4. Pneumonie in 4 Jahren

Ich bin mit unserer Tochter (4) aus dem KH zurück, wir waren wegen unser 4. Pneumonie in 4 Jahren stat in der Kinderklinik.
Das CRP lag bei 535 (normal bis 0,5) Leukos bei 35.00 (normal bis 10.500), deshalb hat unser Kinderarzt uns am MO abend mit wehenden Fahnen ins KH eingewiesen.
Es wurde untersucht ob es vom Imunsystem kommen kann, da 4 Lungenentzündungen in dem Alter ja nicht normal sind, und wir inhalieren von Okt bis April dauerhaft mir Salbuhexal und Budiair.
Hat einer eine Idee was ich noch tun kann? Wäre eine Kur ein Option?

Wichtig ist eine gute Belüftung der Lungen.
Vielleicht kennst Du es von bettlägrigen Menschen, dass diese gefährdet sind.
Hat Deine Tochter täglich genug Bewegung? Wo sie öfters mal kräftig Luft holen muss? Immer nur flach und gering atmen erhöht das Risiko einer Lungenentzündung.
Allegm. körperliche Schwäche, chronische Krankheiten u.s.w. erhöht das Risiko auch.
Ist sie sonst gesund?

Sie hat ne bekannte Neurodermitis und ne Nierenerkrankung.
Sie geht in den Kindergarten, zum Turnen und zum laufen, und Nachmittags ist sie immer draussen zu gange, also ich denke das sie genug Bewegung hat.

Hallo,

Sie hat ne bekannte Neurodermitis und ne Nierenerkrankung.

Wie sieht es aus mit Allergien? Habt Ihr Haustiere?

Habe gerade letztens gehört von einem Kind, welches ebenfalls häufige Lungenentzündungen und Bronchialerkrankungen hat und wo sich jetzt herausstellte, dass er eine Katzenhaarallergie hat…

Eventuell könntet Ihr auch in diese Richtung forschen?

Beatrix

Die Allergiediagnostik ist noch nicht gelaufen, da immer irgendeine Erkrankung dazwischen kam
Haustiere haben wir keine mehr, wir hatten vor Jahren (noch vor Lenas Geburt) eine Hauskatze, die haben wir weggegeben da unser Sohn hochgradig allergisch auf Tierhaare ist

Hallo,

Ich wollte mal vorsichtig einige Fragen stellen:

Ist es sicher, dass es wirklich eine Pneumonie immer war? Es gibt leider zuviele Diagnosen, die nicht stimmen, bzw. nicht gesichert sind. Ein Stethoskop reicht dazu nicht aus!
Wenn ja in welchen Abständen ist diese aufgetreten?

Das CRP lag bei 535 (normal bis 0,5) Leukos bei 35.00 (normal
bis 10.500),

Also da stimmen die Werte nicht. Entweder lag das CRP bei 53,5 oder der Normalwert ist pro Liter, dann ist aber 5 der Normalwert.
Die Leukos dürften bei 35.000 gelegen haben. Oder stimmen die 3500?

Wenn wirklich alles zutreffen sollte, ist das immer noch kein Grund zu großen Besorgnis. Sicher schadet es nichts, das Immunsystem zu überprüfen. Ich weiss ja nicht, wie diese „Pneumonien“ bisher behandelt wurden. Ich gehe aber davon aus, es ist durch eine Standarttherapie besser geworden. Wenn dem so ist, kann man davon ausgehen, dass das Immunsystem funktioniert. (Also diese Antwort gehe in Richtung Ausschluß Leukosen).
Was viele Krankenkassen fördern ist ein Aufenthalt an der See und im Gebirge.

