Mein Mann und ich überlegen seit einiger Zeit, unsere Tochter die 4. Klasse der Grundschule wiederholen zu lassen. Nächste Woche stehen die Anmeldungen zur weiterführenden Schule an und sie sollte eigentlich zur Realschule gehen. Laut Zeugnis ist sie auch absolut dazu geeignet (oberes Mittel).
Allerdings ist sie vor vier Jahren vorzeitig eingeschult worden. Jetzt haben wir den Eindruck, daß das ein Fehler war, der uns jetzt einholt. Es mangelt ihr an Konzentrationsfähigkeit, sie hat Probleme mit logischen Zusammenhängen, mit räumlichem Denken und ist zunehmend weniger belastbar. Das führt dazu, daß sie schnell frustriert ist und dann vor lauter Blockade die einfachsten Dinge nicht mehr hinkriegt. Wir denken, daß das an dem einen Jahr liegt, das wir ihr quasi genommen haben, und möchten den Fehler nicht noch einmal machen.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit, oder das gleiche selber schon durchgemacht?
Wie habt Ihr entschieden und welche Erfahrungen habt Ihr letztlich gemacht?
Wie wären für Tipps sehr dankbar.
Ach ja, ein Gespräch mit der Klassenlehrerin ist natürlich schon anberaumt.
Ich weiß ja nicht in welchem Bundesland Du wohnst-hier in Ba-Wü
ist das nicht möglich die 4.Klasse zu wiederholen.Es sei denn,dein Kind fehlt quasi uneinholbar in diesem Schuljahr.
Ansonsten:frag mal dein Kind was es möchte.Der Wechsel auf die weiterführende Schule ist schon nicht ohne.Aber dann mit geringer Frusttoleranz und u.U. einer neuen Klasse-mir würde daß Bauchschmerzen machen.
Gruß
Andrea
Mein Mann und ich überlegen seit einiger Zeit, unsere Tochter
die 4. Klasse der Grundschule wiederholen zu lassen. Nächste
Woche stehen die Anmeldungen zur weiterführenden Schule an und
sie sollte eigentlich zur Realschule gehen. Laut Zeugnis ist
sie auch absolut dazu geeignet (oberes Mittel).
Allerdings ist sie vor vier Jahren vorzeitig eingeschult
worden. Jetzt haben wir den Eindruck, daß das ein Fehler war,
der uns jetzt einholt. Es mangelt ihr an
Konzentrationsfähigkeit, sie hat Probleme mit logischen
Zusammenhängen, mit räumlichem Denken und ist zunehmend
weniger belastbar. Das führt dazu, daß sie schnell frustriert
ist und dann vor lauter Blockade die einfachsten Dinge nicht
mehr hinkriegt. Wir denken, daß das an dem einen Jahr liegt,
das wir ihr quasi genommen haben, und möchten den Fehler nicht
noch einmal machen.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit, oder das gleiche selber
schon durchgemacht?
Wie habt Ihr entschieden und welche Erfahrungen habt Ihr
letztlich gemacht?
Wie wären für Tipps sehr dankbar.
Ach ja, ein Gespräch mit der Klassenlehrerin ist natürlich
schon anberaumt.
Übergeh bloß nicht deine Tochter, ich war damals ziemlich sauer und ob es mir was gebracht hat, kann man nicht wirklich sagen, ich musss mein Abi jetzt wiederholen und hab mich seit der 9. Klasse so durchgemogelt.
Ich war nicht glücklich mein Leute zu verlassen (war 3. Klasse) und so viel hat es nicht gebracht.
Ich habe erst ab der 8., 9. Klasse angefangen Ergeiz zu entwickeln, sonst hätte ich nicht weitermachen können.
Ok, nach der 4. splitet es sich ja auf, also wird sie wohl viele ihrer Freunde nicht mehr sehen aber ich bezweifle bis heute noch den Effekt, denn diese ganze Aktion hatte.
Es kommt auf den Schüler an. Es ist wichtig eine besser Einstellung zur Schule zu schaffen und nicht ihm mehr Zeit zu geben sich daran zu gewöhnen. Man sollte aber bedenken, dass man durch Druck eher das Gegenteil erreicht.
ich würde Deine Tochter nicht wiederholen lassen, es sei denn sie selbst will das unbedingt. Aber wenn sie jetzt bereits ganz gute Noten nach Hause bringt, wird sie sich wahrscheinlich bei einem erneuten Durchgang durch die 4. Klasse nur langweilen und das ist auch nicht gerade förderlich.
Schau doch mal, ob es in deiner Gegend Kurse zur Konzentrationsförderung für Kinder gibt (wird meist von der VHS angeboten). Außerdem wäre evtl. eine Umgestaltung der Nachmittage hilfreich. Was hat denn deine Tochter so an regelmäßigen Hobbys und Aktivitäten?
Aber ein Aspekt könnte die Probleme ev. etwas beleuchten.
Bei mir z.B. fing es in der 4. Klasse auch langsam mit dem Dessinteresse an der Schule los, völlig unabhängig vom Lernstoff. Irgendwie scheinen sich bei vielen SchülerInnen in diesem Alter die Vorboten der Pubertät anzukündigen. Hat der Lehrer/Lerhrerin auch diesen Aspekt betrachtet?
Die Lernverweigerung dauerte bei mir bis ca. in die 10 Klasse und ich hab mich in dieser Zeit immer so durchgemogelt.
Ich glaube kaum, daß Deine Tochter die letzten vier Jahre so problemlos den Stoff mitgekriegt hat und plötzlich soll es ein Problem sein, daß sie früher eingeschult wurde.
ehrlich gesagt glaube ich kaum, das eine Wiederholung der 4.Klasse etwas bewirken
wird, ausser vieleicht noch grössere Langeweile, Desinteresse und
Konzentrationsprobleme.Immerhin kennt sie den Stoff und hat ihn ja laut Zeugniss
gut bewältigt.
