60 LEDs parallel geschalten - welchen Wiederstand

Ich habe mit einem einstellbaren Labornetzteil (0-15V,max.1,5 A)
60 LEDs, á 20mA (5mm, 30cd) parallel geschalten. Nun wollte ich gerne
wissen welchen Wiederstand ich dafür benötige und ob es nur einer sein soll oder vor jede LED ???

Bisher hatte ich 36 LED´s seit Tagen ganz OHNE Wiederstand laufen…kein problem. Ein Freund meinte daß man Wiederstand nur benötige wenn man Festspannung hat…stimmt das?

DANKE :smile: p.s. bitte keine Formeln oder ähnliches…

Hallo,
Angenommen deine Leuchtdioden benötigen eine Spannung von 3V DC.
Liefert dir dein Netzteil genau diese Spannung benötigst du keinen Widerstand.
Warum auch, die Dioden bekommen das was sie brauchen.

Angenommen dein Netzteil liefert dir aber als Beispiel 10V DC.
Deine 60 Leuchtdioden benötigen aber nur 3V / 60 mal 20mA=1200mA=1,2A
Dann musst du dafür sorgen das die zu hohe Spannung an einem Widerstand abfällt.
Dein Vorwiderstand berechnest du dann nach dem ohmschen Gesetz :R=U/I
R= (10V-3V) / 1,2A
R= 5,83 Ohm

Du kannst natürlich auch statt eines Vorwiderstandes auch vor jeder Leuchtdiode einen Widerstand anschließen,
dann rechnest du halt mit dem Strom der einzelnen Diode also statt mit 1,2A mit 20mA

Gruß Holger

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo holger,

habe verstanden - also wenn ich die spannung an meinem
regelbaren Netzteil auf 3-4Volt lasse, dann saugen die
eben 1,2 A und ich brauche keine Wiederstand - richtig ?

Sobald ich mit der Spannung drehe - also zbsp. auf 5 Volt, damit
die heller werden, bräuchte ich einen Wiederstand.

Denke ich habs geschnallt.
Das ganze sind nur Tests, denn ich lasse ein Riesending bauen mit 3000 LEDs, SMD´s auf Platinen…

Hallo

Das ganze sind nur Tests, denn ich lasse ein Riesending bauen
mit 3000 LEDs, SMD´s auf Platinen…

Nur weil ich neugierig bin… Was soll denn das werden?
PS: Wenn du bei einer so großen Anzahl von LED’s keine Vorwiderstände verwendest musst wirklich große Leitungsquerschnitte verwenden (16mm² besser 25mm²) wenn die Spannung nicht schon in der Zuleitung zu stark abfallen soll. Immerhin reden wir hier von 60A (bei geschätzten 20mA/LED) Außerdem ist ein Netzteil mit 3V/60A kaum bezahlbar! (wenn es sowas überhaupt gibt)

Gruß Meph

hallo holger,

habe verstanden - also wenn ich die spannung an meinem
regelbaren Netzteil auf 3-4Volt lasse, dann saugen die
eben 1,2 A und ich brauche keine Wiederstand - richtig ?

So ist es …

Sobald ich mit der Spannung drehe - also zbsp. auf 5 Volt,
damit
die heller werden, bräuchte ich einen Wiederstand.

Ja genau, die 5V würden die Dioden zerstören.

Denke ich habs geschnallt.
Das ganze sind nur Tests, denn ich lasse ein Riesending bauen
mit 3000 LEDs, SMD´s auf Platinen…

Dann viel Spaß, da reicht den Labornetzteil aber wohl nicht ganz.
3000 mal 20mA = 60A

Gruß Holger

Hallo Meph,

naja…also erstma sind die natürlich NICHT PARALLEL…sondern seriell.
Zweitens leuchten die NIE alle zusammen, sondern in segmenten zu á 300.
Und drittens kannste gerne kucken…www.robertbarta.de - dann siehst du
was ich sonst noch so bau als künstler. Dieses Projekt dauert an die 6 Monate, und das mache ich Firmen…nich selber :smile:

Würde dir gerne Bilder schicken von dem Prototyp, jedoch weiß nicht wie das hier geht …

DANKE :smile:

nee nee die Arbeit wird erst gebaut…ich mach nur prototyp mit 60 LEDs…

Hallo Holger,

Angenommen deine Leuchtdioden benötigen eine Spannung von 3V
DC.
Liefert dir dein Netzteil genau diese Spannung benötigst du
keinen Widerstand.
Warum auch, die Dioden bekommen das was sie brauchen.

Tja, in der Theorie geht das, in der Praxis sterben so die LEDs.

Durch die Toleranzen bei der Fertigung, haben die Dioden etwas unterschiedliche Vorwärtsspannungen und Innenwiderstände.
Auch sind die Veränderungen mit der Temperatur unterschiedlich.

Durch die Diode mit der kleinsten Vorwärtsspannung und dem kleinsten Innenwiderstand fliesst der grösste Strom. Diese LED wird auch heller als die anderen leuchten und weniger lange leben…

LEDs werden über den Strom betrieben, nicht über die Spannung.

