7-jähriger im elternbett

hi,
ich hatte gehofft, daß das thema „alleine im bett schlafen“ bei uns langsam durch ist, doch seit geraumer zeit haben wir das problem wieder.
mein sohn ist 7 und wird jede nacht wach. dann sieht er einen schatten oder hört ein knarren und bekommt angst. da er ja weiß, daß, wenn er richtig dolle angst hat, zu uns ins bett kommen darf, ergreift er die gelegenheit beim schopfe. (krankheit ist noch so eine ausnahme). mittlerweise hat sich das ungefähr so eingebürgert: „oh, ich bin wach…achja, ich habe ein bißchen angst - also nix wie rüber zu mama“ das stinkt uns langsam und wir haben schon viel probiert. ihm klargemacht, daß er in seinem bett weiterschlafen soll, geschimpft (ging voll in die hose), ihn wieder rübergetragen, sobald er bei uns eingeschlafen war usw. bringt aber alles nix. leider. mir gehts langsam auf die nerven, weil ich auf der „ritze“ schlecht schlafe und morgens wie gerädert bin.
jetzt möchte mein sohn bei einem freund übernachten. ich sagte ihm, daß er dann erstmal zuhause „üben“ soll, nachts in seinem bett zu bleiben. er verstand das, gab sich auch mühe. 2 nächte hats geklappt, dann kam er wieder mit den worten :„ich schaffs nicht!“
wer hat erfahrungen? gibts irgendwelche „tricks“?
ich frage mich auch, WARUM er jede nacht wach wird. komisch - die anderen kinder, die ich kenne, schlafen durch.

danke & gruß
c.

Hallo Claudia,
eine ganz schwierige Sache das!
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als ich mit meines Exmann zusammengezogen bin und seine beiden Kids ( damals 6 und 8 Jahre alt) kurz darauf dann auch bei und mit uns lebten. Die Kinder waren daran gewöhnt jede Nacht ins Elternschlafzimmer zu kommen. Also das gleiche wie bei Dir, eingeschlafen in ihren eigenen Betten und irgendwann nachts dann umgezogen. Auf Dauer war das aber kein Zustand, vier Personen in einenm Bett und Kinder wandern ja auch im Laufe der Nacht durch das Bett.
Auf Grund der schwierigen Situation ( Scheidung in der bösesten Form ) mochten wir die beiden Zwerge natürlich auch nicht vor den Kopf stossen. In einem ruhigen und entspannten Moment habe ich dann die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mit den Beiden geredet. Ihnen erklärt, daß wir ( ihr Vater und ich) in der Woche arbeiten müssen und von daher unseren ungestörten Schlaf brauchen - aber am Wochenende wäre das etwas anderes, da könnten sie gleich vom Schlafengehen an in unserem Bett schlafen und am Sonntag könnten wir dann alle zusammen im Bett frühstücken. Das hat gezogen. Von da an hatten wir schlagartig in der Woche unser Bett für uns alleine.
Nachdem die Scheidung dann durch war, wir geheiratet hatten und alles in ruhigen gleichmäßigen Bahnen verlief, reduzierten die Kinder (von sich aus) auch nach und nach die Wochenendschlafbesuche.

Vielleicht hilft Dir auch ein solches Alternativangebot.
Viel Glück und einen erholsamen Schlaf
wünscht
Katrin

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Moin,

wer hat erfahrungen? gibts irgendwelche „tricks“?

Schiebt sein Bett einfach ne Zeitlang ins Elternschlafzimmer, zur Not tuts auch ne Matratze. Vielleicht braucht er einfach eure Nähe mal wieder mehr, warum auch immer.

Gruß
Marion

Hallo,
stellt sich die Frage, warum genau er immer wieder in euer Bett kommt. Kinder
haben auch manchmal Ängste, die sie nicht beschreiben können / möchten.
Dann würde zum Beispiel helfen, mit dem Kind zusammen eine Strategie zu
entwickeln. Wenn das Kind Angst vor Monstern hat, dann muss halt eine „Falle“
aufegstellt werden. Das Kind meint dann vielleicht, dass man Monster mit Licht,
einer Fratze am Fenster, Knoblauch oder mit dem Kuscheltier-Drachen vertreiben
kann.
Kinder haben eine gute Phantasie und finden meistens selbst eine „wirksame“
Methode.