Liebe Grüsse

Anja

ja der CRP lag bei 53,5 und bei den Leukos hab ich ne 0 vergessen,
Ja die Diagnose Pneumonie war bei allen 4 ganz sicher, denn es war bei allen auf den Röntgenbildern sichtbar.
Die stärke wurde aber von mal zu mal schlimmer, also auf dem letzten Bild war zusehen das mehr als die halbe Lunge verschattet war.
Klar ist es auslegungssache ob 4 Pneumonien in 4 Jahren viel ist, ich habe auch schon von Kindern gehört die in dem Alter schon bis zu 30 Pneumonien hatten, da ist es bei uns natürlich wenig.
Also bei der jetzigen Pneumonie war es unter i.v. Antibiose besser, aber gestern beim KIA war sie schonwieder stärke am Pfeiffen und es war wieder nicht überall was zu hören.
Aber bei Lenas Nierengeschichte war es halt so das normale Antibiosen nicht wirklich geholfen haben, sie hatte im letzten Jahr eine Zeit wo sie über 12 Wochen Fieber hatte (38,5-39,5) und es wurde einfach durch kein Medi besser.
Daher die Vermuhtung meines KIA auf Immunsystemprobleme

Es kann daran liegen, dass Deine Tochter eine insuffiziente Atmung hat, d.h. das bestimmte Bereiche der Lunge nicht ausreichend belüftet werden.

Warum auch immer, aber das kann man abklären lassen.

Jeder Laie kann ne Pneumonie diagnostizieren. Das ist nun wirklich alles andere, als schwierig.

Allein die Anamnese, der Gesamtzustand des Patienten und die entsprechenden Symptome sind ausreichend, um ohne weiteres eine Pneumonie zu diagnostizieren.

Dafür muss man weder Auskultieren noch Perkussieren.

Leitsymptome:

  • Fieber / erhöhte Temperatur
  • (lagerungsabhängige) Dyspnoe
  • ggfls. Husten
  • ggfls. Giemen
  • ggfls. Auswurf
  • ggfls. Schwitzen
  • allgemeine Schwäche

Differentialdiagnosik (bei Kindern):

  • Pseudokrupp
  • Epiglottitis

Sorry, aber das ist einer der am leichtesten zu diagostizierenden Krankheitsbilder ÜBERHAUPT.

Wenn dann noch entsprechende Entzündungsparameter erhöht sind, die O2-Sättigung erniedrigt und die Anamnese stimmt, ist das echt n Kinderspiel.

Deswegen gibts hier überhaupt keinen Grund, das in Frage zu stellen.

PS: Nochmal an dieser Stelle ein Paar Links zum Thema „Ventilationsstörung“ als Grund für rezidivierende Pneumonien:

http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/cont…
http://flexikon.doccheck.com/Ventilationsst%C3%B6rung
http://de.wikipedia.org/wiki/Lungenfunktion#Ventilat…

Und wenn Ihr schon dabei seid, geht mal mit Ihr zu einem Lungenfacharzt und lasst das kompetent untersuchen.

(Ausschluss Mukoviszidose, Asthma bronchiale, Skelettfehlbildungen im Thoraxbereich, Allergien, Verwachsungen der Pleura usw.)

Gruß, Jan

vielen Dank für deine Antwort,
Ich bin mir auch im klaren darüber das man für ne Pneumonie festzustellen kein Arzt sein muß.
Mir war sofort klar das als Lenas Fieber nicht unter 40,0 ging trotz Nurofen, ihr Husten extrem wurde, sie kurzatmig war, ihr der Brustkorb weh tat und sie beim Atmen am Pfeifen war, das das ganz eindeutig ne Pneumonie ist.
Das steht aber eigendlich auch nicht zu diskution.
Ich werde jetzt mal die Laborwerte (Immunsystem) abwarten, dann will mein KIA mich in der Allergiamb in St. Augustin nochmal vorstellen und dann werde ich das mit dem Lungenfacharzt ansprechen

Hallo auch an dich.

Jeder Laie kann ne Pneumonie diagnostizieren. Das ist nun
wirklich alles andere, als schwierig.

Das ist total falsch!

Allein die Anamnese, der Gesamtzustand des Patienten und die
entsprechenden Symptome sind ausreichend, um ohne weiteres
eine Pneumonie zu diagnostizieren.

Schwachsinn!

Dafür muss man weder Auskultieren noch Perkussieren.

Unsinn!

