450 W Netzteil und nur wenig Leistungsbedarf

Hallo Experten,

habe gestern ein älteres Serverboard mit Dual Pentium-Pro geschenkt bekommen. Hab’s in ein altes Gehäuse eingebaut und noch ne alte Festplatte rein. Nur als Netzteil hatte ich noch ein (nicht sehr hochwertiges) mit 450 Watt übrig.

Meine Frage:
Ist das für das Netzteil oder Board schädlich, wenn es nur mit einer eher geringen Leistung (Schätze mal bis ca. 120 W) belastet wird?

Gruß

Joe

Hy,

Ist das für das Netzteil oder Board schädlich, wenn es nur mit
einer eher geringen Leistung (Schätze mal bis ca. 120 W)
belastet wird?

Wenn die sonstigen Werte des Netzteils zum Mainboard passen nicht.
Die Angabe der Watt-Zahl gibt nur den „maximalwert“ der belastung an, die insgesamt gezogen werden kann.
Wenn das MB also 100 watt frist, eine festplatte sagen wir mal 60, CD Rom 40 oder so (war jetzt geraten, hab keine Werte ausm Kopf parat) … kannst Du das einfach aufaddieren bis Du an diesen maximalwert des netzteiles kommst. Wenn da halt nur das Mainboard und sagen wie mal ein CD und HDD hast reicht das also dreimal :wink:

Gruß
h.

Wenn die sonstigen Werte des Netzteils zum Mainboard passen
nicht.

richtig

Die Angabe der Watt-Zahl gibt nur den „maximalwert“ der
belastung an, die insgesamt gezogen werden kann.

nur bei hochwertigen Markennetzteilen richtig, bei Billignetzteilen gibt der Wert gar nix an, außer der Phanasiebegabung und dem Frechheitslevel einer Marketingabteilung.

Wenn das MB also 100 watt frist, eine festplatte sagen wir mal
60, CD Rom 40 oder so (war jetzt geraten, hab keine Werte ausm
Kopf parat)

eher jeweils ca. 2 Watt (Ruhe) bis max. ~15 Watt (Dauerbetrieb)

… kannst Du das einfach aufaddieren bis Du an
diesen maximalwert des netzteiles kommst.

nein, das geht so nicht, denn:

Die aufgedruckte Leistung kann der Hersteller deklarieren, wie er lustig ist. Während bei hochwertigen Markennetzteilen (Enermax, Tagan, Be Quiet!, Fortron etc. pp.) meist ein real erreichbarer Wert auf dem Netzteil steht, geben andere Hersteller nur die Peak-Last an, die das Netzteil zwar für einige Sekunden liefern kann, aber nicht dauerhaft (diese kann bis 150 Watt niedriger sein) oder sie geben sogar nur einen rechnerischen Wert der max. erreichbaren Lasten auf den einzelnen Leitungen an, den das NT bei gleichzeitiger Belastung mehrerer Leitungen (3.3 & 5 Volt) nicht annähernd erreicht.
Billignetzteile, die mit 450 - 500 Watt deklariert sind, schaffen unter realen Bedingungen oft gerade mal so 250 - 300 Watt Dauerlast, ehe sie in die Knie gehen.
Ein Indiz für die reale Leistungsfähigkeit sind bei guten Netzteilen die Angaben „Combined Power“ und die Leistung (V*A) der 12 Volt - Schiene.

Verschiedene Bauteile belasten das Netzteil auf verschiedenen Schienen (3.3, 5.0 oder 12 Volt). Jede dieser Schienen hat eine Maximalleistung, die weit unter der Gesamtleistung des Netzteils liegt. Deshalb erreicht ein Netzteil die angegebene Maximalleistung ohnehin nur, wenn es auf allen Schienen absolut ausgeglichen belastet wird. Das ist in der Realität aber nicht mal annähernd der Fall. So belasten PC’s mit Pentium 4 - Prozessor z.B. gerade die 12 Volt - Leitung sehr stark, weil sich neben den Laufwerken und Gehäuselüftern auch noch die CPU überwiegend aus der 12 V - Leitung versorgt. Extrembeispiel: Ein NT, welches reale 450 Watt liefern kann, dürfte auf der 12 Volt - Leitung realistisch etwa 200 Watt liefern. Wenn sich der PC nun zu 80% aus der 12 Volt - Leitung bedient, ist das 450 Watt - NT bei 240 Watt am Ende seines Leistungsvermögens.

Wenn da halt nur das
Mainboard und sagen wie mal ein CD und HDD hast reicht das
also dreimal :wink:

Denke auch, dass es in jedem Fall reichen sollte, auch bei mehr Laufwerken.