4 Wochen Führerscheinentzug

zahlen, zu Fuß gehen, Verantwortung lernen! o.w.T
.

Ja, das ist rasen
Hallo Gerrit,

vorab einmal: ich fahre gern schnell. Ich hole aus der Kiste raus, was möglich. Ich hasse so manche Geschwindigkeitsbegrenzung, der Sinn sich mir nicht sofort erschließt. Doch ich halte mich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Warum? Als ehemaliger Sachbearbeiter einer Kfz-Versicherung kam ich auch immer wieder in den zweifelhaften Genuss mir Schadenakten anzusehen. Du glaubst gar nicht, wie sich manche Unfallbilder einprägen können. Da siehst Du dann Dinge, die sonst nur die Retter vor Ort sehen müssen. Was meinst Du wie oft die deutliche Übertretung einer Geschwindigkeitsbeschränkung die Ursache war? Oft genug kam dann der Raser im Verhältnis zum Opfer gut davon.

Ich möchte nicht eine Familie auf dem Gewissen haben. Ich möchte keinem Kind in die Augen schauen müssen, dessen Vater ich zum Krüppel gefahren habe. Ich möchte keiner Mutter erklären müssen, warum sie wegen meine Unfähigkeit zur Terminplanung oder wegen meiner Liebe zum Gaspedal ihr Kind nur noch auf dem Friedhof besuchen kann. Das mag zwar einigen hier etwas übertrieben klingen aber das sind genau die Konsequenzen, die man mit einer Geschwindigkeitsübertretung billigend in Kauf nimmt!

Aber z.B. auf der Autobahn, wo möglicherweise 100 wegen einer
Auffahrt ist und man fährt nachts um drei 140. Was hat daß
bitteschön mit rasen zu tun? Auch da ist man nun um 40 zu
schnell. Ist das Raserei?

Ja, das ist es! Das Thema der Physik wurde hier oft genug angesprochen. Es soll ja sogar vorkommen, dass Nachts Fahrzeug über eine Auffahrt auf die Autobahn kommen. Je höher Deine Geschwindigkeit, desto höher auch die Gefahr, dass der auffahrende Deine Entfernung falsch einschätzt. Bei genügend Auffahrten siehst auch Du das kommende Fzg. viel zu spät!

Mich wundert auch, dass hier noch niemand im zusammenhang mit der Geschwindigkeit zum Thema drängeln gesagt hat. Meine Autobahnerfahrung ist da eindeutig. Wer 40 km/h über einer Geschwindigkeitsbegrenzung fährt, der drängelt in der Regel auch… Auch da kenne ich richtig lehrsame Bilder aus dem Unfallarchiv.

mit besten grüßen
Steffen B.

PS: Es soll sich hier keiner auf Grund meines Posts geschulmeistert fühlen. Ich wollte lediglich versuchen hier einmal den einen oder anderen zum nachdenken zu animieren. Wer nicht genügend Phantasie für die von mir erwähnten Bilder hat, der sollte mal im www suchen. Da finden sich auch einige davon… Eventuell hilft das mehr als alle gut gemeinten Worte!

In Abwandlung eines ehemals beliebten Ausspruches der Friedensbewegung
„Jeder Raser ist ein potentieller…“

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Inzwischen hat er 25 …

Das habe ich noch nie gesehen.

Levay

Hi Steffen!

Dein Beitrag finde ich schon ok. Tritt eigentlich keinem zu nahe. :wink:

Aber:

vorab einmal: ich fahre gern schnell. Ich hole aus der Kiste
raus, was möglich.

Daß ist dann aber erst recht rasen.

Auch wenn ich daß auch recht oft mache.
Und an die Begrenzung halte ich mich im Großen und Ganzen auch.

Es soll Autos geben, für die sind -mal angenommen- 100km/h überhaupt nix, wo andere schon lange im Graben liegen würden.
Und die Fahrer dieser „Kisten“ regen sich dann über Leute auf, die ein Auto fahren, mit dem man auch mal ohne großes Risiko schnell fahren kann. Eben weil sie keine Ahnung haben, was überhaupt möglich wäre.

Und nochmal die schleichen dann vor einem her, und verleiten förmlich zum „gefährlichen“ Überholen.

