7-jährigem 4 Krebstote in 12 Monaten erklären

Hallo,

ich muss meinem Sohn erklären, dass nachdem innerhalb eines Jahres sein Freund (Nachbar, 50), dessen Schwester und Mutter an Krebs erkrankten und starben nunmehr meine Mutter – seine absolute Lieblingsoma – einen nicht resektablen Pankreastumor hat. Christoph ist aufgrund einer schweren Krebserkrankung seines Papas Ende 2009 Anfang 2010 ohnehin ziemlich ängstlich was das betrifft. Hat jemand Tipps ?

Leider, da kann ich Ihnen keinen Tipp geben, das ist ja für einen Erwachsenen kaum zu verstehen,
und kaum zu verarbeiten. Alles Gute für seine Oma

ich danke dir für diese Frage, sehr umsichtig von dir, dir darüber Gedanken zu machen.
Der Tod und das Ende des Lebens sind für uns alle unausweichlich. Leben, Tod und sterben sind normale Vorgänge, niemand bleibt verschont davon, das solltest du deinem Sohn als Normalität des Lebens, auch wenn es für uns zurückgebliebene traurige Ereignisse und Schicksalsschläge sind, liebevoll näher bringen.
Am besten ist es, wenn du ihm sagst, dass es für uns Menschen ein grosses Geheimnis ist, warum Menschen auf einmal sterben müssen, oft zu jung und manchmal gleich mehrere in einer Familie auf einmal.
Die Beschäftigung damit wird ein grosser Gewinn und eine spannende Reise für dich und deinen Sohn sein, am besten in diesem Alter ist es, sich spielerisch mit Handpuppen und einer Geschichte, Stofftieren etc., dem Thema zu nähern, sehr gut ist eine gleichzeitige Begleitung mit Bildern malen. Ihr könntet z.B. zusammen mit Puppen „krank werden“ und "sterbe"n „nachspielen“ und wie es sein könnte, wenn man gestorben ist. Schöne Sache ist auch, auf das Grab der Nachbarn zu gehen vorher einen Kochnachmittag mit einem Lieblingsessen dieser Menschen zu machen und es am Grab bei ihnen zu essen bzw. vorbeizubringen (Plätzchen, Kuchen, Sandwich, Frikadellen, Pommes etc.). So gehen Menschen in Südamerika z.B. mit dem Tod ihrer Lieben am Todestag um.
Wichtig bei der ganzen spielerischen Sache ist, dass dein Sohn erfährt, dass der Umgang mit Krankheit Tod und sterben eine versöhnliche und heilsame Seite hat und dass man damit sehr weise wird.
Es gibt dazu schöne Bücher zu kaufen einfach mal schmökern auf amazon.

Alles Liebe und gute Gedanken sendet Euch herzlichst orchidee

Ja. Ich empfehle Ihnen Ihr Kind wie ein Kind zu behandeln und nicht wie einen Erwachsenen. Kinder nehmen den Lauf des Lebens wie er ist. Nur Erwachsene machen daraus eine Kopfveranstaltung. Ihre Aufgabe ist für Ihren Sohn dazusein. Die Welt können Sie ihm noch erklären, wenn er erwachsen wird. Schützen Sie Ihren Sohn vor den Ängsten der „Erwachsenen“. Gutes Gelingen!

Hallo,

ich habe letztes Jahr meine Ausbildung zum ganzheitlichen Krebsberater absolviert. Bei Deiner Anfrage kam mir sofort ein Freund in den Sinn, der diese Ausbildung mit mir absolviert hat, der aber in dem von Dir geschilderten Fall der geeignetere Ansprechpartner ist. Unter http://ganzheitliche-krebsberatung.de/index.php/list… findest Du seine Kontaktdaten.

Gruß Dirk Häfner

Danke, Orchidee

ich werde es mal versuchen. Aber seine Fragen sind schon sehr schwer zu beantworten.

LG, BAE