müsste ich mal beim
Arzt nachfragen. Ist so ein Teil kostenpflichtig oder
übernimmt das die Krankenkasse?

Du müsstest höchstens einen kl. Anteil (5,- € etwa) selbst tragen, manchmal hat der Arzt auch Peak-Flows in der Praxis und kann Dir eins überlassen, hab meins jedenfalls damals von meinem Arzt bekommen und ein weiteres in meiner Lungensportgruppe erhalten…

Liebe Grüße

Kieckie