Ansonsten hilft vielleicht eine Absprache, das das Kind eine halbe Stunde,
bevor es aufstehen muss, ins Bett kuscheln kommen darf.
Nicht früher!

Ich gehe mal davon aus, dass ihr sowieso aufwacht, wenn er in euer Bett
schleicht. Dann wäre es doch möglich, ihn gleich wieder in sein Bett
zurückzubringen und ggf. das angstmachende Etwas zu „bekämpfen“.

Es gibt immer mal wieder Phasen, wo Kinder sich verändern und auch mal
Rückschritte machen. Vielleicht träumt er in letzter Zeit schlecht, fühlt sich
alleine gelassen oder hat Ärger in der Schule.
Das muss nichts dramatisches sein. Es reichen schon Kleinigkeiten (die wir
Erwachsene nocht als Problem wahrnehmen), um so etwas bei einem Kind
auszulösen.

Gruß
Tato

Hallo auch,

mit Sicherheit eine schwierige Situation zumal ja deine Versuche bis Dato alle gescheitert sind. Den Artikel mit dem Wochenendbesuchen finde ich zwar ganz gut, nur würdet Ihr euch ja des Arguments berauben, dass er rüber kommen darf wenn er Angst hat.

Kinder haben immer mal wieder Phasen in denen sie einen leichteren Schlaf haben und in sofern würde ich mir keine Gedanken darüber machen warum er immer aufwacht. Habt Ihr mal mit ihm über seine Ängste gesprochen, vielleicht hilft es ihm ja wenn Ihr die Vorhänge auflaßt, das Licht brennen oder die Tür auf.

Jeder träumt mal schlecht oder hat des Nachts etwas zu verarbeiten. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass er noch etwas aufzuarbeiten hat bevor er ins Bett geht und vielleicht könnt Ihr den Tag vor dem schlafengehen ja noch einmal Revue passieren lassen und ihm so seine Angst nehmen.

Mitleidige Grüsse aus Hamburg
MeToo

Hallo Claudia,

vorab - ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen.

Unsere Siebenjährige schläft normalerweise auch im eigenen Zimmer und im eigenen Bett. Zur Zeit aber wacht sie öfters mal auf und wandert dann zu uns.

Dazu muss ich sagen, dass sie als Baby schon sehr viel anhänglicher als ihre Schwester war. Sie braucht offensichtlich auch heute noch sehr viel körperliche Nähe.

Mein Sohn, fast 4 Jahre alt, schläft häufig bei uns im Bett, obwohl wir das nienie wollten - es war pure Verzweiflung, er war ein extremes Schreibaby. Meine älteste Tochter hat NIE Anstalten gemacht, bei uns zu schlafen, da war das alles kein Thema.

Soviel zum Thema „Es ist halt jedes Kind anders :wink:“ - andere Kinder scheinen übrigens oft viiiieeel umgänglicher als die eigenen, aber man sieht sie ja auch nicht 24 Stunden am Tag, irgendwelche „Vögel“ hat jedes Kind, behaupte ich mal :wink:

Meine Schwiegermutter erzählt immer, dass mein Mann (Jüngster von 3 Kindern, ziemlich verwöhnt *stöhn*) bis ungefähr 9 Jahren gerne im Elternbett geschlafen habe.

Ich kenne keine Tricks, denke aber, je mehr Druck man macht, desto schlechter klappt es. Wir sind dazu übergegangen, störende Kinder einfach schlafend zurückzutragen. Spätestens beim ersten Freund/ der ersten Freundin wird das Kind das eigene Bett anstreben.

