520i oder E230 ?

Hi !

da ich für ein Jahr eine 4türige „Übergangsschleuder“ brauche, interessieren mich Eure Meinungen und Erfahrungen mit den o.g. oder auch mit ähnlichen Modellen anderer Hersteller.
Ich bin bzgl. des Themas Auto zwar nicht ganz dummgeblieben, lege aber trotzdem Wert auf möglichst viele Erfahrungsberichte.
Es geht hier wohlgemerkt um eine Kiste für ein Jahr, also ca. Bj. `88 bis ´90 und einen Preis von ca. DM 8.000 bis 10.000 DM. Diesel interessiert mich nicht.

Vielen DAnk im voraus für Eure Postings !

Gruß,

Mathias

Hi Mathias,

wenn Du einen billigen großen Wagen suchst sieh Dich lieber nach Ausländern um. Bsp. von heute inner Zeitung: Lancia Thema (Größe 5er usw.), BJ. 92, 55000 km 2 Liter Turbo, 200 PS, 7900,- DM. Ich fahre ein ähnliches Modell. Der Motor ist standfest und die Mechanik sonst o.k., kleine Elektrikprobleme.
Ansonsten andere große Italiener, Franzosen oder Japse.

Max

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Re Max:
er hat gesagt, er braucht ein Auto!

D.H. Billiger ist der BMW in der Anschaffung, aber es geht nix über einen 124er 230E. Rennt, säuft in Grenzen, ist billig, gut. Immer wieder Stern.

ede

D.H. Billiger ist der BMW in der
Anschaffung, aber es geht nix über einen
124er 230E. Rennt, säuft in Grenzen, ist
billig, gut. Immer wieder Stern.

Hi zusammen,

es ist mal wieder die alte Diskussion, welches Auto kaufen, welche Marke, welcher Verbauch und so weiter.
Meine Meinung dazu ist, man soll es einfach mal ausprobieren. Allerdings ist das Problem, daß wenn man einmal auf den geschmack gekommen ist, nie wieder etwas anderes fahren möchte.
Ich würde auf jeden Fall zum W124 tendieren, wenn nicht sogar zu einem gut erhaltenen (sofern zu bekommen) 123er… Das ist einfach das bessere, haltbarere Auto. Von Reiskochern oder Franzosen würde ich die Fingerlassen. Rost, Rost, Rost und Elektriktprobleme ohne Ende. Ein Benz ist eben ein Benz ist ein Benz. Da hilft nix. Also 230E W124 und gut !!!

Bis denn dann

Felix
W123, 240 TD, 5/84, 322.500 km

Hallo Mathias,

fahr einfach mal mit beiden - und du wirst dich fuer den BMW entscheiden ;o)
Du solltest nur aufpassen, dass du kein allzu ungepflegtes Modell erwischst - davon gibt es leider einige.

Gruss, Roland

Äpfel = Birnen
Du stellst zwei gänzlich unterschiedliche Autos zur Diskussion (ich frage mich deshalb ob es sich hier mal wieder um ein fake handelt :smile:.

Davon mal abgesehen, warum entwirfst Du nicht ein „Lastenheft“?

Könnte etwa so aussehen:

Forderung Punkte FahrzeugA FahrzeugB

4 Türen 10 x x
Kat 4 x
AHK 2 x
WR 9 x x
Automatic 3 x
6-Zylinder 8 x
Verbrauch bis… 1
2 Jahre TÜV 7 x x
2 Jahre AU 6 x
mind. 175Km/h 5 x
etc

Gesamtpunkte 44 36

Dann vergelichst Du die verschiedenen Autos und füllst diese Matrix aus. In diesem Beispiel hätte das Auto A mehr Punkte und wäre die bessere Wahl. Wenn Du nun statt Auto A oder Auto B die Autos Deiner Wahl einsetzt (z.B. die erwähnten BMW, Lancia oder Mercedes oder Janpaner) kommst Du (manchmal überraschend) zu dem von Dir gesuchten Idealauto. So einfach ist das:smile:

*bei der Vorschau muß ich jetzt leider erkennen, daß sich vielleicht diese Matrix auf dem einen oder anderen Bildschirm verschiebt - dann eben etwas bearbeiten, daß die Spalten korrekt untereinander stehen:smile:*

lieber felix,

ich kenn’ das vorurteil von den problemlosen, haltbaren benzen - das stimmt aber so nicht. irgendwann gehen wie bei allen anderen autos die sachen kaputt, die richtig geld kosten. nach teuren erfahrungen mit zylinderkopfdichtungen, heizungsschläuchen, antriebswellen etc. bei mercedes fahre ich jetzt seit drei jahren einen citroen cx 25 trd turbo 2, baujahr 1989, 300.000 kilometer mit dem ersten motor und dem ersten getriebe. der hat damals mit 160.000 kilometern und 'nem kaputten klimakompressor 6.000 mark gekostet und fährt ohne probleme - abgesehen von einer gerissenen hydraulikleitung. und mit sieben bis acht litern diesel auf hundert kilometer bei konstant tempo 170 kann sich das alte schätzchen echt noch sehen lassen. ausserdem: benz hat jeder, mit dem citroen kann man immer wieder leute kennenlernen, die auch mal einen hatten oder haben wollten oder irgendwann mal haben wollen. ist dir das mit einem mercedes schonmal passiert?

grüsse aus berlin, christoph

Hi zusammen,

es ist mal wieder die alte Diskussion,
welches Auto kaufen, welche Marke,
welcher Verbauch und so weiter.
Meine Meinung dazu ist, man soll es
einfach mal ausprobieren. Allerdings ist
das Problem, daß wenn man einmal auf den
geschmack gekommen ist, nie wieder etwas
anderes fahren möchte.
Ich würde auf jeden Fall zum W124
tendieren, wenn nicht sogar zu einem gut
erhaltenen (sofern zu bekommen) 123er…
Das ist einfach das bessere, haltbarere
Auto. Von Reiskochern oder Franzosen
würde ich die Fingerlassen. Rost, Rost,
Rost und Elektriktprobleme ohne Ende. Ein
Benz ist eben ein Benz ist ein Benz. Da
hilft nix. Also 230E W124 und gut !!!

Bis denn dann

Felix
W123, 240 TD, 5/84, 322.500 km

Hi,

das wäre dann der klassische Nutzwert-Ansatz… Ist gerade bei Vergleichen, die sehr ins subjektive Beurteilen gehen, sinnvoll einzusetzen.

Bis denn dann,

Felix
240TD, 322.500 km

Lieber Christoph,

ich kenn’ das vorurteil von den
problemlosen, haltbaren benzen - das
stimmt aber so nicht.

Naja, ich finde schon, daß gerade die älteren Mercedes deutlich länger halten als andere Fahrzeuge. Sicherlich …

irgendwann gehen
wie bei allen anderen autos die sachen
kaputt, die richtig geld kosten.

Verschleißteile müssen bei ALLEN Fahrzeugen ausgetauscht werden. Darüber gibt es keine zwei Meinungen.

nach
teuren erfahrungen mit
zylinderkopfdichtungen,
heizungsschläuchen, antriebswellen etc.
bei mercedes

Hmmm, welches Modell denn? Hast Du es selbst gemacht oder bei MB machen lassen. Werkstattpreise sind dort - wie Du wohl aus eigener Erfahrung schilderst - wirklich profimäßig…

fahre ich jetzt seit drei
jahren einen citroen cx 25 trd turbo 2,
baujahr 1989, 300.000 kilometer mit dem
ersten motor und dem ersten getriebe. der
hat damals mit 160.000 kilometern und
'nem kaputten klimakompressor 6.000 mark
gekostet und fährt ohne probleme -
abgesehen von einer gerissenen
hydraulikleitung. und mit sieben bis acht
litern diesel auf hundert kilometer bei
konstant tempo 170 kann sich das alte
schätzchen echt noch sehen lassen.

