52 J./sehr starke Regelblutungen/wie weiter?

Bis zum 51. Lebensjahr habe ich die Pille genommen. Dann habe ich kein Rezept mehr bekommen. Das ist jetzt gut 1 Jahr her.
Inzwischen habe ich meine Regelblutungen weiterhin regelmäßig, aber sie werden immer stärker. Trotz Tampon+super dicke Vorlage schwimme ich in den ersten beiden Tagen fast weg, besonders nachts!

Vor 4 Wochen war ich nun zu einer Ausschabung. Befund ist ok. Alles paletti.
Seit gestern blute ich wieder wie gehabt. Es läuft nur so aus mir raus! Bin gestern gleich zu meiner Frauenärztin und habe Krawall gemacht, dass ich rankomme.
Sie meinte dann, meine Erwartungshaltung nach der Ausschabung, in Zukunft ohne Regelblutung zu sein, würde sich wohl nicht erfüllen.
Ich sollte es mal mit Norethisteron 1 mg versuchen. Jetzt 3 Packungen hintereinander weg nehmen und in 3 Monaten kann ich einen Termin machen. Dann sehen wir weiter.
Es wäre ja auch noch „die OP“ möglich.
Vor einer Gebärmutterentfernung habe ich aber großen „Respekt“.

Ich würde gern die Meinung anderer Spezialisten anhören.

Hallo Cinestar,

da kann ich Dir leider nicht helfen. Vielleicht ziehst Du noch einen zweiten Frauenarzt zu Rate?

LG und alles Gute!
Michael

Hallo,
tut mir leid.
leider kenne ich mich in Gynäkologie nicht aus
und kann Dir nicht weiterhelfen. Ich wünsche für den weiteren Verlauf alles Gute.Annette

Hallo!
Suchen Sie ruhig einen 2. Gynäkologen auf.
Das Problem vor den beginnenden Wechseljahren gibt es öfter.Wichtig ist, daß es nicht zur Blutarmut kommt bei zu starken Blutungen. Sollte das der Fall sein, muss die Gebärmutter entfernt werden.
Mit freundlichen Grüßen
K.Höwekamp

Liebe Cinestar.
Ich würde den Rat Ihrer Frauenärztin befolgen und Norethisteron einnehmen. Es behebt die Störung des Zyklus und die Blutung sollte vorerst ausbleiben. Nehmen Sie das Medikament nach Vorschrift ein und vereinbaren Sie, wie von Iher Frauenärztin vorgeschlagen, nach Einnahme der 3 Packungen einen Termin bei ihr.
Durch Norethisteron kann sich der Zyklus wieder einpendeln, es muss nicht unbedingt eine OP durchgeführt werden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.
Liebe Grüße und alles Gute,
Naddel-B

Hallo, Ihre Anfrage ist berechtigt. Es schadet nie sich eine zweite Meinung einzuholen. Grundsätzlich muss ich sagen ist soweit alles korrekt gelaufen. Eine histologische Abklärung ist immer erforderlich. Oftmals ändert dies jedoch nichts an der Problematik.

Die Hormontherapie könnte helfen. Ich betone könnte, denn Gewissheit dafür gibt es nicht.

Weitere Alternativen gibt es kaum. Oftmals konnten wir sehr gute Erfolge mit der Einlage einer Hormonspirale erzielen, d.h. gründlich ausschaben und direkt die Mirena (Hormonspirale) einlegen. Sie gibt nur lokal auf die Gebärmutterschleimhaut Östrogen ab. Die Dosis ist so gering, dass sie nicht im Blut nachweisbar ist. Der Hormonanteil bewirkt jedoch dass sich die Schleimhaut deutlich geringer aufbaut und die Blutungen damit deutlich reduziert werden. Manche Patientinne haben nach Einlage eine etwas längere Phase der Schmierblutung aber sind dann auf lange Sicht von schweren Menstruationsblutungen befreit. Der Nachteil besteht nur darin, dass die Mirena nicht zur Therapie bei Blutungsstörungen zugelassen ist, sondern nur zur Verhütung. Daher übernehmen die Krankenkassen die Kosten selten oder nur teilweise.

Eine andere Option wäre eine Abtragung der Gebärmutterschleimhaut mittels Hitze (Endometriumablatio). Ist vom OP-Umfang ähnlich wie eine Ausschabung. Wie die Kostenübernahme ist muss mit der Krankenkasse geklärt werden.

