400qm

hallo,
in den 60er Jahren haben viele noch einen Garten angelegt(nicht Rasen) um günstig an Lebensmitteln zu kommen:
was lohnt wirtschaftlich 2005 noch bzw.
was lohnt anzubauen in einem 400qm Garten?
danke
Friedrich

Hallo Friedrich,

in einem Hoch- oder Hügelbeet kannst allerlei Nützliches anbauen, Salate,
Tomaten, div. Gemüse. Vorteil: Bei einer Fläche von 1 m x 1,5m x X m Länge
verbrauchst du nicht viel Gartenfläche, kannst, je nach Lage, mehrere
Erträge haben und hast ein unbeschwertes Arbeiten.

Außerdem lohnt sich der Anbau von Kräutern aller Art immer. Für Beerenobst
und zwei Buschäpfel könnte auch noch ein Plätzchen gefunden werden. Du
musst also nicht verhungern.

Gruß
Horst

Hallo Friedrich !

Hast Du schon ein Grundstück im Auge ?

Mein Mann und ich haben vor 15 Jahren ein Grundstück mit Haus dieser Größe als vorzeitiges Erbe bekommen. Ein paar Ziersträucher standen schon drauf.
Von Beginn an haben wir uns drauf geeinigt, nur Pflanzen zu setzen, die in irgendeiner Form zur Ernährung beitragen. Jetzt haben wir also an Sträuchern und Bäumen : Josta-, rote + schwarze Johannis (5 )-, Brom-,Him- und Walderdbeeren, 1 Kirschbaum, 1 Pflaume 1 Apfel, 2 Sanddorn und 2 Haselnüsse. Dazu noch drei Hochbbeete. habe aber noch zwei Flieder und diverse Rosen dazwischen geschmuggelt.
Auf den Hochbeeten baue ich unterdessen nur noch Gemüse an, welches ich frisch zum Essenkochen nutze : Tomaten, Gurken, Erbsen, Rote Bete, Bohnen, Pflücksalate,Paprika,Lauch, einige Kräuter dazwischen.
Es geht also ganz gut so. Paprika und Tomaten baue ich zusätzlich auch noch in Töpfen an.
Mit etwas Phantasie ist auf 400qm also durchaus was zu machen.

Sabine

Hallo Friedrich,

was lohnt anzubauen in einem 400qm Garten?

also ich hab auch ca 400 qm Nutzgarten.
Dort stehen:
ein halbes Dutzend Johannisbeersträucher
drei Stachelbeersträucher
Zwei Himbeerhecken
ca. 15 qm Erdbeeren

Ansonsten bau ich Stangenbohnen und Zwiebeln an.

Da ich in den letzten Jahren wegen Hausan-, Um- und Ausbau kaum zur Gärtnern gekommen bin, wars das.
Ansonsten wuchsen dort noch:
Zuccini
Zwiebeln
Knoblauch
Kohlrabi
Salat
Breitlauch
diverse Kohlsorten
Kartoffeln

Allerdings mußt Du das alles entweder unter dem Aspekt Hobby oder Kontrolle sehen, denn rein vom finanziellen ist das nicht besonders lukrativ

Gandalf

Hallo Friedrich
Eine Wirtschaftliche Nutzung vo 400qm auf der Bassis von früher ist bei den heutigen Marktpreisen nicht möglich.Der Anbau von Gemüse für den Eigenbedarf und zur Freude für sich selbst ja.Ein Nischen Produkt auf Bio Art zb. Scharzer Retich ( Naturmedizin ) zum verkauf im Bekanntenkreis wehre eine Alternative . Große Gewinne sind aber nicht zuerwarten außer eine Gesunde Medizin auch für sich selbst. Gruß Rolf

Hallo !

Nichts „lohnt“ sich!! Man kann, wenn man will, aber man zahlt mehr drauf, als es im Laden kostet. Egal was!

mfgConrad

Aber eine frisch gepflückte sonnenwarme Tomate mit Basilikum am Abend ist für mich unbezahlbar ! :smile: Bald gehts wieder los, jipiiiiih

Sabine

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Wie schon viele andere geschrieben haben: rein finanziell lohnt sich ein Garten nicht, wenn man Discounter-Gemüsepreise zum Vergleich heranzieht. Die richtige Bezugsgröße wäre imo Biogemüse in Premiumqualität…

Aaaaber: Man erhält aus dem Garten Obst und Gemüse in Bioqualität aber frischer als von jedem Ökobauern / -laden. Und das macht geschmacklich eine Menge aus.