Gruß Gerrit

Hallo Gerrit,

Dein Beitrag finde ich schon ok. Tritt eigentlich keinem zu
nahe. :wink:

Das beruhigt… :smile:

Daß ist dann aber erst recht rasen.

Das habe ich wohl mißverständlich formuliert. Ich hole aus der Kiste raus, was geht, wenn es Beschilderung, Stvo, Verkehr und Fahrbahn zulassen.

Es soll Autos geben, für die sind -mal angenommen- 100km/h
überhaupt nix, wo andere schon lange im Graben liegen würden.

Genau darum geht es u.a… Da unterliegst Du einem Irrtum. Auch ein 7er BMW (z.B.) unterliegt physikalischen Gesetzen. Letztlich mag so ein Wagen dank aller elektronischen Spielerein erst später ins schleudern geraten aber gerade das ist die trügerische Sicherheit. Das einzige wo Du Dir mit so einem Fzg. sicher sein kannst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du nicht so schwer verletzt wirst, wie die Insassen dieser schwachen „Kisten“ die Du abschießt.

Und die Fahrer dieser „Kisten“ regen sich dann über Leute auf,
die ein Auto fahren, mit dem man auch mal ohne großes Risiko
schnell fahren kann. Eben weil sie keine Ahnung haben, was
überhaupt möglich wäre.

Schnell fahren ohne großes Risiko gibt es eben nicht! Ob Du mit 200 gegen einen Lkw krachst oder mit 100 macht keinen großen Unterschied mehr.

Und nochmal die schleichen dann vor einem her, und verleiten
förmlich zum „gefährlichen“ Überholen.

Meine Empfehlung. Leihe Dir einmal eine dieser schwach motorisierten Kisten und fahre damit einen Tag lang über deutsche Autobahnen. Auch Du willst dann mal einen Lkw überholen, der mit 100 fährt. Immerhin schaffst Du ja auch 120 oder 140. Du wirst erstaunt sein, wie schnell ein besser motorisiertes Fzg. hinter Dir ist und drängelt. Dir kommt der Überholvorgang schnell vor aber der hinter Dir fühlt sich mit seinen vorher gefahrenen 200 km/h enorm ausgebremst. Und dann ist vor dem Lkw noch einer. Die Lücke ist natürlich ziemlich klein und Du denkst Dir, dass der Lkw auch noch schnell von Dir überholt werden kann. Die Scheinwerfer Deines Hintermannes kannst Du schon nicht mehr im Rückspiegel sehen, so nah hängt er bereits an Deiner Stoßstange. Dann bist Du an dem zweiten Lkw vorbei und fährst aber nicht sofort auf die rechte Fahrspur. warum? Weil Du in Deinem kleinen Fiesta nicht gleich 10 Meter vom Kühlergrill des Lkw entfernt bist. Während Du nun endlich zur Seite fährst, rasiert Dein Hintermann Dir fast den Ar… . Der schimpft über Dich lahme Ente, die nicht Auto fahren kann und sich nicht mal eben in die Lücke zwischen den beiden Lkw`s wagt und Du schüttelst nur den Kopf über diese Idioten der nicht Auto fahren kann und dabei Dein Leben gefährdet. Dies ist nur eine von vielen verschiedenen Szenarien, die Dich beim nächsten fluchen über die verkehrsbehindernden Kisten etwas nachdenken lassen könnten.

Das Du nicht glaubst, ich wäre hier einseitig. Es wäre genau so schön, wenn sich der kleine Panda-Fahrer mal ein Wochenende einen „ordentlichen“ Wagen leisten könnte. Auch er würde dann die Reaktionen mancher Drängler besser verstehen und evt. erst mal den Überholvorgang abwarten, bevor er selber zum überholen ausschert.

Nur noch eine kleine Bemerkung. Zumindest nach meiner Erfahrung sind die notorischsten Linksfahrer auf Autobahnen, die Leute in den Geschwindigkeitsboliden. Da kapiert so mancher nicht, dass er mit seinen 200 k/mh auch noch überholt werden kann. So eingeschränkt, fällt der Blick in den Rückspiegel natürlich schwer…

mit besten Grüßen
Steffen B.