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Auto ! Ich habe nichts gegen Autos, welche nach langer Laufleistung immer noch gut funktionieren und den Besitzer zufriedenstellen. Wer das von seinem Wagen sagen kann, hat es gut. Außerdem ist der CX auch nicht schlecht. Nur gerade bei dem CX kann eine Reparatur auch mal ganz schnell teuer werden. Außerdem ist Rost bei Citroen nun wirklich kein Fremdwort, da wirst Du mir wohl zustimmen, oder ??

ausserdem: benz hat jeder, mit dem
citroen kann man immer wieder leute
kennenlernen, die auch mal einen hatten
oder haben wollten oder irgendwann mal
haben wollen. ist dir das mit einem
mercedes schonmal passiert?

Ja, da brauchst Du nur mal auf ein Treffen von Mercedes-Fans zu fahren. Es gibt sehr viele Interessengemeinschaften und Clubs für /8, W116, W123 usw. Da trifft man durchweg nette Leute, die alle einen kleinen Spleen bezüglich ihrer Autos haben…
Im Übrigen kommt es auch mit einem Benz schon mal vor, daß man nette Leute kennenlernt. Die freuen sich dann nach dem Motto: ‚Ohh, so einen hatte ich auch mal…‘ oder ‚der seiht ja noch echt gut aus, bei der Laufleistung…‘ Auch die nette kleinen Schildchen - gerade in Berlin ist mir das schon zweimal passiert - ‚Ich möchte Ihr Auto kaufen‘ kann man manchmal entdecken.

grüsse aus berlin, christoph

Grüsse aus Braunschweig,

Bis denn dann,

Felix
W123, 240 TD, 5/84, 322.500 km

cher felix,

das mit den verschleissteilen ist sicherlich richtig - aber ich hab’ das damals tatsächlich bei mercedes machen lassen und danach vier wochen lang kohlsuppe gegessen um die rechnung bezahlen zu können… - ausserdem: es war ein 200 D baujahr 1984, bei dem sich all diese teile
zwischen 130.000 und 150.000 kilometern verabschiedet haben - danach hatte ich echt keine lust mehr auf die kiste. okay - die farbe war auch kacke: so’n olivgrün, das sah irgendwie immer aus, als hätten sie nach der grundierung den echten lack vergessen. und das in tateinheit mit braunem kunstleder!

die werkstattpreise bei citroen sind übrigens noch höher als bei mercedes - aber zum glück gibt es in (fast) allen grossstädten kleine hinterhofwerkstätten, in denen unverbesserliche enthusiasten versuchen, die alten französinnen (ist jemals jemand auf den gedanken gekommen, ds oder cx könnten männlich sein??) so lange wie’s geht am leben zu halten. ausserdem sind die dinger angenehm unelektrisch, so dass man fast alles mit zange, schraubenzieher und hammer wieder hinkriegt. und das, was es an elektrik gibt, kann man gar nicht reparieren, das kann man nur auswechseln. beispiel rückfahrscheinwerfer: die taten es einfach nicht, obwohl der schalter am ganghebel und die birnchen okay waren. weil sich aber bei citroen nie einer an den ursprünglichen schaltplan gehalten hat und jeder cx anders verkabelt ist, war’s einfacher 'ne neue strippe zu ziehen als zu suchen, welches drähtchen denn wo unterbrochen ist…

und was den rost angeht: och ja, ausser dem cx-klassiker „kantenrost an der heckklappe“ (die haben mit dem einzigen facelift 1986 wahrscheinlich deswegen so 'ne breite plastikkante an den kofferraumdeckel gedübelt, damit man den rost nicht mehr so schnell sieht, weil citroen über die gesamte cx-bauzeit von 1974 bis 1989 nie in der lage war, das faulen der heckklappe zu unterdrücken…) ist der wagen ohne beanstandungen - der tüv-prüfer ist im august jedenfalls erstaunt gewesen, dass sich sonst nirgendwo rost findet. dabei hat das auto auch beim vorbesitzer immer nur unter der laterne geparkt und inzwischen fast 11 jahre erfahrung mit den deutschen wintern.

anyway: wahrscheinlich ist das, was wir hier veranstalten so ähnlich wie die diskussion über tomatensaft mit oder ohne tabasco - eigentlich kann man geschmacksfragen nicht abschliessend klären. und wer ist schon objektiv, wenn’s um autos geht?

nochmal grüsse aus der hauptstadt, ch.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mathias,

sind beides gute Autos, und ein Jahr halten beide noch, wenn Du Dir keinen Schrott andrehen lässt.