Was ich bevorzuge beim Anbau (hatte bisher nur ca. 200 qm, das soll sich aber ändern):

(1) Was man zur Hand haben möchte:
Kräuter aller Art,( bestimmt 25 verschiedene), Winterheckezwiebel (das erste Lauch, ab Februar, köstlich…, Sellerie (wegen des Grüns…)
(2) Was entweder sehr teuer oder kaum zu bekommen ist
Stangenbohnen, Renekloden, Erdbeeren, Süsskirschen, Strauchbeeren, Wein …
(3) Gemüse und Obst, bei dem man den Qualitätsunterschied immens merkt:
Erdbeeren, Tomaten, Auberginen, Gurken, Porree, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi

Ich bevorzuge Gemüse, welches wenig Arbeit macht in der Küche(Stangenbohnen statt Grünkohl), wenig schädlingsanfällig ist (Kohlrabi statt Blumenkohl) und möglichst ohne Tiefkühlen / Einwecken gelagert oder im Garten belassen werden kann (Porree, Sellerie, Möhren, rote Beete…). Generell steht der hochwertige Frischverzehr der Vorratswirtschaft voran, und minimaler Arbeitseinsatz (mulchen, Flächenkompost etc.) gewinnt gegenüber dem Vorzeigegarten…

dalga

Vor allem hast du Obst und Gemüse ohne sämtliche Gifte die erwerbsmässige Bauern draufschütten. Mein Wellensittich ist an gekauftem Kopfsalat gestorben. Kenne eine andere Familie da war es gleich die Vogelschar in einer Voliere. Also kaufen wir nur im Winter was unbedingt sein muss.

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Hallo Friedrich,

im Tenor schließe ich mich hier den Beiträgen vor allem von dalga und sabine an.

Was die Wirtschaftlichkeit betrifft, noch ein paar Ansätze zur Rechnerey:

(1) Wenn das Grundstück „eh da“ ist, und keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten sinnvoll oder erlaubt sind, muss man dessen Kosten mit Null ansetzen.
(2) Die Bewertung der eingesetzten Arbeitszeit dürfte der Knackpunkt sein. Wenn ich sie mit dem Satz bewerte, die in meinem Verein eine Stunde nicht geleisteter Gemeinschaftsarbeit kostet, 8€/h, esse ich Gemüse zu Apothekenpreisen. Wenn ich sie mit ungefähr Null bewerte, komme ich unter Berücksichtigung alles eingesetzten Materials zu einer Gesamtrentabilität von langjährig etwa Null, je nach Jahr geringfügig positiv oder negativ.
(3) Das Verhalten von Selbst-Anbauern ist dennoch aus ökonomischer Sicht nicht irrational. Die Frage „rentabel oder nicht“ hängt davon ab, welche Leistungen des Gemüsegartens man wie bewertet. Wenn man sich auf „messbare“ Qualität der Erzeugnisse beschränkt, führt dieses bei aktuellen Marktpreisen von Bioware noch nicht unbedingt zu einer sichtbar positiven Gesamtrentabilität des Vorhabens. Jetzt ist es aber so, dass „Bio“ grundsätzlich bloß heißt, dass auf bestimmte Maßnahmen verzichtet worden ist. Einiges lässt sich, egal ob bio oder nicht, im Handel nicht anbieten. Beispiel: 2004 war bei mir gänzlich Essig mit den Bonsaimelonen, die nicht gescheit reif geworden sind. 2003 hatte ich richtig viele Kantalup-Melonen, die ich bis zur Vollreife, wenn der Stielansatz sich schon zu lösen anfängt und die Früchte schon äußerlich einen ganz leichten Ansatz von „gammeligen“ Stellen haben, hängen lassen konnte. Solche Melonen habe ich auch in Spanien, auch in der Provence, auch in Italien noch nie vorher gegessen und ich habe das Aroma heute noch in Erinnerung. Von Tomaten, Basilikum, Auberginen etc. war schon die Rede, aber ich bin etwa auch mit Karotten schon richtig schleckig geworden: Ich mag die gekauften, egal aus welcher Quelle, nicht mehr. Wie will man derlei Qualitäten bewerten? Ich glaube nicht, dass ich für Melonen oder Gemüse in der beschriebenen Qualität im Handel einen „angemessenen“ Preis zu zahlen bereit wäre - insofern wachsen auch hier die Bäume nicht in den Himmel.

Mir scheint entscheidend die Bewertung einer Leistung des Projektes, nämlich der Wert der darin - mit oder ohne Arbeit - zugebrachten Zeit. Wenn man sich gern im Garten aufhält und auch gern darin wurstelt, kann da nämlich auch schon etwas rauskommen. Wenn ich wenigstens die Stunden, die mir richig gut gefallen, etwa zum Preis einer Stunde Kino ansetze, kommt da schon richtig was rum.