Leitsymptome:

  • Fieber / erhöhte Temperatur
  • (lagerungsabhängige) Dyspnoe
  • ggfls. Husten
  • ggfls. Giemen
  • ggfls. Auswurf
  • ggfls. Schwitzen
  • allgemeine Schwäche

Dazu kenne ich mind 10 andere Erkrankungen die das auch machen, die nicht eine Pneumonie sind!

Sorry, aber das ist einer der am leichtesten zu
diagostizierenden Krankheitsbilder ÜBERHAUPT.

Wenn ich nur eine Krankheit kenne mag das sein. Kommt dann gesund oder Pneumonie raus?!

Wenn dann noch entsprechende Entzündungsparameter erhöht sind,
die O2-Sättigung erniedrigt und die Anamnese stimmt, ist das
echt n Kinderspiel.

Was mache ich nur mit den anderen Erkrankungen die das auch machen?
Ach ja die kenne ich nicht, darum kommt Pneumonie raus? OK:smile:

Deswegen gibts hier überhaupt keinen Grund, das in Frage zu
stellen

Doch das ist gut so, denn wenn jeder einen möglichen Fehler des anderen übernimmt, profiert kein Patient davon!
Aber es wäre schon, wenn es immer so einfach und eindeutig wäre.

Liebe Grüsse

Anja

Hallo,

Ich wollte ja aus der Ferne sicher nicht sagen, dass es keine gewesen sind. Aber es ist leider meiner Meinung nach nicht so einfach eine „Pneumonie“ sicher zu diagnostizieren.
Zuviele ähnliche Erkrankungen in der Lunge sind möglich. Selbst bei der Ursache der Pneumonie gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten.
Dementsprechend gibt es auch sehr viele unterschiedliche Pneumonien, die im Idealfall gezielt behandelt werden muss.
Das übliche „totschiessen“ mit Antibiotika ohne „Nachsorge“ kann manchmal schief gehen. Klar sollte man Ursachenforschung betreiben.
Interessant ist evtl noch zu wissen, dass viele Erwachsene mit rez. „Lungentzündungen“ auch Probleme später haben können. Könnte daran liegen, dass man sich immer sicher war, dass es eine Pneumonie ist, was in einigen Fällen nachweislich nicht der Fall war, weil z.B. Defekte bei Enzymen nachgewiesen werden können. Früher hatte man Kinder nach 3 Lungenentzündungen in ein Sanatorium geschickt.

Es muss aber nicht heissen, dass man mit 4 Pneumonien was ernstes hat. Es kann durchaus 4 mal eine andere Ursache dahinterstecken, die durchaus auch harmlos sein kann.

Aber es macht Sinn, hellhörig zu werden und sich abzusichern.

Liebe Grüsse

Anja

Hallo,

Ich bin mir auch im klaren darüber das man für ne Pneumonie
festzustellen kein Arzt sein muß.

Wäre echt schön, wenn es so wäre. Ich will ja nicht bestreiten, dass man oft richtig liegt. Aber es gibt viele Fälle, da ist es keine „banale“ Pneumonie. Ich will ja auch nicht bestreiten, dass die Klinik meist führt. Die Gefahr ist aber leider, dass es sowohl sein kann, dass die typischen Symptome keine klassische Pneumonie ist, als auch dass bei fehlenden Symptomen eine klassische Pneumonie vorliegen kann. Pneumonie ist leider sehr einfacher Begriff für viele unterschiedliche Erkrankungen der Lunge.

Mir war sofort klar das als Lenas Fieber nicht unter 40,0 ging
trotz Nurofen, ihr Husten extrem wurde, sie kurzatmig war, ihr
der Brustkorb weh tat und sie beim Atmen am Pfeifen war, das
das ganz eindeutig ne Pneumonie ist.

Selbst dazu fallen mir mehere Krankheiten ein, die keine klassische Pneumonie sind, und die dementsprechend eine andere Therapie notwendig machen.

Aber ich will mich nicht aufdrängen.

Jeder darf das glauben, was einem vermittelt wird, oder auch nicht.

Gute Besserung auf jeden Fall :smile:

Liebe Grüsse

Anja

Du hast jetzt mehrfach geschrieben das dir noch einige ander Erkrankungen einfallen würden die es sein könnten.
Welche kämen denn für dich in Betracht?