Ein Arbeitnehmer arbeitet 11 Stunden die Woche und erhält dafür nach Tarif 489 Euro brutto.
Auf dem Arbeitsvertrag kann der Arbeitnehmer nun wählen, ob er die Gleitzonenregelung in Anspruch nehmen möchte oder darauf verzichten möchte.
Welche Vor- und Nachteile hat der Arbeitnehmer? Rentiert es sich, monatlich 30 Euro mehr in die Rentenversicherung einzuzahlen (also auf Gleitzoneregelung zu verzichten)? Oder wäre es sinnvoller, die Gleitzonenregelung anzunehmen, weniger Rentenbeiträge zuzahlen und das daher mehr ausbezahlte Geld privat anzulegen?
nachfolgend ein Auszug aus einem Rundschreiben der Spitzenverbände der Krankenkassen zu diesem Thema :
4.3.8 Verzicht auf die Reduzierung des Arbeitnehmerbeitrags
In der Rentenversicherung richtet sich die Höhe der Rentenansprüche nach dem beitrags-pflichtigen Arbeitsentgelt. Aufgrund der Reduzierung des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts und daraus folgend des Arbeitnehmerbeitragsanteils bei Beschäftigungen in der Gleitzone werden der späteren Rentenberechnung für diese Zeit auch nur die reduzierten Arbeitsent-gelte zugrunde gelegt. Das heißt, aufgrund des reduzierten Arbeitnehmerbeitrags erwirbt der Beschäftigte reduzierte Rentenanwartschaften.
Versicherungspflichtige Arbeitnehmer, die Beschäftigungen in der Gleitzone ausüben, haben in der Rentenversicherung die Möglichkeit, auf die Reduzierung des beitragspflichtigen Ar-beitsentgelts zu verzichten und den vollen Arbeitnehmerbeitrag zu zahlen (§ 163 Abs. 10 Satz 6 SGB VI). Durch den Verzicht auf die Anwendung der besonderen Regelungen zur Gleitzone können die damit verbundenen rentenmindernden Auswirkungen in der gesetzli-chen Rentenversicherung vermieden werden.