Mitfühlende Grüße,

Inselchen (eigentlich ganz konsequent und streng und überhaupt *zwinker*)

Hallo auch,

hallo metoo,

mit Sicherheit eine schwierige Situation zumal ja deine
Versuche bis Dato alle gescheitert sind. Den Artikel mit dem
Wochenendbesuchen finde ich zwar ganz gut, nur würdet Ihr euch
ja des Arguments berauben, dass er rüber kommen darf wenn er
Angst hat.

ja, denke ich auch. schließlich will ER bei seinem freund mal übernachten. aber sein argument: „dann ist ja jemand mit im zimmer beim schlafen, dann habe ich keine angst.“

Kinder haben immer mal wieder Phasen in denen sie einen
leichteren Schlaf haben und in sofern würde ich mir keine
Gedanken darüber machen warum er immer aufwacht. Habt Ihr mal
mit ihm über seine Ängste gesprochen, vielleicht hilft es ihm
ja wenn Ihr die Vorhänge auflaßt, das Licht brennen oder die
Tür auf.

natürlich habe wir mit ihm über seine ängste gesprochen. ne schulfreundin von ihm hat harry potter gesehen und erzählt ständig sehr überzeugend geistergeschichten.
bei unserem sohn ist es aber, denke ich, viel mehr bequemlichkeit. einen ECHTEN grund hat er nicht, zu uns ins bett zu kommen. da ist es einfach gemütlicher und schmusiger.
der rolladen bei ihm ist nur halb zu, das licht im flur ist an und die bunte lichterkette in seinem zimmer auch, die tür natürlich auf. es ist wirklich taghell, wenn er abends ins bett geht. aber wehe, ich vergesse mal, das licht im treppenhaus anzumachen :smile:

Jeder träumt mal schlecht oder hat des Nachts etwas zu
verarbeiten. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass er noch
etwas aufzuarbeiten hat bevor er ins Bett geht und vielleicht
könnt Ihr den Tag vor dem schlafengehen ja noch einmal Revue
passieren lassen und ihm so seine Angst nehmen.

machen wir, bringt aber nicht viel
trotzdem danke
c.

Mitleidige Grüsse aus Hamburg
MeToo

auch eine Frage
Hallo Claudia,
ich kenn das Problem auch, kenn auch keine Tipps,
wie man damit umgeht.
Unser Sohn hat lange jede Argumentationen abgeschmettert
mit: „Ihr schlaft ja auch nicht allein!“
So und nun? Wie reagiert man auf diese Argumentation?

Gruesse, Elke

Hallo Elke,

ich würde ihm erlauben Freunde zum Übernachten einzuladen.
Außerdem kann man erklären, das es unter Erwachsenen etwas anderes ist - was
sich aber als schwierig gestalten könnte.
Aber an der Argumentation deines Sohnes (Alter?) kann man schon vermuten, dass
er recht gut argumentieren kann und er diese Bemerkung eher „bissig“ meint.
Kinder haben manchmal ein Gespühr für das, was im Schlafzimmer abläuft.
Zumindest, dass es interessant sein könnte und die Eltern einen nicht dabei
haben wollen - das weckt Neugierde!
Selbst viele Kindergartenkinder wissen auch, was man mit einem Kondom macht…

Gruß
Tato

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

15-jähriger im elternbett
Hallo Claudia,

also ich war auch bis ca. 7 jede Nacht bei meinenEltern im Bett. Dann kam mein kleiner Bruder und mir wurde es zu eng (zu viert auf 1,80 m ist nicht wirklich bequem). Bei mir war das aber so, dass mich meine Eltern anfangs immer nachts zu sich geholt haben, also war ich nichts anderes gewohnt.

Mein Bruder blieb dann bis glaub ich 15 bei meinen Eltern im Bett. Ab ca 8 Jahre sollte er dann eigentlich ins eigene Bett, kam aber jede Nacht um ca. 3 Uhr angetappselt. Einmal hat er dabei sogar fast meine Eltern „erwischt“.Das muss stressig sein, beim Sex immer nach irgendwelchen Kindertapsern zu hören!!!

Nur zu dem Einwand mit den Freundinnen: Mein Bruder hatte schon einige Freundinnen, bis er freiwillig die gesamte Nacht in seinem Bett verbrachte. Erst bei seiner richtigen Freundin (sprich, als nicht mehr nur ums Knutschen ging) zu Besuch kam, wollte er dann in seinem Bett schlafen!!!