Die dritte Möglichkeit wäre die Gebärmutterentfernung. Manchmal ist das auch wirklich die einzige Lösung und um ehrlich zu sein sollte man dies, falls erforderlich auch nicht zu lange hinauszögern oder mit anderen Maßnahmen experimentieren. Bevor der Körper durch die starke Blutung zu sehr „ausgelutscht“ wird ist es besser zu handeln. Wenn der Eingriff noch vaginal (durch die Scheide) durchgeführt wird, dann ist dies auch ein „gut verträglicher“ Eingriff.

Es ist schwer die optimale Empfehlung zu geben wenn man die Ultraschallbilder der Gebärmutter nicht kennt. Aber ich hoffe ein wenig Klarheit in die Angelegenheit gegeben zu haben.

Für eventuelle Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Eine Anmerkung noch: wir führen die Gebärmutterentfernungen vaginal sehr häufig durch. Für die Patientin bedeutet dies max 2-3 Tage stationärer Aufenthalt und danach kann sie sich entspannt zu Hause erholen.

Alles Gute

Claudia Harms

Bis zum 51. Lebensjahr habe ich die Pille genommen. Dann habe

ich kein Rezept mehr bekommen. Das ist jetzt gut 1 Jahr her.
Inzwischen habe ich meine Regelblutungen weiterhin regelmäßig,
aber sie werden immer stärker. Trotz Tampon+super dicke
Vorlage schwimme ich in den ersten beiden Tagen fast weg,
besonders nachts!

Vor 4 Wochen war ich nun zu einer Ausschabung. Befund ist ok.
Alles paletti.
Seit gestern blute ich wieder wie gehabt. Es läuft nur so aus
mir raus! Bin gestern gleich zu meiner Frauenärztin und habe
Krawall gemacht, dass ich rankomme.
Sie meinte dann, meine Erwartungshaltung nach der Ausschabung,
in Zukunft ohne Regelblutung zu sein, würde sich wohl nicht
erfüllen.
Ich sollte es mal mit Norethisteron 1 mg versuchen. Jetzt 3
Packungen hintereinander weg nehmen und in 3 Monaten kann ich
einen Termin machen. Dann sehen wir weiter.
Es wäre ja auch noch „die OP“ möglich.
Vor einer Gebärmutterentfernung habe ich aber großen
„Respekt“.

Ich würde gern die Meinung anderer Spezialisten anhören.

Wichtig ist, daß es nicht zur Blutarmut kommt bei zu
starken Blutungen. Sollte das der Fall sein, muss die
Gebärmutter entfernt werden.

Vielen Dank für die Antwort.
Was bitte ist denn unter Blutarmut zu verstehen? Wer kann das denn kontrollieren? Ich meine, ich bin jetzt nicht besonders blass oder so.
Viele Grüße
Cinestar

Ich würde den Rat Ihrer Frauenärztin befolgen und
Norethisteron einnehmen. Es behebt die Störung des Zyklus und die Blutung sollte vorerst ausbleiben.

Vielen Dank für die Antwort.
Soll das jetzt heißen, wenn das Nethisteron abgesetzt wird, habe ich wieder Regelblutungen? Wie lange kann ich das Medikament denn überhaupt nehmen? Über Jahre?
Viele Grüße
Cinestar

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Mein Respekt vor der Entfernung der Gebärmutter rührt aus Beiträgen auch hier im Forum. Frauen berichten von Verletzungen der Blase und Inkontinenz und und und…

Ich hatte vor vielen Jahren eine Bauchfellentzündung nach einem geplatzten Blinddarm. Und da ist bestimmt alles unter der Bauchdecke verklebt und vernarbt oder so. Nun hab ich einfach Angst davor, es könnte etwas schief gehen.

Viele Grüße
Cinestar

Hallo!
Das kontrlliert man, indem man Blut abnimmt und ein Blutbild machen lässt. Es geht um den Hb-Wert. Das macht jeder Hausarzt, aber auch ein Gynäkologe.
Anzeichen für Blutarmut sind Blässe, vermehrte Müdigkeit, Konzentrationsstörungen.