Lieber würde ich sie auf die Realschule schicken und wenn ihr dann merkt es geht
nicht, soll sie die Klasse in der Realschule wiederholen.
Eine andere Möglichkeit wäre, sie ein Jahr auf die Hauptschule zu schicken und
dann auf die Realschule , wo sie die 5te wiederholt.
Ich habe das so gemacht, erst Hauptschule dann Gymnasium, ebenso mein Brunder und
für mich war es perfekt, einfach weil die Hauptschule einfacher war, und ich
nicht gleich den Druck eines Gymnasium hatte.
Von dem allen abgesehen, was ist mit ihrem Freunden? Die sind doch sichr in ihrer
Klasse, und aus denen solltest du sie nicht rausreissen.
Eine andere Möglichkeit wäre, sie ein Jahr auf die Hauptschule
zu schicken und
dann auf die Realschule , wo sie die 5te wiederholt.
Ich habe das so gemacht, erst Hauptschule dann Gymnasium,
ebenso mein Brunder und
für mich war es perfekt, einfach weil die Hauptschule
einfacher war, und ich
nicht gleich den Druck eines Gymnasium hatte.
Das würde ich ganz bestimmt nicht machen. Allerdings sehe ich an deiner Vika, dass du aus Österreich kommst. Ich denke, dass man die Schulsysteme nicht ohne weiteres vergleichen kann.
Ich kann keine wirklich eigene Erfahrung beisteuern und weiß demnach auch nichts über all die Hintergründe, die in meinem „Bekanntenkreis“ eine solche Entscheidung begleitet haben.
Wir hatten in der 5. Klasse einen, der in der Grundschule eine Klasse übersprungen hatte (ich weiß nicht, ob die 3. oder die 4.). Er war jedenfalls dementsprechend jünger als wir und fiel immer wieder durch sein Verhalten auf, sprich er war eher aggressiv, zog (mehr als die anderen) die Mädels an den Haaren, war unruhig und fügte sich schlecht in die Klassengemeinschaft ein. Irgendwann in der 6. wurde dann beschlossen (Eltern, Lehrer ?), ihn eine Klasse zurück zu stufen. In der Klasse fand er dann Freunde, an denen es ihm bei uns fehlte, und mit der Klasse hat er letztlich zufrieden ein Jahr nach uns sein Abi gemacht (und sich im Laufe der Jahre dann doch auch mit einigen von uns verstanden…)
Der Fall ist ein wenig anders als Eurer, aber vielleicht hilft Euch die Schilderung ja trotzdem…
Ansonsten: Was will denn Deine Tochter? Denn wenn Sie in die 5. will, würde ich’s wirklich einfach mal versuchen - das mit dem Wiederholen könnt Ihr auch dann noch ausprobieren…
Grüßle
Kari
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nene gross geworden und zur Schule gegangen bin ich im schönen Bayern, und da hat
es super geklappt.
Allrdings war es auch eine tolle Hauptschule mit einer pädagigisch sehr
wertvollen Lehrerin.
ich möcht auch noch was dazu sagen!
Hallo Stefanie,
ich hab damals auch die 4.Klasse wiederholen müssen und es war nich so toll was die Freunde angeht, denen hinterherhinken zu müssen. Meist sieht man sich an den weiterführenden Schulen ja wieder. Denen fällt dann erst auf, dass man wohl eine ehrenrunde gedreht hat.
Ich selbst war sehr schlecht in MAthe (echt odes Fach)und auch sonst eher ein 3er KAnditat,ausserdem hatte ich ein paar gesundheitliche Probleme. Daher haben meine Eltern entschlossen, (und mich um ok gebeten), mich für 8 Wochen zur Kur zuschicken, wodurch ich natürlich viel versäume. So hatte ich am Ende der 1.4. Kl. ein Zeugnis mt 5ern und maximal bis zur 3 und eine hUAptschulempfehlung. NAch der Ehrenrunde waren es dann alles 2er (komischerweise keine 1er, aber manchen Lehrern kann manes echt nie recht machen)und ich hatte eine GymEmpfehlung. HAb dann den Mittelweg genommen, als erst Real und dann FAchgym (Technik mit viiiieeeel Mathe)und hab beides ganz gut hingekriegt, obwohl ich UnlustZeiten in der 8.Kl. hatt (sogar mit Psychol. Attest"akute Schulunlust" hihi.)und mehrfach wegen Gipsbein für 1-2 Wochen fehlte (praktischerwese immer zu nicht grad lebenswichtigen Themen, oder zu Themen die mein Supergrundschullehrer schon mit und durchnahm, binärrechnung zB. und Hexadeyimalrechnung o. andere Zahlensysteme- bis 4 oder 6 oder…). Das konnte ich dann meinem HAusaufgabenboten schon bringen.
Wenn ich dagegen sehe, was die Kidies meiner Freundin heute in der Grundschule lernen und keine Notenzeugnisse bis in die 4. Klasse bekommen, krieg ich echt zuviel. Das was die in der 4. Klasse machen soll, hatte ich schon Mitte 3. KLasse.
Von daher ist es nicht ganz mit früher zu vergleichen, ich glaube auch gehört zu haben, dass das Sitzenbleiben nicht mehr geht, ausser man geht gar nicht zur Schule. Nicht einmal in den höheren Klassen, denn das würde sich negativ auf die Sozialisation des Kindes auswirken. Von daher hoffe ich, dass die Lehrerin Euch mehr dazu sagen kann.