Also meiner Meinung nach solltest Du schauen, dass Du das möglichst bald in den Griff kriegst, denn darauf zu warten, dass er das von alleine wieder bleiben lässt, kann lange dauern.

Mein Tip: Schnuckel doch mit ihm in seinem Bett, wenn er ins Bett muss. Dann kannst Du ihm erklären, dass Du ja jetzt mit ihm geschnuckelt hast und nun mit Deinem Mann Sschnuckeln willst. Morgens darf er dann nochmals 10 Minuten zum Schnuckeln kommen.

Vielleicht hilft’s,

Grüße, Nina

Hallo Tato,

ich würde ihm erlauben Freunde zum Übernachten einzuladen.

Das kommt regelmaessig vor, er bei ihnen oder alle bei uns.

Außerdem kann man erklären, das es unter Erwachsenen etwas
anderes ist - was
sich aber als schwierig gestalten könnte.

Eben.

Aber an der Argumentation deines Sohnes (Alter?) kann man
schon vermuten, dass
er recht gut argumentieren kann und er diese Bemerkung eher
„bissig“ meint.

Nun, er ist 12. Bissig ist es weniger, einfach nur die
Bemerkung: wieso verlangt ihr von uns Kindern, allein in
einem Bett/Zimmer zu schlafen, wenn ihr das selbst nicht
macht. (ich rede von der Vergangenheit, als er so 6,7 war)
Und er hat recht - mal abgesehen von der Privatsphaere und
dem Allein-zu-Zweit sein, verlange ich da von meinen Kindern
etwas, was ihnen wesentlich schwerer faellt als mir - ich
schlafe zwar gern zu zweit in unserem Ehebett/zimmer, aber
wenn ich mal allein uebernachten muss und in der Nacht aufwache,
ist das fuer mich kein Problem.

Kinder haben manchmal ein Gespühr für das, was im Schlafzimmer
abläuft.
Zumindest, dass es interessant sein könnte und die Eltern
einen nicht dabei
haben wollen - das weckt Neugierde!

Seine „Umzuege“ in unser Zimmer fanden meist (nicht immer) in
einer Art Schlafwandel statt.

Selbst viele Kindergartenkinder wissen auch, was man mit einem
Kondom macht…

Das ist klar, aber es geht ihm nicht um das. Es ging ihm shcon
immer darum, nicht allein sein zu muessen. Er hat auch tagsueber
damit immer Probleme gehabt. Und wie gesagt - mit Argumenten
konnte ich ihm nicht beikommen, weil es Sinn machte, was er
sagte.

Es ist kein akutes Problem mehr - obwohl er noch manchmal im
Schlaf zu uns kommt, aber beim Aufwachen sofort von allein
wieder umzieht.

Gruesse, Elke

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Hallo Claudia,

hallo nina,

also ich war auch bis ca. 7 jede Nacht bei meinenEltern im
Bett. Dann kam mein kleiner Bruder und mir wurde es zu eng (zu
viert auf 1,80 m ist nicht wirklich bequem). Bei mir war das
aber so, dass mich meine Eltern anfangs immer nachts zu sich
geholt haben, also war ich nichts anderes gewohnt.

habe ich das richtig verstanden? du bist in deinem bett eingeschlafen und deine eltern haben dich dann nachts zu sich ins bett geholt? warum?

Mein Bruder blieb dann bis glaub ich 15 bei meinen Eltern im
Bett. Ab ca 8 Jahre sollte er dann eigentlich ins eigene Bett,
kam aber jede Nacht um ca. 3 Uhr angetappselt.

bis 15? oha…also es steht mir ja nicht zu, darüber zu urteilen aber „normal“ ist das sicher nicht.
wenn er dann mit über 8 jahren noch jede nacht kam, kann das auf ein „fehl“-verhalten deiner eltern zurückzuführen sein. haben deine eltern geklammert und konnten/wollten nicht loslassen?
normal dachte ich immer, ist, daß sich das mit der zeit verwächst und die kinder irgendwann mal in ihrem eigenen bett durchschlafen wollen (was bei unserem sohn auch über 3 jahre prima klappte).

