400 V aus Verteilerkasten der Wohnung

Es liegt ein Kabel (4x6mm2), das im Verteilerkasten der Wohnung mit 400V3~ an einen Durchlauferhitzer angeschlossen werden soll. Kann mein Elektriker aus dieser Unterverteilung, in der bisher nur LS für Verbraucher mit 230 V hängen, auch 400 V zaubern?

Die erste Frage ist doch, ob diese Unterverteilung selbst mit 400V versorgt wird.
Und dann ist die Frage, ob die bisherige Installation den Durchlaufherhitzer verträgt, denn das ist ja ein ganz klein wenig mehr als ne Nachttischlampe.
Das alles wird dir ein Elektriker sagen können, nachdem er sich das angeschaut hat.

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Ein erster Blick gehört auf den Zähler. Wenn da „Wechselstromzähler“ drauf steht, geht es nicht ohne kostspielige Umbauten.

Zudem sind DLE zustimmungspflichtige Geräte, sie müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Mit 4 x 6 mm² bist du zumindest zum DLE gut aufgestellt, wenn die Leitungslänge wohnungsüblich ist und das Gerät keine 27 kW Leistung hat.

Dein DH muss aber über Fi betrieben werden und damit gibt es ein Problem

Die Zuleitung zu deiner Verteilung ist nur 4 adrig

Ml

Dein

Der

Im TN Netz? Nein.

Wo steht das?
Im Bestand ist TN-C zulässig - sogar wenn der PEN < 10 mm² ist.

Ab 2018 müssen alle Endstromkreise bis 32A über Fi geführt werden , nach der neuen VDE

der PEN darf bei diesem gerigem Querschnitt nicht aufgeteilt werden , erst ab 10 . ,mein Kenntnisstand

Welche?

Du meinst vermutlich Steckdosenstromkreise. Normale Durchlauferhitzer haben keinen Stecker.

Es liegt eine 4x6mm² zum Durchlauferhitzer.
Was vom Zähler zur Unterverteilung liegt steht doch nirgends.

Es spricht nichts gegen die 4 x 6, außer besondere Verlegearten oder Leitungslängen.

Ach halt, warte: Denkst du, der DLE würde einen Neutralleiter benötigen? Nein. Dafür haben die noch nicht einmal eine Anschlussklemme.

Das ist ja spannender als jeder Krimi. Vielleicht helfen ein paar Indizien von vor Ort :

Der DLE (18 KW) hat vier Anschlüsse, drei schwarze, ein gelb-grüner.

Bisher wurde aus der Unterverteilung ein Herd gespeist dessen Kabel in der Verteilung mit drei Sicherungen gesichert waren (vom Elektriker markiert mit “schwarz,schwarz,braun”).

Im Zählerschrank hängt ein Wechselstromzähler.

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Dann war es das.
Dass man bei Versorgung über einen Wechselstromzähler einen Elektroherd mit drei Sicherungen absichert, ist kriminell! Und zwar ernsthaft und wortwörtlich. Wenn nichts passiert ist, dann ist es nur eine Baugefährdung nach § 319 StGB - und mit Pech halt fahrlässige Brandstiftung oder Körperverletzung (ggf. mit Todesfolge).

Zuerst muss ein Drehstromzähler her. Das ist für große Verbraucher ohne Alternative.
Und dazu muss geschaut werden, wie der Zählerschrank überhaupt aussieht.

Kannst du den Zählerschrank bitte fotografieren, dann Zählernummer und andere persönliche Daten unkenntlich machen und hier hochladen?

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Wenn du Fotos vom Zählerschrank hochlädst, bitte wirklich alles mit Zählernummer, Namen, Adresse, Barcode/QR-Code und Vertragsnummer sauber schwärzen. Inhaltlich würde ich an der Stelle nichts mehr improvisieren: Wechselstromzähler + ehemaliger Herd über drei Sicherungen klingt nach etwas, das ein eingetragener Elektriker vor Ort prüfen und mit Netzbetreiber/Vermieter klären muss. Für einen 18-kW-DLE ist das kein „aus der UV zaubern“, sondern erst einmal Anschluss-/Zähler-/Leitungsprüfung.

Hallo X_Strom,
danke für deine wertvollen Anmerkungen. Zuletzt sprach ich scherzhaft von Krimi. Aber wenn der Krimi Wirklichkeit wird…!:cold_face:

Im Bemühen um Klarheit im Elektrobereich meinte ich neulich noch bên zi bêna, bluot zi bluoda.
Mittlerweile schließe ich mich dir an: insprinc haftbandun, infar wîgandun.

Die erbetenen Fotos liegen bei. Mich deucht (um es auf neu-merseburgisch zu sagen), dass von den oberen drei Sicherungen links zwei blind sind, sowie von den unteren dreien zwei nicht geschaltet.

Vielleicht wurde vom Elektriker für den Herd der älteren Dame, die vor mir in der Wohnung lebte, zwar ein fünfadriges Kabel gelegt, dies jedoch nicht als Drehstrom angeschlossen?

Im Zählerschrank hängen fünf Zähler (Wohnungen und Treppenhaus), für zwei Wohnungen als Smart Meter.

Man soll ein Buch ja nicht nach dem Umschlag beurteilen, aber vielleicht sagt die Kabeldicke zwischen Zähler und Unterverteilung etwas über dessen Inneres: 19 mm, Kabellänge zur Unterverteilung: 16 m, Nym-grau.

Ich hoffe, die Angaben helfen bei der Aufklärung des Elektro-“Krimis”.

Der Vollständigkeit halber die oberen Sicherungen komplett:

Der Zählerschrank ist nicht überaltert.
Der Einbau eines Drehstromzählers sieht möglich aus.
19mm Durchmesser könnte eine 4 x 16 oder 5 x 10 mm² sein.

Bei vieradrigen Leitungen sieht’s mit der Norm so aus, dass das im Bestand zulässig ist und über Jahrzehnte so gebaut wurde, aktuell aber nicht mehr erlaubt für Neuerrichtungen, Erweiterungen und Änderungen ist.

Bei einem vorhandenen 4 x 16 müsste also wegen der Installation des Drehstromzählers auch das Kabel zur Unterverteilung erneuert werden?

Müsste - Ja, das ist so.
Läuft das bei 80% aller Bestandsimmobilien ohne Probleme mit vier Adern? - Ja, das ist auch so.

Interessierter Laie hier. Was ist daran falsch bzw. was macht das so gefährlich?

Drehstrom: Herd voll anmachen, er zieht 11 kW. Je Außenleiter („Phase“) 16 A, das Ganze dreimal. Auf dem Neutralleiter fließen dann 0 A, da sich Ströme vektoriell addieren und wegen der Phasenverschiebung exakt auslöschen.

Wechselstrom: Je Sicherung fließen 16 A. Aber die Sicherungen liegen am selben Außenleiter. Auf dem Neutralleiter fließen nun 48 A.

Nun ist die Leitung zum Herd aber meist nur für 16 A ausgelegt.

Ich habe schon ganz real über 40 A auf einer Ader mit 1,5 mm² gemessen, die wird schnell extrem heiß und kann schmoren.
Da keine Sicherung überlastet wird, löst auch keine aus. Erst wenn das Kabel brennt…

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