Hallo und guten Morgen,

Bis jetzt war das Vorgehen vollkommen korrekt. Erst mal eine Ausschabung, wenn das Ergebnis gut war, ist schon mal das Wichtigste geschafft. Dann kann man auch eine Hormontherapie versuchen. Auch das ist richtig. Aber wenn es weiterhin so stark blutet liegen meistens andere Gründe vor. Häufig sind Myome vorhanden. Die lassen sich nur schlecht mit Hormonen verkleinern. Wenn Sie so grosse Angst vor der Entfernung der Gebärmutter gibt es noch Alternativen, z.B. die Verkochung der Schleimhaut, Endometriumablation. Das reicht oftmals schon. Aber letztendlich sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, die Gebärmutter ganz oder teilweise entfernen zu lassen. Ich kenne die Grösse zwar nicht und weiss nicht, ob Sie Kinder haben oder Bauchoperationen, aber heute ist es möglich, die Gebärmutter ganz oder teilweise per Bauchspiegelung zu entfernen. Zum Teil wird das sogar fast ambulant durchgeführt. Besprechen Sie das mal mit Ihrer Frauenärztin. Eine Op durch die Scheide dauert deutlich unter 1 Stunde, die OP’s mit Bauchspiegelung LAVH, LH, LASH etwas länger. Nach knapp einer Woche sind Sie wieder ohne Blutung zu Hause. Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe mfG Dr. Hojnacki

Liebe Cinestar.
Nein, über Jahre sollten Sie das Medikament definitiv nicht nehmen, es dient vorerst nur dafür, dass sich die Blutung einstellt und sich Ihr Zyklus wieder einpendelt.
Die Monatsblutung werden Sie voraussichtlich anschließend wieder regelmässig bekommen.
Im schlechtesten Fall kann es jedoch sein, dass die Blutung nach Absetzen des Medikamentes wieder verstärkt auftritt und eine erneute Ausschabung erfolgen muss.
Alles weitere sollten Sie aber mit Ihrer Frauenärztin besprechen und bei Bedarf auch gerne eine Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen, wenn Sie mit der Beratung/Behandlung Ihrer FÄ nicht einverstanden sind.
Alles Gute,
Naddel-B.

Bis zum 51. Lebensjahr habe ich die Pille genommen.

Dann habe

ich kein Rezept mehr bekommen. Das ist jetzt gut 1

Jahr her.

Inzwischen habe ich meine Regelblutungen weiterhin

regelmäßig,

aber sie werden immer stärker. Trotz Tampon+super

dicke

Vorlage schwimme ich in den ersten beiden Tagen fast

weg,

besonders nachts!

Vor 4 Wochen war ich nun zu einer Ausschabung. Befund

ist ok.

Alles paletti.
Seit gestern blute ich wieder wie gehabt. Es läuft nur

so aus

mir raus! Bin gestern gleich zu meiner Frauenärztin

und habe

Krawall gemacht, dass ich rankomme.
Sie meinte dann, meine Erwartungshaltung nach der

Ausschabung,

in Zukunft ohne Regelblutung zu sein, würde sich wohl

nicht

erfüllen.
Ich sollte es mal mit Norethisteron 1 mg versuchen.

Jetzt 3

Packungen hintereinander weg nehmen und in 3 Monaten

kann ich

einen Termin machen. Dann sehen wir weiter.
Es wäre ja auch noch „die OP“ möglich.
Vor einer Gebärmutterentfernung habe ich aber großen
„Respekt“.

Ich würde gern die Meinung anderer Spezialisten

anhören.

Hallo Cinestar,

leider bin ich kein Experte :wink:
Ich nehme jetzt das zweite Monate diese Norethisteron. Nach dem ersten Monat habe ich geblutet wie eh und je - dicke Ob`s + Binden…nachts was unterlegen…
ja aber nach einem Tag „Überschwemmung“ wars am zweiten Tag nur noch ganz leicht und am dritten und vierten Tag wieder am Abklingen. Sonst hatte ich meine Tage immer eine Woche lang und das volle Kanne.
Jetzt habe ich das 2. Mal meine Tage und der 1. und 2. Tag sind wieder ziemlich stark, mal schauen wie´s morgen ausschaut.
Ich habe auch schon gehört, dass so eine Ausschabung nicht helfen soll. Meine Freundin hat sich die Gebärmutter mit guten 30 Jahren entfernen lassen, der gings noch schlimmer als mir.
Alledings hat mir meine Ärztin erst die Tabletten gegeben und wenn das nicht hilft, dann evtl. Ausschabung. Aber wenn ich so höre, dass das bei dir auch nicht geholfen hat, dann bin ich da sehr skeptisch.

Wie gehts dir jetzt?

Gruß
Petra

Sind die Blutungen durch Hormonbehandlungen nicht zu beherrschen, wird meistens die Gebärmutterentfernung durchgeführt. Für dieses Problem gibt es aber auch andere Lösungen.

Und genau diese Lösung gibt es jetzt in Form der Endometriumablation mit NovaSure, der sogenannten „Goldnetz-Methode, einer schnell, sicher und einfach durchzuführenden Methode, die Hormonbehandlungen oder die Gebärmutterentfernung überflüssig macht. Nach der erfolgreichen Behandlung mit NovaSure können Sie wieder ein ganz normales Leben führen.