Hi!
Es sind nicht allein die hohen Ölpreise und es ist auch
richtig daß irgendwer mit Sparsamkeit und Umweltschutz
anfangen muß. Ich sehe auch ein daß man ein erwünschtes
Verhalten (umweltschonendes Fahren, Kauf verbrauchsarmer
Autos) steuern will und muß, und die Leute lassen sich nun mal
am ehesten durch finanzielle Regelungen lenken.
Die LEute fahren zum größten Teil verhalten.
Echte Raser werden seltener.
Aber: es darf nicht so weit gehen daß man die eigene
Bevölkerung dabei in Regionen bringt, bei denen ein Auto fast
zum unbezahlbaren Luxus wird oder wo wir isoliert Umweltschutz
propagieren und bezahlen während rundum und weltweit alle
anderen nichts tun und lachen weil sie preiswert und ohne
Rücksicht mit Dreckschleudern herumfahren können.
So sieht es aus.
Kurz: Wir sind sauber,w ir haben keine Kernkraftwerke. Dafür lassen wir das die Tschechen machen. Blöd nur, dass es uns genauso betrifft, wenn die Sache schief geht und wir die Kontrolle aus der Hand gegeben haben…
Gerade die SPD - die den Kanzler stellt, und der wiederum
bestimmt die Richtlinien der Politik - vertritt (besser:
vertrat) traditionell das Klientel der „kleinen Leute“ und der
„Arbeiter“. Gut, die gesellschaftlichen Strukturen verändern
sich und heute bedarf es keiner Arbeiterpartei wie vor 100
Jahren.
Aber trotzdem muß man doch generell, und wenn es das
traditionelle Wählerklientel ist erst Recht, Mobilität
bezahlbar halten.
So ist es. Komisch, dass man hier ein paar Grünen folgt, die mit ihrem Fahrrad gemütlich um 10 zu ihrem Beamtenjob fahren, der 3 Km weg ist.
Bzgl. Dosenpfand: es mag sein daß das eine Idee von Kohl war.
Das Gesetz verabschiedet und umgesetzt hat die momentane
Regierung. Insofern verantwortet sie es. Man kann das jetzt
nicht auf die Vorgänger schieben, denn jede Regierung muß
selber verantworten was sie tut und was sie läßt.
So ist es.
Wenn man etwas für den Umweltschutz tun wollte könnte man z.
B. ein generelles Tempolimit auf den Autobahnen einführen - so
wie das fast überall bei den Nachbar-Staaten auch der Fall
ist.
Wenn man hier eine Beschränkung auf z. B. 130 km/h einführen
würde käme das der Umwelt zugute,
…was zu beweisen wäre.
Ich bezweilfe das.
man würde die Unfallzahlen
senken - mit allen positiven Folgen, z. B. weniger
Verkehrstote usw. -
auch das bezweifle ich.
Eher wenig Unfälle hängen mit überhöhter Geschw. zusammen. In der Statistik steht das nur so häufig, weil es für die Polizei einfacher ist, das ins Protokoll zu schreiben als sich mit der eigentölichen Ursache zu beschäftigen. Weiß ich aus 1. Hand von einem Polizisten.
und würde auch noch der auffallend
massiven Aggression auf Deutschlands Straßen entgegenwirken.
Dies würde eher eine Mindestgeschw. von 160 auf den linken Spuren erreichen… 
Es würde nicht mal viel kosten, denn es würde reichen das
Gesetz zu verabschieden, zu verkünden - und fertig. Man
bräuchte nicht mal Schilder aufstellen weil das Limit überall
gilt.
Ein paar Fahrer BMW, Audi- und Mercedesfahrer, also Fahrer
PS-starker Autos, die einem am häufigsten als aggressive
Fahrer auffallen, würden erstmal protestieren - aber eine
große Mehrheit würde die Maßnahme sicher begrüßen und den
langfristigen Vorteil erkennen.
Ich sehe diesen Vorteil nicht wirklich.
Der Umweltpunkt wurde schon 1993 in Heilbronn entkräftet, der damalige Versuch mit 80 KM/h brachte schlicht keinen meßbaren Vorteil hinsichtlich der Luftqualität.
Das Thema Spritverbrauch ist ebensowenmig spannend, denn mein Wagen (Mercedes C220 CDI) braucht bei 130 ca. 6,3 und bei 170 ca. 6,6 Liter.
Da kann man mit Energiesparreifen schon mehr erreichen.
Mir ist schon klar - vielen anderen noch nicht, habe ich den
Eindruck - daß es unter einer CDU- oder CDU/FDP-Regierung
keineswegs besser wird, sondern wir dieselbe Politik wie jetzt
nur noch krasser bekommen werden.
Das kommt auf die Bereitschaft an, den Staat und die Schulden zurückzufahren und die Wirtschaft wirklich ankurbeln zu wollen.
Ist man dazu bereit, dürfte man schlichtweg keine Zeit mehr für unsinnige Spielchen wie Mineralölsteuererhöhung oder Tempolimits haben.
Das macht ja zu einem großen Teil auch die Enttäuschung über
dieses Land aus. Es wäre, neben vielen finanziellen Fragen,
schon mal positiv wenn hier wenigstens ein radikaler
Bürokratismus-Abbau stattfinden würde. Aber ich glaube daß das
in D nicht möglich ist…
Wohl kaum. Du forderst ja gerade schon wieder eine Regel mehr…
Grüße,
Mathias