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Guten Abend!

Ob Du mit 200 gegen einen Lkw :krachst oder mit 100 macht :keinen großen Unterschied :mehr.

Mit einem modernen Fahrzeug der Mittel- oder Oberklasse wird das Überleben beim Aufprall auf ein starres Hindernis ab etwa 100 km/h zur reinen Glücksache. „Überleben“ heißt aber keineswegs heil. Bei kleineren Fahrzeugen kann schon der Frontalcrash bei Ortsgeschwindigkeit das Ende bedeuten.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Vielleicht zur Ergänzung: der Bremsweg steigt immer mit der Geschwindigkeit zum Quadrat. Das ist ein physikalisches Gesetz und gilt für alle Autos.

Gruß
Tom

Moien,

habe mir nicht alles durchgelesen, da mir spätestens beim Blödsinn von ray die Lust vergangen ist (die Positngs davor waren auch net besser…)…

prinzipiell ist solch eine Strafe rechtskräftig, doch es besteht durchaus die Chance die Strafe in der von dir gewünschten Form abzuwandeln.

Bevor du jetzt extra zum RA rennst würde ich empfehlen einfach mal direkt anzurufen und vernünftig mit dem Sachbearbeiter zu reden! Wenn dir bewußt ist, daß du Bittsteller bist und dementsprechend auftrittst geht dieser vielleicht drauf ein und wandelt die Strafe um. Wenn nicht kannst du immer noch überlegen einen RA einzuschalten!

Gruß

Bernd

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Inzwischen hat er 25 …

Das habe ich noch nie gesehen.

… und von mir den 32. Stern.

DANKE, Wolfgang!!!

Grüße
Sebastian

Hi Steffen!

Nee, nee, ich versteh Dich schon richtig.
Auch nicht einseitig.
Vor allem finde ich es cool, daß wir hier diskutieren können, ohne uns zu beleidigen!

Deine Argumente, mal ein kleines Auto zu fahren hören sich ja ok an.

Aber auch ich habe mal :wink: ein „kleines“ Auto gefahren.
Auch wenn man daß ganz schnell vergißt, und sich schnell an ein großes gewöhnt.

Mein jetziges Auto ist schon ziemlich stabil und relativ schnell.
Aber im Fahrverhalten lange nicht so gut, wie mein kleineres davor.
Von den ganz kleinen davor will ich mal nicht reden.
Ich habe schon einige verschiedene Autos gefahren. Also weiß ich auch, wovon ich rede. Ein Freund von mir hat ein Autohaus zwei verschiedener Marken.

Auch wenn ich jetzt doppelt soviel Leistung habe, konnte ich vorher in bestimmten Kurven/Kreisverkehr rund 10-15 Km/h schneller fahren. Das Auto hat förmlich auf der Straße geklebt. Und der Komfort hat nicht etwa darunter gelitten, wie jetzt manche sicher vermuten werden. Weil ein springendes Auto nämlich keine Bodenhaftung haben kann.

Ich halte mich auch (fast) immer an die Begrenzungen.
Was ich eigentlich damit sagen will: nur weil ein Auto groß und teuer ist, muß es nicht auch ein gutes Fahrverhalten haben.

Allerdings ist mein Fahrstil wesentlich ruhiger geworden, seit ich ein großes Auto fahre.
Wozu soll ich es riskieren? Es macht einfach keinen Spaß, in Kurven damit schnell zu fahren. Weil es einfach nicht geht.

Ach ja, ich vermute mal, daß ich einen Crash mit 100 sicher gut überstehen könnte. Aber 200? Bestimmt nicht.

Und zur Autobahn:
Ich kann mich sehr wohl in andere versetzen, die ein langsameres Auto fahren. Und ich drängle diese auch nicht.
Ich laß sie in Ruhe überholen, und fahre normal vorbei.
Dankbar bin ich über diejenigen, die kurz anzeigen daß sie mir gleich nach ihrem Überholen platz machen. Daß finde ich super.

