56.jähriger Mann hat ab 1.4.2009 einen € 420,-- Jo

Mein Bruder ist 56 Jahre alt. Er hat seit 4 Jahren keine Krankenversicherung mehr. Er war vorher privat versichert. Ab dem 1.4.2009 hat er einen neuen Job für mtl. € 420,-- Brutto. Die DAK, als gesetzliche Krankenversicherung will ihn nicht als Mitglied aufnehmen. Wie bekommt er eine Krankenversicherung ?

Hallo,

hier gibt es gleich mehrere Probleme:

  • Da ihr Bruder über 55 Jahre alt ist und nicht gesetzlich versichert war muss ihn keine gesetzliche Krankenversicherung mehr aufnehmen.

  • Seit dem 01.01.2009 gibt es in Deutschland eine Plicht zur Krankenversicherung.

Wenn Ihr Bruder sich jetzt für eine private Krankenversicherung entscheidet (was die einzige Möglichkeit ist) wird er mit hohen „Strafgebühren“ rechnen müssen. Das sind die ersten 6 Monate je ein Monatsbeitrag pro Monat.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Ihr Bruder vor einem gewaltigen Problem steht. Er muss sich also entscheiden bei welcher privaten Krankenversicherung einen finanzierbaren „Grundschutz“ bekommt. Hat er irgendwelche Vorerkrankungen bleibt ihm wohl nur der Weg in den Basistarif, dann geht er aber faktisch umsonst arbeiten weil die Beiträge entsprechend hoch sind.

Was soll er denn nun machen ? Soll er lieber die stattliche Grundsicherung verbunden mit Hartz IV beantragen, oder soll er weiterhin auf eine KV verzichten? Was geschieht dann im Krankheitsfall ? Wer trägt dann die Kosten, wenn er selbst keinerlei Vermögen besitzt. Auch hat sein Sohn ( mein Neffe ) eine Riesenangst davor, dass er als Verwandter 1. Grades für die Kosten einzustehn hat.

Was soll er denn nun machen ? Soll er lieber die stattliche
Grundsicherung verbunden mit Hartz IV beantragen, oder soll er
weiterhin auf eine KV verzichten?

Deine Frage ist so schlimm, dass es nur noch weh tut:
Ohne Krankenversicherung- das geht gar nicht! Ohne Einnahmen geht es auch gar nicht! Ganz abgesehen davon, dass Versicherungspflicht besteht, und dass der Mann alle Beiträge rückwirkend nachzahlen muss.

Was geschieht dann im Krankheitsfall ? Wer trägt dann die Kosten, :wenn er selbst keinerlei Vermögen besitzt. Auch hat sein Sohn ( mein :Neffe) eine Riesenangst davor, dass er als Verwandter 1. Grades für
die Kosten einzustehn hat.

Das Sozialamt wird die Behandlung bezahlen, aber versuchen, dass Geld von seinem Sohn zurückzuholen.

In Deinem Fall würde ich die Hilfe eines Versicherungsberaters oder Rechtsanwaltes in Anspruch nehmen, um eine rechtlich verbindliche Antwort zu erhalten. Hier im Forum bekommst Du nur Antworten von Laien. Das Thema ist hoch brisant.

1 „Gefällt mir“

Heute wird mir erzählt, dass seine ursprüngliche Privat-Krankenversicherung ihn wieder aufnehmen müsste, sie aber einen mtl. Basisbeitrag von ca. € 569,-- berechnen. Wie soll das bei einem Einkommen von mtl. € 420,-- gehen ? Die gesetzliche KV will ihn nicht und die private KV berechnet einen extrem hohen Beitrag, den er nicht zahlen kann. Ist er jetzt gelackmeiert und bleibt ihm jetzt nur noch der Weg zum Sozialamt ?