Da Du Dich ja auch nur für kurze Zeit bindest, hör’ doch einfach auf Dein gefühl.

Für den BMW spricht, daß Du ihn wahrscheinlich ein bißchen günstiger bekommst (bei vergleichbarem Zustand), für den Benz spricht, daß Du ihn in einem Jahr wahrscheinlich besser wieder los wirst.

Gruß
Werner

Hi Raymond !

Du stellst zwei gänzlich unterschiedliche
Autos zur Diskussion (ich frage mich
deshalb ob es sich hier mal wieder um ein
fake handelt :smile:.

Nanana ! Ich fake nie !
Außerdem sind die Autos nicht allzu unterschiedlich:
4 Türen
ca. 130 bis 150 PS
anständige Qualität

Davon mal abgesehen, warum entwirfst Du
nicht ein „Lastenheft“?

Ist mir zu theoretisch und zu aufwändig.

Dann vergelichst Du die verschiedenen
Autos und füllst diese Matrix aus. In
diesem Beispiel hätte das Auto A mehr
Punkte und wäre die bessere Wahl. Wenn Du
nun statt Auto A oder Auto B die Autos
Deiner Wahl einsetzt (z.B. die erwähnten
BMW, Lancia oder Mercedes oder Janpaner)
kommst Du (manchmal überraschend) zu dem
von Dir gesuchten Idealauto. So einfach
ist das:smile:

Niemals werde ich in japanisches Auto einsteigen. Die einzige Ausnahme ist ein Honda S2000. Den kaufe ich nächstes Jahr.
Bis dahin eben will ich ein deutsches Auto haben, dass man ggF. schnell verkaufen kann.
Wie gesagt: ich bin im Thema Auto bewandert. Ich wollte lediglich Erfahrungen hören von Leuten, die genau diese Autos gefahren haben oder es noch tun.

Trotzdem vielen Dank für die Mühe, die Du Dir zweifelsfrei bei der Matrix gegeben hast!

Gruß,

Mathias

Hi !

wenn Du einen billigen großen Wagen
suchst sieh Dich lieber nach Ausländern
um. Bsp. von heute inner Zeitung: Lancia
Thema (Größe 5er usw.), BJ. 92, 55000 km
2 Liter Turbo, 200 PS, 7900,- DM. Ich
fahre ein ähnliches Modell. Der Motor ist
standfest und die Mechanik sonst o.k.,
kleine Elektrikprobleme.
Ansonsten andere große Italiener,
Franzosen oder Japse.

Ich fahre momentan Alfa.
Die Lancia Thema sind, sorry, der letzte Schrott. Bei mir werden die Autos benutzt, d.h. ich fahre 35.000 km p.a. Vollgas.
Ich hatte man einen Thema V6. Der hielt drei Wochen.
Fiat ist derselbe Müll und Japaner kommen nicht in Frage.

Ich interessiere mich bewusst für einen Benz oder BMW, weil man diese Autos schnell und zu anständigen Preisen wieder verkaufen kann. Mit ital. Autos ist das so eine Sache. Meine Alfas konnte ich immer gut verkaufen, aber nun brauche ich einen großen Wagen. Da gibt es nuir den 164er und der ist in der Werkstatt ein Albtraum !
Ich weiß wovon ich rede, denn ein guter Freund von mir ist Verkäufer bei einem Alfa-Vertragshändler und er sagt schlicht, von ihm bekomme ich keinen 164er, denn er legt Wert auf unsere Freundschaft.

trotzdem vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Gruß,

Mathias

P.S. ich finde die Grundsatzdiskussion, die ich hier enzfacht habe, ganz interessant, daher lasse Dich bitte nicht von einer kritischen Antwort abhalten !