Einmal hat er
dabei sogar fast meine Eltern „erwischt“.Das muss stressig
sein, beim Sex immer nach irgendwelchen Kindertapsern zu
hören!!!

naja, wenn ich mir nachts schon die kinder ins bett hole und dann, wenn ich mal sex haben will, bewußt darauf verzichte, muß ich davon ausgehen, daß sie unaufgefordert kommen, oder?

Nur zu dem Einwand mit den Freundinnen: Mein Bruder hatte
schon einige Freundinnen, bis er freiwillig die gesamte Nacht
in seinem Bett verbrachte. Erst bei seiner richtigen Freundin
(sprich, als nicht mehr nur ums Knutschen ging) zu Besuch kam,
wollte er dann in seinem Bett schlafen!!!

Also meiner Meinung nach solltest Du schauen, dass Du das
möglichst bald in den Griff kriegst, denn darauf zu warten,
dass er das von alleine wieder bleiben lässt, kann lange
dauern.

ich weiß, daß ich schauen sollte, daß ich das bald in den griff bekomme. ursprünglich war ja auch meine frage WIE und nicht DASS.

Mein Tip: Schnuckel doch mit ihm in seinem Bett, wenn er ins
Bett muss. Dann kannst Du ihm erklären, dass Du ja jetzt mit
ihm geschnuckelt hast und nun mit Deinem Mann Sschnuckeln
willst. Morgens darf er dann nochmals 10 Minuten zum
Schnuckeln kommen.

er geht um 19:30 ins bett und da wird ja auch geschnuckelt, so lange er möchte (meinstens so 10 min). dann schläft er ja auch ein. nur kommt er halt nachts zwischen 1 und 2 immer zu uns. und genau hier ist meine frage, ob ich (wenn überhaupt) WIE am besten darauf reagieren soll/kann/muß.

Vielleicht hilft’s,

leider nicht.
trotzdem danke
c.

Grüße, Nina

Moin,

hallo marion,

wer hat erfahrungen? gibts irgendwelche „tricks“?

Schiebt sein Bett einfach ne Zeitlang ins Elternschlafzimmer,
zur Not tuts auch ne Matratze. Vielleicht braucht er einfach
eure Nähe mal wieder mehr, warum auch immer.

deine antwort ließ mich leicht schmunzeln :smile:
mal abgesehen davon, daß im schlafzimmer ein bett steht, 2 schränke, eine kommode, müßte ich das bett meines sohnes irgendwie von der decke abhängen, was die nächtliche wanderung seinerseits erheblich erschweren würde :smile:
aber jetzt mal im ernst: es kann doch nicht sein, daß man als eltern jede nacht „heimgesucht“ wird - aus welchen gründen auch immer.
ich damals, wäre auch manchmal gerne zu meiner mutter ins bett gekuschelt aber hätte mich nie getraut, einfach rüber zu wandern.
würde ich das bett meines sohnes in unserem schlafzimmer aufstellen können (was ich nicht würde), dann hat er doch seinen freibrief, mal wieder genau das erreicht, was er will und ich hätte de facto klein beigegeben.
ist das die lösung? kann doch nicht sein, oder?

danke
c.

Gruß
Marion

Hallo Claudia

aber jetzt mal im ernst: es kann doch nicht sein, daß man als
eltern jede nacht „heimgesucht“ wird - aus welchen gründen
auch immer.
ich damals, wäre auch manchmal gerne zu meiner mutter ins bett
gekuschelt aber hätte mich nie getraut, einfach rüber zu
wandern.
würde ich das bett meines sohnes in unserem schlafzimmer
aufstellen können (was ich nicht würde), dann hat er doch
seinen freibrief, mal wieder genau das erreicht, was er will
und ich hätte de facto klein beigegeben.
ist das die lösung? kann doch nicht sein, oder?

Sieh es doch mal andersrum.
Stell dir vor, dein Mann und dein Sohn kuscheln sich jede Nacht gemütlich zu zweit in ein Bett. Nur DU musst in einem anderen Zimmern schlafen, jede Nacht, allein. Darfst vielleicht mal rüberkommen, wenn du dich fürchtest.

