Hi,
sein wir doch mal ehrlich, mit jemanden anderen zu spielen macht viel mehr Spaß als sich alleine zu beschäftigen aber das wolltest du wohl nicht hören.
Wir haben zwei Jungs, der eine ist fünf, der andere drei und der kleine schafft es fast täglich sich mehrmals am Tag für längere Zeit (bis zu 30 Minuten am Stück) alleine zum Beispiel mit puzzeln zu beschäftigen.
Bei unserem Großen fehlt meist schon die Lust überhaupt etwas alleine anzufangen oder wenn er mal was anfängt, ist nach ein paar Minuten wieder Schluss. Da macht es ihm viel mehr Spaß sich irgendein „Schwachfuß“ im Fernsehen anzuschauen (und glaub mir, dabei entwickelt er Ausdauer *fg*).
Nun wir haben das Problem mit dem Kindergarten besprochen und gemeinsam beschlossen, dass er lernen muss sich selbst zu beschäftigen und angefangene Dinge zu ende zu bringen. Bei uns sieht es so aus, dass z.B. ein Puzzle was er anfängt auch zu Ende bringen muss, wenn es zwischendurch nicht mehr geht, schauen wir ihm kurz über die Schulter, helfen ihm vielleicht bei ein zwei Teilen und sprechen ihm „mut“ zu.
Wenn gar nichts mehr geht und er lieber etwas anderes machen möchte, sagen wir ihm, dass er es erst darf, wenn das Andere fertig ist (und ziehen das dann auch durch).
Im Moment schaffen wir es, dass er zweimal am Tag sich selbst beschäftigt, sei es mit spielen, Kassette hören oder mit malen.
Auffallend bei unserem Sohnemann ist, dass es im Sommer draußen viel besser klappt, da holt er schon mal von alleine seine Inliner oder Fahrrad raus und sagt er fährt ein bisschen ums Haus oder er geht alleine auf den Spielplatz etc. etc.
Alles in allem gibt es aber wohl keine Patenlösung und was sich über die fünf Jahre an Verhaltensmuster aufgebaut hat, bekommt man nicht von heute auf morgen wieder weg. Da hilft nur Geduld, Geduld und nochmals Geduld.
Viele Grüße
Me