60.000 Euro zu Rentenbeginn

Hallo,

Mein Vater (verheiratet) geht demnächst in Rente (60 Jahre). Zu diesem zeitpunkt wird bei ihm eine Lebensversicherung mit 60.000 Euro fällig. Er will damit seine Rente aufbessern. Die Frage ist nur: Wie?
Eine Sofortrente bringt etwa 200 Euro pro Monat. Das ist sehr wenig, denn er könnte - ganz ohne Zinseffekt - 25 Jahre davon jeden Monat 200 Euro abknabbern. Auf einem Tagesgeldkonto mit 4% würden pro Jahr allein 2400 Euro an Zinsen anfallen, also ebenso 200 Euro pro Monat, ohne dass das Geld „aufgebraucht“ würde. Nur wird hier eben der Freistellungsauftrag überschritten - also stimmt die Rechnung nicht so ganz.
Meine Frage:
Müssen bei einer Sofortrente (hier 200 Euro monatlich) auch Steuern gezahlt werden? Wenn ja, wieviel?
Gibt es günstigere / bessere / lukrativere Lösungen, was mit 60.000 Euro anzufangen sind?
Vielen Dank,
dede

Wenn Ihr Vater den Betrag in eine sofort beginnende Leibrente steckt,
muss er damit rechnen, dass 22 % der Rente zu versteuern sind.
Was er wirklich an Steuern bezahlt, hängt von vielen Dingen ab.
Das mit den Lösungen ist so einfach auch nicht. Denn was günstiger, besser oder lukrativer ist, lässt sich per se kaum festlegen, weil
jeder Mensch eine andere Vorstellung davon hat.
Der eine packt es auf ein Sparbuch und schnappt über vor Glück, der nächste kauft sich ein offenes rotes Sportauto und kriegt sich kaum wieder ein und der dritte packt es in eine sofort beginnende Leibrente, rechnet jeden Tag aus, wie die aktuelle Verzinsung für sein
Kapital aussieht, falls er sofort tot umfällt und ärgert sich darüber, weil er keine sechsmonatige Weltreise mit dem Geld unternommen hat.
Gruß
Günther

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Hallo Tommy,

mal ein paar kurzen Anmerkungen:

4% würden pro Jahr allein 2400 Euro an Zinsen anfallen, also
ebenso 200 Euro pro Monat, ohne dass das Geld „aufgebraucht“
würde. Nur wird hier eben der Freistellungsauftrag
überschritten - also stimmt die Rechnung nicht so ganz.
Meine Frage:

Stimmt , nur ändert sich einiges am 2009.
Dann unterliegen alle Zinserträge (nach Abzug des Freistellungsauftrages) der Abgeltungssteuer, die höchstens 25% plus Soli, KisSt rtunde 28% ausmacht.

Wer einen geringen Steuersatz hat, kann sich die Differenz erstatten lassen.

Also garnicht so wild und die verfügbarkeit ist jederzeit gegeben.

Das mit :4% würden pro Jahr" ist auch richtigerweise sehr konservativ gerechnet.
Die denke mit einer gute Streuung ins Staatsanleihen und Pfandbriefen
und verschiedenen Laufzeiten lässt sich die Rendite zumindest auf 4,50%
heben.
Du solltest dabie auf erstklassige Bonität achten und vielleicht so streuen das jedes Jahr eine bestimmter Anteil der Wertpapiere fällig wird.

Und da du / dein Vater vor dem 01.01.2009 anlegen kannst, würde ich Dir raten zu schauen, dass du einen Teil in Anleiheh anlegen kannst, die weit unter 100% notieren. Die Diff ist dann noch nach einem Jahr Haltezeit steuerfrei.

Gruss
Börsenfan1968