Ich sage deswegen Kino, weil ein Gemüsegarten nicht bloß optisch viel entspannender ist als eine Rasenfläche, sondern auch viel intensiver belebt. Das geht gleich nach der Konvertierung los mit den sowieso überall vorhandenen Blau- und Kohlmeisen, die nun nicht grade zu den bedrohten Arten gehören, aber schnell jede Scheu verlieren und endlos possierlich anzuschauen sind. Amseln, die als Kulturfolger auch keinen riesenhaften ökologischen Wert haben, aber wenn ein Amselhahn sein Revier klarmacht, und man drauf horchen kann, was er wieder für neue Motive für sein Lied gefunden hat: Hat schon was. Irgendwann sind dann auch Rotschwänzchen, Zaunkönige, Goldhähnchen, Schwanzmeisen, Distelfinken usw. - je nach Lage des Gartens - da.

(Adelheid, Adelheid - komm schnell schauen - da sitzt eine riesen Tettigonia!)

Ja, ich glaube, von diesem Punkt in der Bewertung des Ganzen hängts ab, ob so ein Projekt rentabel ist.

Schöne Grüße

MM

Hallo Ulrike,

Vielen Dank für so einen fundierten Artikel.

Zur Zeit werden mehr Pestizide und vor allem Herbizide in Privatgärten ausgebracht, als im gesamten Gartenbau. Dazu kommt noch die Frage nach der sachgerechten Ausbringung.(Ich weiß, ihr seit voll biologisch - aber Eure Nachbarn auch???)

Ich bin im Obst und Gemüsehandel tätig, da wir verpflichtet sind regelmäßig unsere Ware untersuchen zu lassen habe ich einen Einblick in das was appliziert wird und wieviel Rückstände gefunden werden. Innerhalb der letzten 4 Jahre haben wir zwei!!! Proben gehabt, bei denen die Granzwerte überschritten waren.Zweimal zuviel sicherlich, aber in anbetracht der Mengen, die getestet wurden ein verschwindend geringer Anteil.(Es handelte sich übrigens um Paprika aus Spanien und Nektarinen aus Italien).

Dieses ganze Thema ist leider nur noch emotional besetzt. Menschen deren Tiere angeblich aufgrund von Vergiftungen durch normale Lebensmittel gestorben sind findet man zuhauf, geht man in die Tiefe bleibt davon NICHTS übrig.

Es tut mir leid um Deinen Vogel, aber such auch mal nach anderen Todesursachen.

Gruß
Ludger

400qm sind nur für Gemüse zu viel.
hallo Friedrich

in den 60er Jahren haben viele noch einen Garten
angelegt(nicht Rasen) um günstig an Lebensmitteln zu kommen:
was lohnt wirtschaftlich 2005 noch bzw.
was lohnt anzubauen in einem 400qm Garten?

Ein Garten ist ein Steckenpferd. Von meinen Eltern erbte ich mal einen von 350qm. Ehrlich, das war eine Schinderei und wurde verkauft. Jetzt, 40 Jahre später, habe ich mir wieder einen angelegt - 200qm, davon 100qm für Gemüse und ich muß sagen: Für 2-3 Personen ist er reichlich. Um vom Wetter etwas unabhängig zu sein, habe ich mir noch ein Zelt von knapp 9 qm (für Sämlinge, Frühgemüse, Tomaten etc.).

Eines sollte man jedoch immer beachten:
Der Garten dient nicht nur der Ernährung mit frischen Obst und Gemüse, sondern soll auch für die Nachbarn sehenswert sein. Darum befinden sich jedes Jahr bei mir am Zaun je eine Zeile Riesenzwiebeln, -rettiche und -kohlrabi. Unkraut darf nun wieder nicht, das hängt ebenfalls mit den Nachbarn zusammen. Wer das missachtet, sollte es sein lassen und die Wiese regelmäßig kurz halten.

Und nicht zu vergessen:
Die Enkel benötigen unbedingt auch mal ein paar Wassermelonen, falls sie Opa besuchen.

der Hinterwäldler

P.S.: Guck mal ein Stück weiter oben, da saut mal wieder wirklich jemand rum!

Unkraut darf nun

wieder nicht, das hängt ebenfalls mit den Nachbarn zusammen.
Wer das missachtet, sollte es sein lassen und die Wiese
regelmäßig kurz halten.