Du fühlst dich vieleicht ein wenig ausgestoßen ? Alleingelassen ?
Und jetzt hecken die beiden auch noch Strategien aus, um dich daran zu hindern, rüberzukommen ?

Und du bist immerhin eine Erwachsene, wie mag das auf ein Kind wirken ?

Vielleicht hilft ein Haustier in seinem Zimmer, dann ist er nicht mehr so allein nachts.

Gruß
Marion

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Hallo Claudia

hallo marion,

Sieh es doch mal andersrum.
Stell dir vor, dein Mann und dein Sohn kuscheln sich jede
Nacht gemütlich zu zweit in ein Bett. Nur DU musst in einem
anderen Zimmern schlafen, jede Nacht, allein. Darfst
vielleicht mal rüberkommen, wenn du dich fürchtest.

der vergleich hinkt doch. oder sehe ich das falsch?
oder ist es in der realität wirklich so, daß ein kind immer nachts zu den eltern tapselt? ehrlich gesagt habe ich mich bei den eltern seiner klassenkameraden mal umgehört. es ist kein einziges kind dabei, das nachts aus seinem bett zu den eltern wandert (krankheit ausgenommen).

Du fühlst dich vieleicht ein wenig ausgestoßen ?
Alleingelassen ?
Und jetzt hecken die beiden auch noch Strategien aus, um dich
daran zu hindern, rüberzukommen ?

viele kinder findes es toll, im eigenen zimmer zu schlafen, das sie selbst gestalten durften und sich selbst die bettwäsche ausgesucht haben. bei den meisten kindern sehe ich da eher stolz statt „sich ausgestoßen“ fühlen.

Und du bist immerhin eine Erwachsene, wie mag das auf ein Kind
wirken ?

richtig. und ein kind ist ein kind. mein kind, das über 3 jahre alleine in seinem zimmer geschlafen hat.

Vielleicht hilft ein Haustier in seinem Zimmer, dann ist er
nicht mehr so allein nachts.

2 katzen sind da. hilft nix. leider.

grüße
c.

Gruß
Marion

Moin,

Sieh es doch mal andersrum.
Stell dir vor, dein Mann und dein Sohn kuscheln sich jede
Nacht gemütlich zu zweit in ein Bett. Nur DU musst in einem
anderen Zimmern schlafen, jede Nacht, allein. Darfst
vielleicht mal rüberkommen, wenn du dich fürchtest.

der vergleich hinkt doch. oder sehe ich das falsch?

Was hinkt hier für dich ? Warum sollte dein Kind sich in dieser Situation anders fühlen, als du dich fühlen würdest ? Ich versuche ja nur aufzuzeigen, warum eventuell dein Kind Nachts die Flucht ins Elternschlafzimmer antritt. Erst wenn du das verstehst, kannst du etwas für dein Kind tun,

oder ist es in der realität wirklich so, daß ein kind immer
nachts zu den eltern tapselt?

ein Kind ? Nein, aber dein Kind.

ehrlich gesagt habe ich mich bei

den eltern seiner klassenkameraden mal umgehört. es ist kein
einziges kind dabei, das nachts aus seinem bett zu den eltern
wandert (krankheit ausgenommen).

Und was hilft dir diese Information ? Du weißt jetzt, dass dein Kind offensichtlich in diesem Punkt anders ist, als manche anderen Kinder. Vermutlich ist dein Kind in vielen Punkten anders, als andere Kinder, genau so wie alle Kinder in vielen Punkten anders sind, als andere Kinder. Übrigens hättest du die letzten drei Jahre noch genau so geantwortet, als dein Kind im eigenen Bett blieb.

Du fühlst dich vieleicht ein wenig ausgestoßen ?
Alleingelassen ?
Und jetzt hecken die beiden auch noch Strategien aus, um dich
daran zu hindern, rüberzukommen ?

viele kinder findes es toll, im eigenen zimmer zu schlafen,
das sie selbst gestalten durften und sich selbst die
bettwäsche ausgesucht haben. bei den meisten kindern sehe ich
da eher stolz statt „sich ausgestoßen“ fühlen.