Mag für einen Laien Spitzfindig klingen, da sich ja auch eine Spannung einstellt, ist aber ein grundlegender Unterschied.

MfG Peter(TOO)

Hallo ihr zwei!

Angenommen deine Leuchtdioden benötigen eine Spannung von 3V DC. Liefert dir dein Netzteil genau diese Spannung benötigst du keinen Widerstand. Warum auch, die Dioden bekommen das was sie brauchen.

Nicht ganz korrekt!
Das Thema wurde hier schon mehrmals behandelt, aber weil’s so schön war: Das Ganze noch einmal.

Leuchtdioden haben im Bereich ihrer Brennspannung eine sehr steile Spannungs-/Strom-Kennlimie. Siehe das Diagramm im Abschnitt „Beschaltung von LEDs“ in dem Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode

Werden alle LED’s ohne strombegrenzenden Widerstand parallelgeschaltet, so ist das Ergebnis im günstigsten Fall ungleichmäßig, weil auf Grund von Exemplarstreuungen ein Teil der LED`s gerade vor sich hin glimmt, während andere schon an ihrer Belastungsgrenze strahlen.

Außerdem musst Du berücksichtigen, dass die Brennspannung der hochbelasteten LED’s unter Einfluß der Erwärmung geringer wird, die LED an Konstantspannung also noch mehr Strom aufnimmt, so dass im günstigsten Fall ihre Lebensdauer verringert wird – im ungünstigen Fall brennt sie durch.

Angenommen dein Netzteil liefert dir aber als Beispiel 10V DC.
Deine 60 Leuchtdioden benötigen aber nur 3V / 60 mal 20mA=1200mA=1,2A
Dann musst du dafür sorgen das die zu hohe Spannung an einem Widerstand abfällt.

Bis hierhin richtig

Dein Vorwiderstand berechnest du dann nach dem ohmschen Gesetz :R=U/I
R= (10V-3V) / 1,2A
R= 5,83 Ohm

Das wäre die Formel für einen gemeinsamen Widerstand und damit eindeutig falsch.

Selbst wenn es Dir mit dem Widerstand gelingt, den Gesamtstrom der LED’s so einzustellen, dass die hellsten noch nicht durchbrennen (du also in Kauf nimmst, dass einige LED’s nur mit verminderter Leistung leuchten) so wird es über kurz oder lang unter dem Einfluss der entstehenden Stromwärme dazu kommen, dass sich der Strom in einigen LED’s soweit erhöht, dass sie durchbrennen.

Mit jeder ausgefallenen LED verteilt sich der Strom, der durch den gemeinsamen Widerstand fließt, auf die anderen LED’s und treibt die Nächste ins „Aus“. Mit fortschreitendem Ausfallen der LED’s läuft dieser Vorgang immer schneller ab, so dass Du dann in kürzester Zeit das Abrauchen deiner LED’s beobachten kannst.

Du kannst natürlich auch statt eines Vorwiderstandes auch vor jeder Leuchtdiode einen Widerstand anschließen, dann rechnest du halt mit dem Strom der einzelnen Diode also statt mit 1,2A mit 20mA

Das ist der einzig mögliche Weg.

Gruß merimies

Hallo,

Ich habe mit einem einstellbaren Labornetzteil (0-15V,max.1,5A)
60 LEDs, á 20mA (5mm, 30cd) parallel geschalten.

da das Labornetzteil eine Strombegrenzung hat, die bei ca. 1,5A
anspricht, wird das vermutlich problemlos funktionieren.
1,5A / 60 = 25mA. Da geht noch nix kaputt.
Die Exemplarstreungen sind in Praxis meist nicht so bedeutend.
Trotzdem ist es empfehlenswert, pro Paraellezweig einen Vorwiderstand
zu benutzen, damit es eben nicht zu ungleichmäßiger Stromverteilung kommt.

Nun wollte ich gerne
wissen welchen Wiederstand ich dafür benötige und ob es nur
einer sein soll oder vor jede LED ???

DANKE :smile: p.s. bitte keine Formeln oder ähnliches…

Und was hast du gegen Formeln? Geht sowas über deinen Intellekt?
Die Berechnung eines Vorwiderstandes schafft auch ein Schüler der 5. Klasse.

Gruß Uwi

LED-Widerstandsrechner
Moin,
http://www.led1.de/shop/cms_content.php?dname=led1_r…
Hier können Sie ein LED-Netzwerk in Parallelschaltung berechnen.
http://www.led1.de/shop/cms_content.php?dname=ledpar…

mfg
W.

Hallo Robert,

grundsätzlich solltest du dich von der reinen Parallel-Schaltung verabschieden.

Schalte lieber so viele LEDS wie das speisende Gleichspannungsnetzteil an Gesamtspannung liefern kann, IN REIHE.

Bei roten LEDs ist die Spannung z.B. etwa 1,2 Volt.
Davon könntest du 60 Stück in Reihe mit etwa 80 Volt sicher betreiben, wenn du EINEN Vorwiderstand von etwa 390 Ohm zur Strombegrenzung auf 20 mA verwendest.

Für 3000 LEDs könntest du Gruppen von 150 LEDs an 200 V betreiben.

Gruß
BT