Hallo Hinterwädler,

das sehe ich etwas anders. Sogenanntes Unkraut hat sehr wohl seinen Platz bei mir im Garten,z.B. Löwenzahn blüht sehr schön und ist eine Augen- und Bienenweide, Brennesseln brauche ich als Spritz- und Düngebrühe und ab und zu wandert davon auch was in meine Küche. Einen Teil der Wiese mähe ich nur zweimal im Jahr, meine sogenannte Wildblumenwiese. Dort darf sich alles aussamen, was den Boden mag. Wenn ich nur nach den Regeln meiner Nachbarn meinen Garten gestalten dürfte/würde, hätte ich auch so ne Friedhofskultur : Thujen, Taxus und langweiliger grüner Rasen.
Natürlich trage ich Sorge, daß nichts in die Gärten rüberwächst, aber deine Aussage, daß man es dann gleich sein lassen soll, kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen.

Sabine

Hallo,

Nichts „lohnt“ sich!! Man kann, wenn man will, aber man zahlt
mehr drauf, als es im Laden kostet. Egal was!

ich schätze mal, wir holen aus unserem Garten jährlich Gemüse im Wert von ca 500 bis 700 Euro. Soviel Geld geben wir aber nicht für diesen Garten aus. Insofern lohnt es sich schon. Den Arbeitsaufwand kann man auch nicht verrechnen, da mir niemand Geld dafür geben würde, wenn ich die Zeit statt dessen vor dem Fernseher verbringe.

Es ist interessant: Immer wenn ein Hobby nicht nur einfach Geld kostet, sondern auch etwas „zurückgibt“, wird gefragt, ob es sich lohnt. Solange es nur Kosten verursacht ist es eben „ein Hobby“. Wenn ich als Hobby Marathonlauf hätte, würde mich das mehr Kosten, denn ich müsste zu den entsprechenden Veranstaltungen fahren. Damit ist es also lohnender, Gemüse anzubauen als Marathon zu laufen :smile:)

Gruß, Niels

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Nachtrag Re: 400qm - Achtung kein Dummfug
hallo,
könnte ich im 400 qm Garten BIOTreibstoff anbauen -
meine Treibstoff für ein BIO-Diesel-PKW?
(bzw. ergibt das eine sinnvoll große Menge?)
danke
Friedrich
PS:http://journeytoforever.org/media/s/sunflowers.jpg
sonst
Kartoffeln mag ich sonst besonders gern!

Hallo nochmal,

könnte ich im 400 qm Garten BIOTreibstoff anbauen -
meine Treibstoff für ein BIO-Diesel-PKW?
(bzw. ergibt das eine sinnvoll große Menge?)

das läuft auf eine reine Spielerei raus. Raps bringt etwa 1.000-1.200 l aufbereiteten Diesel/ha. Von 400m² also rund vierzig Liter. Du brauchts dafür einen Zaun, den man restlos entfernen kann, weil: Arbeitsbreite Pflug je nach Boden knapp 2m. Grubber ca. 3m. Saatbettkombi etwa 6m. Spritze etwa 12m. Mähdrescher etwa 3,50m.

Außerdem gut Abstand zum Haus: Pflug und Grubber greifen gut nach hinten aus, da ist bei einer schwungvollen Wendung schnell der Balkong ab. Vorgewende von etwa 3m muss ohnehin abgezogen werden, viel Platz bleibt da nicht übrig.

Und Du hast damit noch niemanden, der Dir die beschriebenen Arbeiten überhaupt durchführt. Insbesondere den Mähdrusch wird für so einen kleinen Bodensatz im Mähdrescher nur ein Lohnunternehmer machen, der den Acker nebenan leer macht und dann noch den kleinen Schlenker über Deinen Rapsacker macht.

Gesetzt, es gibt Lohnunternehmer, die die Arbeiten machen: Da ist dann wegen der Anfahrtswege die Bearbeitung der Fläche so ein Verlustgeschäft, dass Du froh sein wirst, nicht auch noch die Raffinerie bezahlen zu müssen…

sonst
Kartoffeln mag ich sonst besonders gern!

Eine Fruchtfolge Bohnen-Kartoffeln-Bohnen-Kartoffeln lässt sich ohne was anderes dazwischen ne Weile durchhalten, aber die Bohnen bringen nicht, was die Kartoffeln zehren. Wenn Du Verbindungen zu einem Reitstall hast: Alter Rossmist und Kartoffeln passen ganz gut zusammen.

Aber: Sowohl Bohnen als auch Kartoffeln sind mit nicht wenig Arbeit verbunden. Zu deren Bewertung vgl. meinen anderen Beitrag.

Schöne Grüße

MM

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