Hallo Matthias,

P.S. ich finde die Grundsatzdiskussion,
die ich hier enzfacht habe, ganz
interessant, daher lasse Dich bitte nicht
von einer kritischen Antwort abhalten !

neh machen wir schon nicht. Ist eben genauso wie bei Tomatensaft (siehe Antwort von Christoph…) oder der ‚Browser-Krieg‘ oder wie die Dinger alle heißen.
Bei Deiner Laufleistung und dauerhaft Vollgas solltest Du Dich vielleicht aber auch mal nach einem Diesel umsehen. Ein Freund von mir fährt ca. 50 bis 60 TKM im Jahr und heizt seine Diesel immer Vollgas. Das hat bisher noch keinem Motor geschadet, im Gegenteil, meistens liefen die Dinger hinterher besser (bei vorsichtigem Einfahren und Gewöhnen an den entsprechenden Fahrstil…) als vorher. Oder wwas würdest Du zu einem 240 TD sagen der gestoppte (also echte) 165 km/h fährt ??
Also, schau Dir auch mal z.B. den 300 TD W124 mit Turbo an, allerdings sind die auch nicht ganz billig ;-(
In diesem Sinne,

bis denn dann,

Felix
240 TD, 322.500 km

P.S. ich finde die Grundsatzdiskussion,
die ich hier enzfacht habe, ganz
interessant, daher lasse Dich bitte nicht
von einer kritischen Antwort abhalten !

Hi Matthias,

mach ich gerne. Ich verstehe nicht wie Du das schaffst. Ich fahre eine 8 Jahre alten Dedra Integrale. Allrad, 169 TurboPs. Entweder Stadtverkehr oder Autobahn nicht unter 200. hat jetzt 152000 und macht keine Probleme. Ein Freund von mir fährt einen Delta, ohne Turbo mit 170000 km nur Autobahn Vollgas und hatte noch nie was.
Mit dem Wiedervarkauf hast Du natürlich recht, der ist mies. Aber Du bezahlst eben auch nix für die Kisten. Mein nächstes Auto wird wieder ein 1-2 Jahre alter Lancia sein. Den fahre ich dann eben wieder bis er fertig ist.

Max

keine Mühe :smile:
Kleinefingerübung, mehr nicht
gern geschehen :smile:

Der MB ermüdet den Fahrer weniger als der BMW. Der MB ist mehr zum Geradeausfahren gebaut, der BMW auch zum Kurvenfahren. Die möglichen Kurvengeschwindigkeiten beim MB sind zwar auch beträchtlich, man hat aber ein wesentlich unsichereres Gefühl dabei. Das MB - Fahrwerk ist äußerst gutmütig.
Die Bremsen sind sehr gut und standfest.
Ideal wäre ein BMW - Motor in einer MB - Karosse (auf Audi - Fahrwerk), das gibt es aber nicht.

Ich empfehle einen W124 230E, eventuell auch einen 260E. Wegen des Verbrauches eher Schaltgetriebe bevorzugen!
Die W124 ab Baujahr 1989 sind in vielen Details gegenüber den Vorgängern verbessert, die sind eher zu empfehlen als die früheren.
Wegen Kraftstoffverbrauch ist die Limousine zu empfehlen (die älteren Karossen halten nur etwa 300 000 km aus, die ab 89 etwa
500 000). Die Motoren halten meist noch länger. Verbrauch meines 260E ohne Kat, Schaltgetriebe: 9 Liter
Der 230er ist besser in der Stadt und im Gebirge (höheres Drehmoment bei geringeren Drehzahlen), der 260er ist besser auf der Autobahn (höheres Drehmoment bei höheren Drehzahlen)
Der 260er (Rehensechszylinder) läuft deutlich ruhiger als der 230er.
Die Autos lassen sich auch ohne aufwendige Wartung gut in Schuß halten, Ersatzteile sind kostengünstig zu bekommen.