Was mich allerdings sehr aufregt, sind Fahrer, die meinen man müsse mal eben noch auf die linke Spur ziehen, obwohl von hinten ein wesentlich schnellerer ankommt.
Entweder kucken die erst gar nicht in den Spiegel, oder versuchen damit erzieherische Maßnahmen anzuwenden. Nach dem Motto, Du brauchst nicht schneller fahren als ich. Mein Tempo reicht aus.
Und dann noch aufregen, wenn man dadurch etwas dichter drankommt.

Gruß Gerrit

Hallo!

Ach ja, ich vermute mal, daß ich einen Crash mit 100 sicher
gut überstehen könnte. Aber 200? Bestimmt nicht.

Genau das ist das Problem, dass das sehr viele vermuten. Um einen Crash mit 100 gut zu überstehen, muss man Glück haben.

Und zur Autobahn:
Ich kann mich sehr wohl in andere versetzen, die ein
langsameres Auto fahren. Und ich drängle diese auch nicht.
Ich laß sie in Ruhe überholen, und fahre normal vorbei.
Dankbar bin ich über diejenigen, die kurz anzeigen daß sie mir
gleich nach ihrem Überholen platz machen. Daß finde ich super.

Was mich allerdings sehr aufregt, sind Fahrer, die meinen man
müsse mal eben noch auf die linke Spur ziehen, obwohl von
hinten ein wesentlich schnellerer ankommt.
Entweder kucken die erst gar nicht in den Spiegel, oder
versuchen damit erzieherische Maßnahmen anzuwenden. Nach dem
Motto, Du brauchst nicht schneller fahren als ich. Mein Tempo
reicht aus.
Und dann noch aufregen, wenn man dadurch etwas dichter
drankommt.

Unrecht entschuldigt eben kein Unrecht und Unrecht ist gegen Unrecht nicht aufrechenbar. Links zu fahren und den Verkehr zu behindern ist gesetzwidrig. Hinten zu knapp auffahren aber auch. Es ist jedenfalls nicht möglich und zulässig, das Hinten zu knapp Auffahren damit zu begründen, dass der vordere zu langsam fährt (außerdem ist es ohnehin nur eine der vielen sinnlosen Ausreden. Es geht im Prinzip nur darum, dass man seine eigene Emotion nicht im Griff hat und dafür Rechtfertigungen sucht. Wer aber seine Emotion nicht im Griff hat, sollte auf das Auto fahren verzichten).

Gruß
Tom

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Hallo!

Ach ja, ich vermute mal, daß ich einen Crash mit 100 sicher
gut überstehen könnte. Aber 200? Bestimmt nicht.

Genau das ist das Problem, dass das sehr viele vermuten. Um
einen Crash mit 100 gut zu überstehen, muss man Glück haben.

Und ein sicheres Auto.
Ok, es kommt auch auf die Umstände an.
Soll man sich deswegen im Keller verkriechen?

Und dann noch aufregen, wenn man dadurch etwas dichter
drankommt.

Unrecht entschuldigt eben kein Unrecht und Unrecht ist gegen
Unrecht nicht aufrechenbar. Links zu fahren und den Verkehr zu
behindern ist gesetzwidrig. Hinten zu knapp auffahren aber
auch. Es ist jedenfalls nicht möglich und zulässig, das Hinten
zu knapp Auffahren damit zu begründen, dass der vordere zu
langsam fährt (außerdem ist es ohnehin nur eine der vielen
sinnlosen Ausreden. Es geht im Prinzip nur darum, dass man
seine eigene Emotion nicht im Griff hat und dafür
Rechtfertigungen sucht. Wer aber seine Emotion nicht im Griff
hat, sollte auf das Auto fahren verzichten).

Ich meinte damit, daß ich keine Vollbremsung hinlege, nur um diesem Dösbaddel vom Leib zu bleiben, und außerdem meinen evtl. vorhandenen Hintermann in Schwierigkeiten bringe. Und mich dazu.
Wenn ich die Geschwindigkeit eben reduziert habe, halte ich auch wieder genügend Abstand.
Drängeln tu ich nicht. Zumindest nicht vor einer Strecke von 5 KM. :wink:
Ich meinte schließlich nicht drängeln, sondern zwangsweise dichtes Auffahren, wenn einer kurz vor mir rauszieht.

Gruß
Tom

Gruß Gerrit