Und warum ist es bei deinem Kind anders ? Was denkst du ?

Und du bist immerhin eine Erwachsene, wie mag das auf ein Kind
wirken ?

richtig. und ein kind ist ein kind. mein kind, das über 3
jahre alleine in seinem zimmer geschlafen hat.

Genau. Und das jetzt nicht mehr möchte.

Vielleicht hilft ein Haustier in seinem Zimmer, dann ist er
nicht mehr so allein nachts.

2 katzen sind da. hilft nix. leider.

Die Katzen schlafen in seinem Zimmer ? Ok, frag ihn mal, ober er es denn ok findet, wenn er die nachts einfach so alleine lässt ? Vielleicht wachen sie Nachts manchmal auf, und dann ist keiner da etc. Wie mögen sich die Katzen dann fühlen ?

Versuch auf dieser Basis ein Gespräch anzufangen, vielleicht bekommst du dann heraus, was bei deinem Sohn dahinter steckt.

Gruß
Marion

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Hallo Claudia,
vorweg: wie du weiter oben gesehen hast:
ich hab auch keine praktischen Vorschlaege.
Bei uns hat das auch lange gedauert,
sicher auch deshalb, weil immer, wenn wir grade
so am Abgewoehnen waren, wir wieder in Urlaub
fuhren und das heisst bei oft uns: bei Verwandten
im Gaestezimmer, die Kinder und ich und da wurde
das Zimmer/Bett teilen dann wieder zum ‚Muss‘.

Aber enthaelt dieser Satz von dir eine moegliche
Erklaerung:

ich damals, wäre auch manchmal gerne zu meiner mutter ins bett
gekuschelt aber hätte mich nie getraut , einfach rüber zu
wandern.

Er traut sich. Er traut euch.

Was bei uns im Endeffekt geholfen hat: seine naechtlichen
Wanderungen waren zum SChluss eine Art Schlafwandeln.
Wenn wir genuegend Fussangeln ausgelegt haben, ueber
die er stolperte (ohne hinzufallen und sich weh zu tun
natuerlich), wurde er wach genug und ging dann wieder
zurueck in sein Bett. ABer ich glaube, die Situation
bei euch ist anders.
Uebrigens schliessen wir auch heute unsere Tuer ab,
wenn wir ungestoert sein wollen. Klopfen koennen
beide Jungs.

Viel Glueck, Elke

Hallo Claudia

Bitte beziehe meine Antwort jetzt nicht allein auf dich und deine Frage. Ich meine damit auch viele der Leute, die darauf gepostet haben.