Folgende W124 - spezifische Oft - Wehwehchen würde ich bei Kauf prüfen:
Scheinwerferglas innen verdreckt?
Zusatzwasserpumpe für Heizung funktioniert?
Fahrersitz durchgesessen? (Vergleich mit Beifahrersitz)
Fahrersitpolsterung an Rüchenlehne unten links fadenscheinig? Reißt dann irgenwann auf.
Traggelenke vorne?
Nachgiebigkeit Lenkzwischenhebel?
Spurstangengelenke hinten?
Gummipuffer von hinterem Fahrschemel?
Gummipufferung Motorlagerung (hoher Gang, langsam fahren, vom Gas gehen, abrupt Gas geben) Etwas Drehspiel ist normal, darf nicht zu viel sein.
Rost Radausschitte, Türen unten, Kofferraumdeckel Unterkante?
Türfänger? (Türen dürfen nicht schwergängig auf- und zugehen, es darf dabei nicht krachen, ächzen und stöhnen), schmieren hilft nicht, kann den Fänger endgültig zum Stecken bringen
Bei Alufelgen: Sind richtige, vorne und hinen gleiche Radbolzen drin? Es gibt etwa 100 000 verschiedene Radbolzentypen für W124
Feststellbremse Betätigungsmechanismus?
Bei Fünfgang- schaltgetriebe: Getriebe mit Rückwärtsgang links (neuere Bauweise) ist besser als Getriebe mit Rückwärtsgang rechts
Hydrostößel okay?
Frühere 260er und 300er: Achtung Ölverbrauch, Verschleiß der Ventilschaftdichtungen.
Ganz frühe 260er: Achtung Verschleiß der Nockenwelle.
Pfeift die Faherertür (bei defekter Dichtung so ab 160 - 180)? - Es dürfen (außer bei kräftigem Seitenwind) bis 180 keine Pfeifgeräusche oder laute Windgeräusche auftreten.
Auf-zu - Klappe des Befüftungsgitters in Mitte des Armaturenbrettes funktioniert?
Funktioniert der Scheibenwischer auch bei trockener Scheibe gut und flott?
Kraftstoffilter tatsächlich immer wieder gewechselt?: ist sehr unerquickliche Arbeit, wird daher oft ausgespart.
Singt die Kraftstoffpumpe laut?
Feuchtigkeit im Kraftstoffpumpenrelais (unter Motorhaube auf Beifahrerseite, ganz hinten, unter Kunststoffabdeckung

4-Matic: Vorsicht! Geber gerne weitere Tips ab.

Wichtige Wartungsarbeiten, bei anderen Autos oft nicht so dringlich:
Kraftstoffilter regelmäßig wechseln
Scheibenwischergestänge schmieren
alle 300 000 km: Steuerkette Nockenwelle wechseln
Wenn Auto beim Fahren hinten quietscht, aber nicht im Regen: Alle Gummipuffer der hinteren Achse mit Sprühöl kräftig einsprühen, Quietschen hört nach etwa 5 000 bis 1 000 km auf

Gruß

Harald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Harald !

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Den Ausdruck werde ich mir beim Kauf mitnehmen.
Noch eine Frage: bis zu welchem Kilometerstand kann man einen 230E kaufen ?

Gruß,

Mathias

Hi Felix !

Bei Deiner Laufleistung und dauerhaft
Vollgas solltest Du Dich vielleicht aber
auch mal nach einem Diesel umsehen. Ein
Freund von mir fährt ca. 50 bis 60 TKM im
Jahr und heizt seine Diesel immer
Vollgas. Das hat bisher noch keinem Motor
geschadet, im Gegenteil, meistens liefen
die Dinger hinterher besser (bei
vorsichtigem Einfahren und Gewöhnen an
den entsprechenden Fahrstil…) als
vorher. Oder wwas würdest Du zu einem 240
TD sagen der gestoppte (also echte) 165
km/h fährt ??
Also, schau Dir auch mal z.B. den 300 TD
W124 mit Turbo an, allerdings sind die
auch nicht ganz billig ;-(

Eben. Ein anständiger 300 TD 124 kostet halt locker 15.000+ Steine.
Außerdem ist mir die Steuer zu hoch.

Danke,

Mathias

Wenn der 230er Motor gut behandelt wird,
hält er ewig und drei Tage. Ich bin mit
einem 230-er (W123, ist aber der gleiche Motor Typ 102) 540 000 km weit gefahren (Langstrecke).
Der lästigere Verschleiß stellt sich eher
im Fahrwerk ein (Gummifedern / Gummipuffer),
vor allem hinten.

Einen 230er BJ 89 würde ich mit bis zu
250 000 km - 300 000 km bedenkenlos kaufen,
wenn ich damit noch 150 000 km fahren wollte.

Gruß

Harald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]