Hallo,
ich habe dieses Posting auch noch mal
unter Telekommunikation stehen, weil ich
mir nicht sicher bin wo ich richtig bin!
Folgendes Problem: Wir haben in der
Karibik ein Grundstueck gekauft und
wollen uns dort jetzt Telefon hinlegen
lassen. Dafuer wuerde uns die
Telefongesellschaft gerne 12-13.000 DM
abknoepfen - die wir weder haben, noch
dafuer ausgeben moechten.
Grund: Der Platz wo unser Haus hinkommt
ist etwas ueber 800 m vom letzten
Telefonanschluss entfernt (da wo das
Kabel der Telefongesellschaft eben zu
Ende ist).
Da sollen jetzt die Strasse entlang auf
unsere Kosten Masten gesetzt und Kabel
gezogen werden.
Nun faengt unser Grundstueck aber schon
ca 300 m nach dem offiziellen Kabelende
an und bis dorthin gibt es auch noch
Strommasten, an die das Telefon
angeklemmt werden koennte, wie es sonst
auch der Fall ist.
Jetzt haben wir ueberlegt, ob wir uns das
Telefon nicht einfach nur bis zu unserem
Grundstueck legen lassen sollen, was
wegen der vorhanden Masten nicht so sehr
teuer sein kann und dort einen Anschluss
erstellen lassen. Dann wuerden wir ueber
unser Grundstueck die restlichen 500 m
bis zu unserem Haus legen (ueber- oder
unterirdisch?!).
Nun die eigentlichen Fragen:
- Kann man an einen normalen
Telefon-Anschluss so ein langes Kabel
anschliessen ohne wesentlichen Verlust
und Stoergeraeusche? (Wir wollen ja auch
ins Internet!)
Die Länge spielt keine Rolle, jedoch nur selten verlegen die Telefongesellschaften parallel zu den Stromleitungen da mit längst EMK zu rechnen ist. Gut, gesehen habe ich es schon, aber dann war es sicherlich nur ene Notlösung, auch in den südlichen Ländern. Wenn Du es privat verlegst und es der Telecom zur Verfügung stellst ist es o.k., jedoch sollte es eine Schirmung haben - und Luftkabel hat ein Stahlschirm, der dann aber auch beiderseitig geerdet werden muß.
- Was muss man wegen der Kabelstaerke
und Qualitaet beachten? (drei
Telefonanschluesse!)
Je dünner der Draht, desdo besser die Qualität. Bei unserer ehm.Post wurde für Ortsnetze meist ein Drahtdurchmesser von 0,4mm genommen. Damit hat man die Kapazität der Leitung verringert, da eine 0,4mm Oberfläche kleiner ist wie eine 0,6mm Oberfläche. In Privatnetzen wird in der Regel 0,6mm verwendet. Bei 60V Ämtern keine probleme, nur wenn Du eine Außenliegende Nebenstelle haben willst, und Deine Anlage ein 24V Netzteil hat muß Du ein Zusatzspeisegerät dazwischenschleifen. Dieses wird allerdingst im Bereich der Telekom nichtmehr geschaltet, da die Standleitungen heute übers Amt geschaltet werden, und die Telekom die Qualität der Leitung garantiert.
Dein Kabel würde dann 3paarig sein (wenn es als Lüftkabel nicht gibt ein 4paariges, welches ev. sogar günstiger ist, verwenden) Also ein Z-Y(St)Y 4x2x0,6.
- Hat jemand eine Ahnung was so ein
Kabel kostet?
Mit 3,00 DM muß Du rechnen.
- Braucht man vielleicht einen
Verstaerker oder sowas?
Nein
- Wuerdet Ihr ober- oder unterirdisch
empfehlen? Geht auch durch kleinen Fluss
und ist oberirdisch sehr unwegsam!
Holzmaste werden billiger wie Erdarbeiten. Flusskabel wird teurer wie Erdkabel. Luftkabel ist teurer wie Erdkabel.
Erdverlegungen werden teurer wie Luftverlegungen. Doch bei Luftverlegungen auch an das Zubehör denken (nicht unerheblich)
Freue mich ueber jeden Hinweis von Euch!!
Danke Christian
Bei allem Hickhack, wichtig sind die Vorschriften des jeweiligen Landes. So wird der Stromweg d.h. wenn Du das Kabel verlegst und bezahls und die Telecom des jeweiligen Landes (Erkundigungen) dort ein Amt durchschalten soll auch Eigentum der jeweiligen Telecom. Wenn im Verlauf des Kabels noch eine Andere Technik z.B. eine Uhr oder ein Feuermelder mit durchgeschaltet werden soll, so ist es in einigen Ländern so, daß dann die Anlagen auch Eigentum der jeweiligen Telecom werden.
Warum eigentlich ein Kabel. Internet viva Satelit und Telefon eine Satkopfstelle verwenden. Schau einmal bei
http://www.lorenzen.de
nach. Da ist ein Eutelsatsystem beschriben.
Oder über Imrasat,
http://www.shamrock.de
Gruß
Friedrich