Hi Leute,
als rechtschaffener Mensch mache ich mir Gedanken, wie man einem Händler seine Pflichten näherbringen bzw. ihn davon abhalten kann, Leute schwarz zu beschäftigen.
Da stellt, angenommen, ein Arbeitgeber mehrere Arbeitnehmer gleichzeitig ein, bezahlt sie offiziell mit 400 €/Mon., aber alle sind Vollzeit beschäftigt und bekommen die restlichen Stunden unter der Hand ausbezahlt, also schwarz sozusagen.
Dies, nehmen wir mal an, geschieht auf diese Art und Weise schon seit 10 Jahren; absolute Dumping-Löhne werden den Mitarbeitern bezahlt (7 €/Std., kein Weihnachts- und kein Urlaubsgeld).
Was könnte ein Außenstehender tun, der sowas nicht länger mit ansehen möchte, jedoch seinen Namen keinesfalls in die Sache bringen kann?
Hallo,
den Zoll anrufen und anonym mit denen sprechen. Die sind dankbar für die Tips aus der Bevölkerung, denn dadurch wird ihnen ihre Arbeit leichter gemacht. Da man nicht verpflichtet ist, seinen Namen zu nennen, und auch in keinem Verfahren aussagen muß (da der Zoll selber genug Daten sammelt), kann dem Anzeigeerstatter also nichts passieren.
Gruß Sunny
Soetwas stellt „Schwarzarbeit“ dar und steht unter Strafe. Im Bereich der Wirtschaftskriminalität gibt es, gerade bei solchen Fällen, kein besonderes Schutzbedürfnis des Hinweisgebers. Wem etwas bekannt ist, der sollte auch Ross und Reiter benennen. Hierzu gehört auch die Identität des Anzeigenerstatters. Man sollte sich bewusst sein, dass Maßnahmen nach der Strafprozessordnung erhebliche Eingriffe in die Grundrechte darstellen. Falsche Verdächtigungen können ebenfalls als strafbare Handlungen verfolgt werden. Die Ermittlungsbehörden sind nicht dafür da, unliebsame Nachbarn oder Geschäftskonkurrenten aus dem Weg zu räumen. Anonyme Hinweise werden daher sehr kritisch betrachtet. Was also passiert mit anonymen Anzeigen? Vielleicht sollte man zeigen, dass man E…in der Hose hat.
Grüße.