Eine solch heiße Diskussion über ein so kleines und vollkommen normales Thema kann wohl nur in einem westlichen Land geführt werden. In afrikanischen, asiatischen oder südamerikanischen Ländern würden die meisten Eltern wohl nur verwundert den Kopf schütteln. Da ist es vollkommen normal, wenn die Kinder lange noch bei ihren Eltern schlafen (so wie es das bei uns früher, als die räumlichen Gegebenheiten in den meisten Wohnungen noch sehr beengt waren, auch war). Dein Kleiner möchte bei euch schlafen - warum auch immer. Das wäre mir erst einmal vollkommen egal. Er hat evtl. Angst und fühlt sich in seinem Zimmer unwohl, vielleicht möchte er einfach nur eure Nähe spüren weil er dabei besser schlafen kann. Vielleicht hat er das Gefühl, über Tag nicht genug von euch gehabt zu haben… Ich kenne viele Erwachsene, die auch nicht gerne alleine schlafen (ich gehöre übrigens auch dazu - ohne dass ich Angst hätte). Wie viele Eltern gibt es, die, wenn ihr Partner nicht da ist (sei es, weil sie getrennt leben oder er z.B. arbeiten muss), auf einmal ihrem Nachwuchs erlauben, im freien Teil des Ehebettes zu schlafen. Warum wohl? Weil auch viele Erwachsene in der Nacht nicht gerne allein sind. Mich beruhigt es z.B. irgendwie, wenn ich neben mir ein leises Atmen höre. Und wenn meine beste Hälfte mal über Nacht nicht da ist (was Gott sei dank recht selten vorkommt), schlafe ich lange nicht so gut wie sonst. Wo ist das Problem? Vor allem: Wo ist das Problem, das sogar ausschimpfen rechtfertigt? Meinst du, dein Kleiner will dich tyrannisieren? Ich denke nicht! Erwachsene, die nicht gerne alleine schlafen, wollen auch niemanden „fertig machen“. Würde dir die Alternative besser gefallen, dass euer Mini nachts in seinem Zimmer nicht aufhört zu weinen und ihr ständig aufstehen und zu ihm ins gehen müsst? Das habe ich (wenn auch nur für sehr kurze Zeit) mit einem meiner Zwerge durchlebt - Gott sei dank kam er dann schnell auf den Trichter, einfach bei uns ins Bett zu rutschen und alle konnten friedlich weiter schlafen. Wenn das mit dir und der „Besuchsritze“ ein Problem ist, muss das natürlich gelöst werden. Wir haben das so gemacht, dass unser „Nachtschwärmer“ immer erst in seinem Bett eingeschlafen ist. Wenn er dann nachts Angst bekam oder aus sonst einem Grund bei uns schlafen wollte, hat ER sich in die Mitte gelegt (war eigentlich nicht soooo schlimm, da meine Frau und ich zu der Zeit dann auch in der Regel mit unseren „Schmuseeinheiten“ bereits durch waren). Die „Besuchsritze“ haben wir zuerst mit ´ner dünnen Decke und später mit einer speziellen Keilauflage „geschlossen“. Ob´s solche Dinger heute noch gibt, weiß ich leider nicht. Unsere stammt noch von meiner Oma. Es war einfach das Größte für mich, wenn ich früher bei meinen Großeltern zu Besuch war, Oma diesen Keil auf die Ritze legte und ich zwischen den beiden schlafen durfte.

Gruß, Frank

Hallo Claudia,

ich hab nicht alle Postings gelesen, aber ich schlage dir vor, dass du es deinem Kleinen einfach nicht ganz so gemütlich machst bei euch. Sprich: Er darf kommen, aber geschlafen wird auf einer Matratze am Fussboden (z.B. aufblasbare Isomatte). Ich denke zwar auch dass es ein Problem unserer Gesellschaft ist. Aber wir sind halt nunmal so. Ich finds hart und unnatürlich, wenn schon Neugeborene in einem anderen Zimmer schlafen sollen, da drehts mir den Magen um. Ein Baby gehört meiner Ansicht nach ins Elternbett. Aber ab einem gewissen Alter kann ein Kind schon auch alleine schlafen lernen denke ich. Und ich selber brauche eben auch meinen Platz um gut schlafen zu können. Das kannst du deinem Sohn schon klar machen. Mit der Matratzenvariante hat er die Nähe und du den Platz. Und irgendwann kommt er vielleicht gar nicht mehr, weils im eigenen Bett halt doch gemütlicher ist als am Boden. (Ausnahmen bei schlimmen Träumen oder Krankheit dürfen aber schon sein).
Viel Erfolg!
Isa

Hi C.,

ich habe jetzt nicht alle Antworten hier gelesen.

Meine Töchter sind mittlerweile 17 + 16 Jahre alt und sie hatten beim Großwerden auch zeitweise immer Phasen, in denen sie - einzeln oder auch zu zweit - bei uns im Bett lagen. Natürlich ging mir das auch auf die Nerven, da auch ich morgens wie gerädert aufgewacht bin.

Aber, denke dran, das alles geht vorbei. Mittlerweile würde ich alles dafür geben, wenn meine Kinder nochmal 1 Tag lang 10 Jahre jünger wären und ich das alles nicht so eng sehen würde.

Heute kommen sie abends noch manchmal für 1/2 Stunde in mein Bett, dann sind so so gelöst und erzählen, wofür den ganzen Tag keine Zeit war. Ich liebe diese halbe Stunde, denn in weiteren 10 Jahren machen sie das ganz bestimmt nicht mehr.

Genieße Deinen Mini, kuschele mit ihm, solange es geht, denn die Zeit bleibt leider nicht stehen.

Viele Grüße
Heike